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Marek Leśniak

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Marek Leśniak
Personalia
Voller Name Marek Sebastian Leśniak
Geburtstag 29. Februar 1964
Geburtsort GoleniówPolen
Größe 177 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1974–1982 Pomorzanin Nowogard
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1982–1988 Pogoń Stettin 150 (65)
1988–1992 Bayer 04 Leverkusen 119 (20)
1992–1995 SG Wattenscheid 09 96 (25)
1995 TSV 1860 München 15 0(2)
1996 KFC Uerdingen 05 17 0(3)
1996–1998 Neuchâtel Xamax 41 (12)
1997–1999 Fortuna Düsseldorf 52 (16)
1998–2002 Preußen Münster 90 (30)
2002–2005 SSVg Velbert 80 (42)
2005–2006 SV Hilden-Nord
2007–2008 BSV Rehden 1 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1986–1994 Polen 20 (10)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2002–2005 SSVg Velbert
2005–2006 Ratingen 04/19
2007–2009 BSV Rehden
2009–2010 SSVg Velbert
2010 SG Wattenscheid 09
2011–2013 TuSpo Richrath
2013–2015 FV Wiehl 2000 (Jugend)
2015–2018 SpVg Olpe
2018– SV Frielingsdorf
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Marek Sebastian Leśniak (* 29. Februar 1964 in Goleniów) ist ein ehemaliger polnischer Fußballspieler, der aktuell als Fußballtrainer tätig ist. Er spielte für die polnische Fußballnationalmannschaft und wurde 1987 Torschützenkönig der polnischen Ekstraklasa.

Stationen als Spieler

Als Jugendlicher trat Leśniak in der nordwestpolnischen Stadt Nowogard einem der lokalen Fußballvereine bei. Als 18-Jähriger erhielt er 1982 einen Vertrag beim Ligaclub Pogoń Stettin. Nach einem Jahr gelang ihm dort der Durchbruch zur ersten Mannschaft. 1986 wurde er erstmals in die Nationalmannschaft berufen. 1987 wurde er mit seinem Verein polnischer Vizemeister und mit 24 Treffern Torschützenkönig.<ref>Vorlage:90minut</ref>

1988 setzte er sich während einer Reise der polnischen Olympiaauswahl nach Dänemark ab, um in die Bundesrepublik Deutschland weiter zu reisen. Über Mittelsmänner war bereits ein Vertrag mit Bayer 04 Leverkusen ausgehandelt worden. Mit 24 Jahren war er eigentlich zu jung, um die Freigabe des polnischen Fußballverbandes PZPN für das Ausland zu erhalten. Die Altersgrenze lag bei 28 Jahren. Doch kam es zur Einigung der polnischen Seite mit den Leverkusenern: Zu der Ablösesumme in Höhe von 2,0 Millionen D-Mark, was damals ein Rekord für einen Spieler aus Polen war,<ref>Andrzej Wach, Transfer piłkarski w Polsce, w: Prawne problemy transferu w piłce nożnej w Polsce i Republice Federalnej Niemiec. Red. A. J. Szwarc. Poznań 1991, S. 24.</ref> lieferte der Pharmakonzern Bayer AG Medikamente in die Volksrepublik Polen, deren Gesamtwert die Transfersumme überstieg.<ref>Ablöse und Aspirin. Interview Marek Lesniak, in: Glückauf Polonia. NRW & Polen. Hrsg. R. Prorr. Essen 2012, S. 100.</ref>

Dank der Unterstützung seines Landsmanns Andrzej Buncol, der im Jahr zuvor nach Leverkusen gekommen war, integrierte sich Leśniak schnell in seinen neuen Club<ref>Ablöse und Aspirin. Interview Marek Lesniak, in: Glückauf Polonia. NRW & Polen. Hrsg. R. Prorr. Essen 2012, S. 102.</ref> und wurde einer der Leistungsträger. Er spielte auch weiter für die Nationalmannschaft; insgesamt kam er auf 20 Einsätze.

Bis 1992 bestritt er für die Leverkusener 117 Bundesligaspiele, in denen er 19 Tore erzielte. Danach wechselte er zur SG Wattenscheid 09. In zwei Jahren in 1. Bundesliga kam er auf 64 Spiele und 18 Tore, stieg aber mit der Mannschaft ab. Er begleitete die Wattenscheider in die 2. Bundesliga und kam dabei auf 32 Spiele und sieben Tore. Der Wiederaufstieg in die erste Liga gelang jedoch nicht. In der Saison 1995/96 wechselte er daher zum TSV 1860 München und bestritt in der ersten Halbsaison 15 Bundesliga-Spiele mit zwei Toren, bevor er für die zweite Halbsaison zum Bundesligisten KFC Uerdingen 05 wechselte, für den er dann noch 17 Bundesligaspiele machte und drei Tore erzielte.

Danach wechselte Leśniak zu Neuchâtel Xamax und erzielte für den Schweizer Verein zwölf Tore in 41 Spielen. Von 1997 bis 1999 trat er dann für Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga an und kam auf 52 Spiele (16 Tore), bevor er in die damals drittklassige Regionalliga Nord zu Preußen Münster wechselte. Hier bestritt er bis 2002 weitere 65 Spiele und erzielte dabei 20 Tore.

Stationen als Trainer

Im Juli 2002 unterschrieb Leśniak einen Vertrag als Spielertrainer bei der SSVg Velbert, für die er in rund 80 Oberligapartien mehr als 40 Tore erzielte.<ref>Martin Bytomski: Ein Anruf von Calli. In: kicker Sportmagazin. 16. Januar 2017, Seite 65.</ref> Im Juni 2005 verließ er den Verein und trainierte danach Ratingen 04/19. Dort blieb er bis zum Ende der Saison 2005/06 und ging im März 2007 zum BSV Rehden. Im März 2009 verließ er den Verein, um im April desselben Jahres wieder zur SSVg Velbert zurückzukehren.<ref>Profil auf transfermarkt.de, abgerufen am 6. Juli 2009</ref> Zunächst mit Vertrag bis Saisonende, verlängerte er im Sommer 2009 für die folgende Saison.<ref>SSVg Velbert: Marek Lesniak bleibt Trainer und behält seinen Aberglauben. In: Reviersport. 28. Juni 2009.</ref> Am 29. März 2010 stellte Leśniak seinen Posten als Trainer bei der SSVg nach 18 Spielen, aus denen seine Mannschaft nur zwei Punkte geholt hatte, zur Verfügung.<ref>SSVg. Velbert: Lesniak wirft hin. In: Reviersport. 29. März 2010.</ref> Kurz darauf folgte ein neues Engagement als Trainer der SG Wattenscheid 09. Nach dem Abstieg in die Westfalenliga verließ er den Verein wieder.<ref>Marek kommt – die Frauen gehen zum VfL. In: Reviersport. vom 1. April 2010.</ref> Am 21. Oktober 2011 wurde er neuer Trainer von TuSpo Richrath.<ref>Lesniak neuer Trainer des gefährdeten Landesligisten TuSpo Richrath. In: RP-Online vom 21. Oktober 2011.</ref> Zur Saison 2013/14 wurde Leśniak vom FV Wiehl 2000 als Jugendtrainer verpflichtet. Ab der Saison 2015/16 ist Leśniak Trainer des Westfalenligisten SpVg Olpe.<ref>Michael Meckel: Marek Lesniak wird Trainer bei der SpVg Olpe. In: Westfalenpost. Funke Mediengruppe, 23. Juni 2015, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref>

Sonstiges

Leśniak arbeitete ab August 2011 bei der Hofacker Autoteile GmbH in seinem damaligen Wohnort Leverkusen.<ref>Kicker Sportmagazin Nr. 77 vom 22. September 2011, Seite 47</ref> Er lebt inzwischen im Oberbergischen Kreis.<ref>Michael Meckel: Marek Lesniak wird Trainer bei der SpVg Olpe. In: Westfalenpost. Funke Mediengruppe, 22. Juni 2015, abgerufen am 15. Februar 2016.</ref>

Literatur

  • Ablöse und Aspirin. In: Glückauf Polonia! Nordrhein-Westfalen und Polen. Die Menschen, der Fußball, die Geschichte. Red.: Ralf Piorr. RevierSport, Essen 2012, S. 98–103.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1927: Henryk Reyman | 1928: Ludwik Gintel | 1929: Rochus Nastula | 1930: Karol Kossok | 1931, 1932: Kisieliński | 1933: Artur Woźniak | 1934: Ernst Willimowski | 1935: Michał Matyas | 1936: Teodor Peterek / Ernst Willimowski | 1937: Artur Woźniak | 1938: Teodor Peterek | 1939: Ernst Willimowski | 1948: Józef Kohut | 1949, 1950, 1951: Teodor Anioła | 1952, 1953: Gerard Cieślik | 1954: Henryk Kempny / Ernst Pohl | 1955: Stanisław Hachorek | 1956: Henryk Kempny | 1957: Lucjan Brychczy | 1958: Władysław Soporek | 1959: Jan Liberda / Ernst Pohl | 1960: Marian Norkowski | 1961: Ernst Pohl | 1962: Jan Liberda | 1963: Marian Kielec | 1964: Lucjan Brychczy / Józef Gałeczka / Jerzy Wilim | 1965: Lucjan Brychczy | 1966, 1967, 1968, 1969: Włodzimierz Lubański | 1970, 1971: Andrzej Jarosik | 1972: Ryszard Szymczak | 1973: Grzegorz Lato | 1974: Zdzisław Kapka | 1975: Grzegorz Lato | 1976: Kazimierz Kmiecik | 1977: Włodzimierz Mazur | 1978, 1979, 1980: Kazimierz Kmiecik | 1981: Krzysztof Adamczyk | 1982: Grzegorz Kapica | 1983: Mirosław Okoński / Mirosław Tłokiński | 1984: Włodzimierz Ciołek | 1985: Leszek Iwanicki | 1986: Andrzej Zgutczyński | 1987: Marek Leśniak | 1988: Dariusz Dziekanowski | 1989: Krzysztof Warzycha | 1990: Andrzej Juskowiak | 1991: Tomasz Dziubiński | 1992: Jerzy Podbrożny / Mirosław Waligóra | 1993: Jerzy Podbrożny | 1994: Zenon Burzawa | 1995: Bogusław Cygan | 1996: Marek Koniarek | 1997: Mirosław Trzeciak | 1998: Arkadiusz Bąk / Sylwester Czereszewski / Mariusz Śrutwa | 1999: Tomasz Frankowski | 2000: Adam Kompała | 2001: Tomasz Frankowski | 2002: Maciej Żurawski | 2003: Stanko Svitlica | 2004: Maciej Żurawski | 2005: Tomasz Frankowski | 2006: Grzegorz Piechna | 2007: Piotr Reiss | 2008: Paweł Brożek | 2009: Paweł Brożek / Takesure Chinyama | 2010: Robert Lewandowski | 2011: Tomasz Frankowski | 2012: Artjoms Rudņevs | 2013: Róbert Demjan | 2014: Marcin Robak | 2015: Kamil Wilczek | 2016: Nemanja Nikolics | 2017: Marco Paixão / Marcin Robak | 2018: Carlitos | 2019: Igor Angulo | 2020: Christian Gytkjær | 2021: Tomáš Pekhart | 2022: Ivi | 2023: Marc Gual | 2024: Erik Expósito | 2025: Efthymis Koulouris Vorlage:Klappleiste/Ende

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