Pandemis cinnamomeana
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| Pandemis cinnamomeana | ||||||||||||
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| Datei:Pandemis cinnamomeana.jpg
Pandemis cinnamomeana | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pandemis cinnamomeana | ||||||||||||
| (Treitschke, 1830) |
Pandemis cinnamomeana ist ein paläarktisch verbreiteter Schmetterling aus der Familie der Wickler (Tortricidae). Das Artepitheton leitet sich vom lateinischen cinnamomum und altgriechischen κιννάμωμον (kinnámōmon) für Zimt ab.
Merkmale
Imago
Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 17 bis 22 Millimeter bei den Männchen und 20 bis 24 Millimeter bei den Weibchen. Die Falter haben eine variable Grundfärbung der Vorderflügel, teilweise sind die Männchen stark verdunkelt und fast einfarbig. Bei den Weibchen sind Palpen und Stirn weiß. Die Vorderflügel sind an der Basis rostbraun, ebenso wie ein vom Vorderrand (Costa) zum Analwinkel verlaufendes Band und ein Costalfleck nahe der Spitze. Über dieser Zeichnung bilden helle Schuppen und die dunkeln Adern eine Netzstruktur. Die Hinterflügel sind einfarbig grau-braun mit hellem Fransenrand.<ref name="Spuler2" /><ref name="Razowski53">Razowski, S. 53</ref>
Präimaginalstadien
Die Raupe ist hellgrün und auf dem Rücken etwas dunkler. Das Rückengefäß scheint dunkel durch. Der Kopf ist grünlich gelb, das Nackenschild ist ebenso gefärbt und schwarz punktiert.<ref name="Spuler2" /> Die glänzend braune Puppe ist 9 bis 12 Millimeter lang und wird im Habitat der Raupe in Blätter gesponnen.<ref name="etibioinformatics" />
Ähnliche Arten
- Pandemis heparana (<templatestyles src="Person/styles.css" />Denis & Schiffermüller, 1775)
- Pandemis cerasana (<templatestyles src="Person/styles.css" />Hübner, 1759) Die Art hat schmälere Flügel und einen helleren und kleineren Costalfleck.<ref name="Spuler2" />
Lebensweise
Tagsüber verstecken sich die Falter im Laub großer Bäume. Wenn sie gestört werden stürzen sie sich in einem Zick-Zack-flug zum Boden.<ref name="etibioinformatics" />
Die Raupen leben polyphag hauptsächlich an verschiedenen Laubhölzern. Als Nahrungspflanzen sind bekannt: Ahorne (Acer)<ref name="Schütze133">Schütze, S. 133</ref>, Birken (Betula),<ref>Schütze, S. 61</ref>, Rotbuche<ref>Schütze, S. 71</ref>, Eichen (Quercus)<ref>Schütze, S. 76</ref>, Linden (Tilia)<ref>Schütze, S. 139</ref>, Birnen (Pyrus), Äpfel (Malus)<ref>Schütze, S. 103</ref>, Mehlbeeren (Sorbus)<ref>Schütze, S. 107</ref>, Prunus<ref>Schütze, S. 117</ref>, Geißklee (Cytisus)<ref>Schütze, S. 120</ref>, Kreuzdorn (Rhamnus)<ref>Schütze, S. 136</ref>, Heidelbeere (Vaccinium)<ref>Schütze, S. 155</ref>, Weißtanne (Abies alba)<ref>Schütze, S. 33</ref> und Tee (Camellia)<ref name="etibioinformatics" />.
Die Raupen spinnen sich zwischen Blättern oder Nadeln ein.<ref name="Schütze133" /> Zum Lebensraum gehören Wälder, Waldränder, Lichtungen, Park- und Obstanlagen.<ref name="Razowski53" />
Schadwirkung
Die wirtschaftliche Bedeutung durch Fraßschäden ist gering. Der Fraß am Blattwerk in Wäldern und Zierpflanzen einschließlich der Blüten ist bekannt, ebenso gibt es Berichte über den Befall von Teeplantagen.<ref name="etibioinformatics" />
Flug- und Raupenzeiten
Pandemis cinnamomeana bildet eine Generationen im Jahr, die in Mitteleuropa von Mitte Juni bis August, selten bis in den September, fliegt. In Korea fliegen die Falter von Mitte Mai bis Mitte September. In Mitteleuropa überwintert die Raupe und setzt ihre Entwicklung von Mai bis Juni des kommenden Jahres fort und verpuppt sich im Juni und Juli.<ref name="Razowski53" /><ref name="etibioinformatics" />
Verbreitung
Pandemis cinnamomeana ist paläarktisch in Europa, aber nicht in Südeuropa, Russland, China, Korea und Japan verbreitet und in ganz Mitteleuropa häufig.<ref name="Razowski53" /><ref name="etibioinformatics" />
Spezialisierte Feinde
An Pandemis cinnamomeana sind verschiedene Arten von Schlupfwespen (Ichneumonidae) und Brackwespen (Braconidae) als Parasitoide nachgewiesen:<ref name="etibioinformatics" />
- Ichneumonidae
- Braconidae
Belege
Literatur
- Józef Razowski: Die Tortriciden (Lepidoptera, Tortricidae) Mitteleuropas. Bestimmung – Verbreitung – Flugstandort – Lebensweise der Raupen, Bratislava, 2001, ISBN 80-967540-7-6
- Karl Traugott Schütze: Die Biologie der Kleinschmetterlinge unter besonderer Berücksichtigung ihrer Nährpflanzen und Erscheinungszeiten, Frankfurt am Main 1931, Verlag des Internationalen Entomologischen Vereins e.V. Scan und Neuausgabe
Einzelnachweise
<references> <ref name="Spuler2"> Arnold Spuler: Die Schmetterlinge Europas. Band 2. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1910, S. 251. </ref> <ref name="etibioinformatics"> L. Meijerman & S.A. Ulenberg (Zoological Museum, University of Amsterdam): Eurasian Tortricidae > Species: Pandemis cinnamomeana. In: Arthropods of Economic Importance. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2012; abgerufen am 7. Januar 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> </references>
Weblinks
- www.lepiforum.de Taxonomie und Fotos
- Fauna Europaea Taxonomie