Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Flughafen Beirut – Wikipedia Zum Inhalt springen

Flughafen Beirut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
مطار رفيق الحريري الدولي
Rafiq Hariri International Airport
Datei:Beirut Airport aerial overview Lim.jpg
Beirut (Libanon)
Beirut (Libanon)
Kenndaten
ICAO-Code OLBA
IATA-Code BEY
Koordinaten 33° 49′ 15″ N, 35° 29′ 18″ OKoordinaten: 33° 49′ 15″ N, 35° 29′ 18″ O
 {{#coordinates:33,820930555556|35,488388888889|primary
dim=10000 globe= name= region=LB-JL type=airport
  }}
Höhe über MSL 27 m  (89 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 7 km südlich von Beirut
Basisdaten
Eröffnung 1953
Terminals 1 (mit 23 Gates und 21 Fluggastbrücken)
Passagiere 7.011.129 (2025)<ref name="statistics">Number of Airport Passengers Up 24.70%. BLOMInvest Bank, abgerufen am 31. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Luftfracht 98.200 t (2018)<ref name="Statistik">Statistics: Monthly Traffic For 2018. Abgerufen am 10. März 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Flug-
bewegungen
73.626 (2018)<ref name="Statistik"/>
Kapazität
(PAX pro Jahr)
6,0 Mio.
Start- und Landebahnen
03/21 3800 m × 45 m Beton
16/34 3395 m × 45 m Beton
17/35 3250 m × 60 m Asphalt

Der Rafiq-Hariri-Flughafen (arabisch مطار رفيق الحريري الدولي, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Vorlage:Flughafen-Codes), am südlichen Stadtrand von Beirut gelegen, ist der internationale Flughafen des Libanon. Er ist Stützpunkt der Middle East Airlines.

Ursprünglich trug er den Namen Beirut International Airport. Am 22. Juni 2005 erfolgte die Umbenennung zu Ehren des ehemaligen Premierministers Rafiq al-Hariri, der am 14. Februar 2005 einem Attentat auf seinen Fahrzeugkonvoi zum Opfer gefallen war.

Geschichte

Gründung

Der Flughafen Beirut wurde am 23. April 1953 eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt besaß er zwei Landebahnen. In der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 1968 landeten israelische Kommandotruppen im Rahmen der Operation Gift auf dem Beiruter Flughafen und sprengten 14 Flugzeuge verschiedener, meist libanesischer Fluggesellschaften, darunter auch 7 Maschinen der Middle East Airlines (MEA) sowie Treibstofflager als Vergeltung für einen palästinensischen Angriff auf ein israelisches Flugzeug am 26. Dezember 1968 in Athen.<ref>Aviation Safety NetworkBerichtsliste 1968/3: siehe unter 28-DEC-1968 (englisch), abgerufen am 19. März 2017</ref> Die Gesellschaft Lebanese International Airways verlor dabei mit je zwei Convair CV-990 und Douglas DC-7 den Großteil ihrer Flotte und musste im darauffolgenden Januar ihren Betrieb einstellen.<ref>Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international 1967 bis 1969. Zürich-Airport 1967–1969.</ref>

Mit Beginn des libanesischen Bürgerkrieges verlor er wie das Land selber seinen in der Region führenden Status und mit ihm alle Fluggesellschaften bis auf die nationale Middle East Airlines und die Trans Mediterranean Airways. Zeitweise wurde der Flughafen vollständig geschlossen. Trotzdem wurden das Terminal 1977 und die Landebahnen 1982 und 1988 erneuert. Im Jahr 1982 wurde das Terminal durch Granatenbeschuss der israelischen Armee beschädigt. Nach dem Krieg wurde 1994 ein 10-Jahres-Programm für einen weitreichenden Um- und Ausbau gestartet.

Zweiter Libanonkrieg 2006

Am 13. Juli 2006 wurde während des Zweiten Libanonkriegs 2006 der Flughafen von israelischen Bomben getroffen. Alle drei Startbahnen wurden dabei schwer beschädigt, woraufhin der Flughafen geschlossen wurde. Dennoch gelang es der Fluggesellschaft Middle East Airlines, fünf ihrer Flugzeuge über einen Rollweg auszufliegen. Um zu verhindern, dass so Hisbollahführer aus dem umkämpften Libanon ausgeflogen werden könnten, bombardierte die israelische Luftwaffe die Treibstofflager des Flughafens. Nachdem am 14. August 2006 eine Waffenruhe in Kraft trat, konnte der Betrieb auf dem Flughafen Beirut ab dem 17. August wieder aufgenommen werden.

Kritik

Im März 2016 wurde in unmittelbarer Nähe des Flughafens eine Mülldeponie eröffnet. Da die Deponie zahlreiche Vögel anzieht, kam es daraufhin vermehrt zu Zwischenfällen mit Vogelschlag. Mehrere Fluggesellschaften drohten, den Flughafen zu boykottieren.

Krieg im Libanon 2024

Im Herbst 2024 sorgte der libanesische Transportminister Ali Hamieh nach diplomatischen Druck durch den Westen dafür, dass das Hisbollah-Personal aus dem Flughafen, den die Partei jahrzehntelang als ihr Territorium betrachtet hatte, verdrängt wird und die libanesische Armee die Kontrolle über diesen übernahm. Dies geschah auch, um das Risiko zu vermindern, dass der Flughafen ein Angriffsziel der israelischen Streitkräfte wird. Zu der Zeit war der Flughafen nur noch von einer kommerziellen Fluggesellschaft, der MEA, angeflogen worden.<ref>Christoph Reuter: (S+) Krieg im Libanon: Nun ruft das ganze Land nach der Armee. In: Der Spiegel. 7. Oktober 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. Oktober 2024]).</ref>

Zwischenfälle

Seit seiner Gründung kam es am Flughafen Beirut und in seiner Umgebung zu 10 Totalverlusten im Flugbetrieb. Bei 5 Unfällen kamen 207 Menschen ums Leben.<ref name="asn-bey">Flughafendaten Beirut International Airport im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref> Neben der Kommandoaktion 1968 wurden in den Jahren 1976, 1981, 1982, 1983, 1985 und 1987 Flugzeuge durch Kriegs-, Bürgerkriegs- oder einzelne Terrorhandlungen am Boden zerstört.

  • Am 23. Februar 1964 verunglückte eine Vickers Viscount 732 der ägyptischen United Arab Airlines (SU-AKX) bei der Landung auf dem Flughafen Beirut. Starkregen und Abwinde trugen dazu bei, dass die Maschine sehr hart landete und wieder hochsprang. Der nächste harte Aufprall erfolgte auf dem rechten Hauptfahrwerk, woraufhin der rechte Hauptholm brach und die Tragfläche samt der Propeller Nummer 3 und 4 aufschlug. Das Flugzeug kam außerhalb der Landebahn zum Liegen und wurde irreparabel beschädigt. Alle 53 Insassen, fünf Besatzungsmitglieder und 48 Passagiere, überlebten.<ref>Flugunfalldaten und -bericht Viscount 732 SU-AKX im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Darüber hinaus kam es zu mehreren Flugzeugentführungen, teils nur versuchten (1970: 1, 1977: 1, 1980: 3, 1981: 1, 1982: 1 sowie 1985: 1), teils erfolgreichen (1983: 1 mit Landung in Beirut, 1985 mit zweimaligem Start in Beirut, 1985 mit drei Landungen in Beirut).<ref name="asn-bey" /> Bei einer Entführung kam es zu einem Todesfall, als Passagiere das Flugzeug verlassen hatten und in den Abgasstrahl eines Triebwerks gerieten, welches gerade angelassen wurde.<ref>Flugunfalldaten und -bericht Entführung am 23. Februar 1985 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum </ref> In einem anderen Fall war ein US-amerikanischer Militärangehöriger im Verlaufe einer 16-tägigen Geiselnahme in Beirut getötet worden.<ref>Flugunfalldaten und -bericht Entführung am 14. Juni 1985 im Aviation Safety Network (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />