Zum Inhalt springen

Monfalcone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien Monfalcone (furlanisch Monfalcon, slowenisch Tržič, deutsch veraltet Falkenberg) ist eine Stadt mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD) in der Region Friaul-Julisch Venetien in Italien.

Geografie

Monfalcone liegt zwischen Triest und Grado und ist die am nördlichsten gelegene Stadt mit unmittelbarem Zugang zum Mittelmeer. Das Stadtgebiet bedeckt eine Fläche von 20,5 km².

Ortsteile sind: Archi, Aris (slow. Darež), Bagni, Cima di Pietrarossa, Crosera, Lisert, Marina Julia, Marina Vecchia, Panzano (slow. Pancan), Pietrarossa, La Rocca, San Michele (slow. Sveti Mihael), San Polo, Schiavetti und Serraglio. Nachbargemeinden sind: Doberdò del Lago, Duino-Aurisina, Ronchi dei Legionari und Staranzano.

Geschichte

Monfalcone war bis 1797 venezianisch, dann habsburgisch bis 1805 und wieder von 1814 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (siehe Österreichisches Küstenland). Der Ort und sein Umland wurden 1816 Teil der Grafschaft Görz und Gradisca, wobei das Gebiet den Gerichtsbezirk Monfalcone bildete und seit 1868 wiederum Teil des Bezirks Monfalcone war.

Datei:Aus den zerstörten Adriawerken bei Monfalcone 3.11.17. (BildID 15607781).jpg
Die Werftanlagen im November 1917

Seit dem Jahr 1908 haben sich in der Stadt große Werften angesiedelt, die Monfalcone als Stadt der Werften bekannt machten. Eine der ersten war die Werft Cantiere Navale Triestino, die unter anderem für die Reederei Austro-Americana herstellte. Die Firma Fincantieri baut in Monfalcone heute vorwiegend Kreuzfahrtschiffe, die zu den größten der Welt zählen. Im ehemaligen Arbeiterwohnheim ist das MuCa Museum der Schiffbauindustrie untergebracht. Das 2017 eröffnete Museum zeigt historische Zeugnisse aus mehr als einem Jahrhundert, wobei modernste Multimedia-Technologien zum Einsatz kommen.<ref>Frieder Bluhm: Wo Kreuzfahrtriesen zur Welt kommen – MuCa -Museum der Schiffbauindustrie in Monfalcone in: Industriekultur 4.23, Klartext-Verlag, Essen 2023, S. 28</ref>

Während des Ersten Weltkriegs kam es im Zuge der Isonzo-Schlachten, bei denen hunderttausende italienische und österreichische Soldaten starben, auch zu Gefechten in Monfalcone. Die Werftanlagen wurden dabei vollständig zerstört. Unter den Toten war der italienische Architekt Antonio Sant’Elia. Teile der Stadt wie der Dom Sant’Ambrogio mussten neu errichtet werden.

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

Berühmte Einwohner von Monfalcone

  • Elisa Toffoli (* 1977), Sängerin und Songschreiberin
  • Nicoletta Consiglio (* 1975), Schriftstellerin
  • David Cej (* 1967), Maler

Literatur

  • Marko Simić: Auf den Spuren der Isonzofront, Mohorjeva Hermagoras, Klagenfurt-Laibach-Wien 2004; ISBN 3-85013-884-4

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden Region Friaul-Julisch Venetien