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Präsidentschaftswahl in Belarus 2010

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Datei:Flag of the President of Belarus.svg
Standarte des Präsidenten der Republik Belarus

Die Präsidentschaftswahl in Belarus 2010 fand am 19. Dezember 2010 in Belarus statt. Der seit 1994 regierende Staatspräsident Aljaksandr Lukaschenka kandidierte bei dieser Wahl für eine vierte Amtszeit.

Wahltermin

Das belarussische Parlament legte im September 2010 den 19. Dezember 2010 als Wahltermin fest.<ref>Neue Zürcher Zeitung: Weihnachten mit Lukaschenko, 14. September 2010.</ref> Der späteste mögliche Termin für die Durchführung der Wahl wäre der 7. Februar 2011 gewesen, da gemäß der belarussischen Verfassung die Wahl nicht später als zwei Monate vor Ende der laufenden Legislaturperiode stattfinden kann.

Datei:Alexander Lukashenko 2007.jpg
Amtsinhaber Aljaksandr Lukaschenka

Kandidaten

Insgesamt zehn Kandidaten traten zur Präsidentschaftswahl an:

Ergebnis

Platz Kandidat Stimmen
absolut %
1 Aljaksandr Lukaschenka 5.122.866 79,67 %
2 Andrej Sannikau (164.000) 2,56 %
3 Jaraslau Ramantschuk 0126.986 1,97 %
4 Rygor Kastusjou 0126.645 1,97 %
5 Uladsimir Njakljajeu 0113.747 1,77 %
6 Wital Rymascheuski 0070.433 1,1 %
7 Wiktar Zjareschtschanka 0069.653 1,08 %
8 Mikalaj Statkewitsch (67.000) 1,04 %
9 Ales Michalewitsch 0065.598 1,02 %
10 Dimitrij Uss (31.000) 0,48 %
Für keinen der Kandidaten (Stimmenthaltung) 6,47 %
Wahlbeteiligung 92,9 %

Das Ergebnis wurde am 20. Dezember 2010 von der Vorsitzenden der Zentralen Wahlkommission Lidsija Jarmoschyna während einer Pressekonferenz kundgetan.<ref>ЦИК: за Лукашенко проголосовало 79,67 % избирателей, Die Zentrale Wahlkommission: Für Lukaschenko stimmten 79,67 % der Wähler</ref> Eine Exit-Poll-Befragung des Unabhängigen Instituts für sozioökonomische und politische Studien (NISEPI), das in Wilna registriert ist, ergab hingegen eine Unterstützung von 51,1 % der Wähler für Lukaschenka, von 8,3 % für Njakljajeu und von 6,1 % für Sannikau.<ref>svaboda.org: НІСЭПИ: за Лукашэнку — 51,1 %, NISEPI: Für Lukaschenka stimmten 51,1 %</ref>

Die Rolle Russlands

Im Sommer 2010 kam es zu einer rapiden Verschlechterung der durch Streitigkeiten um die Lieferung von Gas und Öl geprägten Beziehungen zwischen Russland und Belarus. Die russische Regierung zeigte sich enttäuscht über die ausbleibende Anerkennung der von Georgien abtrünnigen und von Russland unterstützten Republiken Abchasien und Südossetien. Der belarussische Präsident Lukaschenka behauptete, er habe die Anerkennung niemals konkret in Aussicht gestellt, während sein russischer Amtskollege Dmitri Medwedew das Gegenteil behauptete und Lukaschenka Wortbruch vorwarf.<ref>NEWSru.com: Кремль готов "предать гласности" обещания Лукашенко признать Южную Осетию и Абхазию</ref>

Im von der Regierung kontrollierten russischen Fernsehsender NTW wurde eine Dokumentarserie über Lukaschenka ausgestrahlt, in der dem belarussischen Präsidenten unter anderem Amtsmissbrauch, Kontakte zu kriminellen Strukturen und das Verschwindenlassen politischer Gegner vorgeworfen wurde.<ref>NEWSru.com: Канал НТВ в "Крестном батьке - 3" объявил Лукашенко психопатом</ref> Aufgrund dieser Vorgänge wurde vermutet, Russland strebe eine Ablösung Lukaschenkas an und könnte bei der anstehenden Wahl einen der Oppositionskandidaten unterstützen. In Medienberichten wurde spekuliert, dass Andrej Sannikau von der Bewegung „Europäisches Belarus“ möglicherweise von Moskau unterstützt werden könnte.<ref>NEWSru.com: https://newsru.com/world/12jul2010/lukaout.html</ref>

Erste Protestkundgebung in Minsk

Die Teilnehmer der Präsidentschaftswahl in Belarus durften gemäß neuen Vorschriften der Stadtverwaltung von Minsk vom 19. November 2010 keine Kundgebungen auf den zentralen Plätzen der Hauptstadt veranstalten.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Weißrussland vor den Wahlen: Demos in Minsk verboten.] RIA Novosti, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. November 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Vertreter der Zivilgesellschaft kritisieren, dass insbesondere das generelle Verbot von Demonstrationen im Umkreis mehrerer hundert Meter um U-Bahn-Stationen legale Demonstrationen im Zentrum von Minsk de facto unmöglich macht – eine Regelung, die nicht mit der belarussischen Verfassung vereinbar sei.

Trotz des offiziellen Demonstrationsverbots versammelten sich am 24. November 2010 zwischen 1000 und 5000 (je nach Quelle) Regierungsgegner in der Hauptstadt Minsk. Mikalaj Statkewitsch, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei (Hramada), bezeichnete die Kundgebung als „die einzige Waffe im Kampf gegen die Diktatur“. Die Demonstranten forderten den Rücktritt von Präsident Aljaksandr Lukaschenka.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Weissrussland: Demonstranten fordern faire Wahlen.] Schweizer Radio SR DRS, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Dezember 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Weissrussland: Opposition widersetzt sich Demonstrationsverbot.] Focus, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Dezember 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Demonstration sollte an das umstrittene Referendum vom November 1996 erinnern, mit dem Präsident Lukaschenka das Parlament aufgelöst und die Verfassung geändert hatte, um seine Macht zu sichern.

Nach dieser ersten größeren Demonstration in Minsk drohte den zwei Präsidentschaftskandidaten, welche an der Kundgebung teilgenommen haben, der Wahlausschluss: Wital Rymascheuski, Kovorsitzender der Belarussischen Christdemokraten, und Uladsimir Njakljajeu (Bewegung „Sag die Wahrheit“) wurden von der Staatsanwaltschaft verwarnt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Demo in Minsk: Präsidentenkandidaten droht Ausschluss.] Russland-Aktuell, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 25. November 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Großdemonstration am Wahlabend

Datei:Protest against the falsified presidential election in 2010 Minsk.jpg
Spezialeinheiten kesseln Demonstranten ein

Mehrere Tausend Menschen – nach offiziellen Angaben handelte es sich um 3000, nach Angaben unabhängiger Medien um 15.000 bis 25.000 – versammelten sich am 19. Dezember im Zentrum von Minsk, um gegen Wahlfälschungen zu demonstrieren. Es handelte sich damit um die größte Demonstration in Belarus seit der Präsidentschaftswahl 2006. Der Präsidentschaftskandidat Uladsimir Njakljajeu wurde noch auf dem Weg zum Oktoberplatz verhaftet. Sicherheitskräfte attackierten seinen Zug mit Blendgranaten, rangen seine Anhänger nieder und verprügelten sie. Njakljajeu selbst wurde schwer verletzt und noch in der Nacht von Männern in Zivil aus dem Krankenhaus verschleppt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Weißrussland: Keine andere Wahl.] Tagesspiegel, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 8. Oktober 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Die Anführer der Kundgebung riefen dazu auf friedlich zu protestieren. Am Abend wurden jedoch die Fensterscheiben des Regierungssitzes am Unabhängigkeitsplatz demoliert. Ob es sich bei dabei um die Handlung von Demonstranten oder von "Provokateuren" gehandelt hat, bleibt unklar. Die im Gebäude zusammengezogenen Polizeikräfte gingen gegen die Menge vor, zogen sich bald aber wieder zurück. Erst als die Oppositionschefs auf den Eingang des Parlamentsgebäudes zugingen, griffen die Spezialeinheiten die Protestierenden an.<ref name="bidder">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Aufruhr in Weißrussland: Lukaschenkos Schläger ersticken Reformhoffnung.] Spiegel Online, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 8. Oktober 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Die Demonstration wurde von Sicherheitskräften brutal niedergeschlagen, über 600 Personen wurden festgenommen. Reporter ohne Grenzen dokumentierte mehrere Fälle massiver Polizeigewalt gegen Journalisten, die über die Kundgebung berichteten. James Hill, Fotograf der „New York Times“, wurde geschlagen, während er versuchte, seine Pressekarte vorzuzeigen. Seine Ausrüstung und sein Material wurde von der Polizei beschlagnahmt sowie Filmaufnahmen und Fotos gelöscht. Die belarussische Reporterin Iryna Chalip wurde während einer Live-Schalte für den russischen Radiosender Echo Moskwy von Polizisten geschlagen und festgenommen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig ROG verurteilt Gewalt gegen Medienmitarbeiter nach Präsidentschaftswahl.] Reporter ohne Grenzen, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 8. Oktober 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Sie berichtete dabei von "Schlägen ins Gesicht". Auch ihr Ehemann, der Präsidentschaftskandidat Andrei Sannikau, wurde während der Demonstration zusammengeschlagen.<ref name="bidder" /> 45 Personen, denen Schüren von Massenunruhen vorgeworfen wird, drohten Haftstrafen von bis zu 15 Jahren (Artikel 293.1 des belarussischen Strafrechts). Von diesen befanden sich im Januar 2011 noch 31 in Haft, darunter die Präsidentschaftskandidaten Uladsimir Njakljajeu und Andrej Sannikau<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Criminal case on mass riot: 32 accused and 16 suspects.] Wjasna, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. Januar 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>.

Umgang mit den Inhaftierten

Die meisten der über 600 Inhaftierten wurden zu Haftstrafen von 10 bis 20 Tagen verurteilt. Die individuelle Schuld der Demonstranten wurde nach Aussagen von Menschenrechtlern durch das Gericht nicht überprüft, zudem sei es während der Haftzeit zu zahlreichen Verstößen gegen die Menschenwürde der Gefangenen gekommen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Interim results of a survey of citizens who were detained during a peaceful protest on Dec. 19, 2010.] International Observer Mission of the Committee of International Control Over the Human Rights Situation in Belarus, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Januar 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/eurobelarus.infoVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Die im KGB-Gefängnis „Amerikanka“ einsitzenden prominenten Gefangenen besaßen über zwei Wochen keinen Zugang zu ihren Anwälten, es drangen fast keine Informationen über ihren Zustand an die Öffentlichkeit. Der Minsker Staatsanwalt Siarhej Barysenka bezeichnete diese Tatsache öffentlich als normal: „Wir haben keine Beschwerden von den Teilnehmern des Strafverfahrens erhalten [...] Die Normen der Verfassung und des Strafprozessrechts werden in vollem Umfang erfüllt.“<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Prosecutor’s office sees no problem in preventing lawyers from visiting their clients.] Charta 97, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Januar 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Bis zum Januar 2011 erhielten die Gefangenen auch keinen Zugang zu Ärzten, obwohl einige von ihnen bei den Demonstrationen ernsthafte Verletzungen durch die staatlichen Einsatzkräfte erlitten haben.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Belarus: Amnesty fordert Freiheit für gewaltlose politische Gefangene.] Amnesty International, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Dezember 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Der Präsidentschaftskandidat Mikalaj Statkewitsch soll seit seiner Verhaftung einen Hungerstreik begonnen haben.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Statkevich on hunger strike, refuses to speak during interrogations.] naviny.by, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Dezember 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im Mai 2011 wurde er wegen der „Organisation von Massenunruhen“ zu sechs Jahren Haft verurteilt. Statkewitsch wurde zunächst in einem Sägewerk der Strafkolonie Nr. 17 eingesetzt und dann im Januar 2012 wegen mutmaßlichen Regelverstoßes in das strenger geführte Gefängnis Nr. 4 verlegt. Seine Ehefrau durfte ihn pro Jahr nur für vier Stunden besuchen und einmal im Monat mit ihm telefonieren.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig BELARUS - MYKALAU STATKEVICH.] Amnesty International, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Dezember 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen am 23. August 2015 wurde Statkewitsch freigelassen.<ref>Weißrussischer Präsident begnadigt sechs Oppositionelle DW, 23. August 2015.</ref>

Amnesty International berichtete, dass der Präsidentschaftskandidat Andrej Sannikau im Gefängnis physisch und psychisch gefoltert wurde. Auch die medizinische Versorgung sei ihm trotz starker Schmerzen verweigert worden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Oppositioneller misshandelt.] Amnesty International, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Dezember 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Sein Anwalt berichtete demnach von diversen Verletzungsspuren, die sein Mandant aufwies: Er konnte nicht laufen, hatte ein verstauchtes oder gebrochenes Bein, Spuren von Schlägen auf dem Kopf und Blutergüsse an den Händen. Sannikau wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, die er in Babrujsk in Einzelhaft absitzen musste, wo er wiederholt mit dem Tode bedroht wurde. Am 14. April 2012 wurde er frühzeitig begnadigt und freigelassen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Andrej Sannikau.] palitviazni.info, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Dezember 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Der Präsidentschaftskandidat Uladsimir Njakljajeu wurde noch während der Behandlung seiner erlittenen Kopfverletzung von den Behörden aus der Intensivstation entführt. Am 29. Januar 2011 wurde er aus dem Gefängnis in den Hausarrest überführt und am 20. Mai 2011 wurde er zu zwei Jahren Haft verurteilt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Uladzimir Niklajeu.] palitviazni.info, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. Dezember 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Reaktionen auf die Wahl

Die Wahlbeobachtermission der OSZE stellte am 20. Dezember 2010 fest, dass die Wahl nicht demokratischen Kriterien entsprach. Unter anderem weist der Bericht darauf hin, dass es in einem Großteil der Wahllokale den Wahlbeobachtern verboten wurde, die Stimmauszählung zu beobachten. Ein ähnliches Fazit zog die einheimische Wahlbeobachtermission "Menschenrechtler für freie Wahlen".<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Einheimische Wahlbeobachtung der Präsidentschaftswahlen in Belarus 2010 (Newsletter).] Europäischer Austausch/Menschenrechtler für freie Wahlen, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 31. Januar 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Die Kritiker des Wahlprozesses betonten, dass das belarussische Wahlgesetz eine transparente Auszählung vorschreibt (Dekret 25 der Zentralen Wahlkommission). Beschwerden der Wahlbeobachter gegen die massiven Verstöße wurden bis auf wenige Ausnahmen nicht zugelassen.

Die Menschenrechtsorganisation Wjasna meldete mehrere Unstimmigkeiten und Verstöße im Verlauf der Wahl. In einer Wahlurne in einem Wahllokal in Minsk fehlten 480 Stimmzettel. Obwohl die örtliche Wahlkommission sagte, es seien 1.719 Stimmzettel am Wahltag ausgegeben worden, wurden bei der Auszählung nur 1.239 Stimmzettel gefunden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Blatant fraud in Minsk: 480 ballots missing from ballot box.] Wjasna, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Oktober 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Insgesamt wurden 125 Beschwerden gegen Wahlverstöße an lokale Wahlkommissionen weitergereicht. Die im Vorfeld der Wahl getätigte negative Darstellung oder mangelnde Präsenz von Oppositionskandidaten in staatlichen Medien wurde von Wjasna ebenfalls kritisiert.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig PRELIMINARY report of independent observation.] Wjasna, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Oktober 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Die Außenminister von Deutschland (Guido Westerwelle), Schweden (Carl Bildt), Tschechien (Karel Schwarzenberg) und Polen (Radosław Sikorski) verurteilten den Wahlbetrug und die Unterdrückung der Opposition.<ref name="focus-586511">Guido Westerwelle: DEBATTE: Offener Rechtsbruch. In: Focus Online. 3. Januar 2011, abgerufen am 14. Oktober 2018.</ref>

Nach der Kritik der OSZE am Verlauf der Wahl kündigte Anfang 2011 die belarussische Führung die Schließung der OSZE-Mission in Minsk an, mit der Begründung, diese habe ihre Aufgabe bereits erfüllt. Der Geheimdienst führte Razzien bei mehreren nicht-staatlichen Medien und Menschenrechtsorganisationen durch. Die staatliche Zeitung Belarus Sewodnja veröffentlichte im Januar Geheimdienstmaterial, in welchem Regierungen und Geheimdiensten der EU, darunter vor allem Polen und Deutschland, die Finanzierung der Wahlkampagne Njakljajeus und der Demonstration am 19. Dezember vorgeworfen wird. Ziel sei gewesen, Lukaschenka durch eine "gefügige Marionette" zu ersetzen.<ref>Belarus Sewodnja: За кулисами одного заговора</ref> Das Bundesaußenministerium wies die Vorwürfe als absurd zurück.<ref>Narodnaja Wolja: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Германия опровергает обвинение в подготовке госпереворота в Беларуси (Memento vom 23. Januar 2011 im Internet Archive)</ref> Der sozialdemokratische Oppositionskandidat Mikalaj Statkewitsch trat im Gefängnis in einen Hungerstreik. Nicht inhaftierte Oppositionsangehörige gründeten einen landesweiten Koordinationsrat, um ihr Vorgehen gegen die Repressionen abzustimmen. Polen schaffte als „Zeichen der Solidarität“ die Visagebühren für belarussische Staatsbürger ab und verhängte ein Einreiseverbot gegen hohe belarussische Beamte.<ref>Nascha Niwa: Забарона на ўезд шэрагу беларускіх чыноўнікаў у Польшчу ўжо дзейнічае</ref> Der Deutsche Bundestag befürwortete am 20. Januar 2011 fraktionsübergreifend scharfe Sanktionen gegen die Machthaber in Belarus und forderte die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen. Gleichzeitig kündigten die Parlamentarier an, sich für Visa-Erleichterungen für belarussische Bürger und mehr Stipendienprogramme für Studenten einzusetzen.<ref>Ende der Repression in Weißrussland gefordert. In: www.bundestag.de. Deutscher Bundestag, Januar 2011, abgerufen am 10. März 2025.</ref> Die Europäische Union verhängte am 31. Januar 2011 Sanktionen gegen die Minsker Führung. Dem Staatspräsidenten Lukaschenka und 156 weiteren Staatsbeamten wurde ein Einreiseverbot erteilt sowie dessen Konten eingefroren. Sie lehnte jedoch die von Polen und Schweden geforderten Wirtschaftssanktionen gegen das Land ab, weil die anderen Mitgliedsstaaten nicht wollten, dass die Bevölkerung zu leiden habe. Die USA hingegen verhängten neben Reisebeschränkungen auch finanzielle Sanktionen, welche die Aufhebung der befristeten Genehmigung für Geschäftsabschlüsse mit dem staatlichen Erdöl- und Chemiekonglomerat Belneftekhim beinhaltete.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig EU imposes sanctions against Belarus.] Deutsche Welle, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Februar 2018 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig US toughens sanctions over 'brutal' Belarus crackdown.] BBC, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Februar 2018 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Nachdem der Präsidentschaftskandidat Statkewitsch zusammen mit fünf weiteren politischen Gefangenen im August 2015 freigelassen wurde, wurden im Zuge der Präsidentschaftswahl 2015 die Sanktionen zur Probe außer Kraft gesetzt. Im Februar 2016 wurden die Sanktionen gegen die belarussische Regierung, von denen einige bereits seit dem Jahr 2004 gelten, beinahe vollständig aufgehoben. Lediglich vier Beamte, die mit dem Verschwinden der Regimegegner Jury Sacharanka, Wiktar Hantschar, Anatoli Krassouski und Dsmitryj Sawadski in Verbindung gebracht werden, blieben auf der Sanktionsliste.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Warum Lukaschenko jetzt kein Diktator mehr ist.] Die Welt, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Februar 2018.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Kidnapping of Hanchar and Krasouski: authorities have something to hide auf charter97.org</ref>

Russland und GUS

Die Entscheidung der belarussischen Justiz, elf bei den Protesten festgenommene russische Staatsbürger vorerst nicht freizulassen, sorgte für Kritik seitens der russischen Regierung. Das Außenministerium bestellte den belarussischen Botschafter ein, um ihm den Unmut über die fortgesetzte Inhaftierung der Russen auszudrücken. Die Wahlen selbst hat Präsident Dmitri Medwedew zunächst als "innere Angelegenheit" bezeichnet und erst sechs Tage nach dem Urnengang Lukaschenka in einer knappen Erklärung zur Wiederwahl gratuliert.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Neuer Ministerpräsident: Lukaschenko besetzt Regierung.] n-tv, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 7. Oktober 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Der Sekretär der GUS Sergei Lebedew hingegen beschrieb die Wahl als frei und demokratisch. Beobachter der GUS hatten die Wahl am Wahlabend als legitim anerkannt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Выборы президента Белоруссии признаны свободными и демократичными (Die weißrussischen Präsidentschaftswahlen wurden als frei und demokratisch anerkannt).] Постсовет.RU – postsovet.ru, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (russisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Repressionen nach der Wahl

Obwohl der Präsidentschaftskandidat Ales Michalewitsch nicht an der Großkundgebung teilgenommen hatte, wurde auch er in der Wahlnacht festgenommen und für drei Monate lang in einem Keller des KGB-Gebäudes inhaftiert. Er berichtete ebenfalls von Folter.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Folter im KGB-Gefängnis in Minsk.] Konrad-Adenauer-Stiftung, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Dezember 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kas.deVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In den Wochen nach der Wahl kam es zu einer großen Welle von Verhaftungen, Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmungen von Computerhardware. Der Geheimdienst KGB durchsuchte die Büros der Menschenrechtsorganisation Wjasna und des Belarussischen Helsinki-Komitee wie auch die Privatwohnungen von Aleh Hulak und Ales Bjaljazki.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig ELECTION OF THE PRESIDENT OF THE REPUBLIC OF BELARUS 19 DECEMBER 2010.] Human Rights Defenders For Free Elections, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. Dezember 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Auch die Büros von regierungskritischen Medien wie Belsat TV und Eurapejskaje Radyjo dlja Belarussi sowie der Menschenrechtsorganisation Charta 97 wurden vom KGB gestürmt. Die Mitarbeiter von Charta 97 wurden festgenommen.<ref>Michael Schwirtz: Clashes in Belarus Show Resilience of Both Sides. New York Times, 21. Dezember 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2010; abgerufen am 23. Dezember 2010.</ref><ref>Belarusian KGB Crackdown Continues, TheNews.pl, 27 December 2010</ref> Diverse oppositionelle Internetseiten wurden blockiert.<ref>Хакерская атака главного оппозиционного сайта Белоруссии осуществлялась из Петербурга. Gazeta.ru, 19. Dezember 2010, abgerufen am 19. Dezember 2010.</ref> Auch der Zugang zu Facebook, Twitter, YouTube, Google Talk war am Folgetag der Wahl nicht mehr möglich.<ref>Facebook, Twitter, YouTube blocked in Minsk. Interfax-Ukraine, 20. Dezember 2010, abgerufen am 20. Dezember 2010.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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Präsidentschaftswahlen

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1995 • 2000 • 2004 • 2008 • 2012 • 2016 • 2019 • 2024

Volksabstimmungen

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