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Parnass

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Der Parnass ({{#invoke:Vorlage:lang|full |CODE=el |SCRIPTING=Grek |SERVICE={{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty| 1 }} | neu}}griechisch |SUITABLE=prefix neu}} (m.)) ist ein Vorlage:Höhe hoher Gebirgsstock in Zentralgriechenland. Am südwestlichen Fuß des Massivs liegt Delphi. Er bietet einen malerischen Rundblick auf Olivenhaine. In der griechischen Mythologie ist der Berg Apollon geweiht und die Heimat der Musen, der Göttinnen der Künste. Deswegen gilt der Parnass in übertragener Bedeutung als Sinnbild und Inbegriff der Lyrik, beziehungsweise der Kunst.

Mythologie und Nutzung

Datei:Meyers Universum Band 17 14.jpg
Der Parnass auf einem Stahlstich Mitte des 19. Jh.

Der Berg wurde in der Antike als ‚zweigipflig‘ bezeichnet. Apollon verwundet hier die Schlange Python. Nach der Deukalionischen Flut landen Deukalion und Pyrrha auf dem Parnassos (analog zur Landung der Arche Noahs auf dem Berg Ararat).

Heute ist der Berg ein bekanntes Skigebiet.

Nach dem Berg Parnassos ist in Paris der Montparnasse benannt.

Gebirgsgipfel

Der höchste Gipfel des Gebirgszugs ist Liakoura (Λιάκουρα) mit 2455 Metern.

Weitere Gipfel sind:

  • Tsárkos (Τσάρκος), 2415 m
  • Jerontóvrachos (Γεροντόβραχος), 2395 m
  • Kalójiros (Καλόγηρος), 2327 m
  • Mávra Lithária (Μαύρα Λιθάρια), 2326 m
  • Voidomáti (Βοϊδομάτι), 1947 m
  • Petrítis (Πετρίτης), 1923 m
  • Pyrgákia (Πυργάκια), 1718 m

Der Parnass als Symbol in der Kunst

Insbesondere bis in das 18. Jahrhundert, aber auch darüber hinaus, war der Parnass als Sitz des Gottes Apoll und der Musen ein häufig verwendetes Thema der bildenden Künste und ein Symbol für Kunst, Musik und Literatur.

Datei:1 Estancia del Sello (Vista general I).jpg
Raffael: Parnass und Die Schule von Athen
Datei:Apollo&Muses.jpg
Apollo und die Musen auf Parnassus (Nicolas Poussin, 17. Jahrhundert)
Datei:Andrea Mantegna - Parnassus - WGA13988.jpg
Andrea Mantegna: Der Parnass (1496)
Datei:Mengs Parnasus.jpg
Der Parnass von Anton Raphael Mengs, 18. Jahrhundert

Malerei:

Bildhauerei:

Gartenarchitektur:

  • Parnass, ein künstlicher Felsen mit Sockeln für die Statuen des Apolls und der Musen in der Eremitage (Bayreuth) aus dem frühen 18. Jahrhundert.
  • Der Musenberg Parnass, im Rokokogarten Veitshöchheim, geschaffen 1765 von Ferdinand Tietz. Ein künstlicher Felsen mit Statuen des Apollo, der Musen und des geflügelten Pegasus, errichtet in der Mitte des großen Sees.

Musik:

  • Ein einflussreiches musiktheoretisches Lehrwerk im 18. Jahrhundert des Wiener Hofkapellmeisters und Komponisten Johann Joseph Fux trägt den Titel Gradus ad Parnassum („Stufen zum Parnass“ oder „Weg zum Gipfel“). Das Lehrwerk des Kontrapunkts bedeutet im übertragenen Sinn einen bedeutenden künstlerischen Fortschritt bzw. den Schritt des Komponisten hin zur Perfektion.<ref>Johann Joseph Fux: Gradus ad Parnassum oder Anführung zur regelmäßigen musicalischen Composition. Olms, Hildesheim 2004, ISBN 3-487-05209-1 (Nachdr. d. Ausg. Leipzig 1742).</ref> Bei berühmten Kompositionen von Weltrang spricht man von „Gipfelwerk“.
  • Der Klavierpädagoge und Komponist Muzio Clementi veröffentlichte 1826 sein bekanntes Etüdenwerk, ebenfalls mit dem Titel Gradus ad Parnassum op. 44, das aus Klavierstücken in ansteigender Schwierigkeit besteht.
  • In Richard Wagners Meistersingern besingt Walther von Stolzing in seinem Preislied mehrmals die „Musen des Parnass“.
  • Das erste Stück aus Claude Debussys Klaviersuite Children’s Corner (Kinderecke) (1908) trägt den Titel Doctor Gradus ad Parnassum, womit es scherzhaft auf die Vorgängerwerke in der Musikgeschichte Bezug nimmt.
  • Der deutsche Komponist Manfred Schmitz veröffentlichte 1965 mit seinem "Jazzparnass" ein Standardwerk für angehende Jazzpianisten, welches auch über die Grenzen hinaus bis heute Popularität genießt.

Literatur:

Verschiedenes

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />