Woiwodschaft Lublin
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Die Woiwodschaft Lublin ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine der 16 Woiwodschaften, die die Republik Polen gliedern. Sie liegt im östlichen Teil Polens und umfasst mehrere historische Regionen: Kleinpolen mit der Ziemia Lubelska und Ziemia Łukowska sowie Polesien, Rotruthenien und den südlichen Teil Podlachiens.
Im Osten grenzt die Woiwodschaft Lublin an Belarus und an die Ukraine. Hauptstadt ist das namensgebende Lublin.
Geschichte
Die heutige Woiwodschaft Lublin ging bei der polnischen Verwaltungsreform im Jahr 1999 vorwiegend aus den vorherigen Woiwodschaften Lublin, Chełm und Zamość hervor. Der größere Teil der Woiwodschaft Biała Podlaska sowie kleinere Teile der Woiwodschaften Siedlce und Tarnobrzeg wurden außerdem Bestandteil der neuen Woiwodschaft Lublin.
Bereits zu Zeiten des Königreiches Polen und der polnisch-litauischen Adelsrepublik hatte eine Woiwodschaft Lublin existiert, die im Jahr 1474 aus Teilen der Woiwodschaft Sandomierz gebildet worden war. Im Jahr 1569 wurde in Lublin mit der Union von Lublin die Republik Polen-Litauen in Form einer Realunion gegründet.
Zweiter Weltkrieg
Auf dem Gebiet der Woiwodschaft Lublin befinden sich die Orte dreier ehemaliger Vernichtungslager im zu jener Zeit deutsch besetzten Polen (Generalgouvernement):
sowie das ehemalige Ghetto Izbica.
Wappen
Beschreibung: In Rot ein springender silberner Hirsch mit goldener Krone über den Hals.
Verwaltungsgliederung
Die Woiwodschaft Lublin ist in 20 Powiate und vier Stadtkreise unterteilt. Powiatstatus haben neben der Woiwodschafthauptstadt Lublin noch drei weitere Städte. Den gleichnamigen Landkreisen (ländlichen Powiats) gehören sie selbst nicht an.
Kreisfreie Städte
- Datei:POL Lublin COA 1.svg Lublin 329.565; 147 km²
- Datei:POL Zamość COA.svg Zamość 58.231; 30 km²
- Datei:POL Chełm COA 1.svg Chełm 57.214; 35 km²
- Datei:POL Biała Podlaska COA.svg Biała Podlaska 54.453; 49 km²
Powiats
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- Wappen des Powiat Bialski Biała Podlaska 104.849; 2.754 km²
- Wappen des Powiat Biłgorajski Biłgoraj 96.158; 1.681 km²
- Wappen des Powiat Chełmski Chełm 73.705; 1.886 km²
- Wappen des Powiat Hrubieszowski Hrubieszów 56.783; 1.268 km²
- Wappen des Powiat Janowski Janów Lubelski 42.796; 875 km²
- Wappen des Powiat Krasnostawski Krasnystaw 59.041; 1.031 km²
- Wappen des Powiat Kraśnicki Kraśnik 89.215; 1.005 km²
- Wappen des Powiat Lubartowski Lubartów 83.975; 1.289 km²
- Wappen des Powiat Lubelski Lublin 164.469; 1.679 km²
- Wappen des Powiat Łęczyński Łęczna 55.721; 637 km²
- Wappen des Powiat Łukowski Łuków 100.959; 1.394 km²
- Wappen des Powiat Opolski Opole Lubelskie 55.650; 810 km²
- Wappen des Powiat Parczewski Parczew 32.223; 952 km²
- Wappen des Powiat Puławski Puławy 107.020; 934 km²
- Wappen des Powiat Radzyński Radzyń Podlaski 55.021; 965 km²
- Wappen des Powiat Rycki Ryki 51.557; 615 km²
- Wappen des Powiat Świdnicki Świdnik 69.274; 468 km²
- Wappen des Powiat Tomaszowski Tomaszów Lubelski 77.016; 1.489 km²
- Wappen des Powiat Włodawski Włodawa 35.399; 1.256 km²
- Wappen des Powiat Zamojski Zamość 100.753; 1.870 km²
(Einwohner und Fläche am 1. Januar 2024)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl PL-06">Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.</ref>
| Landkreise | Größte | Kleinste |
|---|---|---|
| flächenmäßig | Powiat Bialski | Powiat Świdnicki |
| bevölkerungsmäßig | Powiat Lubelski | Powiat Parczewski |
Geographie
Bei Zosin befindet sich der östlichste Punkt der Republik Polen. Bis auf ein kleines Gebiet nahe Puławy befindet sich das Territorium der gesamten Woiwodschaft Lublin östlich der Weichsel.
Landschaft
Weite Teile der Woiwodschaft Lublin gehören zum Lubliner Hochland (Wyżyna Lubelska). Im Südosten wird diese Region von der Hügelkette des Roztocze begrenzt, die Höhen bis 390 Meter erreicht. Die nördlichen Gebiete der Woiwodschaft gehören zur Südpodlachischen Tiefebene (Nizina Południowopodlaska), die östlichen Gebiete sind Teil von Polesien. Am südöstlichen Rand der Woiwodschaft beginnt zudem das Wolhynien-Podole-Hochland, dessen größter Teil jedoch auf ukrainischem Staatsgebiet liegt.
Die Puszcza Solska im Süden der Woiwodschaft bildet das größte geschlossene Waldgebiet der Region, welches vielerorts auch Teil mehrerer Naturschutzgebiete ist.
Flüsse
Die westliche Begrenzung bildet überwiegend die Weichsel. Im Osten bildet der Bug als Grenzfluss die Grenzen zu Belarus und – in weiten Teilen des Grenzverlaufes – zur Ukraine. Der Wieprz sowie dessen Zuflüsse Bystrzyca und Tyśmienica liegen vollständig innerhalb der Woiwodschaft Lublin.
Naturschutzgebiete
Der 1990 gegründete Nationalpark Polesie liegt unweit der Landgemeinde Gmina Urszulin im Powiat Włodawski und umfasst 97,62 Quadratkilometer. An der südlichen Grenze der Woiwodschaft befindet sich seit 1974 der 84,83 km² umfassende Nationalpark Roztocze.
Weitere geschützte Gebiete sind die folgenden Landschaftsschutzparks:
- Landschaftsschutzpark Kazimierz (Kazimierski Park Krajobrazowy)
- Landschaftsschutzpark Sobibór (Sobiborski Park Krajobrazowy)
- Chełmski Park Krajobrazowy
- Kozłowiecki Park Krajobrazowy
- Krasnobrodzki Park Krajobrazowy
- Krzczonowski Park Krajobrazowy
- Park Krajobrazowy Lasy Janowskie
- Nadwieprzański Park Krajobrazowy
- Park Krajobrazowy Podlaski Przełom Bugu
- Park Krajobrazowy Pojezierze Łęczyńskie
- Poleski Park Krajobrazowy
- Południoworoztoczański Park Krajobrazowy
- Park Krajobrazowy Puszczy Solskiej
- Skierbieszowski Park Krajobrazowy
- Strzelecki Park Krajobrazowy
- Szczebrzeszyński Park Krajobrazowy
- Wrzelowiecki Park Krajobrazowy
Nachbarwoiwodschaften
| Woiwodschaft Masowien | Woiwodschaft Podlachien | Oblast Brest Belarus |
| Woiwodschaft Heiligkreuz | Datei:Compass card (de).svg | Oblast Wolhynien Ukraine |
| Woiwodschaft Karpatenvorland | Oblast Lwiw Ukraine |
Bevölkerung
Am 31. Dezember 2019 waren 2.108.270 Einwohner in der Woiwodschaft Lublin gemeldet, davon sind 1.021.848 Männer (48,47 %) und 1.086.422 Frauen (51,53 %). Weniger als die Hälfte der Bevölkerung lebt in Städten, die Urbanisierung beträgt rund 46 Prozent.<ref name="Bevölkerung">Bevölkerung nach Woiwodschaften am 31. Dezember 2019 – Hauptstatistikamt GUS, abgerufen am 27. März 2021.</ref>
Abgesehen vom Ballungsraum Lublin ist die Woiwodschaft mit rund 84 Einwohnern pro Quadratkilometer eher dünn besiedelt. Die höchste Bevölkerungsdichte weist der Landkreis Puławy mit 120 Einwohnern pro Quadratkilometer auf. Am dünnsten sind die Landkreise Włodawa und Parczew mit 31 bzw. 36 Einwohnern pro Quadratkilometer besiedelt.
Bevölkerungsentwicklung
Die Woiwodschaft Lublin verzeichnet seit vielen Jahren eine sinkende Einwohnerzahl. Seit 1995 ist die Einwohnerzahl um rund 135.000 Menschen zurückgegangen.<ref>Einwohnerentwicklung 1995 bis 2019, Polska w liczbach (gemäß der Daten vom Hauptstatistikamt GUS), abgerufen am 27. März 2021.</ref>
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1995 | 2.244.628 |
| 2000 | 2.206.200 |
| 2005 | 2.179.611 |
| 2010 | 2.151.895 |
| 2015 | 2.139.726 |
| 2019 | 2.108.270 |
Lebenserwartung
Im Jahr 2019 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung in der Woiwodschaft Lublin bei Männern 73,9 Jahre und bei Frauen 82,4 Jahre.<ref>Lebenserwartung im Jahr 2019 (PDF) – Hauptstatistikamt GUS, Główny Urząd Statystyczny, S. 17–18, abgerufen am 11. Juli 2021.</ref>
Größte Städte
Die mit Abstand größte Stadt der Woiwodschaft sowie ganz Ostpolens ist die Hauptstadt Lublin. Mit rund 340.000 Einwohnern ist sie die einzige Großstadt in der Woiwodschaft.
| Stadt | Powiat | Einwohner 1. Januar 2024 |
|---|---|---|
| Datei:POL Lublin COA.svg Lublin | kreisfrei | 329.565 |
| Datei:POL Zamość COA.svg Zamość | kreisfrei | 58.231 |
| Datei:POL Chełm COA.svg Chełm | kreisfrei | 57.214 |
| Datei:POL Biała Podlaska COA.svg Biała Podlaska | kreisfrei | 54.453 |
| Datei:Puławy herb.svg Puławy | Puławy | 43.860 |
| Datei:POL Świdnik COA.svg Świdnik | Świdnik | 36.680 |
| Datei:POL Kraśnik COA.svg Kraśnik | Kraśnik | 31.296 |
| Datei:POL Łuków COA (1920-2018).svg Łuków | Łuków | 27.159 |
| Datei:POL Biłgoraj COA.svg Biłgoraj | Biłgoraj | 24.769 |
| Datei:POL Lubartów COA.svg Lubartów | Lubartów | 19.734 |
| Datei:POL Tomaszów Lubelski COA.svg Tomaszów Lubelski | Tomaszów Lubelski | 17.848 |
| Datei:POL Łęczna COA.svg Łęczna | Łęczna | 17.665 |
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Wirtschaft
Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Woiwodschaft Lublin 2018 einen Index von 48 (EU-27 = 100), bezogen auf den Wert pro Erwerbstätigem erreichte die Region hingegen einen Index von 54 (EU-27 = 100). Die Woiwodschaft Lublin ist somit die strukturschwächste Region Polens und gehört zu den ärmsten Regionen innerhalb der EU.<ref>GDP per capita in EU regions in 2018, Eurostat, 5. März 2020, abgerufen am 27. März 2021</ref>
Mit einem Wert von 0,866 erreicht Lublin Platz 12 unter den 16 Woiwodschaften Polens im Index der menschlichen Entwicklung.<ref>Sub-national HDI – Area Database – Global Data Lab. Abgerufen am 11. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Arbeitsmarkt
Die Arbeitslosenquote lag im März 2019 bei 8 Prozent, was genau 75.134 Personen entsprach. Dieser Wert liegt über dem nationalen Durchschnitt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />EURES Europäisches Portal zur beruflichen Mobilität ( vom 2. April 2015 im Internet Archive)</ref>
Im Juli 2020 wurden die niedrigsten Arbeitslosenquoten in folgenden Landkreisen gemeldet: Łuków (5,0 %), Biłgoraj (5,4 %) sowie in der kreisfreien Hauptstadt Lublin (5,7 %). Die höchsten Arbeitslosenquoten wiesen hingegen die Landkreise Włodawa (15,0 %), Hrubieszów (12,6 %) und Chełm (12,1 %) auf.<ref name="Arbeitslosenquote" />
Bildungswesen
- Maria-Curie-Skłodowska-Universität Lublin (Uniwersytet Marii Curie-Skłodowskiej w Lublinie, UMCS)
- Katholische Universität Lublin (Katolicki Uniwersytet Lubelski Jana Pawła II., KUL)
- Technische Universität Lublin (Politechnika Lubelska)
- Medizinische Universität Lublin (Uniwersytet Medyczny w Lublinie)
- Offiziershochschule der Polnischen Luftstreitkräfte Dęblin (Lotnicza Akademia Wojskowa)
- University of Economics and Innovation in Lublin (Wyższa Szkoła Ekonomii i Innowacji w Lublinie)
- University of Life Sciences in Lublin (Uniwersytet Przyrodniczy w Lublinie)
Infrastruktur
Straße
Die wichtigsten Straßenverbindungen der Woiwodschaft bilden die Europastraße 372 (polnische Schnellstraße S17 bzw. Landesstraße 17) (Warschau – Lublin – Zamość – Lwiw) und die Europastraße 373 (polnische Schnellstraße S12 bzw. Landesstraße 12) (Łódź – Puławy – Lublin – Chełm – Kiew).
Eine sehr wichtige Nord-Süd-Verbindung für den gesamten Osten Polens bildet zudem die Landesstraße 19 (Białystok – Lublin – Rzeszów), die derzeit zur Schnellstraße S19 ausgebaut wird bzw. in einigen Abschnitten bereits als solche fertiggestellt wurde.
Weitere bedeutende Straßenverbindungen in der Woiwodschaft Lublin sind:
- Landesstraße 63: Łomża – Siedlce – Łuków – Sławatycze
- Landesstraße 74: Piotrków Tryb. – Kielce – Kraśnik – Zamość – Luzk
- Landesstraße 82: Lublin – Łęczna – Włodawa
- Woiwodschaftsstraße 835: Lublin – Biłgoraj – Przemyśl
Das befestigte Straßennetz der Region hatte im Jahr 2019 eine Gesamtlänge von rund 22.853 Kilometern, davon entfielen 136 Kilometer auf Schnellstraßen.<ref name="Transport">Transport - Regionales Statistikamt in Lublin, Urząd Statystyczny w Lublinie, abgerufen am 11. Juli 2021</ref>
Darüber hinaus existierten in der Woiwodschaft Lublin im Jahr 2019 ausgebaute Radwege auf einer Länge von 913 Kilometern.<ref name="Transport" />
Eisenbahn
Das Eisenbahnnetz der Region hatte im Jahr 2019 eine Gesamtlänge von insgesamt 970 Kilometern, wovon 491 Kilometer elektrifiziert sind.<ref name="Transport" />
Luftfahrt
Rund zehn Kilometer östlich von Lublin befindet sich der 2012 eröffnete Flughafen Lublin-Świdnik. Hinsichtlich der Passagierzahl befand er sich 2019 mit knapp 360.000 Passagieren an elfter Stelle in Polen.
Weblinks
- Homepage der Woiwodschaft Lublin (polnisch, englisch, französisch)
Einzelnachweise
<references />
Ermland-Masuren | Großpolen | Heiligkreuz | Karpatenvorland | Kleinpolen | Kujawien-Pommern | Lebus | Łódź | Lublin | Masowien | Niederschlesien | Opole | Podlachien | Pommern | Schlesien | Westpommern Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Koordinaten: 51° 13′ N, 22° 54′ O
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