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Pseudogetreide

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Amaranthkorn.jpg
Amarant
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Buchweizen
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Quinoa

Pseudogetreide (auch: Pseudocerealien) sind Körnerfrüchte von Pflanzenarten, die nicht zur Familie der Süßgräser (Poaceae = alle echten Getreidearten) gehören, aber ähnlich wie Getreide verwendet werden. Die Samen sind meist reich an Stärke, Eiweiß, Mineralstoffen und Fett. Sie besitzen zwar keine Eigenbackfähigkeit, wie beispielsweise Weizen oder Roggen, werden aber ansonsten ähnlich wie Getreide verwendet. Pseudogetreide sind in Mitteleuropa auf ertragsstarken Standorten gegenüber den hier üblicherweise angebauten Kulturpflanzen nicht konkurrenzfähig. Sie verfügen über ein niedriges Ertragsniveau und aufgrund großer Ertragsschwankungen über geringe Ertragssicherheit. Darüber hinaus sind einige wärmeliebend (Quinoa, Amarant); für den Anbau in Deutschland sind bisher keine angepassten Sorten vorhanden (Stand 2012).<ref name="Unterschätzt">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Alle Pseudocerealien sind glutenfrei und daher als Diätspeisen bei Zöliakie geeignet. Buchweizen, Amarant und Quinoa lassen sich ebenso zu Malz verarbeiten.

Arten

Die wichtigsten Pseudogetreidearten sind (nach der weltweiten Erntemenge):<ref>Welternten 2017, Statistik der FAO abgerufen am 8. Februar 2019.</ref>

weitere Arten:

  • aus anderen Pflanzenfamilien:

Merkmale der wichtigsten Pseudogetreidearten

Merkmal Buchweizen<ref name="Unterschätzt" /> Quinoa<ref name="Unterschätzt" /> Amarant<ref name="Unterschätzt" />
Pflanzentyp C3 C3 C4
Mindestkeimtemperatur (°C) 5–8 5–7 10–12
Tausendkornmasse (g) 15–30 1–3 0,5–2
Pflanzenhöhe (cm) 50–60 100–150 100–200
Kornertrag (dt/ha) 15–20 10–45 2–60
Vegetationsdauer (Tage) 100–120 100–140 120–150

Literatur

  • Walter Aufhammer: Pseudogetreidearten – Buchweizen, Reismelde und Amarant. Herkunft, Nutzung und Anbau. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3189-7.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Franke">Wolfgang Franke: Nutzpflanzenkunde. 3. Auflage. Georg Thieme, Stuttgart/New York 1985, ISBN 978-3-13-530403-8, S. 105–106.</ref> </references>

Weblinks

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