Zum Inhalt springen

Liste von U-Boot-Unglücken seit 1945

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Liste von U-Boot-Unglücken seit 1945 dokumentiert Unterseeboote, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs (Kapitulation Japans am 2. September 1945) durch Unfälle oder Kampfhandlungen verloren gingen oder schwere Schäden erlitten. Von den verlorenen Schiffen waren mindestens neun nuklear angetrieben, einige auch mit Nuklearraketen oder -torpedos bewaffnet. Soweit bekannt werden auch Unfälle mit radioaktiver Kontamination der Umwelt dokumentiert.

Eine Katastrophe auf der K-19 war Vorlage für den Kinofilm K-19 – Showdown in der Tiefe. Auf ihr ereigneten sich insgesamt drei schwere Unfälle, doch ging sie nie verloren.

Liste

1940er-Jahre

Datum Name Klasse Nationali­tät Tote Verletzte Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle C-4 Klasse C SpanienDatei:Flag of Spain.svg Spanien 44 0 Konventioneller Antrieb. Während einer Übung mit dem Zerstörer Lepanto kollidiert und westlich von Mallorca gesunken.
Vorlage:DatumZelle U-2326 Klasse XXIII FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 19 0 Konventioneller Antrieb. Das von Frankreich übernommene Boot der Kriegsmarine sank bei einer Übung im Mittelmeer vor Toulon.<ref>Ubootarchiv.de: U 2326</ref>
Vorlage:DatumZelle Cochino Balao-Klasse Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA 7 Konventioneller Antrieb. Bei einem Sturm vor der Küste Norwegens strömte aus defekten Batterien Knallgas in das Innere des Bootes und löste ein Feuer aus. Die Cochino tauchte auf und das Schwesterschiff Tusk half bei der Brandbekämpfung. Nach einer weiteren Explosion musste die Cochino aufgegeben werden und sank. Bei dem Unfall kam ein ziviler Techniker des Bureau of Ships und sechs Seeleute der Tusk ums Leben. Alle Opfer wurden bei der Evakuierung von hohen Wellen ins Meer gespült.

1950er-Jahre

Datum Name Klasse Nationali­tät Tote Verletzte Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle Truculent T-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 64 ? Konventioneller Antrieb. Vor Sheerness in den Nachtstunden mit schwedischem Tanker Divina kollidiert und gesunken. 64 Tote, 20 Überlebende. Noch 1950 gehoben und verschrottet.
Vorlage:DatumZelle Affray Amphion-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 75 0 Konventioneller Antrieb. Versank nordwestlich von Alderney im Ärmelkanal, vermutlich aufgrund eines Defektes am Schnorchel mit anschließendem Wasser­einbruch.
Vorlage:DatumZelle Sibylle S-Klasse FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 47 0 Konventioneller Antrieb. Unter ungeklärten Umständen 40 Seemeilen östlich von Toulon während einer Übung gesunken.
Vorlage:DatumZelle Tigrone Tench-Klasse Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA 2 Konventioneller Antrieb. Brand während Arbeiten im Philadelphia Naval Shipyard.<ref name="fas-accidents">Fas.org: Naval Accidents 1945 - 1988 (PDF; 0,6 MB)</ref>
Vorlage:DatumZelle S-117 613 Whiskey-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 52 0 Konventioneller Antrieb. Unter ungeklärten Umständen im Japanischen Meer gesunken.
Vorlage:DatumZelle Dumlupınar Balao-Klasse TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Türkei 88 0 Konventioneller Antrieb. Nach Kollision mit dem schwedischen Frachter Naboland in den Dardanellen gesunken. Nur fünf Überlebende der Besatzung.
Vorlage:DatumZelle HMS Talent Taciturn-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 4 0 Konventioneller Antrieb. Bei starkem Sturm wird das Boot aus dem Trockendock in Chatham abgetrieben. Das treibende Boot konnte aufgrund des schweren Seeganges und des dichten Nebels erst am folgenden Tag gesichert werden. Vier Seeleute werden bei dem Unfall getötet.
Vorlage:DatumZelle Pomodon Tench-Klasse Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA 5 Konventioneller Antrieb. Beim Laden der Batterien im Hunters Point Naval Shipyard bei San Francisco wurde Wasserstoff freigesetzt, was zu einer Explosion und einem nachfolgenden Brand führte.
Vorlage:DatumZelle Sidon Subtle-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 13 0 Konventioneller Antrieb. Versank nach Explosion eines mit Wasserstoffperoxid als Oxidationsmittel angetriebenen Hochgeschwindigkeits­torpedos im Hafen von Portland. Wrack gehoben, aber nicht wieder in Dienst gestellt und 1957 selbst versenkt.
Vorlage:DatumZelle M-259 615 Quebec-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 4 0 Konventioneller Antrieb. Explosion im Maschinenraum. Das Boot kann aus eigener Kraft zur Basis zurückkehren.<ref>Submarines.narod.ru: Русский Подплав :: М-259, историческая справка (Archivlink)</ref>
Vorlage:DatumZelle M-200 Maljutka-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 22 0 Konventioneller Antrieb. Kollidierte mit sowjetischem Zerstörer Statny vor Paldiski und sank mit 22 Mann der Besatzung. Sechs Überlebende. Wrack wurde nicht gehoben.
Vorlage:DatumZelle M-351 Maljutka-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 0 ? Konventioneller Antrieb. Wasser­einbruch bei Tauchübung im Schwarzen Meer. Die gesamte Besatzung überlebte, Boot wurde noch 1957 wieder gehoben.
Vorlage:DatumZelle M-256 615 Quebec-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 28 7? Konventioneller Antrieb. Explosion im Maschinen­raum und nachfolgend Brand, gesunken vor Tallinn. 28 von 35 Besatzungs­mitgliedern verloren ihr Leben. Boot im Oktober 1957 gehoben.
Vorlage:DatumZelle S-342 613 Whiskey-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 7 0 Konventioneller Antrieb. Beim Verlassen von Poljarny kollidiert das Boot mit dem Tanker "Alazan". Dabei werden die Abteilungen 5 und 7 beschädigt und mit Meerwasser geflutet. Dabei sterben 7 Seeleute. Nachdem das Boot aus eigener Kraft zum Stützpunkt zurückgekehrt ist, können aus einer der gefluteten Abteilung 7 Seeleute gerettet werden.
Vorlage:DatumZelle Kaszub Maljutka-Klasse PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen 2 ? Konventioneller Antrieb. Boot lief im Sturm vor Krynica Morska auf Grund. Konnte später abgeborgen werden, aber zwei Besatzungs­mitglieder wurden während eines Bergeversuchs von Wellen über Bord gerissen und ertranken.
Vorlage:DatumZelle Stickleback Balao-Klasse Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA 0 ? Konventioneller Antrieb. U-Boot kollidierte während eines Manövers vor Hawaii mit US-Geleitzerstörer Silverstein und sank. Keine Personal­verluste. Wrack in 3300 m Tiefe.
Vorlage:DatumZelle M-252 Maljutka-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 7 ? Konventioneller Antrieb. Während eines Sturms fährt das Boot aufgrund eines Navigationsfehlers auf eine Klippe auf. Nachdem der Kommandant den Befehl zur Evakuierung des Bootes gegeben hat, werden 7 Seeleute zwischen der Klippe und dem Boot von der Brandung zu Tode gequetscht.

1960er-Jahre

Datum Name Klasse Nationali­tät Tote Verletzte Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle Sargo Skate-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 1 0 Atom-U-Boot. Feuer und Explosion im Torpedo­raum in Pearl Harbor.<ref>SSN 583 - Ship's written history. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. April 2009; abgerufen am 23. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ursache war ein Leck in einer Sauerstoff­leitung. Boot sank auf Grund des Hafens, wurde aber später gehoben und wieder in Dienst genommen.
Vorlage:DatumZelle K-8 627A November-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 13 Atom-U-Boot. Reaktorunfall während einer Patrouille in der Barentssee. Dank einer Notreparatur konnte eine Kernschmelze verhindert werden. 13 Seeleute waren hohen Strahlenwerten ausgesetzt.<ref>Thomas Nilsen, Igor Kudrik, Alexandr Nikitin: The Russian Northen Fleet. Bellona Foundation, 1996, ISBN 8-2-9931-38-5-6, S. 155.</ref>
Vorlage:DatumZelle S-80 613 Whiskey-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 68 0 Konventioneller Antrieb. Sank in der Barentssee infolge des Eindringens von Wasser im Maschinen­raum über das Schnorchel­system. Tod der gesamten Besatzung. U-Boot galt zunächst über sieben Jahre hinweg als vermisst. Wrack in knapp 200 m Tiefe erst 1968 von Berge­schiff Altay entdeckt. 1969 gehoben.
Vorlage:DatumZelle K-19 658 Hotel-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 8 10? Atom-U-Boot. Reaktor­überhitzung infolge Leck im Kühlsystem südöstlich Grönland. Bei behelfs­mäßiger Notreparatur wurden neun Besatzungsmitglieder tödlichen Strahlen­dosen in einer Größenordnung von 50–60 Sievert (5000–6000 Rem) ausgesetzt und verstarben in den nach­folgenden Tagen und Wochen. Mindestens zehn weitere Besatzungsmitglieder erhielten Strahlungsdosen von 1000 Millisievert (100 Rem) und erlitte schwere Strahlenschäden. Das Boot konnte durch diesen Einsatz indessen gerettet werden. Die Reaktorabteilung wurde aus dem Boot entfernt und bei Nowaja Semlja versenkt. Die K-19 bekam einen neuen Reaktor und ging 1967 wieder in Dienst.<ref>Peter Lobner: Marine Nuclear Power 1939–2018. Lyncean Group, 2018. S. 84.</ref><ref>Peter Lobner: Marine Nuclear Power 1939–2018. Lyncean Group, 2018. S. 188.</ref>
Vorlage:DatumZelle B-37 & S-350 641 Foxtrot-Klasse & 633 Romeo-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 122 ? Konventioneller Antrieb. Explosion mehrerer (elf?) Torpedos an Bord von B-37, vermutlich infolge Kabelbrand und nachfolgender Wasserstoff­explosion im Hafen von Poljarny. Boot wurde völlig zerstört. 59 Todesopfer. Durch die Folge­explosionen wurde auch das in der Nähe liegende U-Boot S-350 schwer beschädigt (19 Todesopfer). Zudem starben 44 Feuerwehr­leute, Techniker und Werft­angehörige in der Umgebung, so dass insgesamt 122 Todesopfer zu beklagen waren.
Vorlage:DatumZelle Tiru Balao-Klasse Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA 18 Konventioneller Antrieb. Vor Hawaii bricht ein Feuer im Torpedoraum aus. 18 Seeleute bekamen eine Kohlenmonoxidvergiftung.<ref name="fas-accidents" />
Vorlage:DatumZelle Thresher Thresher-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 129 0 Atom-U-Boot. Untergangs­ursache vermutlich Bruch einer Rohrleitung mit nachfolgendem unkontrollier­baren Wasser­einbruch. Tod der gesamten Besatzung. Wrack in 2560 m Tiefe.
Vorlage:DatumZelle Salomon Sailfish-Klasse Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA 18 Konventioneller Antrieb. Quecksilber aus einem zerbrochenen Thermometer kommt mit einer heißen Oberfläche in Kontakt. 18 Seeleute bekommen eine Quecksilbervergiftung.<ref name="fas-accidents" />
Vorlage:DatumZelle Grayback Grayback-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 1 0 Konventioneller Antrieb. Während das Boot schnorchelte um ihre Batterien aufzuladen, rollte es dabei in schwerer See. Ein Kurzschluss im Leistungsschalter der hinteren Batterien erzeugte ein Feuer, in dem ein Seemann umkam. Das Boot konnte unter eigener Kraft nach Pearl Harbor zurückkehren und wurde dort repariert.<ref>Naval-encyclopedia.com: Grayback class submarines (1957)</ref>
Vorlage:DatumZelle Sęp Orzeł-Klasse PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen 8 0 Konventioneller Antrieb. Beim Laden der Batterien wurde Wasserstoff freigesetzt, was zu einer Explosion und einem nachfolgenden Brand führte.
Vorlage:DatumZelle K-11 627A November-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 3 8 Atom-U-Boot. Schwerer Reaktorunfall beim Beladen mit neuem Kernbrennstoff in Sewerodwinsk. Acht Verletzte sowie drei Todesopfer und eine unbekannte Anzahl von Seeleuten war stark erhöhten Strahlenwerten ausgesetzt. Die Reaktorabteilung wurde aus dem Boot entfernt und bei Nowaja Semlja versenkt. Die K-11 bekam einen neuen Reaktor und ging 1968 wieder in Dienst.<ref>Peter Lobner: Marine Nuclear Power 1939–2018. Lyncean Group, 2018. S. 84.</ref><ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-11, Б-11. Проект 627А</ref>
Vorlage:DatumZelle M-258 615 Quebec-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 4 38 Konventioneller Antrieb. Explosion einer Batterie und anschließender Brand. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurde das Boot zum Stützpunkt geschleppt.<ref>Kommersant.ru: Катастрофы под водой (Archivlink)</ref>
Vorlage:DatumZelle U-Hai U-Boot-Klasse XXIII DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Bundesrepublik Deutschland 19 1 Konventioneller Antrieb. Ehemaliges U-Boot der Kriegs­marine, genutzt als Schulschiff der Bundes­marine. Untergang nordwestlich Helgoland im Sturm nach Wasser­einbruch infolge fehlerhaft umkonstruiertem Ansaugstutzen für den Diesel­motor. Nur ein Überlebender.
Vorlage:DatumZelle B-31 641 Foxtrot-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 4 ? Konventioneller Antrieb. Während dem Sechstagekrieg patrouilliert das Boot vor der ägyptischen Küste. Dabei kam es zu einem Treibstoffbrand. Vier Seeleute starben infolge einer Kohlenmonoxidvergiftung.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка Б-31. Проект 641</ref>
Vorlage:DatumZelle K-3 Leninski
Komsomol
627 November-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 39 ? Atom-U-Boot. Brand an Bord während Patrouille im Nordmeer. Ursache vermutlich Entzündung von Hydraulik­flüssigkeit. Die meisten Opfer starben infolge Kohlendioxid­vergiftung. In den Hafen geschleppt und repariert. 1991 außer Dienst gestellt.
Vorlage:DatumZelle Delfinen (S326) Delfinen-Klasse DanemarkDatei:Flag of Denmark.svg Dänemark 4 0 Konventioneller Antrieb. Bei Auftauchmanöver nordwestlich Kap Skagen mit schwedischem Fischkutter Mälarö kollidiert, welcher daraufhin sank. Die vierköpfige Besatzung des Kutters kam ums Leben. Am U-Boot entstanden nur relativ geringe Schäden, darunter ein verbogenes Periskop.<ref>Sea Accidents and Losses: Danish Naval Historical Time Line. In: Danish Naval History. Abgerufen am 19. November 2022.</ref>
Vorlage:DatumZelle Dakar T-Klasse IsraelDatei:Flag of Israel.svg Israel 69 0 Konventioneller Antrieb. Untergangs­ursache unklar, Boot verschwand 1968 auf Überführungs­fahrt nach Israel im östlichen Mittelmeer. Wrack erst 1999 südwestlich Zypern in rund 2900 m Tiefe gefunden. Teile des Bootes (u. a. die Turmverkleidung) wurden gehoben.
Vorlage:DatumZelle Minerve Daphné-Klasse FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 52 0 Konventioneller Antrieb. Unter ungeklärten Umständen innerhalb weniger Minuten im Mittelmeer gesunken. Tod der gesamten Besatzung. Boot galt über ein halbes Jahrhundert lang als verschollen, Wrack wurde erst im Juli 2019 gefunden. Lage: 45 km südlich Toulon etwa in 2400 m Tiefe.
Vorlage:DatumZelle K-172 675 Echo-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 0 126 Atom-U-Boot. Aufgrund unsachgemäßer Lagerung läuft ein Behälter mit 18 kg Quecksilber aus. 126 von 132 Besatzungsmitglieder erlitten durch die Dämpfe Quecksilbervergiftungen.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-172, К-192. Проект 675</ref>
Vorlage:DatumZelle K-129 629B Golf-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 96 0 Konventioneller Antrieb. Aus ungeklärten Gründen, vermutlich nach Waffen- oder Batterie­explosion an Bord, im Nord­pazifik gesunken (ca. 1560 Seemeilen nordwestlich Hawaii). Von den USA im Azorian-Projekt aus 4900 m Tiefe teilweise gehoben.
Vorlage:DatumZelle Scorpion Skipjack-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 99 0 Atom-U-Boot. Verlust im Nord­atlantik unter nicht vollständig aufgeklärten Umständen. Tod der gesamten Besatzung. Reaktor und zwei Nuklear­torpedos in 3300 m Tiefe.
Vorlage:DatumZelle K-27 645 November-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 9 83 Atom-U-Boot. Reaktorunfall. 9 Besatzungs­mitglieder wurden bei einem Reaktor­unfall durch austretende Strahlung getötet, das U-Boot wurde nicht mehr in Dienst gestellt und 1982 bei Nowaja Semlja versenkt.<ref>Peter Lobner: Marine Nuclear Power 1939–2018. Lyncean Group, 2018. S. 111.</ref>

1970er-Jahre

Datum Name Klasse Nationali­tät Tote Verletzte Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle K-320 670 Charlie-I-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 12 7 Atom-U-Boot. Beim ersten Hochfahren des Kernreaktors in der Werft kommt es zu einer partiellen Kernschmelze mit der Freisetzung von radioaktivem Dampf. 12 Werftarbeiter im Boot erhielten eine tödliche Strahlendosis und sieben weitere bekamen die Strahlenkrankheit, wovon zwei später starben. Weitere 150–200 Werftarbeiter waren stark erhöhten Strahlenwerten ausgesetzt. Die Werfthalle sowie sechs weitere 670 Charlie-I-Klasse-Boote, die in der Halle aufgelegt waren, mussten dekontaminiert werden. Von der K-320 musste die Reaktorsektion ausgetauscht werden und das Boot lief 1971 vom Stapel.<ref>Alejandro A. Vilches Alarcón: From Julietts to Yasens: Development and Operational History of Soviet Nuclear-powered Cruise-Missile Submarines, 1958-2022. Helion and Company, 2023, ISBN 978-191507-068-5, S. 62–63.</ref><ref>74.ru: «Репетиция Чернобыля»: как советские власти скрывали атомную катастрофу в закрытом городе Горьком</ref><ref>Russia-today.ru: Чернобыль на “Красном Сормове” (Archivlink)</ref>
Vorlage:DatumZelle Eurydice Daphné-Klasse FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 57 0 Konventioneller Antrieb. Bei Unfall vor Saint-Tropez im Mittelmeer mit der gesamten Crew gesunken. Verlust­ursache unsicher, vermutlich Kollision mit tunesischem Frachtschiff Tabarka. Wrack in 750 Meter Tiefe im April 1970 geortet.
Vorlage:DatumZelle K-8 627A November-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 52 ? Atom-U-Boot. Nach Feuerausbruch an Bord und vergeblichem Schleppversuch in der Biskaya gesunken. Vier Nuklear­torpedos geborgen, etwa 20 weitere im Wrack oder auf dem Meeresgrund in rund 4300 m Tiefe. Untergangs­position rund 490 km nordwestlich von Spanien. Eine Rumpf­besatzung von 52 Seeleuten, die an Bord verblieben war, kam beim Untergang ums Leben. 73 Überlebende wurden vom Bergeschiff gerettet.
Vorlage:DatumZelle Tautog & K-108 Sturgeon-Klasse & 675 Echo-II-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA
SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
0 Kollision von zwei Atom-U-Booten bei Petropawlowsk-Kamtschatski, die schwer beschädigt wurden, aber unter eigener Kraft in ihre Heimathäfen zurückkehren konnten. Beide U-Boot-Kommandanten nahmen an, dass das andere U-Boot gesunken sei. Der Sachverhalt wurde erst 1991 nach dem Ende des Kalten Krieges aufgeklärt.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-108, Б-108. Проект 675</ref><ref>Н.В. Усенко, П.Г. Котов, В.Г. Реданский, В.К. Куличков: Как создавался атомный подводный флот Советского Союза. S. 364 und folgende.</ref>
Vorlage:DatumZelle Galatée und Maria van Riebeeck Daphné-Klasse FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
SudafrikaDatei:Flag of South Africa.svg Südafrika
6 Kollision von zwei U-Booten mit konventionellen Antrieben. Die beiden Boote der Daphné-Klasse kollidierten vor dem Hafen von Toulon. Das südafrikanische Boot rammte das französische Boot in nahezu rechten Winkel, wobei 6 Seeleute auf der Galatée starben. Beide Boote können gerettet werden.<ref>Netmarine.net: Historique du sous-marin Galatée</ref>
Vorlage:DatumZelle U 12 U-Boot-Klasse 205 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Bundesrepublik Deutschland 0 0 Konventioneller Antrieb. U-Boot wurde sechs Seemeilen östlich von Fehmarn von dem DDR-Frachter Fritz Reuter gerammt und überlaufen. Das Unglück wurde durch einen temporären Ruder­ausfall an Bord des U-Bootes verursacht. Das Boot erlitt beträchtliche Druckkörper­schäden (aber keinen Wasser­einbruch), der Frachter verlor einen Propeller. Keine Personen­schäden.
Vorlage:DatumZelle Ghazi Tench-Klasse PakistanDatei:Flag of Pakistan.svg Pakistan 92 0 Konventioneller Antrieb. Während des Dritten Indisch-Pakistanischen Kriegs wurde die Ghazi vom indischen Zerstörer Rajput verfolgt. Dabei geriet das Boot in ein am 3. Dezember 1971 selbst verlegtes Minenfeld und sank vor dem indischen Marine­stützpunkt Visakhapatnam.<ref>B. Harry: The Sinking of the Ghazi. In: BHARAT RAKSHAK MONITOR - Volume 4(2), September-October 2001. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. November 2011; abgerufen am 23. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Vorlage:DatumZelle Alliance Amphion-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 1 14 Konventioneller Antrieb. Batterieexplosion in Portland Harbour.<ref>Homepage.mac.com: Grammar School Wellingborough Magazine 1972</ref>
Vorlage:DatumZelle Dace Thresher-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 0 0 Atom-U-Boot. Während der Überleitung von radio­aktivem Kühl­wasser von dem Atom-U-Boot Dace zum U-Boot-Tender Fulton in New London gelangten 1400 Liter in den Thames River.
Vorlage:DatumZelle K-320 & K-131 670 Charlie-I-Klasse & 675 Echo-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion Kollision von zwei Atom-U-Booten in der Motowski-Bucht, die beschädigt wurden, aber unter eigener Kraft in ihre Heimathäfen zurückkehren konnten.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-302, К-320, Б-320. Проект 670</ref>
Vorlage:DatumZelle K-19 658 Hotel-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 30 ? Atom-U-Boot. Brand an Bord infolge eines Hydrauliklecks. 12 der insgesamt 28 Toten waren im Torpedo­raum eingeschlossen und konnten erst 24 Tage später geborgen werden, nachdem das Boot in einen Hafen geschleppt worden war. Weitere 2 Verletzte erlagen später im Krankenhaus ihren Verletzungen.
Vorlage:DatumZelle K-56 675 Echo-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 27 ? Atom-U-Boot. Kollision mit dem sowjetischen Aufklärungsschiff Akademik Berg (russ.: Академик Берг) nahe Kap Verde im Atlantik. Zwei Abteilungen wurden aufgerissen, 27 Crew­mitglieder starben. Boot wurde repariert und 1977 wieder in Dienst genommen.
Vorlage:DatumZelle K-1 675 Echo-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 0 ? Atom-U-Boot. Kollidierte auf Tauchfahrt in 120 Metern Tiefe mit einem unterseeischen Berg in der Karibik, beträchtliche Bugschäden. Ob es Verletzte gab, ist unklar.
Vorlage:DatumZelle Pisces III Pisces-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 0 2 Ziviles Tauchboot. Tauchboot konnte bei einer Such- und Rettungsaktion 240 km südwestlich von Cork gefunden und geborgen werden.<ref></ref>
Vorlage:DatumZelle Jallao Balao-Klasse Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg USA 16 Konventioneller Antrieb. Brand während Arbeiten im Maschinenraum in der Guantanamo Bay Naval Base. 16 Seeleute erlitten Brandverletzungen oder Kohlenmonoxidvergiftungen.<ref name="fas-accidents" />
Vorlage:DatumZelle James Madison & K-108 James-Madison-Klasse & 671 Victor-I-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA
SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
0 Kollision von zwei Atom-U-Booten im Holy Loch in Schottland. Beide Boote konnten aus eigener Kraft zu ihren Stützpunkten zurückkehren. Der Vorfall wurde über 40 Jahre lang geheim gehalten.<ref>Bbc.com: CIA memo confirms nuclear sub crash</ref><ref>Theguardian.com: Scottish cold war nuclear submarine collision kept secret for 43 years</ref><ref>Ntv.ru: Советские подводники раскрыли детали столкновения субмарин СССР и США у Шотландии</ref>
Vorlage:DatumZelle K-57 675 Echo-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 2 0 Atom-U-Boot. Unbeabsichtigtes Auslösen der Feuerlösch­anlage. Zwei Seeleute werden vom Löschgas (Freon) getötet.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-57, К-557, Б-557. Проект 675, 675МК</ref>
Vorlage:DatumZelle B-105 & K-475 641 Foxtrot-Klasse & 667B Delta-I-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 0 Kollision von zwei U-Booten in der Kola-Bucht. Beide Boote konnten aus eigener Kraft zu ihren Stützpunkten zurückkehren.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка Б-105. Проект 641</ref><ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-475. Проект 667Б</ref>
Vorlage:DatumZelle K-447 667B Delta-I-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 6 Atom-U-Boot. Ein schwerer Sturm riss K-447 los und das Boot trieb vom Werftanleger in den Kanal in Richtung offener See. Sechs Matrosen wurden von Wellen über Bord gespült und ertranken.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-447, "Кисловодск". Проект 667Б</ref>
Vorlage:DatumZelle K-77 651 Juliett-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 2 76 Konventioneller Antrieb. Feuer an Bord. Zwei Seeleute sterben an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Weitere werden vom Löschgas (Freon) verletzt.<ref>Deepstorm.ru: К-77, Б-77 Проект 651</ref>
Vorlage:DatumZelle K-387 671RT Victor-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 1 3 Bruch einer Dampfleitung. Drei Matrosen erhielten schwere Verbrennungen, einer davon starb.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-387, Б-387. Проект 671РТ</ref>
Vorlage:DatumZelle K-47 675 Echo-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 8 0 Atom-U-Boot. Durch Kurzschluss ausgelöstes Feuer an Bord in den Mannschafts­unterkünften während der Fahrt in der Barentssee.
Vorlage:DatumZelle Voge & K-22 Garcia-Klasse & 675 Echo-II-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA
SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
0 Atom-U-Boot. Die K-22 kollidierte im Mittelmeer mit der Fregatte USS Voge. Beide Schiffe wurden stark beschädigt. Die K-22 fuhr in einen Hafen am Ägäischen Meer. Die amerikanische Fregatte wurde manövrierunfähig nach Kreta geschleppt.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-22, Красногвардеец, Б-22. 225-й экипаж. Проект 675, 675МКВ</ref><ref>FF 1047 - The Photos. destroyersonline.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. März 2010; abgerufen am 29. März 2010.</ref>
Vorlage:DatumZelle K-47 675 Echo-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 3 101 Atom-U-Boot. Feuer an Bord während einer Fahrt im Nordatlantik.<ref>Deepstorm.ru: Катастрофы под водой</ref>
Vorlage:DatumZelle K-115 627A November-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 1 103 Atom-U-Boot. Explosion einer Sauerstoffkerze und anschließender Brand.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-11, Б-11. Проект 627А</ref>
Vorlage:DatumZelle Puffer Sturgeon-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 0 0 Atom-U-Boot. Im Puget Sound im US-Bundesstaat Washington wurde versehent­lich ein Ventil geöffnet, wodurch bis zu 1900 Liter radioaktives Wasser entwichen.
Vorlage:DatumZelle K-171 667B Delta-I-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 3 Atom-U-Boot. Im Heimathafen werden bei Wartungsarbeiten drei Seeleute im Reaktorraum durch Wasserdampf getötet.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-171. Проект 667Б</ref>
Vorlage:DatumZelle K-116 675 Echo-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 0 ? Atom-U-Boot. Leck im Kühl­kreislauf des Backbord­reaktors. Es gab keine Todes­fälle, aber eine unbekannte Anzahl von Seeleuten wurde hohen Strahlenwerten ausgesetzt.

1980er-Jahre

Datum Name Klasse Nationali­tät Tote Verletzte Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle K-151 659 Echo-I-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 1 0 Atom-U-Boot. Feuer in Abteilung VII.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-151, Б-151. 331-й экипаж. Проект 659, 659Т</ref>
Vorlage:DatumZelle K-122 659 Echo-I-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 14 ? Atom-U-Boot. Feuer im Reaktor­raum rund 137 km östlich von Okinawa. 14 Besatzungs­angehörige starben infolge einer Kohlenmonoxid­vergiftung. Boot wurde nicht mehr repariert und 1995 verschrottet.
Vorlage:DatumZelle K-222 661 Papa-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 0 ? Atom-U-Boot. Reaktorunfall bei der Befüllung mit neuen Brennelementen in Sewerodwinsk. Eine unbekannte Anzahl Werftarbeiter und Besatzungsmitglieder waren erhöhten Strahlenwerten ausgesetzt. Nach dem Unfall stellte man das Boot außer Dienst. Die Reaktoren wurden 1988 entladen und bei Nowaja Semlja versenkt. Das Boot wurde 2010 verschrottet.
Vorlage:DatumZelle Drum & K-324 Sturgeon-Klasse & 671RTM Victor-III-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA
SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
0 Kollision von zwei Atom-U-Booten vor Wladiwostok. Beide Boote konnten aus eigener Kraft zu ihren Stützpunkten zurückkehren.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-324, Б-324. Проект 671РТМ</ref>
Vorlage:DatumZelle George Washington George-Washington-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 3 0 Atom-U-Boot. Bei einem Auftauchmanöver im ostchinesischen Meer ca. 110 Meilen südsüdwestlich von Sasebo, Japan mit japanischen Fischkutter Nissho Maru kollidiert, welcher daraufhin sank. Zwei der 15 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Das U-Boot erlitt nur leichte Schäden am Turm.<ref>Usnwc.edu: FOR WANT OF A TIMELY CALL... (Archivlink)</ref>
Vorlage:DatumZelle Sceptre & K-221 Swiftsure-Klasse & 675 Echo-II-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien
SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion
0 Kollision von zwei Atom-U-Booten in der Arktis, die beschädigt wurden, aber unter eigener Kraft in ihre Heimathäfen zurückkehren konnten.<ref>Submarine.id.ru: ВМФ СССР И РОССИИ. АВАРИИ И КАТАСТРОФЫ. Часть 1. (Archivlink)</ref>
Vorlage:DatumZelle S-363 613 Whiskey-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 0 0 Konventioneller Antrieb. In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober lief die S-363 in dem militärischen Sperrgebiet um den schwedischen Marinehafen Karlskrona auf eine Schäre. Verletzt wurde niemand aber der Vorfall führte zu einem internationalen Eklat. Am 7. November 1981 wurde das U-Boot von den Schweden wieder freigegeben. Siehe Strandung des U-Bootes S-363.
Vorlage:DatumZelle S-178 613 Whiskey-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 31 ? Konventioneller Antrieb. Vor Wladiwostok mit sowjetischem Kühlschiff RFS-13 kollidiert und gesunken. 31 Seeleute kamen ums Leben, 13 Überlebende. Boot wurde noch 1981 gehoben und verschrottet.
Vorlage:DatumZelle BS-486 940 India-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 2 0 Konventioneller Antrieb. Brand an Bord. Zwei Seeleute starben infolge einer Kohlenmonoxidvergiftung und 86 verloren kurzzeitig das Bewusstsein.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка Б-486, БС-486, "Комсомолец Узбекистана". Проект 940</ref>
Vorlage:DatumZelle Grayback Grayback-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 5 1 Fünf SEALs starben, als in einer Druckkammer des U-Bootes vor der Küste von Subic Bay versehentlich ein Vakuum erzeugt wurde.<ref>Naval-encyclopedia.com: January 16, 2020 – Commemorating the 38-Year Anniversary of the USS Grayback Accident</ref>
Vorlage:DatumZelle K-123 705 Alfa-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 0 ? Atom-U-Boot. Reaktorunfall im radioaktiven Primärkreislauf des flüssigmetallgekühlten Reaktors während einer Fahrt in der Barentssee. Rund zwei Tonnen der flüssigen Bismutlegierung traten aus und verstrahlten die Reaktorabteilung. Ein Teil der Besatzung war erhöhter Strahlenbelastung ausgesetzt. Das antriebslose Boot musste zur Basis zurückgeschleppt werden.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-123, Б-123. Проект 705К</ref>
Vorlage:DatumZelle K-429 670 Charlie-I-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 16 ? Atom-U-Boot. Das Schiff sank während eines Tauch­tests, nachdem die Abluft­ventile, die in der Werft zum Rauch­abzug geöffnet worden waren, nicht wieder geschlossen worden waren. 14 Crew­angehörige ertranken beim Wasser­einbruch. Zwei weitere Seeleute starben später beim Not­ausstieg aus dem in knapp 40 m Tiefe auf Grund liegenden Boot. Das Boot wurde später gehoben und wieder in Dienst genommen.
Vorlage:DatumZelle Doris Daphné-Klasse FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 3 5

Konventioneller Antrieb. Beim Laden der Batterien bei einer Fahrt im Mittelmeer wurde Wasserstoff freigesetzt, was zu einer Explosion führte.<ref>Netmarine.net: Sous-marin Doris</ref>

Vorlage:DatumZelle K-314 671RTM Victor-III-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion Atom-U-Boot. Das Kabel des Schleppsonars der Fregatte McCloy geriet in die Schraube der K-314, was eine Fehlfunktion im Kühlsystem auslöste und das U-Boot manövrierunfähig machte. Danach musste die K-314 an der Oberfläche nach Cienfuegos auf Kuba geschleppt werden.<ref name="hampshire" />
Vorlage:DatumZelle K-131 675 Echo-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 14 Atom-U-Boot. Ausbruch von Feuer in der achten Abteilung während der Fahrt in der Barentssee. Ein Elektriker hatte Sicherheitsrichtlinien missachtet.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-131, Б-131. Проект 675</ref>
Vorlage:DatumZelle K-53 671 Victor-I-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion Atom-U-Boot. Kollision mit dem Frachtschiff Bratstwo in der Straße von Gibraltar. Die K-53 erlitt schwere Schäden am Bug und musste aufgetaucht den Hafen Hammamet in Tunesien anlaufen.<ref name="hampshire">Edward Hampshire & Adam Tooby: Soviet Cold War Attack Submarines. Osprey Publishing, 2020, ISBN 978-147283-934-3, S. 42.</ref>
Vorlage:DatumZelle B-105 & K-475 667A Yankee-I-Klasse & 705 Alfa-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 0 Kollision von zwei Atom-U-Booten in der Motowski-Bucht, die beschädigt wurden, aber unter eigener Kraft in ihre Heimathäfen zurückkehren konnten.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-140. Проект 667А, 667АМ</ref>
Vorlage:DatumZelle K-424 667BDR Delta-III-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 0 1 Atom-U-Boot. Das U-Boot führte aufgetaucht einen Teststart einer R-29R-Rakete durch. Nach dem Ausstoß aus dem Raketensilo zündete die 1. Raketenstufe nicht, so dass die Rakete zurück auf das Deck des U-Bootes stürzte. Dort explodierte der Flüssigtreibstoff der Rakete. Das Deck des Bootes brannte für zwei Stunden, bevor Löschschiffe das Feuer unter Kontrolle brachten. Danach konnte das Boot an der Oberfläche zum Stützpunkt zurückkehren.<ref>Deepstorm.ru: Подводный крейсер К-424. Проект 667БДР</ref><ref>Flot.com: Для тех, кто служил на АПЛ 667пр. всех модификаций. "Железо"</ref>
Vorlage:DatumZelle K-314 671 Victor-I-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion Atom-U-Boot. Kollision mit dem Flugzeugträger Kitty Hawk in der Koreastraße. Die K-314 musste nach dem Unfall zu einem Stützpunkt geschleppt werden.<ref name="hampshire" />
Vorlage:DatumZelle K-431 675 Echo-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 10 49 Atom-U-Boot. Reaktorexplosion einer der Reaktoren während der Befüllung mit neuen Brennelementen in der Pawlowski-Bucht nahe Wladiwostok. Zehn Besatzungsmitglieder wurden sofort getötet. Beim Unfall und den folgenden Bergungsarbeiten wurden ca. 950 Personen erhöhter Stählung ausgesetzt und litten z. T. an Strahlenkrankheit. 290 Personen erhielten eine Strahlendosis von über 50 Millisievert (5 Rem). Das am selben Pier liegende U-Boot K-42 (627A November-Klasse) wurde so stark verstrahlt, dass es später außer Dienst gestellt werden musste.<ref>Peter Lobner: Marine Nuclear Power 1939–2018. Lyncean Group, 2018. S. 85.</ref><ref>The Worst Nuclear Disasters. In: TIME. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Februar 2012; abgerufen am 9. Juni 2022.</ref><ref>Cold War submarines: the design and construction of U.S. and Soviet submarines, 1945–2001. S. 98 und 99.</ref> Anmerkung: Dieses U-Boot war bei Indienstnahme 1965 zeitweise als K-31 klassifiziert (worden), was zur Verwechslung zwischen K-431 und K-314 beitrug. Während K-431 der Echo-II-Klasse angehörte, war das 1972 fertiggestellte K-314 jedoch ein Boot der Victor-I-Klasse.
Vorlage:DatumZelle K-140 667A Yankee-I-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion Atom-U-Boot. Reaktorunfall beim Beladen mit neuem Kernbrennstoff in Sewerodwinsk.<ref>Thomas Nilsen, Igor Kudrik, Alexandr Nikitin: The Russian Northen Fleet. Bellona Foundation, 1996, ISBN 82-993138-5-6, S. 153–154.</ref>
Vorlage:DatumZelle K-219 667A Yankee-I-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 4 ? Atom-U-Boot. Nach einem Leck und nachfolgend einer Explosion in einem der Raketen­silos an Bord gesunken. Vier Todesopfer. Restliche Besatzung von sowjetischem Frachter Fjodor Bredichin gerettet. 32 Nuklear­sprengköpfe in 5500 m Tiefe rund 770 km östlich der Bermudas.
Vorlage:DatumZelle B-33 641 Foxtrot-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 5 ? Konventioneller Antrieb. Brand im Torpedoraum. Der Kommandant ließ daraufhin die Abteilung fluten. Fünf Seeleute starben und 15 erlitten eine Rauchgasvergiftung.<ref>Ruspodplav.ru: Подводная лодка Б-33 проекта 641</ref>
Vorlage:DatumZelle Bonefish Barbel-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 3 0 Konventioneller Antrieb. Vor Florida drang Wasser in den Batterie­bereich des U-Bootes ein und verursachte Explosionen, wodurch sich ein Feuer entzündete. Drei Seeleute starben. Boot wurde abgeschleppt und nicht wieder in Dienst genommen. Ab 1989 verschrottet.
Vorlage:DatumZelle Nadashio Yūshio-Klasse JapanDatei:Flag of Japan.svg Japan 30 17 Konventioneller Antrieb. Zusammenstoß mit dem japanischen Fisch­kutter Fuji Maru No 1 in der Bucht von Tokio. 30 Seeleute der Fuji Maru No 1 starben.<ref>articles.latimes.com</ref> Darüber hinaus gab es 17 Verletzte. Sowohl der Kapitän des Kutters als auch der Kommandant des U-Bootes erhielten später Bewährungsstrafen.
Vorlage:DatumZelle Pacocha Balao-Klasse PeruDatei:Flag of Peru.svg Peru 8 41 Konventioneller Antrieb. Von dem japanischen Kutter Kiowa Maru bei Callao gerammt und gesunken. Vor dem Sinken gelang es 26 Matrosen das Boot zu verlassen.
Vorlage:DatumZelle K-278 Komsomolez 685 Mike-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 42 27 Atom-U-Boot. Brand während Tauchfahrt (geplatztes Hochdruck­ventil), Notaufstieg, nach rund fünf Stunden nach Hüllen­bruch gesunken. Liegt mit zwei nuklear­bestückten Torpedos in 1680 m Tiefe rund 100 Seemeilen westsüdwestlich der Bäreninsel. Zuletzt Juli 2019 beforscht.<ref name="orf.at">Erhöhte Strahlung um Sowjet-Atom-U-Boot. In: orf.at. 11. Juli 2019, abgerufen am 11. Juli 2019.</ref>
Vorlage:DatumZelle Barbel Barbel-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 2 0 Konventioneller Antrieb. Während eines Sturms wurden drei Crewmitglieder über Bord gespült, als das U-Boot vor Japan an der Oberfläche fuhr, nur einer der drei konnte gerettet werden.
Vorlage:DatumZelle K-172 675 Echo-II-Klasse SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Sowjetunion 0 ? Atom-U-Boot. Rund 350 km südlich der Bäreninsel wird ein Leck am Primärkühlkreislauf des Reaktors entdeckt. Die Mannschaft glich den sinkenden Pegelstand im Kühlkreislauf durch Nachfüllen von Frischwasser aus den Tanks des Bootes aus. Das auslaufende verstrahlte Kühlwasser wurde ins Meer gepumpt. Das herbeigeeilte Spezialschiff Armur begann das verstrahlte Wasser aus dem Kühlkreislauf in seine Lagertanks zu pumpen und seinerseits Frischwasser zu liefern. Der Temperaturunterschied zwischen Kühlwasser und den Gehäusen der Brennstäbe war jedoch schon zu groß, so dass diese aufrissen und das Wasser nun direkt die Stäbe umspülte. Das hochverstrahlte Kühlwasser konnte von der Armur nicht aufbereitet werden, so dass dieses ins Meer geleitet wurde. Die U-Boot-Besatzung erhielt Strahlendosen von rund 40 Millisievert (4 Rem). Nach dem Unfall stellte man das Boot außer Dienst.<ref>Peter Lobner: Marine Nuclear Power 1939–2018. Lyncean Group, 2018. S. 85.</ref><ref>Spb.org.ru: The Russian Northern Fleet Nuclear submarine accidents</ref>

1990er-Jahre

Datum Name Klasse Nationali­tät Tote Verletzte Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle Trenchant Trafalgar-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 4 0 Atom-U-Boot. Während einer Übung verfing sich das Netz des Trawlers Antares an dem auf Sehrohrtiefe fahrenden U-Boot. Als das U-Boot tauchte, zog es den Trawler mit unter Wasser. Dabei ertranken alle vier Besatzungsmitglieder der Antares.<ref>Gov.uk: Collision between pelagic trawler Antares and trafalgar-class submarine HMS Trenchant with loss of 4 lives</ref><ref>Independent.co.uk: Submarine crew blamed for sinking of Antares</ref>
Vorlage:DatumZelle K-74 675 Echo-II-Klasse RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 1 0 Atom-U-Boot. Unbeabsichtigter Start eines P-6-Seezielflugkörpers während das Boot im Stützpunkt liegt.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-74, Б-74. 47-й экипаж. Проект 675</ref>
Vorlage:DatumZelle Baton Rouge & B-276 Los-Angeles-Klasse & 945 Sierra-I-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA
RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland
0 Kollision von zwei Atom-U-Booten in der Nähe der Insel Kildin, die beschädigt wurden, aber unter eigener Kraft in ihre Heimathäfen zurückkehren konnten.<ref>Navysite.de: USS Baton Rouge (SSN 689)</ref>
Vorlage:DatumZelle B-502 (ex K-502) 671RTM Victor-III-Klasse RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 1 4 Atom-U-Boot. Explosion von einem Kompressor während sich das Boot in der Basis befand.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-502, Б-502, "Волгоград". Проект 671РТМ, 671РТМК</ref>
Vorlage:DatumZelle TK-17 941 Typhoon-Klasse RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Atom-U-Boot. Das U-Boot führte aufgetaucht einen Teststart einer R-39-Rakete durch. Dabei explodierte die Rakete im Raketensilo und die Gummibeschichtung der Bootsoberfläche fing Feuer. Das Feuer konnte gelöscht werden, indem das Boot abtauchte.<ref>Thomas Nilsen, Igor Kudrik, Alexandr Nikitin: The Russian Northen Fleet. Bellona Foundation, 1996, ISBN 82-993138-5-6, S. 59.</ref>
Vorlage:DatumZelle Grayling & K-407 Sturgeon-Klasse & Projekt 667BDRM Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA
RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland
0 Kollision von zwei Atom-U-Booten in der Barentssee, die schwer beschädigt wurden, aber unter eigener Kraft in ihre Heimathäfen zurückkehren konnten.
Vorlage:DatumZelle Émeraude Rubis-Klasse FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 10 ? Atom-U-Boot. Explosion im Maschinenraum während einer Übung.
Vorlage:DatumZelle unbek. Sang-o-Klasse Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea 0 0 Konventioneller Antrieb. 22 der Besatzungs­mitglieder und 2 Passagiere wurden nach der Havarie an Land getötet. Siehe Koreanischer U-Boot-Zwischenfall bei Gangneung.
Vorlage:DatumZelle B-527 (ex K-527) 671RTM Victor-III-Klasse RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 5 Atom-U-Boot. Reaktorunfall während Reparaturarbeiten in der Basis. Dabei wurden im Reaktorabteil fünf Seeleute so stark verstrahlt, dass sie tags darauf starben.<ref>Deepstorm.ru: Подводная лодка К-527, Б-527, "Волгоград". Проект 671РТМ, 671РТМК</ref>
Vorlage:DatumZelle unbek. Yugo-Klasse Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea 9 Konventioneller Antrieb. Koreanischer U-Boot-Zwischenfall bei Sokcho.
Vorlage:DatumZelle unbek. I-SILC-Klasse Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Nordkorea etwa 4 Konventioneller Antrieb. Koreanischer U-Boot-Zwischenfall bei Yeosu.

2000er-Jahre

Datum Name Klasse Nationali­tät Tote Verletzte Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle Kursk 949A Oscar-II-Klasse RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 118 0 Atom-U-Boot. Gesunken nach Explosion eines eigenen Typ-65-Torpedos an Bord. 2001 größtenteils gehoben, verschrottet. Die gesamte Besatzung fand den Tod.
Vorlage:DatumZelle Tonelero (S-21) Oberon-Klasse BrasilienDatei:Flag of Brazil.svg Brasilien 0 0 Konventioneller Antrieb. Defekt im hydraulischen System des Maschinen­raums, durch den das U-Boot sank, während es vor Rio de Janeiro vor Anker lag.<ref>Tasso Marcelo: Submarino da Marinha afunda do Rio. In: Vale Parabaino. 26. Dezember 2000, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. September 2007; abgerufen am 23. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Vorlage:DatumZelle Greeneville Los-Angeles-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 9 0 Atom-U-Boot. Zusammenstoß beim Auftauchen mit dem japanischen Fischerei­schulschiff Ehime Maru. Neun Seeleute der Ehime Maru starben.
Vorlage:DatumZelle AGSS-555 USS Dolphin Dolphin-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 0 2 Konventioneller Antrieb. Rund 160 km vor der Küste von San Diego dringt aufgrund einer nicht verschlossenen Torpedoluke Wasser in das Boot. Durch einen elektrischen Kurzschluss bricht Feuer an Bord aus. Nach rund 90 Minuten kann der Brand gelöscht und das Boot gesichert werden. Die 41-köpfigen Besatzung und zwei zivilen Navy-Mitarbeiter werden von der Thach gerettet. Das Boot wird am Folgetag nach San Diego geschleppt.<ref>Cbsnews.com: Navy Sub Catches Fire</ref><ref>Navsource.org: USS Dolphin (AGSS-555) - The “Triple Nickel” - The Last U.S. Diesel Submarine</ref>
Vorlage:DatumZelle Trafalgar Trafalgar-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 4 0 Atom-U-Boot. Das U-Boot lief während einer Übung bei der Insel Fladda-chùain vor der Küste Schottlands auf Grund. Zwei Besatzungsmitglieder wurden verletzt. Die Trafalgar wurde bei dem Unfall leicht beschädigt. Die Reparatur kostete rund fünf Millionen Pfund (7,5 Millionen Euro).
Vorlage:DatumZelle Changcheng 361 Typ 035G China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China 70 0 Konventioneller Antrieb. Tod der gesamten Mannschaft verm. durch Gasvergiftung während einer Fahrt im Golf von Bohai. Der Unfall wurde erst entdeckt, als sich das Netz eines Fischerbootes am Periskop des treibenden U-Boots verfing.
Vorlage:DatumZelle K-159 627A November-Klasse RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 9 2 Ausgemustertes, teilweise zerlegtes Atom-U-Boot, gesunken in stürmischem Wetter bei der Schlepp­fahrt auf dem Weg zur Verschrottung. Die an Bord befindliche Notbesatzung ging dabei mit dem Boot unter.
Vorlage:DatumZelle Chicoutimi Victoria-Klasse KanadaDatei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada 1 8 Konventioneller Antrieb. Brand nach Wasser­einbruch an der Ober­fläche während einer Überführungsfahrt. Neun Crew­mitglieder wurden durch das Einatmen von Rauchgasen verletzt, eines davon verstarb später.
Vorlage:DatumZelle San Francisco Los-Angeles-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 1 89 Atom-U-Boot. Zusammenstoß mit einem unterseeischen Berg südlich von Guam in 525 Fuß (ca. 160 Meter) Tiefe. An Bord gab es 89 Verletzte, eine Person starb an erlittenen Kopfverletzungen. Wurde nach umfang­reichen Reparaturen 2009 wieder in Dienst genommen.
Vorlage:DatumZelle AS-28 1855 Pris-Klasse RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland Rettungs-U-Boot. Das U-Boot verfing sich in einem alten Fischernetz. Das Boot und die vielköpfige Besatzung konnten im Rahmen einer internationalen Rettungsaktion gerettet werden.
Vorlage:DatumZelle K-414 671RTM Victor-III-Klasse RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 2 ? Atom-U-Boot. Feuer an Bord während einer Fahrt in der Barentssee. Das Boot musste danach zum Stützpunkt Widjajewo geschleppt werden.
Vorlage:DatumZelle Tireless Trafalgar-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 2 1 Atom-U-Boot. 274 km nördlich von Alaska explodierte eine Sauerstoffkerze an Bord. Dabei gab es zwei Tote und einen Verletzten.
Vorlage:DatumZelle Nerpa (K-152) 971 Akula-II-Klasse RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 20 41 Atom-U-Boot. 20 Besatzungs­mitglieder durch austretendes Gas (Freon) einer Feuerlösch­anlage getötet.<ref>20 погибших при аварии на АПЛ Тихоокеанского флота. In: NEWSru.com. 10. November 2008, abgerufen am 12. März 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Vorlage:DatumZelle oder 4. Februar 2009 Vanguard & Le Triomphant Vanguard-Klasse & Triomphant-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien
FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich
0 0 Kollision von zwei Atom-U-Booten im Atlantik. Die Sonar­kuppel der Le Triomphant wurde beschädigt, sie konnte jedoch mit eigener Kraft ihren Heimat­hafen Brest erreichen. Die Vanguard wurde nach Faslane in Schottland geschleppt. Personenschäden wurden keine gemeldet.
Vorlage:DatumZelle Hartford & New Orleans Los-Angeles-Klasse & San-Antonio-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 0 15 Atom-U-Boot. Kollision in der Straße von Hormus mit einem Amphibious Transport Dock. Der Tank der New Orleans wurde aufgerissen und rund 95.000 Liter Diesel­kraftstoff ins Meer gespült. 15 Besatzungs­mitglieder der Hartford wurden verletzt.

2010er-Jahre

Datum Name Klasse Nationali­tät Tote Verletzte Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle Astute Astute-Klasse Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Großbritannien 0 0 Atom-U-Boot. Auf Kies aufgelaufen in der Nähe der Isle of Skye, Schottland, keine Verletzten, das Boot konnte mit der nächsten Flut frei­geschleppt werden. Entgegen ersten Meldungen war das U-Boot nicht auf einen Felsen aufgelaufen.<ref>Schlepper macht „HMS Astute“ wieder flott. In: Der Spiegel. 22. Oktober 2010, abgerufen am 23. Januar 2021.</ref>
Vorlage:DatumZelle Miami Los-Angeles-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 0 7 Atom-U-Boot. Während Werft­liegezeit in der Portsmouth Naval Shipyard durch Brand­stiftung schwer beschädigt. Zwei Crew­mitglieder und fünf Feuerwehr­leute wurden verletzt. Der Reaktor war zum Zeitpunkt des Feuers nicht in Betrieb. Wurde aufgrund der schweren Schäden 2014 außer Dienst gestellt.
Vorlage:DatumZelle Montpellier Los-Angeles-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 0 0 Atom-U-Boot. Kollision zwischen dem U-Boot und dem Lenkwaffenkreuzer San Jacinto. Nach Angabe der US Navy wurde niemand verletzt und beide Schiffe konnten aus eigener Kraft weiterfahren. Die Sonar­kuppel des Kreuzers wurde beschädigt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, BBC, 14. Oktober 2012 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Vorlage:DatumZelle Sindhurakshak Sindhughosh-Klasse IndienDatei:Flag of India.svg Indien 18 2 Konventioneller Antrieb. Das Boot lag am Pier der Marinewerft Bombay. Nach mehreren Munitions­explosionen, vermutlich durch unsachgemäßen Umgang infolge Übermüdung verursacht, sank es auf den Grund des Hafens. 18 an Bord befindliche Seeleute starben. Wurde 2014 gehoben, aber nicht wieder in Dienst genommen und 2017 selbst versenkt.
Vorlage:DatumZelle Sindhurakshak Sindhughosh-Klasse IndienDatei:Flag of India.svg Indien 1 2 Konventioneller Antrieb. Batterieexplosion in der Marinewerft Visakhapatnam
Vorlage:DatumZelle K-150 Tomsk 949A Oscar-II-Klasse RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 0 15 Atom-U-Boot. Brand an Bord, vermutlich infolge Schweiß­arbeiten. Feuer war nach etwa fünf Stunden unter Kontrolle. 15 Personen sollen Verletzungen erlitten haben. Wurde nach Reparaturen im Juni 2014 wieder in Dienst genommen.
Vorlage:DatumZelle San Juan (S 42) Klasse TR 1700 ArgentinienDatei:Flag of Argentina.svg Argentinien 44 0 Konventioneller Antrieb. Im November 2017 vor Patagonien untergegangen.<ref>44 Seeleute an Bord: Argentinien schließt Bergung von U-Boot aus. In: n-tv.de. 18. November 2018, abgerufen am 19. November 2018.</ref> Vermutlich war Meerwasser in die Ventilations­anlage des Bootes gelangt, was einen Kurzschluss verursacht hatte.
Vorlage:DatumZelle AS-12 Projekt 10831 RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland 14 ? Atom-U-Boot. Explosion einer Batterie und anschließender Brand. Der Nuklearantrieb soll nicht beschädigt worden sein. Das Boot wird in der Militärbasis bei Murmansk repariert und soll wieder in Dienst gestellt werden.<ref name="orf.at" /><ref>Hisutton.com: Spy Submarine: Russia's AS-31 Losharik</ref><ref>Kommersant.ru: Скорбная живучесть</ref><ref>Tass.com: Repair works of Russia’s AS-31 submersible may take up to four years</ref>

2020er-Jahre

Datum Name Klasse Nationali­tät Tote Verletzte Anmerkungen
Vorlage:DatumZelle Perle Rubis-Klasse FrankreichDatei:Flag of France.svg Frankreich 0 0 Atom-U-Boot. Geriet bei Wartungs­arbeiten im Hafen von Toulon in Brand. Das Feuer konnte erst nach 14 Stunden gelöscht werden.<ref>French submarine burns in ‘unbelievably fierce fire’ for 14 hours. In: Defense News. 16. Juni 2020, abgerufen am 8. Juni 2022.</ref> Es gab keine Personen­schäden. Es soll keine Radioaktivität ausgetreten sein. Das U-Boot konnte repariert werden und wurde 2023 wieder in Dienst genommen.<ref>Le sous-marin nucléaire d’attaque (SNA) Perle de retour dans le cycle opérationnel. In: Ministère des Armées. 6. Juli 2023, abgerufen am 24. September 2023.</ref>
Vorlage:DatumZelle Nanggala Klasse 209-1300 IndonesienDatei:Flag of Indonesia.svg Indonesien 53 0 Konventioneller Antrieb. Aus ungeklärten Gründen in der Balisee gesunken. Wrack in rund 840 m Tiefe aufgefunden.
Vorlage:DatumZelle Connecticut Seawolf-Klasse Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 0 11 Atom-U-Boot. Kollidierte auf Tauchfahrt mit einem unterseeischen Berg im Südchinesischen Meer. Elf Seeleute an Bord erlitten Verletzungen.<ref>Investigation: USS Connecticut South China Sea Grounding Result of Lax Oversight, Poor Planning. In: USNI News. 24. Mai 2022, abgerufen am 5. Juni 2022.</ref>
Vorlage:DatumZelle Titan Spezialanfertigung Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg USA 5 0 Konventioneller Antrieb. Das Tauchboot fuhr am 18. Juni 2023 an Bord des Mutterschiffs Polar Prince von Neufundland, Kanada, in das Gebiet des Wracks der Titanic im Atlantik. Hier tauchte es vollbesetzt mit drei Touristen, einem Experten und dem Kapitän ab. Nach 1¾ Stunden verlor das Mutterschiff den Kontakt mit dem Tauchboot. Am 22. Juni 2023 wurden nach tagelanger Suchaktion Trümmerteile der Titan gefunden, weswegen davon ausgegangen wird, dass das Tauchboot implodiert ist.<ref>'Landing frame and rear cover' found at debris field in hunt for missing sub. Abgerufen am 22. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Vorlage:DatumZelle B-237 Rostow-na-Donu 636.3 Improved Kilo-Klasse RusslandDatei:Flag of Russia.svg Russland ? ? Konventioneller Antrieb. Die Ukraine meldet die Versenkung der Rostow-na-Donu im Hafen von Sewastopol auf der Krim. Unbestätigt, keine Reaktion aus Moskau. Das Boot war bereits am 13. September 2023 zusammen mit einem russischen Landungsschiff, der Minsk, in einem Trockendock in Sewastopol Opfer eines ukrainischen Raketenangriffs, weswegen schon damals mit ihrer Zerstörung gerechnet worden war.
Vorlage:DatumZelle Sindbad U-Boot für Touristen AgyptenDatei:Flag of Egypt.svg Ägypten 6 19 Halbtauchboot, konventioneller Antrieb. Vor Hurghada, in Ägypten im Roten Meer gesunken mit 45 Touristen, überwiegend Russen, ein Teil der Insassen verletzt gerettet.<ref>Touristen-U-Boot im Roten Meer gesunken – sechs Tote. In: orf.at. 27. März 2025, abgerufen am 27. März 2025.</ref><ref>Srf.ch: Mehrere Tote: Touristen-U-Boot vor ägyptischer Küste verunfallt</ref>
Datum Name Klasse Nationali­tät Tote Verletzte Anmerkungen

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende