Lymphadenopathie
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| {{#if: R59.-<ref>Alphabetisches Verzeichnis zur ICD-10-WHO Version 2019, Band 3. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Köln 2019, S. 520.</ref> | R59.-<ref>Alphabetisches Verzeichnis zur ICD-10-WHO Version 2019, Band 3. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI), Köln 2019, S. 520.</ref> | Eintrag fehlt }} | Lymphknotenvergrößerung | Eintrag fehlt }} |
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Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11
Die Lymphadenopathie ist die krankhafte Schwellung von Lymphknoten. Beim Menschen haben gesunde Lymphknoten einen Durchmesser von 0,5 bis 1 cm, an Hals und Leiste bis zu 2 cm. Alles größere wird als krankhaft erachtet.
Lymphadenopathie ist ein Symptom unter anderem folgender Krankheiten:
- Reaktive Lymphknotenschwellung = Lymphadenitis
- Neoplasien:
- Sarkoidose
- Histiozytose
- Lymphadenopathie-Syndrom (LAS)<ref>LAS-Symptome: Appetitminderung, Gewichtsabnahme, Leistungsschwäche, Nachtschweiß, Fieber, mehr als 2 Monate bestehende Polylymphadenopathie in mehreren Körperregionen (besonders seitlich am Hals), Durchfälle (ohne Erregernachweis), Haut- und Schleimhauterscheinungen. Vgl. Otto Braun-Falco: AIDS – Steckbrief der Erkrankung und Ausmaß der Bedrohung. Ein Beitrag aus medizinischer Sicht. In: Johannes Gründel (Hrsg.): AIDS. Herausforderung an Gesellschaft und Moral (= Schriften der Katholischen Akademie in Bayern. Band 125). Patmos, Düsseldorf 1987, ISBN 3-491-77686-4, S. 11–23, hier: S. 19–20.</ref> durch HIV-Infektion
- Syphilis
- Infektiöse Mononukleose
- Röteln
- bei Kindern: Juvenile idiopathische Arthritis
Auch die Einnahme gewisser Medikamente kann zur Lymphknotenschwellung führen.
Einteilung
Lymphadenopathien kann in folgende Kategorien eingeteilt werden, nach:
Lokalisation
- tastbar: submandibulär, zervikal, supraklavikulär, axillär, inguinal
- nicht tastbar: mediastinal, abdominal, bihilär
Grad der Ausbreitung
- regional
- generalisiert
Ursachen / Differenzialdiagnosen
Als Ursachen kommen eine Vielzahl von Möglichkeiten in Betracht, was natürlich auch zu einer Vielzahl von Differenzialdiagnosen führt.
Infektionen
- regional: Streptokokken, Staphylokokken
- generalisiert: Virusinfektionen, wie z. B. Mononukleose, Zytomegalievirus, Röteln und Humanes Immundefizienz-Virus oder bakteriell, durch Mykobakterien (TBC), Toxoplasmen oder Borrelien
Erkrankungen des lymphatischen Systems
- Leukämien, Hodgkin-Lymphom, Non-Hodgkin-Lymphome, Langerhans-Zell-Histiozytose
Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
- Sarkoidose, adulter Morbus Still, Systemischer Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, Kawasaki-Syndrom
Stoffwechselerkrankungen
- Morbus Gaucher (lysosomale Speicherkrankheit), Morbus Niemann-Pick (Sphingolipidase, Lipidspeicherkrankheit)
Angeborene oder erworbene Immundefizienz
- Omenn-Syndrom (kombinierte T- und B-Zelldefekte), Autoimmunlymphoproliferatives Syndrom (ALPS - Immundysregulation), AIDS
Umweltfaktoren
- exogen-allergische Alveolitis und Pneumokoniosen (wie z. B. Silikose, Berylliose und Asbestose)
Siehe auch
Literatur
- {{#if: S1|S1-|}}Leitlinie Lymphknotenvergrößerung{{#if: Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)| der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)|}}. In: AWMF online {{#if: 2012|(Stand 2012)|}} (Die Leitlinie bezieht sich auf Lymphknotenschwellungen im Kindes- und Jugendalter)
Einzelnachweise
<references />