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Neundorf (Schalkau)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Neundorf
Stadt Schalkau
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(27)&title=Neundorf 50° 26′ N, 11° 1′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(27) 50° 25′ 57″ N, 11° 0′ 32″ O
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Höhe: 550 m ü. NN
Fläche: 1,12 km²<ref name="EW" />
Einwohner: 27 (2012)<ref name="EW">Zahlen, Daten und Fakten. Stadt Schalkau, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. September 2014; abgerufen am 20. April 2012.</ref>
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Mausendorf
Postleitzahl: 96528
Vorwahl: 036766
Datei:SK Neun.png
Karte
Stadtteil Mausendorf mit Neuendorf
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Neundorf ist ein Ortsteil von Schalkau im Landkreis Sonneberg in Thüringen.

Geographie

Neundorf liegt etwa fünf Kilometer nördlich von Schalkau und einen Kilometer östlich Mausendorf am Südrand des Bleßberges (866,9 m ü. NN), dicht an der Grenze zum Landkreis Hildburghausen. Durch den Ort führt die Kreisstraße 11 nach Theuern. Die zum Teil steilen Hanglagen beruhen auf dem geologischen Schichtaufbau: die südwestlich und nordöstlich der Ortslage untersuchten Gesteinslagen entstammen dem Oberen Muschelkalk und streichen obertägig aus. Unmittelbar südlich der Ortslage fällt der durch die Ortslage fließende Bach – ein Zufluss des Truckenthaler Wasser in den Neundorfer Grund. Die besonders im oberen Teil enge und steile Schlucht besitzt eine Ausdehnung von etwa zwei Kilometer Länge und reicht bis an den Ortsrand von Truckenthal. Östlich der Ortslage von Neundorf ragt der Herrenberg (673,1 m ü. NN) als spornartiger Ausläufer des Bleßberges auf.<ref name="TK10-6">Amtliche topographische Karten Thüringen 1:10.000. LK Schmalkalden-Meiningen, LK Hildburghausen, LK Sonneberg, Kreisfreie Stadt Suhl. In: Thüringer Landesvermessungsamt (Hrsg.): CD-ROM Reihe Top10. CD 6. Erfurt 1999.</ref>

In einer Forstbeschreibung des Jahres 1555 wurden im Wald des Bleßberges überwiegend Fichten und Tannen in Mischbeständen erwähnt. Dieses Waldgebiet hatte natürlich gewachsene Bestände mit einem gut durchmischten Anteil von Jung- und Altholz. In der Nacht vom 13. zum 14. Juni 1946 streifte ein Orkan in Südthüringen die Hochlagen des Thüringer Waldes im Raum Oberhof und Suhl. Der verheerend auftretende Sturm war nach Nordosten abgezogen und hatte dabei noch den Bleßberg gestreift, wobei 12 Hektar Wald durch Windwurf vernichtet wurden.

Geschichte

Im Hennebergischen Lehensverzeichnis wurde der zum Bezirk der Schalkauer Burg Schaumberg gehörende Ort erstmals 1317 als „Nüwendorf“ erwähnt. Der zunächst nur aus einem Gehöft bestehende Ort war ein Lehen der Schaumberger. Vermutlich erst am Ende des Dreißigjährigen Krieges, in dessen Verlauf auch Schalkau und die Burg eingenommen wurden, erhielt der Ort Neundorf Zuzug von weiteren Siedlern, die als Hintersassen nur beschränkte Rechte und Möglichkeiten erhielten. Die landwirtschaftlichen Erträge waren unzureichend, daher begannen im 18. Jahrhundert erste Einwohner durch die Übernahme von Hausgewerbe neue Erwerbsmöglichkeiten zu besitzen. Ab 1830 entwickelte sich im nahen Schalkau und zuvor bereits in Sonneberg die Spielwarenfabrikation. Die Anfertigung von Holzspielzeug und Spanschachteln wurde nun zur Haupterwerbsquelle der Einwohner von Neundorf. Die benötigten Hölzer lieferte der Bleßberg, Farben und Werkzeuge wurden vom Verleger bereitgestellt, der auch den Transport und Handel übernahm und die Preise bestimmte. Die Bewohner von Neundorf waren nach Stelzen eingepfarrt und eingeschult. Im Jahr 1910 hatte der Ort noch 53 Einwohner, 1939 gab es 52 Einwohner und im Jahr 2012 lebten noch 27 Einwohner in Neundorf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Ort auf der Website der Stadt Schalkau (Memento vom 5. März 2014 im Internet Archive) Abgerufen am 21. April 2012</ref><ref>Kreis Sonneberg. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Oktober 2024; abgerufen am 15. Februar 2026.</ref><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bei der DDR-Gebietsreform wurde der Ort am 1. Juli 1950 nach Mausendorf eingemeindet. Am 1. Juni 1992 wurde Mausendorf nach Schalkau eingemeindet.<ref>Thüringer Landesamt für Statistik: Gebietsveränderungen: Gemeinde 72015 Schalkau, Stadt</ref>

Im Jahre 1954 errichtete die Nationale Volksarmee (NVA) in Truckenthal das Pionierzeltlager „Junge Garde“ für die Kinder ihrer Betriebsangehörigen. Es wurde 1958 vom VEB Kunstfaserwerk „Wilhelm Pieck“ in Rudolstadt-Schwarza weiter betrieben.<ref>Facebook-Eintrag</ref>

Sehenswürdigkeiten

  • Der Ort ist über Wanderwege mit dem Gipfel des Bleßberges und der Stadt Schalkau verbunden.

Dialekt

In Neundorf wird Itzgründisch, ein mainfränkischer Dialekt, gesprochen.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Neundorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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