Zum Inhalt springen

Parlamentswahl im Iran 1980

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Parlamentswahl im Iran 1980 fanden am 14. März 1980<ref group="Anm.">Die zweite Runde (Nachwahlen) fanden am 9. Mai 1980 statt</ref> statt und waren die ersten Parlamentswahlen nach der Islamischen Revolution und dem Sturz des Schahs, Mohammad Reza Pahlavi, in der Islamischen Republik Iran. 270 Parlamentssitze standen zur Wahl, das Mindestwahlalter wurde auf 16 Jahre festgelegt. Um den religiösen Minderheiten den Zugang zum Parlament zu ermöglichen, wurde in Artikel 64 der Verfassung bestimmt, dass je ein Vertreter der Juden<ref group="Anm.">Eshagh Farahmandpour war der erste jüdische Abgeordnete im iranischen Parlament nach der islamischen Revolution.</ref> und Zoroastrier, zwei Vertreter der christlichen Armenier und ein Vertreter der chaldäischen und assyrischen Minderheiten einen garantierten Sitz im Parlament haben sollten.<ref>unibe.ch Iran - Constitution, abgerufen am 11. Februar 2013</ref>

Ergebnis und Folgen

Stimmen Anteil in %
Wahlberechtigte 20.758.391 100
Wähler 10.875.969 52,14
registrierte Kandidaten 3.694 100
zugelassene Kandidaten<ref group="Anm.">durch den Revolutionsrat</ref> 1.910 51,7
gewählte männliche Kandidaten 266
gewählte weibliche Kandidaten 4<ref group="Anm.">90 Frauen ließen sich zur Wahl registrieren</ref> 1,48

<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />princeton.edu (Memento vom 30. Mai 2012 im Internet Archive) 1980 Parliamentary Election, abgerufen am 10. Februar 2013</ref>

Dass die stärkste politische Kraft innerhalb der veränderten Parteienlandschaft die Islamisch-Republikanische Partei mit 130 Sitzen sein würde, war abzusehen.<ref>ipu.org (PDF; 8 kB) Iran 1980, abgerufen am 10. Februar 2013</ref> Nicht abzusehen war die Vorauswahl der Kandidaten durch den Vorläufer des Wächterrats, den Revolutionsrat, ein Vorgang, den es bislang nicht gab. Knapp 50 % der Kandidaten erreichten nicht die gewünschte Qualifikation. Überraschend war die Zulassung der Volksmudschahedin mit ihrem Führer Masud Radschawi, die 20 Sitze erringen konnten. Erstaunlich stark die nationalistisch-religiöse Iranische Freiheitsbewegung unter ihrem Vorsitzenden Mehdi Bazargan, ehemaliger Premierminister des Iran, mit 110 Sitzen.

Siehe auch

Anmerkungen

<references group="Anm."/>

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Konstitutionelle
Monarchie
(1906-1979)
Parlament

1906190919141921192419261928193019331935193719391941194419471950195219541956196019611963196719711975

Senat

1950195419601963196719711975

Volksabstimmungen

19531963

Islamische
Republik
(seit 1979)
Präsident

19801981 (Juli)1981 (Okt.)19851989199319972001200520092013201720212024

Parlament

1979 (Verfassungsversammlung)198019841988199219962000200420082012201620202024

Expertenrat

198219901998200620162024

Volksabstimmungen

1979 (März)1979 (Dez.)1989

Vorlage:Klappleiste/Ende