Purk (Gemeinde Kottes-Purk)
| Purk (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Purk | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Zwettl (ZT), Niederösterreich | |||||
| Gerichtsbezirk | Zwettl | |||||
| Pol. Gemeinde | Kottes-Purk | |||||
| Koordinaten | 48° 26′ 38″ N, 15° 18′ 9″ O
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dim=1000 | globe= | name=Purk | region=AT-3 | type=city
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| Höhe | 746 m ü. A. | |||||
| Einwohner der Ortschaft | (k. A. Hilfe) | |||||
| Fläche d. KG | Vorlage:FLN (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG) | |||||
| Statistische Kennzeichnung | ||||||
| Ortschaftskennziffer | 06869 | |||||
| Katastralgemeindenummer | 24266 | |||||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Purk ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Kottes-Purk im Bezirk Zwettl in Niederösterreich.
Geografie
Der Ort liegt nordöstlich von Ottenschlag und nördlich von Kottes. Durch den Ort fließt der Purker Bach, der etwas weiter nördlich in die Große Krems mündet.
Geschichte
Um 1120 übergab Markgraf Leopold III. einen Herrenhof bei Grie seiner Schwester Gerbirga. Mit „Grie“ bezeichnete man damals die Gegend, was vermutlich auf die Herren „de Grie“ zurückgeht. Fortan wurde hier eine 1121 erstmals erwähnte Kirche errichtet und später übergab Gerbirga ihren Besitz an das Stift Göttweig. Gemutmaßt wird auch über eine kleine Burg. Zwischen 1625 und 1723 hatte Purk das Marktrecht inne und mit den Reformen unter Kaiser Joseph II. wurde Purk zur Pfarre erhoben, blieb aber unter der Grundherrschaft von Stift Göttweig.
Im Eintrag der Josephinischen Fassion aus Jahre 1786/87 gab es im heutigen Ort 25 Häuser<ref>Josephinische Fassion – Gemeinde Purk mit den zugetheilten Ortschaften Heitzles, Weikhartschlag und Dankholz (JosFass OM 284)</ref>
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 27 Häusern genannt, der eine eigene Pfarrkirche und Schule besaß. Die Herrschaft Prandhof besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.<ref>Vorlage:Austria Topographie Steinius 1822</ref>
Nach der Entstehung der Ortsgemeinden 1849 wurde der Ort eine eigenständige Ortsgemeinde, zu dieser zählten auch noch die Katastralgemeinden Gotthardschlag, Heitzles, Hörans, Pfaffenschlag und Weikartschlag<ref>LGBL. NÖ. 2. Abt. Nr. 1/1855 2. Beilage 2. Abt., Seite 698</ref>.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Purk ein Binder, drei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, ein Holzhändler, zwei Schmiede, ein Schneider und eine Schneiderin, ein Schuster, zwei Viehhändler und einige Landwirte ansässig.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 406</ref>
Im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung wurde der Ort durch die Auflösung der Gemeinde Purk am 1. Januar 1967 ein Teil der Gemeinde Kottes-Purk<ref>LGBL. NÖ. Nr. 523/1966, Seite 330</ref>.
Siedlungsentwicklung
Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Purk insgesamt 51 Bauflächen mit 19.400 m² und 45 Gärten auf 15.117 m², 1989/1990 gab es 68 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 150 angewachsen und 2009/2010 bestanden 81 Gebäude auf 155 Bauflächen.<ref name="bev">BEV: Regionalinformation 31.12.2018 auf bev.gv.at (online)</ref>
Öffentliche Einrichtungen
In Purk gibt es einen Kindergarten.<ref>Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 3. Oktober 2020.</ref>
Bodennutzung
Die Katastralgemeinde ist landwirtschaftlich geprägt. 240 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 52 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 231 Hektar Landwirtschaft betrieben und 58 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 222 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 59 Hektar betrieben.<ref name="bev"></ref> Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Purk beträgt 25,5 (Stand 2010).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Katholische Pfarrkirche Purk hl. Martin
Persönlichkeiten
- Leopold Hacker (1843–1926), Benediktiner, Mineraloge, Höhlenforscher und Entomologe, wirkte hier als Pfarrvikar
Literatur
Weblinks
- Purk in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Kottes-Purk