Zum Inhalt springen

Liste von Tsunamis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Diese Liste von Tsunamis führt Ereignisse auf, bei denen durch zeitgenössische Berichte und geologische Untersuchungen Tsunamis als Folge von Vulkanausbrüchen, Erdbeben und untermeerischen Erdrutschen nachgewiesen wurden. Tsunamis wurden auch in Binnenseen beobachtet.

Liste

Prähistorisches Zeitalter

In prähistorischer Zeit kamen enorme Tsunamis von mehreren hundert Metern Höhe vor. Sie entstanden beispielsweise durch gewaltige Hang- oder Bergrutsche, die aufgrund von vulkanischen Tätigkeiten oder infolge von Erdbeben sich ereigneten, zum Beispiel auf den Inseln Hawaiis vor etwa 105.000 Jahren. Als ein weiteres Beispiel wären etwa vor grob 8.200 Jahren die Rutschungen im Becken vor der norwegischen Küste zu nennen. Darüber hinaus ereigneten sich in der Erdgeschichte auch Meteoriteneinschläge, die, wenn sie sich im Ozean ereigneten, gewaltige Wellen erzeugten. Solche Tsunamis können durch Ablagerungen von sogenannten Tsunamiten und Felsproben und ihre Datierung rekonstruiert werden.

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung
vor etwa 145 Millionen Jahren<ref group="A">Genauigkeit nach aktuellem Stand auf etwa zwei bis 2,6 Mio. Jahre eingrenzbar.</ref> Meteoriteneinschlag in der Barentssee (Mjølnir-Impakt) Im Gebiet der heutigen Barentssee ereignete sich ein Meteoriteneinschlag, wobei der auftreffende Himmelskörper einen Durchmesser von geschätzt zwei Kilometern besaß. Der Einschlag hinterließ einen etwa 40 Kilometer messenden, unterseeischen Krater<ref>Mjølnir. Planetary and Space Science Centre, University of New Brunswick Fredericton, New Brunswick, Canada, 2012, abgerufen am 2. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und löste Tsunamis von mehreren hundert Metern Höhe aus. Sedimentablagerungen des Ereignisses konnten in Frankreich im Jahr 2000 sowie in Schweden und im norwegischen Skånland im Jahr 2006 nachgewiesen werden.<ref>Per Snaprud: Tsunami drabbade Skåne. Forskning & Framsteg, 1. September 2006, abgerufen am 2. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
vor etwa 66 Millionen Jahren Meteoriteneinschlag vor Yucatán (Chicxulub-Impakt) Der Einschlag eines vermutlich zehn Kilometer im Durchmesser messenden Himmelskörpers, dieser Impakt an der Kreide-Paläogen-Grenze wird auch, je nach Theorie, mit dem Aussterben der meisten Dinosaurier in Verbindung gebracht, östlich der Halbinsel Yucatán generierte entlang der Küsten des Tethys-Ozeans, so etwa im Gebiet des heutigen US-Bundesstaates Texas, gewaltige Megatsunamis von vermutlich um die 1.000 Meter Höhe.<ref>Ulrich Kull: Evolution in Stichworten. Gebrüder Borntraeger Verlagsbuchhandlung. Berlin, Stuttgart 2007, S. 232.</ref> Die seismischen Erschütterungen waren derart stark, dass durch sie noch in rund 3.000 Kilometern Entfernung Wellen von bis zu 100 Metern Höhe verursacht wurden (was im heutigen North Dakota nachgewiesen werden konnte).<ref>Robert A. DePalma, Jan Smit u. a.: A seismically induced onshore surge deposit at the KPg boundary, North Dakota. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS), 1. April 2019, abgerufen am 2. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
vor etwa 66 Millionen Jahren<ref group="A">Genauigkeit nach aktuellem Stand auf etwa 1–2 Mio. Jahre eingrenzbar.</ref> Meteoriteneinschlag vor Westafrika (Nadir-Impakt) Vor der Küste Westafrikas, etwa 400 Kilometer südwestlich von Guinea, wurde erst im Jahr 2022 eine unterseeische Einschlagstruktur von etwa neun Kilometern Durchmesser in rund 900 Metern Wassertiefe gefunden. Nach gegenwärtigem Stand der Forschung schlug an der Kreide-Paläogen-Grenze, d. h. beinahe parallel zum Meteoriteneinschlag vor Yucatán, wobei „beinahe“ im Kontext der Erdzeitalter hierbei eine zeitliche Differenz von geschätzt ein bis zwei Millionen Jahren bedeutet, ein vermutlich etwa 400 Meter im Durchmesser messender Himmelskörper in den Tethys-Ozean.<ref>Uisdean Nicholson, William Powell u. a.: 3D anatomy of the Cretaceous–Paleogene age Nadir Crater. Communications Earth & Environment (nature.com), 3. Oktober 2024, abgerufen am 26. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Einschlag könnte Tsunamis von bis zu 800 Metern Höhe ausgelöst haben.<ref>Five-mile asteroid impact crater below Atlantic captured in 'exquisite' detail by seismic data. Heriot-Watt University, 3. Oktober 2024, abgerufen am 26. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
vor etwa 35,5 Millionen Jahren Meteoriteneinschlag vor der US-Ostküste (Chesapeake-Bay-Impakt) In den frühen 1980er Jahren wurde vor der heutigen US-Ostküste, vor den Südausläufern der Chesapeake Bay, eine unterseeische Einschlagstruktur von etwa 85 Kilometern Durchmesser und rund 1,3 Kilometern Tiefe gefunden. Wie später rekonstruiert werden konnte, war vor etwa 35,5 Millionen Jahren ein geschätzt bis zu vier Kilometer im Durchmesser messender Himmelskörper dort eingeschlagen. Der Einschlag generierte vermutlich Wellen von bis zu 600 Metern Höhe, deren Ablagerungen noch in den Blue Ridge Mountains nachgewiesen werden konnten.<ref>Dell'Amore, Christine: "Mind-Blowing" Discovery: Oldest Body of Seawater Found in Giant Crater. National Geographic, 20. November 2013, abgerufen am 5. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
vor etwa 5,33 Millionen Jahren Flutung des Mittelmeerbeckens Anhand von Sedimentablagerungen nahe des heutigen Algeciras konnte rekonstruiert werden, dass sich zum oder kurz nach dem Ende der Messinischen Salinitätskrise (auch als Zancleum-Flut bezeichnet), als sich das Mittelmeerbecken nach einer Absenkung des Bodens im Bereich der Straße von Gibraltar wieder mit Wasser aus dem Atlantik füllte, Tsunamis mit Anbrandungshöhen von bis zu 100 Metern entlang der Küstenlinie des heutigen Südspanien gebildet haben.<ref>D. Garcia-Castellanos et al.: Catastrophic Flood of the Mediterranean after the Messinian Salinity Crisis. In: Nature, Bd. 462, 2009, S. 778ff.</ref><ref>Pablo G. Silva, Javier Elez u. a.: Sedimentary record of pre-Quaternary tsunamis in the Gibraltar Strait area after the Zanclean flooding. Researchgate (Universidad de Salamanca), 2017, abgerufen am 26. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
vor etwa 2,2 Millionen Jahren Meteoriteneinschlag in der Bellingshausen-See (Eltanin-Impakt)<ref group="A">Das Ereignis ist wissenschaftlich nicht unumstritten, da bislang kein klarer Impaktkrater nachgewiesen werden konnte.</ref> Nach verschiedenen Theorien könnte ein Impakt-Ereignis, wobei in diesem Kontext zumeist von einem Himmelskörper mit einem Durchmesser von maximal etwa vier Kilometern ausgegangen wird, im Südpazifik, südwestlich Kap Hoorn, vor etwa 2,2 Millionen Jahren einen Tsunami von bis zu 300 Meter Höhe ausgelöst haben.<ref>Steven N. Ward, Erik Asphaug u. a.: Impact Tsunami – Eltanin. Institute of Geophysics and Planetary Physics, University of California, 2002, abgerufen am 21. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Hinweise auf diesen Einschlag wurden 1981 anhand einer erhöhten Iridium-Konzentration sowie aufgrund meteoritischer Splitter in Sedimentkernen gefunden. Diese Kerne waren bereits 1965 von dem US-Forschungsschiff Eltanin aus mehreren tausend Metern Tiefe vom Ozeangrund emporgebracht worden.
vor etwa 1,4 Millionen Jahren<ref group="A">Schätzwert, grob eingrenzbar auf einen Zeitraum von vor ca. 1,5–1,3 Millionen Jahren.</ref> Vulkanausbruch und Bergrutsch auf Molokaʻi Beim Ausbruch des Vulkans Mauna Kamakou auf der zum Hawaii-Archipel gehörenden Insel Molokaʻi rutschte die gesamte Ostflanke beziehungsweise etwa ein Drittel des Vulkans in den Ozean.<ref>John L. Culliney: Islands in a Far Sea: The Fate of Nature in Hawaii. University of Hawaii Press. Honolulu 2006, S. 17.</ref> In der Folge entstanden am Eintauchpunkt der Gesteinsmassen Tsunamis von geschätzt bis zu 600 Metern Höhe. Die Wellen überquerten weite Teile des Pazifiks und konnten durch Sedimentablagerungen noch an der Küste des heutigen Mexiko sowie in Kalifornien nachgewiesen werden.
vor etwa 170.000 Jahren Vulkanausbruch und Bergrutsch auf Teneriffa Vermutlich nach einem Vulkanausbruch und/oder einem Erdbeben rutschte die nördliche Flanke des Vulkans Teide ins Meer und löste einen Tsunami aus. Aufgrund von Gesteins- und Sedimentablagerungen entlang der Nordküste Teneriffas ließ sich nachweisen, dass der hierdurch verursachte Tsunami Anbrandungshöhen von mindestens 132 Metern erreicht haben muss.<ref>Raphaël Paris, Juan J. Coello Bravo u. a.: Explosive eruption, flank collapse and megatsunami at Tenerife ca. 170 ka. Nature Communications, 15. Mai 2017, abgerufen am 2. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
vor etwa 105.000 Jahren Unterseeische Trümmerlawine im Hawaii-Archipel Auf der Insel Lānaʻi lassen sich bis in eine Höhe von über 300 Metern Sedimentablagerungen eines Tsunami nachweisen, der sich vor ca. 105.000 Jahren ereignet hatte. Auf Maui und Oahu finden sich dererlei Ablagerungen noch in mehr als 80 Metern Höhe. Nachforschungen haben Reste von unterseeischen Schutt- und Trümmerlawinen, die bis zu 5.000 km³ Gesteinsmaterial umfassen, als mögliche Ursache lokalisiert.<ref>Carl Johnson: Modelling the 105 KA Lanai Tsunami. Researchgate (Department of Geology, University of Hawaii), 1994, abgerufen am 23. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Möglicherweise geschahen die enormen Rutschungen nach einem unterseeischen Vulkanausbruch.
vor etwa 73.000 Jahren Bergrutsch auf den Kapverdischen Inseln Vermutlich nach einem Ausbruch oder nach einem Erdbeben rutschte vor ca. 73.000 Jahren die gesamte Ostflanke des heutzutage rund 2.800 Meter hohen Vulkans Pico do Fogo ins Meer und verursachte einen Megatsunami von bis zu 170 Metern Höhe; es lassen sich in diesem Kontext Anbrandungshöhen von bis 270 Metern auf der etwa 60 Kilometer nordöstlich gelegenen Nordspitze der Insel Santiago nachweisen, wo große Felsblöcke in rund 220 Metern Höhe abgelagert wurden.<ref>Ricardo S Ramalho, Gisela Winckler u. a.: Hazard potential of volcanic flank collapses raised by new megatsunami evidence. National Library of Medicine (8600 Rockville Pike, Bethesda, MD), 2. Oktober 2015, abgerufen am 23. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
vor etwa 9.000 Jahren<ref group="A">Schätzwert, grob eingrenzbar auf einen Zeitraum von vor ca. 9.500 bis ca. 8.500 Jahren.</ref> Erdbeben vor der Küste Portugals Im Atlantik, vor der Küste des heutigen Portugal, muss sich ein schweres Erdbeben ereignet haben, dass einen Tsunami auslöste, der unter anderem im Bereich der Praia do Guincho Felsblöcke von der Größe von Häusern rund 14 Meter oberhalb des heutigen Meeresspiegels ablagerte.<ref name="NaturalHazards2009">M. A. Baptista, J. M. Miranda: Revision of the Portuguese catalog of tsunamis. Natural Hazards and Earth System Sciences, 9. Januar 2009, abgerufen am 15. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Genauere Details zu diesem Ereignis liegen bislang nicht vor.
vor etwa 8.300 Jahren Bergrutsch am Ätna (Ätna-Tsunami) Ein Bergsturz von 25 bis 35 km³, der an der Ostflanke des Ätna sich ereignete, ins Ionische Meer verursachte den sogenannten Ätna-Tsunami im östlichen Mittelmeer.<ref>(M. T. Pareschi et al., Lost Tsunami, 2008)</ref> Der Tsunami erreichte Höhen von bis zu 34 Metern in Süditalien und noch von rund 18 Metern Höhe auf Malta.
vor etwa 8.200 Jahren<ref group="A">Schätzung: Vor etwa 8.100 bis 8.200 ±250 Jahren (calBP).</ref> Storegga-Rutschung ins Norwegenbecken Das unterseeische Abrutschen einer sehr großen Menge von Schutt vom Kontinentalschelf ins Meeresbecken vor Norwegen hat 95.000 km² Fläche betroffen, ±2.800 km³ Volumen bewegt und 250 km³ davon als Trübungsniederschlag im Becken abgesetzt.<ref group="A">Zwei spätere Rutschungen von vor 5.700 bzw. 2.500 Jahren hatten nur etwa ein Tausendstel des Volumens.</ref> Die Sedimente im Meer wurden via Radiocarbonmethode datiert und passen zeitlich zu Tsunamis zugeschriebenen Aufschüttungen auf den Shetland-Inseln bis zu 20 m hoch über dem Meeresspiegel, in Norwegen (bis 11 m) und in Schottland (bis 6 m). 2008 wird von Weninger et al. eingeschätzt, dass die Storegga-Rutschung via Flutwelle durch eine rasche finale Überschwemmung von Doggerland (nordwestlich der Niederlande) 700 bis 3.000 Menschen tötete und auch England endgültig vom Kontinent abtrennte.<ref>https://revije.ff.uni-lj.si/DocumentaPraehistorica/article/view/35.1/1787 Bernhard Weninger, Rick Schulting et al.: The catastrophic final flooding of Doggerland by the Storegga Slide tsunami, Documenta Praehistorica, vol. 35 (2008) (englisch)</ref>
vor etwa 7.700 Jahren Bergrutsch vor Westgrönland Vor der Westküste Grönlands, etwa im Bereich der Sullorsuaq-Straße (Nuussuaq-Halbinsel, Avannaata Kommunia), muss sich vor rund 7.700 Jahren ein Bergrutsch ereignet haben, der nachfolgend einen Tsunami auslöste. Im Bereich der heutigen Siedlungen Alluttoq und Saqqaq konnten Anbrandungshöhen von bis zu 66 Metern Höhe nachgewiesen werden.<ref>Niels J. Korsgaard, Kristian Svennevig u. a.: Evidence of Middle Holocene landslide-generated tsunamis recorded in lake sediments from Saqqaq, West Greenland. In: Natural Hazards and Earth System Sciences, Volume 24. European Geosciences Union, 5. März 2024, abgerufen am 23. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im gleichen Gebiet kam es rund 350 Jahre später beziehungsweise vor vermutlich etwa 7.350 Jahren zu einem erneuten Tsunami-Ereignis – auch dieses wurde von einem Bergrutsch ausgelöst –, das ähnliche Anbrandungshöhen erreichte.
unbekannt Comer See Doku | ARTE] CH/F 2018. ARTEde, youtube.de, 25. Juli 2020, abgerufen am 4. August 2020, abrufbar bis 31. August 2020. – Video 39:15/51:35.</ref>

Antike

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
etwa 1.800 v. Chr. Erdbeben südlich von Caldera (Chile) Ein sehr schweres Erdbeben der Magnitudenstärke von geschätzt 9,5 erschütterte die nördliche Küstenregion Chiles, wobei das Epizentrum südwestlich der heutigen Stadt Caldera lag. Der nachfolgende Tsunami soll Höhen von bis zu 20 Metern<ref>Some 3,800 years ago, a mega earthquake, tsunami hit Chile's Atacama desert. Reuters, 6. April 2022, abgerufen am 16. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> erreicht und vermutlich um die 1.000 Kilometer Küstenlinie entlang der Atacama-Wüste verwüstet haben.<ref>Dagmar Röhrlich: Prähistorische Katastrophe: Erdbeben in Südamerika veränderte Siedlungsstruktur. (mp3-Audio; 4,2 MB; 4:34 Minuten) In: Deutschlandfunk-Sendung „Forschung aktuell“. 7. April 2022, abgerufen am 20. April 2022.</ref> Archäologische Untersuchungen lassen darauf schließen, dass die betroffenen Küstenregionen nach dem Ereignis für fast 1.000 Jahre nicht mehr besiedelt wurden.
etwa 1.550 v. Chr.<ref group="A">Nach sehr umstrittenen und neueren Theorien 1.628 v. Chr.</ref> Minoische Eruption Ein schwerer Vulkanausbruch auf Santorin (möglicherweise VEI 7) zerstörte große Teile der Insel und schuf eine mehrere Kilometer im Durchmesser messende und bis zu 390 Meter tiefe Caldera.<ref>Patrick Schielein, Jochen Zschau u. a.: Tsunamigefährdung im Mittelmeer – Eine Analyse geomorphologischer und historischer Zeugnisse. In: Bamberger Geographische Schriften, Band 22. Universität Bamberg, 2007, abgerufen am 22. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Ausbruch soll nach Meinung einiger Forscher bis zu 60 Meter hohen Wellen entlang der Küsten des gesamten östlichen Mittelmeerraumes verursacht haben. Möglicherweise waren die Wellen auch deutlich höher, denn es wurden beispielsweise auf der Insel Anafi Sedimentablagerungen in einer Höhe von 250 Metern über dem Meeresspiegel gefunden. Bis vor einigen Jahrzehnten nahmen einige Forscher an, dass die Flutwelle zur Auslöschung der minoischen Kultur geführt hat. Die minoische Kultur bestand jedoch noch mindestens ein halbes Jahrhundert weiter. Über ein erstes gefundenes Opfer, den an der türkischen Küste in Çeşme von vier Tsunamiwellen verschütteten Çeşme-Mann, wird erstmals 2021 wissenschaftlich berichtet.<ref>Vulkanausbruch : Opfer von bronzezeitlicher Katastrophe gefunden orf.at, 28. Dezember 2021, abgerufen am 28. Dezember 2021. - Link zu PNAS-Artikel: Access denied.</ref>
etwa 1.171 v. Chr. Tsunami in der Ostsee Untersuchungen am See Mälaren in Schweden, der bis ins 10. Jahrhundert hinein noch direkt mit der Ostsee verbunden war, brachten Ablagerungen zum Vorschein, die auf ein Tsunami-Ereignis um 1.171 v. Chr. hindeuten. Dabei konnten Wellenhöhen von geschätzt etwa zehn Metern (Anbrandungs- und Auflaufhöhen bis ca. 16,5 Meter) nachgewiesen werden. Was genau den Tsunami verursachte, ist bislang unklar. Möglicherweise löste ein Erdbeben oder ein Austritt von Methangas am Meeresboden den Tsunami aus.<ref>Nils-Axel Mörner, Björn Ambrosiani u. a.: A mega-tsunami in the Baltic Sea 1171 BC: geological records with special reference to the Lake Mälaren area in Sweden. In: International Journal of Geosciences. Uppsala University, 2021, abgerufen am 29. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
etwa 1.100 v. Chr. Bergsturz am Lake Crescent Vom Berg Mount Storm King an den Ufern des Lake Crescent (im heutigen US-Bundesstaat Washington) rutschten vor ca. 3.100 Jahren, möglicherweise nach einem Erdbeben, rund 7,2 Millionen m³ Gestein und Geröll in den See. Die Gesteinsmassen verursachten enorme Wellen, die an den gegenüberliegenden Ufern des Sees Anbrandungshöhen von mindestens 86 Metern erreichten.<ref>Karl W. Wegmann, Elana L. Leithold u. a.: Establishing a High-Resolution Post-Glacial Chronology of Surface Rupture on the Lake Creek–Boundary Creek Fault, Puget Sound Region, Washington State. North Carolina State University, 28. Februar 2017, abgerufen am 10. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
479 v. Chr. Erdbeben in der nördlichen Ägäis Ein Erdbeben von vermutlich einer Magnitudenstärke von 7,0 erschütterte die nördliche Ägäis. Es verursachte den ältesten genau datierbaren Tsunami, dessen Details vom griechischen Historiker Herodot überliefert wurden. Die persischen Belagerer von Potidaia wurden von einer riesigen Welle überrascht, als sie sich das unerwartet zurückziehende Meer zunutze machen wollten, um die Stadt anzugreifen. Herodot schrieb das Auftreten der rettenden Flutwelle, die allerdings in der Stadt selbst schwere Schäden verursachte, dem Meeresgott Poseidon zu.<ref>Herodot: The Histories, 8.129</ref><ref name="smid" />
426 v. Chr. Erdbeben im Golf von Euböa Der Historiker Thukydides beschreibt in seinem Werk Der Peloponnesische Krieg anhand des Erdbebens im Golf von Euböa 426 v. Chr. erstmals den ursächlichen Zusammenhang des Auftretens von Erdbeben und nachfolgenden Flutwellen.<ref name="smid">T. C. Smid: Tsunamis’ in Greek Literature. Greece & Rome, 2. Ser., Bd. 17, Nr. 1 (April 1970), S. 100–104</ref><ref>Thukydides: A History of the Peloponnesian War. 3.89.1-5</ref><ref>John Antonopoulos: The Tsunami of 426 BC in the Maliakos Gulf, Eastern Greece., Natural Hazards, Bd. 5 (1992), S. 83–93</ref>
373 v. Chr. Erdbeben im Golf von Korinth Ein schweres Erdbeben und ein nachfolgender Tsunami zerstörten die (seinerzeit) etwa zwei Kilometer von der Küste gelegene Stadt Helike im Norden der Peloponnes restlos.<ref>Strabon, Geographie. 8.7.2</ref> Vermutlich bedingt durch das Erdbeben sank das Gebiet der Stadt ab; da die Wassermassen nicht zurückgingen, bildete sich für mehrere Jahrhunderte eine Art Lagune, wobei die Ruinen der Stadt noch im 2. Jahrhundert n. Chr. unter der Wasseroberfläche gesehen werden konnten. Die Katastrophe wurde von mehreren antiken Geographen beschrieben und könnte einer Theorie zufolge den Zeitzeugen Platon zum Mythos von Atlantis angeregt haben.<ref>The Lost Cities of Ancient Helike: Principal Ancient Sources.</ref>
115 n. Chr. Erdbeben von Antiochia 115 Ein Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von vermutlich 7,5 zerstörte die Stadt Antiochia am Orontes, eine der seinerzeit größten Städte im römischen Reich, vollständig. Der römische Kaiser Trajan und sein späterer Nachfolger, Hadrian, wurden vor Ort von dem Erdbeben überrascht und überlebten nur knapp. Durch das Erdbeben wurde ein Tsunami entlang der Küsten der heutigen Staaten Israel und Libanon ausgelöst, der unter anderem die wichtigen Hafenstädte Caesarea und Javne zerstörte. Das Ereignis, das vermutlich mehrere zehntausend Opfer verursachte, wurde vom römischen Geschichtsschreiber Cassius Dio ausführlich beschrieben.<ref name="GeophysicsVol48">Mohamed Reda Sbeinati, Ryad Darawcheh u. a.: The historical earthquakes of Syria: an analysis of large and moderate earthquakes from 1365 B.C. to 1900 A.D. Annals of Geophysics, Volume 48, 3. Juni 2005, abgerufen am 14. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mehrere zehntausend
262 n. Chr. Erdbeben in Asia Minor Ein schweres Erdbeben in der römischen Provinz Asia bzw. in Asia Minor (heutige Türkei), welches vermutlich auch mit den schweren Zerstörungen in Ephesos zu dieser Zeit in Verbindung steht, löste Tsunamis aus, die entlang der Südküste von Asia Minor zahlreiche Hafenorte verwüstet und erhebliche Opferzahlen verursacht haben sollen. Unter anderem der römische Geschichtsschreiber Trebellius Pollio (siehe Historia Augusta) berichtete von dem Ereignis.<ref>Tsunami Event Information (262 AD: South Coasts of Asia Minor). NOAA National Centers for Environmental Information, 9. September 2023, abgerufen am 10. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zur Stärke des Bebens, zu Wellenhöhen und zur Opferzahl liegen jedoch keine gesicherten Angaben vor.
365 n. Chr. Erdbeben vor Kreta 365 Der römische Historiker Ammianus Marcellinus (Res Gestae 26.10.15-19) berichtete von einem gewaltigen Tsunami von bis zu 30 Metern Höhe, der, ausgelöst durch ein Erdbeben von vermutlich einer Magnitudenstärke von 8,0 südlich von Kreta, am 21. Juli 365 die östlichen Küsten des Mittelmeeres heimsuchte und den Tod Zehntausender von Menschen zur Folge hatte. Ammianus schilderte dabei genau die charakteristische Abfolge von Erdbeben, Rückzug des Meers und heranrollender Riesenwelle im Bereich der Stadt Alexandria, welche stark zerstört wurde (Schiffe im Hafen wurden durch die Welle bis zu zwei Kilometer weit landeinwärts versetzt).<ref>Gavin Kelly: Ammianus and the Great Tsunami. in: The Journal of Roman Studies, Bd. 94 (2004), S. 141–167.</ref> mehrere zehntausend

6. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
9. Juli 551<ref group="A">Nach Julianischem Kalender.</ref> Erdbeben nahe Beirut Ein Erdbeben im heutigen Libanon (seinerzeit Teil des Byzantinischen Reiches), vermutlich mit einer Magnitudenstärke von etwa 7,5, richtete schwere Schäden in Beirut und in Tripoli an. Nachdem sich das Meer an einigen Stellen bis zu drei Kilometer weit zurückgezogen hatte, verwüsteten mehrere Tsunamis das Küstengebiet zwischen Tripoli und Tyros.<ref name="GeophysicsVol48"></ref> Insgesamt kamen möglicherweise bis zu 30.000 Menschen ums Leben. Der oströmischer Historiker und Dichter Agathias beschrieb das Ereignis. mehrere zehntausend
563 Bergrutsch am Genfersee (Tauredunum-Ereignis) Ein Bergrutsch in das östliche Areal des Genfersees im Jahr 563 löste einen Tsunami von geschätzt bis zu 16 Metern Höhe aus. Im Gebiet von Lausanne soll die Welle etwa 13 Meter Höhe gemessen haben.<ref>Als Genf von einem Tsunami überrollt wurde. Tagesanzeiger, 29. Oktober 2012, abgerufen am 29. März 2025.</ref> Über die Zahl der Opfer gibt es keine gesicherten Angaben, wobei jedoch Marius von Avenches, Bischof von Aventicum und Geschichtsschreiber, von zahlreichen Todesopfern und schweren Zerstörungen entlang des Seeufers berichtete. Weitere Tsunami-Ereignisse auf dem Genfersee lassen sich für die Jahre 235, 700, 1584 (siehe unten) und 1730 nachweisen. namhafte Anzahl entlang der Ufer

7. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
26. November 684<ref group="A">Nach Julianischem Kalender.</ref> Erdbeben südöstlich Shikoku Ein Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von vermutlich 8,3 bis 8,4 südöstlich von Shikoku, auch als Hakuhō- bzw. Tenmu-Erdbeben bezeichnet, löste einen Tsunami von geschätzt etwa vier bis fünf Metern Höhe entlang der Küstenlinien des südöstlichen Japan aus. Über die Anzahl der Opfer gibt es keine gesicherten Angaben, Schätzungen reichen bis zu etwa 500 Todesopfern. Mit diesem Erdbeben bzw. diesem Tsunami begann in Japan die gezielte Aufzeichnung von solcherlei Naturkatastrophen.<ref>Masataka Ando, Mamoru Nakamura u. a.: Seismological evidence for a tsunami earthquake recorded four centuries ago on historical documents. Geophysical Journal International, Volume 195, 23. August 2013, abgerufen am 30. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> geschätzt etwa 500

9. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
9. Juli 869 Jōgan-Sanriku-Erdbeben Ein durch das Jōgan-Sanriku-Erdbeben (Magnitudenstärke von geschätzt 8,0 bis 8,6), dessen Epizentrum östlich des nördlichen Honshū lag, ausgelöster Tsunami von vermutlich bis zu elf Metern Höhe verwüstete mehrere hundert Kilometer Küstenlinie der japanischen Region Tōhoku, die Welle zerstörte nach den Aufzeichnungen hunderte von Dörfern und drang bei Sendai mehr als vier Kilometer weit in das Landesinnere vor. Etwa 1.000 Menschen kamen ums Leben.<ref>Yuki Sawai, Yushiro Fujii, Osamu Fujiwara, Takanobu Kamataki, Junko Komatsubara, Yukinobu Okamura, Kenji Satake, Masanobu Shishikura: Marine incursions of the past 1500 years and evidence of tsunamis at Suijin-numa, a coastal lake facing the Japan Trench. In: The Holocene. Vol. 18, Nr. 4, 2008, S. 517–528, doi:10.1177/0959683608089206 (PDF).</ref><ref></ref> etwa 1.000

11. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
16. Juni 1026<ref group="A">Nach Julianischem Kalender.</ref> Erdbeben im Japanischen Meer Ein Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von geschätzt 7,3 bis 7,8 im Japanischen Meer, vor der Küste der historischen Provinz Iwami, generierte zwei aufeinanderfolgende Tsunamis von bis zu zehn Metern Höhe. Unter anderem die Stadt Masuda war von den Wellen stark betroffen, wobei etwa 3.000 Gebäude zerstört wurden und etwa 1.000 Menschen ums Leben kamen.<ref>Tsunami Event Information (1026 Manju Tsunami). NOAA National Centers for Environmental Information, 6. Dezember 2024, abgerufen am 15. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Durch das Erdbeben versank zudem die vor der Küste liegende und etwa zwei Kilometer lange und 300 Meter breite Insel Kamo Jima vollständig. etwa 1.000

13. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
27. Mai 1293 Erdbeben in der Sagami-Bucht Ein Erdbeben mit einer geschätzten Magnitudenstärke von 7,0 bis 7,5 in der Sagami-Bucht (Südküste Honshūs) generierte einen Tsunami, der unter anderem in der Stadt Kamakura starke Schäden anrichtete. Hierbei wurde auch die Tempelanlagen Kenchō-ji und Tsurugaoka Hachiman-gū in der Stadt zerstört.<ref>On This Day: 1293 Kamakura Earthquake. NOAA National Centers for Environmental Information, 21. Juni 2022, abgerufen am 27. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die genauen Auswirkungen des Tsunamis sowie die Opferzahlen sind jedoch unsicher und in der Forschung umstritten. Schätzungen schwanken zwischen einigen tausend und bis zu mehr als 23.000 Toten, wobei aber unklar ist, wie viele Opfer auf die Folgen des Bebens an Land und auf den Tsunami zurückzuführen sind. mehrere tausend

14. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
8. August 1303 Erdbeben vor Kreta 1303 Ein Erdbeben mit einer geschätzten Magnitudenstärke von bis zu 8,0 im südlichen Hellenischen Inselbogen, etwa auf halber Strecke zwischen Kreta und Rhodos, richtete auf Kreta schwere Schäden an. Das Beben löste einen bis zu neun Meter hohen Tsunami aus, der vor allem entlang der Küsten Ägyptens erhebliche Verwüstungen verursachte. In Alexandria, wo auch der berühmte Leuchtturm von Alexandria schwer beschädigt wurde,<ref>Theodoros M. Tsapanos: A seismic hazard scenario for the main cities of Crete island, Greece. Geophysical Journal International, Volume 153, 1. Mai 2003, abgerufen am 22. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> sollen Schiffe, die im Hafen gelegen hatten, über Hausdächer hinweg<ref>A. Z. Hamouda: Numerical computations of 1303 tsunamigenic propagation towards Alexandria, Egyptian Coast. Journal of African Earth Sciences, Volume 44, 2006, abgerufen am 22. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und mehrere Kilometer landeinwärts versetzt worden sein. Es wird geschätzt, dass mehrere tausend Menschen ums Leben kamen, darunter vermutlich etwa 4.000 auf Kreta. mehrere tausend
25. November 1343 Bergrutsch am Stromboli Vermutlich nach einem Erdbeben rutschte ein Teil der Nordostflanke des Vulkans Stromboli (geschätzt etwa ein bis 1,5 km³ Gestein) ins Tyrrhenische Meer. Die Gesteinsmassen verursachten einen vermutlich bis zu neun Meter hohen Tsunami, der die etwa 200 Kilometer nördlich des Vulkans gelegene Stadt Neapel schwer verwüstete.<ref>M. Rosi, S. T. Levi, M. Pistolesi u. a.: Geoarchaeological Evidence of Middle-Age Tsunamis at Stromboli and Consequences for the Tsunami Hazard in the Southern Tyrrhenian Sea. National Library of Medicine (8600 Rockville Pike, Bethesda, MD), 24. Januar 2019, abgerufen am 3. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weitere Schäden wurden aus anderen Hafenstädten entlang der Amalfiküste gemeldet. Das Ereignis wurde von dem italienischen Dichter und Geschichtsschreiber Francesco Petrarca dokumentiert und beschrieben. Über die Zahl der Opfer gibt es keine genauen Angaben, jedoch werden zumeist hunderte von Opfern genannt. mehrere hundert

15. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
23. November 1454 Erdbeben vor Honshū Ein sehr schweres Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von schätzungsweise 8,4, auch als Kyōtoku-Erdbeben bezeichnet, ereignete sich vor der Küste des nordöstlichen Honshū und generierte Tsunamis von bis zu sieben Metern Höhe (möglicherweise auch teils über elf Meter). Besonders die heutige Präfektur Miyagi in der Region Tōhoku war schwer von den Wellen betroffen, wobei die Wassermassen an einigen Stellen bis zu zweieinhalb Kilometer weit ins Landesinnere vordrangen.<ref>Yuki Sawai, Yuichi Namegaya u. a.: Shorter intervals between great earthquakes near Sendai: Scour ponds and a sand layer attributable to A. D. 1454 overwash. In: Geophysical Research Letters. Advancing Earth and Space Sciences, 1. Juni 2015, abgerufen am 22. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Ereignis ist noch relativ wenig erforscht, dürfte aber in Intensität mit dem Jōgan-Sanriku-Erdbeben im Jahr 869 (siehe oben) vergleichbar sein. Zu den Opferzahlen gibt es keine gesicherten Angaben.
20. September 1498 Erdbeben südöstlich Shikoku Ein sehr schweres Erdbeben südöstlich von Shikoku, auch als Meiō-Erdbeben bezeichnet, mit einer Magnitudenstärke von 8,6 generierte Tsunamis, die mit über 25 Metern Höhe auf die Südküsten von Shikoku und Honshū trafen. In Kamakura wurde durch die Wellen das Tempelgebäude des dortigen Daibutsu (siehe Kōtoku-in) zerstört. Die genauen Opferzahlen sind unklar, Schätzungen schwanken jedoch zwischen 5.000 und bis zu 26.000 Todesopfern, die alleine im Gebiet der Suruga-Bucht auf den Tsunami zurückzuführen gewesen sein sollen.<ref>On This Day: 1498 Meiō Earthquake. NOAA National Centers for Environmental Information, 9. April 2023, abgerufen am 23. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mindestens 5.000, insgesamt möglicherweise bis zu 26.000

16. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
26. Januar 1531 Erdbeben in Zentralportugal Ein Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von geschätzt 6,4 bis 7,1 in Zentralportugal, das an Land und in Lissabon schwere Schäden verursachte, löste einen Tsunami auf dem Tajo sowie in dessen Mündungsgebiet aus. Das Flussbett fiel teils trocken, die nachfolgenden Wellen versetzten große Segelschiffe landeinwärts.<ref>M. A. Baptista, J. M. Miranda u. a.: The 1531 Lisbon Earthquake: A Tsunami in the Tagus River? Bulletin of the Seismological Society of America, 2014, abgerufen am 24. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Überflutungen wurden im Augsburger Wunderzeichenbuch festgehalten. Über die Zahl der Opfer gibt es keine genauen Angaben, wobei jedoch von einigen tausend ausgegangen wird. mehrere tausend
11. März 1584 Felssturz am Genfersee Ein Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von geschätzt 5,9 bis 6,3 im Kanton Waadt löste einen Felssturz oberhalb von Yvorne aus. Die Felsmassen verursachten einen bis zu 13 Meter hohen Tsunami, der unter anderem Genf und Lausanne überschwemmte.<ref>Laurent Graenicher: Ein Tsunami auf dem Genfer See | Doku | ARTE CH/F 2018. ARTEde, youtube.de, 25. Juli 2020, abgerufen am 4. August 2020, abrufbar bis 31. August 2020. – Video 38:10/51:35.</ref> Etwa 320 Menschen kamen ums Leben, wobei der überwiegende Teil der Opfer vermutlich jedoch den direkten Folgen des Erdbebens an Land und nicht der Flutwelle zuzuschreiben ist. etwa 320
18. Januar 1586 Erdbeben in Zentraljapan Ein Erdbeben in der japanischen Region Chūbu, auch als Tenshō-Erdbeben bezeichnet, das vermutlich eine Magnitudenstärke von 7,4 bis 7,9 erreichte, löste in Zentraljapan eine Reihe von Bergstürzen aus. Die in Gewässer abgehenden Gesteinsmassen verursachten unter anderem im Biwa-See sowie in der Ise-Bucht Tsunamis von bis zu fünf Metern Höhe. An den Ufern des Biwa-Sees wurde die Stadt Nagahama von den Wellen stark verwüstet, wobei auch die Burg Nagahama schwere Beschädigungen erlitt. In der Ise-Bucht sollen die Tsunamis für rund 8.000 Todesopfer verantwortlich gewesen sein, was allerdings in der Forschung umstritten ist.<ref>On This Day: 1586 Japan. NOAA National Centers for Environmental Information, 11. April 2021, abgerufen am 22. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> möglicherweise bis zu 8.000
10. Juli 1586 Erdbeben westlich von Lima Ein starkes Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von geschätzt 8,1 ereignete sich westlich der peruanischen Stadt Lima (seinerzeit zum spanischen Vizekönigreich Peru gehörend) im Pazifik. Das Beben löste einen Tsunami mit Anbrandungshöhen von bis zu 26 Metern aus.<ref>On This Day: 1586 Lima-Callao Tsunami. NOAA National Centers for Environmental Information, 4. September 2021, abgerufen am 10. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> An einigen Stellen sollen die Wellen bis zu zehn Kilometer weit ins Landesinnere vorgedrungen sein. Die Zahl der Opfer war trotz der Stärke des Bebens vergleichsweise niedrig und wird mit 22 Toten angegeben. 22

17. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
18. September 1601 Erdbeben in Unterwalden Ein Erdbeben mit Zentrum in Unterwalden in der Zentralschweiz forderte angeblich acht Tote. Erschütterungen waren in der ganzen damaligen Schweiz zu spüren. Die durch das Erdbeben ausgelösten Erdrutsche führten zu einer vermutlich bis zu vier Meter hohen Flutwelle im Vierwaldstättersee, die in der Stadt Luzern beträchtliche Schäden anrichtete. Das Ereignis wurde vom damaligen Stadtschreiber Renward Cysat ausführlich beschrieben. Es handelt sich um einen der ersten durch einen Augenzeugen gut dokumentierten Tsunami.<ref>Tsunami und Tanzverbot 1601. | Abgerufen am 27. September 2019</ref><ref>Laurent Graenicher: Ein Tsunami auf dem Genfer See | Doku | ARTE CH/F 2018. ARTEde, youtube.de, 25. Juli 2020, abgerufen am 4. August 2020, abrufbar bis 31. August 2020. – Video 38:33/51:35.</ref> vermutlich 8
3. Februar 1605 Keichō-Nankaidō-Erdbeben Ein schweres Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von geschätzt 7,9 erschütterte die Südküste von Honshū. Das Beben löste einen Tsunami aus, der Höhen von bis zu zehn Metern erreichte (entlang der Küsten der Bōsō-Halbinsel wurden sogar Höhen von bis zu 30 Metern erreicht<ref name="Nankaido1605">Comments for the Tsunami Event (February 3, 1605, Nankaido). NOAA National Geophysical Data Center, 2016, abgerufen am 20. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) und welcher die Südküsten von Kinki und Chūbu schwer verwüstete. In Hirogawa in der Präfektur Wakayama wurden rund 700 Häuser ins Meer gerissen. Die Burg Kakegawa in der Provinz Tōtōmi wurde schwer beschädigt. Über die Zahl der Opfer gibt es keine gesicherten Angaben, Schätzungen gehen jedoch von mehr als 5.000 Toten aus, die alleine dem Tsunami zuzuschreiben sind.<ref name="Nankaido1605"></ref> mindestens 5.000
20. Januar 1607<ref group="A">Nach Julianischem Kalender.</ref> Überschwemmungen am Bristolkanal Schwere Überschwemmungen am Bristolkanal, wobei die Flutwellen zwischen fünf und mehr als sieben Meter Höhe erreichten, forderten zwischen 500 und 2.000 Todesopfer.<ref name="Bristol1607">1607 Bristol Channel Floods: 400-Year Retrospective. Risk Management Solutions, Inc, 2007, abgerufen am 20. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Über 500 Quadratkilometer Farmland wurden überschwemmt. Die Ursache für die Flutkatastrophe ist nicht zur Sicherheit geklärt. Verantwortlich für die Flutwellen könnte ein Seebeben gewesen sein, allerdings wird auch die Möglichkeit in Erwägung gezogen, dass ein Sturmtief in Kombination mit starken auflandigen Winden und einem vergleichsweise starken Tidenhub zur Katastrophe beigetragen haben könnte.<ref name="Bristol1607"></ref> mindestens 500, insgesamt möglicherweise bis zu 2.000
2. Dezember 1611 Keichō-Sanriku-Erdbeben Ein schweres Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von 8,1 nordöstlich von Honshū löste einen Tsunami aus, der mit Wellenhöhen von bis zu 20 Metern auf die Sanriku-Küste traf.<ref>Harry Yeh: Tsunami – Eastern Japan Earthquake Disaster Briefing. Oregon State University, 28. April 2011, abgerufen am 26. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Unter anderem die Präfektur Iwate wurde schwer verwüstet. An einigen Stellen drang das Wasser bis zu vier Kilometer ins Landesinnere vor. Geschätzt etwa 5.000 Menschen kamen ums Leben, alleine in der Stadt Ōtsuchi sollen 800 Menschen ertrunken sein. mindestens 5.000
21. Dezember 1641 Erdbeben bei den Azoren Ein Erdbeben im Bereich der Azoren löste drei aufeinanderfolgende Tsunamis aus, die mit Anbrandungshöhen von bis zu neun Metern auf die Insel São Jorge trafen. Die Hafenstadt Velas wurde vollständig überflutet und erlitt starke Verwüstungen, unter anderem wurde die Abtei des örtlichen Ablegers des Franziskanerordens zerstört. Ungefähr 50 Personen kamen ums Leben.<ref>C. Andradea, P. Borges u. a.: Historical tsunami in the Azores archipelago (Portugal). Journal of Volcanology and Geothermal Research, 24. Mai 2006, abgerufen am 15. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> etwa 50
17. Februar 1674 Erdbeben in der Bandasee Ein starkes Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von geschätzt 6,8 bis 7,1 in der Bandasee löste Bergstürze, unter anderem auf Ambon, aus. Diese Bergstürze verursachten gewaltige Tsunamis entlang der Küstenlinien, so berichtete der deutsche Geologe und Paläontologe Karl Martin später, dass ihm bei seinen Reisen durch die Molukken Erzählungen von Wellen von 50 bis 60 Faden Höhe (ca. 90 bis 108 Meter) zugetragen wurden.<ref>Karl Martin: Reisen in den Molukken. In Ambon, den Uliassern, Seran (Ceram) und Buru. E. J. Brill. Leiden 1903, S. 50.</ref> Es ist hierbei allerdings von auszugehen, dass es sich um die Anbrandungshöhen am Ufer und nicht um die eigentlichen Wellenhöhen gehandelt hat. Vermutlich kamen durch die Tsunamis rund 2.300 Menschen ums Leben.<ref>Ignatius R. Pranantyo, P. Cummins u. a.: The 1674 Ambon Tsunami: Extreme Run-Up Caused by an Earthquake-Triggered Landslide. Pure and Applied Geophysics, 2020, abgerufen am 24. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mindestens 2.300
4. November 1677 Erdbeben im Japangraben Ein sehr schweres Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von geschätzt 8,3 bis 8,6 im Japangraben, östlich der Bōsō-Halbinsel, löste einen Tsunami aus, der mit Wellenhöhen von bis zu 13 Metern<ref>H. Yanagisawa, K. Goto u. a.: Tsunami earthquake can occur elsewhere along the Japan Trench – Historical and geological evidence for the 1677 earthquake and tsunami. American Geophysical Union, 21. April 2016, abgerufen am 23. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> auf die Küstenlinien der Präfektur Chiba traf. Insgesamt kamen durch den Tsunami 569 Menschen ums Leben. 569
11. Januar 1693 Erdbeben auf Sizilien 1693 Ein starkes Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von etwa 7,4 vor der Ostküste von Sizilien beziehungsweise im Ionischen Meer, das stärkste bislang in Italien gemessene Erdbeben, löste einen Tsunami aus, der mit Wellenhöhen von bis zu 15 Metern auf die Hafenstädte im Osten Siziliens traf.<ref>Alessio Piatanesi, Stefano Tinti u. a.: A revision of the 1693 eastern Sicily earthquake and tsunami. In: Journal of Geophysical Research: Solid Earth. Band 103, B2, 1998, S. 2749–2758, doi:10.1029/97JB03403 (wiley.com [abgerufen am 15. März 2026]).</ref> Stark zerstört wurden unter anderem die Städte Augusta, Syrakus und Catania. Wie viele Menschen durch den Tsunami starben ist unsicher, insgesamt soll das Erdbeben jedoch nach zeitgenössischen (1694) Berichten mehr als 50.000 Opfer gefordert haben. insgesamt mehr als 50.000
26. Januar 1700 Kaskadien-Erdbeben Ein sehr schweres Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von geschätzt 8,7 bis 9,2 im Bereich der Cascadia-Subduktionszone vor der heutigen US-Westküste, generierte einen Tsunami, der mit Anbrandungshöhen von geschätzt 20 Metern auf die Küsten der heutigen US-Bundesstaaten Washington und Oregon sowie des heutigen British Columbia traf. Die Wellen überquerten den Pazifik und erreichten noch in Japan Höhen von etwa fünf Metern. Da in Japan zuvor kein Erdbeben stattgefunden hatte oder verzeichnet wurde, erhielt der Tsunami dort den Beinamen „der verwaiste Tsunami“. Über die Zahl der Opfer gibt es keine gesicherten Informationen. Belegt ist jedoch, dass an der US-Westküste und in British Columbia zahlreiche Dörfer der indianischen Urbevölkerung beziehungsweise der First Nations zerstört wurden, so starben beispielsweise rund 600 Menschen alleine auf Vancouver Island.<ref>M 9.0 – The 1700 Cascadia Earthquake. USGS, abgerufen am 26. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mindestens 600, insgesamt mehrere tausend

18. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
31. Dezember 1703 Genroku-Erdbeben Ein schweres Erdbeben mit einer Magnituden-Stärke von 7,9 bis 8,2 erschütterte die Region Kantō in Zentraljapan beziehungsweise die Sagami-Bucht. Das Beben verursachte einen Tsunami, der mit Höhen von bis zu 10,5 Metern auf die Insel Izu-Ōshima und die Küstenbereiche nahe der Städte Kamakura und Shimoda traf. Insgesamt waren rund 400 Kilometer Küstenlinie von den Wellen betroffen, mehr als 20.000 Gebäude wurden zerstört. Mindestens 5.233 Menschen kamen ums Leben,<ref>Significant Earthquake Information. NOAA National Centers for Environmental Information, 13. September 2022, abgerufen am 23. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> wobei indessen nicht genau gesichert ist, wie viele Opfer jeweils durch das Beben oder den Tsunami umkamen. mindestens 5.233
29. August 1741 Vulkanausbruch auf der Insel Oshima-Ōshima Ein Ausbruch auf der westlich von Hokkaidō gelegenen Vulkaninsel Oshima-Ōshima (VEI 4) führte zu einer Teilabrutschung der Bergflanke des Vulkans, wobei etwa 2,2 bis 2,4 km³ Gestein ins Meer stürzten. Die Rutschung verursachte am Einschlagpunkt der Geröllmassen einen Tsunami von bis zu 90 Metern Höhe. Die Welle traf später mit Anbrandungshöhen von bis zu 20 Metern auf Dörfer entlang der Küste der Oshima-Halbinsel. Mindestens 1.600 Menschen kamen ums Leben, wobei Schätzungen indessen auch bis zu rund 2.000 Todesopfern reichen. mindestens 1.600, insgesamt möglicherweise bis zu 2.000<ref>Eintrag in der NOAA/WDC Tsunami Event Database der NOAA (englisch, abgerufen am 15. März 2013).
Kenji Satake: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Volcanic origin of the 1741 Oshima-Oshima tsunami in the Japan Sea (Memento vom 16. Dezember 2013 im Internet Archive). In: Earth Planets Space. 59(2007) S. 381–390, hier S. 384 (englisch, pdf, 2,8 MB).</ref>
28. Oktober 1746 Erdbeben nordwestlich von Lima Ein schweres Erdbeben mit einer Magnituden-Stärke von geschätzt 8,6 bis 8,8 ereignete sich etwa 90 Kilometer nordwestlich der peruanischen Stadt Lima (seinerzeit zum spanischen Vizekönigreich Peru gehörend). Das Beben verursachte mehrere Tsunamis, die mit Höhen von bis zu 24 Metern auf die Küste trafen.<ref>Historical Tsunamis. In: Tsunamis from Peru. USC Tsunami Research Group, 2003, abgerufen am 23. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Vor allem die Hafenstädte Callao und Chancay wurden durch die Wellen schwer zerstört. Insgesamt starben rund 6.000 Menschen, wobei ca. 1.200 Opfer den Auswirkungen des Erdbebens an Land zugerechnet wurden. Somit wären die Tsunamis für geschätzt 4.800 Todesopfer verantwortlich. mindestens 4.800
1. November 1755 Erdbeben von Lissabon Ein sehr starkes Erdbeben mit einer Magnituden-Stärke von geschätzt 8,5, dessen Epizentrum etwa 200 Kilometer südwestlich des Cabo de São Vicente lag, zerstörte rund 70 Prozent der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Infolge des Erdbebens brachen zahlreiche Brände in der Stadt aus. Als die Einwohner vor den Flammen an das Ufer des Tejo flüchteten, wurden sie dort, etwa 40 Minuten nach den ersten Erdstößen, von mehreren durch das Beben ausgelösten Tsunamis überrascht. Die Wellenhöhen lagen zwischen sechs und 20 Metern.<ref name="Lisbon1755">Amy Tikkanen: Lisbon earthquake of 1755. Encyclopaedia Britannica, 1. Januar 2025, abgerufen am 27. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Tsunami machte sich noch in Irland und jenseits des Atlantiks auf den Kleinen Antillen bemerkbar, Madeira wurde von 15 Meter hohen Wellen erreicht. Das Erdbeben war auch in Venedig deutlich zu spüren und wird von Giacomo Casanova in seinen Memoiren („Geschichte meines Lebens“) erwähnt. Insgesamt starben mindestens 30.000 Menschen, wobei aber nach anderen Schätzungen die Opferzahlen auch deutlich höher gelegen haben könnten (60.000?<ref name="Lisbon1755"></ref>). mindestens 30.000
24. April 1771 Erdbeben östlich der Yaeyama-Inseln Ein starkes Erdbeben mit einer Magnituden-Stärke von 7,4 östlich der Yaeyama-Inseln (damals Teil des Königreiches Ryūkyū) verursachte einen Tsunami, der vermutlich mit Anbrandungshöhen von bis zu 85 Metern (andere Quellen geben Anbrandungshöhen von 30 Metern an) auf die Inseln Ishigaki-jima und Miyako-jima traf. Auf Shimoji-jima wurden Korallenblöcke von der Größe eines Hauses an Land abgelagert. Insgesamt kamen 13.486 Menschen ums Leben, davon alleine rund 8.400 auf Ishigaki-jima. 13.486<ref>Eintrag in der NOAA/WDC Tsunami Event Database der NOAA (englisch, abgerufen am 15. März 2013).</ref>
21. Mai 1792 Vulkanausbruch am Unzen-Vulkankomplex Kurze Zeit nach dem Ausbruch des zum Unzen-Vulkankomplex gehörenden Vulkans Fugen-dake auf Kyūshū, kollabierte infolge eines Erdbebens die Ostflanke des Vulkans Mayuyama und rutschte mit bis zu 200 km/h in den Ozean. Der durch die Gesteinslawine ausgelöste Tsunami erreichte Höhen von bis zu 20 Meter beziehungsweise Anbrandungshöhen an der Küste von bis zu 55 Metern<ref>Edward Bryant: Tsunami: The Underrated Hazard. Cambridge University Press. Cambridge, New York 2001, S. 299.</ref> und zerstörte die Stadt Shimabara nahezu vollständig. Etwa 15.000 Menschen kamen ums Leben. Es handelt sich bis heute um die folgenschwerste geologische Eruption in Japan. etwa 15.000

19. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
20. Februar 1835 Erdbeben nahe Concepción Ein schweres Erdbeben mit einer Magnitudenstärke von 8,5 zerstörte die chilenische Stadt Concepción beinahe vollständig. Es begann gegen 11:30 Uhr, dauerte etwa zwei Minuten und führte zur Zerstörung von fast allen Häusern in der Stadt. Das Beben und der Tsunami wurden von dem britischen Naturforscher Charles Darwin beschrieben. Der zu Concepción gehörende Hafenort Talcahuano wurde von dem nachfolgenden Tsunami fast komplett ins Meer gespült, wobei dieser laut Darwin eine Höhe von 23 englischen Fuß (ca. sieben Meter) über dem höchsten Pegelstand einer Springflut erreichte.<ref>Darwin, Reise eines Naturforschers um die Welt. Schweizerbart’sche Verlagshandlung Stuttgart 1875, S. 346–351.</ref> weniger als 100
26. November 1852 Erdbeben in der Bandasee Ein sehr schweres Erdbeben der Magnitudenstärke von geschätzt bis zu 8,8 in der Bandasee, wobei das Epizentrum nahe der Insel Banda Neira (seinerzeit Niederländisch-Indien) lag, löste einen Tsunami von über acht Metern Höhe aus,<ref>On This Day: 1852 Banda Sea. NOAA National Centers for Environmental Information, 6. April 2022, abgerufen am 22. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> der unter anderem die Küsten von Banda Neira, Banda Besar und Seram verwüstete. Insgesamt kamen 60 Menschen ums Leben. 60
23. Januar 1855 Wairarapa-Erdbeben von 1855 Ein starkes Erdbeben der Magnitudenstärke von 8,1 bis 8,2 in der Palliser Bay, rund 25 Kilometer südöstlich von Wellington, löste mehrere Tsunamis von bis elf Metern Höhe aus.<ref>M 8.2 Wairarapa Tue, Jan 23 1855. GeoNet (NHC Toka Tū Ake and GNS Science), 2014, abgerufen am 22. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Hafen von Wellington wurde zweimal überschwemmt, entlang der Küstenlinien der Cookstraße wurden Wellen von bis zu neun Metern Höhe beobachtet. Nahe Te Kopi an der Südküste von Wairarapa wurden Hütten rund acht Meter über Meereshöhe zerstört.<ref>http://www.teara.govt.nz/en/tsunamis/page-2 Willem de Lange, Eileen McSaveney. 'Tsunamis – New Zealand’s tsunami history', Te Ara – the Encyclopedia of New Zealand, updated 13. Juli 2012. Abgerufen am 16. August 2015.</ref> Die Zahl der Opfer war vergleichsweise niedrig und wird zumeist mit sieben bis neun angegeben. mindestens 7
13. Mai 1857 Erdbeben von Timor 1857 Ein Erdbeben in der Balisee, nahe der Insel Wetar, löst einen Tsunami aus, der entlang der Nordküste Timors (seinerzeit Portugiesisch-Timor) eine Höhe von 3,4 Metern erreichte.<ref>The largest tsunamis in East Timor since 1857. WorldData.info, 2025, abgerufen am 22. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Beben zerstörte einen Teil der Mauern des Forts in Dili. Insgesamt kamen 40 Menschen ums Leben, wobei aber unklar ist, wie viele der Opfer auf den Tsunami zurückzuführen sind. 40
5. Juni 1858 Nordsee-Tsunami Entlang der dänischen Küste, in Südengland sowie auf Sylt, Wangerooge und Helgoland und an der Nordseeküste Deutschlands wurden bis zu sechs Meter hohe Wellen beobachtet. Zuvor hatte sich das Meer an einigen Küstenabschnitten (etwa in der britischen Pegwell Bay) um fast 200 Meter zurückgezogen.<ref>The Times (London): Violent Thunder Storms. 7. Juni 1858, S. 9.</ref> Weniger stark waren Frankreich und die Niederlande betroffen.<ref>spiegel.de 7. April 2012: Forscher warnt vor Nordsee-Tsunami, Spiegel.de, 7. April 2012 – Untersuchung von Jürgen Newig, Dieter Kelletat (Christian-Albrechts-Universität, Kiel).</ref> Der Grund für das Ereignis ist nicht bekannt, so könnte eine unterseeische Hangrutschung im Atlantik vor der spanischen Küste ursächlich gewesen sein; auch ein sogenannter Meteotsunami wird in Erwägung gezogen. vermutlich keine
13. August 1868 Erdbeben westlich Arica Ein sehr schweres Erdbeben mit einer geschätzten Magnitudenstärke von 8,8 bis 9,1 ereignete sich westlich der (heutigen) chilenischen Stadt Arica. Das Beben löste Tsunamis von bis zu 16 Metern Höhe aus.<ref name="Arica">Historic Earthquakes: Arica, Peru (now Chile), 1868 August 13, 21:30 UTC. USGS, 21. Oktober 2009, abgerufen am 27. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Neben Arica wurden unter anderem die Häfen von Iquique, Tacna und Chala völlig verwüstet. Die Wellen töteten mehrere hundert Personen, alleine in Iquique ertranken etwa 200 Menschen.<ref name="Arica"></ref> Insgesamt forderte das Erdbeben etwa 25.000 Opfer. Das Ereignis führte zur frühen geowissenschaftlichen Erklärung durch Ferdinand von Hochstetter.<ref name="Schönlaub"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Hans P. Schönlaub: Die Sumatra-Andamanen-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 und andere Beben. Ferdinand von Hochstetter: Österreichs Pionier in der Tsunami-Forschung. auf www.geologie.ac.at (mit Abbildung der Kartenskizze von Hochstetter)</ref> Der Tsunami überquerte den Pazifik und wurde später in Neuseeland registriert, nach 15 Stunden wurde der Tsunami zudem auf den Chathaminseln festgestellt.<ref>Willem de Lange, Eileen McSaveney: New Zealand’s tsunami history. In: Te Ara – the Encyclopedia of New Zealand. online-Version 2009, auf www.teara.govt.nz</ref><ref>Weekly Press 22. August 1868, S. 5 (Neuseeland)</ref> mehrere hundert, insgesamt bis zu 25.000
27. August 1883 Ausbruch des Krakatau In der Sundastraße explodierte die Vulkaninsel Krakatau (damals zu Niederländisch-Indien gehörend), vermutlich in einer Stärke von geschätzt VEI 6. Der Zusammenbruch der unterhalb des Niveaus des Meeresspiegels liegenden und durch die Eruption entleerten Magmakammer des Vulkans ließ Meerwasser in den gewaltigen Krater nachströmen. Dieser Einsturz und die mit ihm verbundenen enormen Wasserbewegungen wiederum lösten Tsunamis aus, die an der Südküste Sumatras bis zu 42 Meter Höhe erreichten.<ref>Edward Bryant: Tsunami – The Underrated Hazard. Springer International Publishing. New York, London 2014, S. 162f.</ref> Die Wellen zerstörten rund 165 Dörfer entlang der Küstenlinien der umliegenden Inseln. Offiziell kamen 36.417 Menschen durch die Katastrophe ums Leben. 36.417
13. März 1888 Vulkanausbruch auf der Ritter-Insel Nach einem Vulkanausbruch mäßiger Stärke (VEI 2) rutschte der Großteil der Inselflanke (etwa 5 km³) der Ritter-Insel (seinerzeit Teil der Kolonie Deutsch-Neuguinea) ins Meer, wodurch sich die Höhe der Insel von etwa 780 Meter auf nur mehr 140 Meter reduzierte. Diese Trümmerlawine generierte Tsunamis, die mit bis zu 15 Metern Höhe auf die umliegenden Inseln trafen.<ref>Steven N. Ward, Simon Day: Ritter Island Volcano – Lateral collapse and the tsunami of 1888. Geophysical Journal International, Volume 154, 1. September 2003, abgerufen am 26. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nahe Hatzfeldhafen wurde eine rund acht Meter hohe Flutwelle beobachtet, die durch die Felsrutschung ausgelöst worden war. Es handelte sich um die größte im Kontext des Zusammenbruchs einer Vulkaninsel verursachte Trümmerlawine in historischer Zeit.<ref>Ritter Island. In: Global Volcanism Program. Smithsonian Institution, 2013, abgerufen am 26. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Vermutlich kamen durch die Wellen auf den nahen Inseln etwa 3.000 Menschen ums Leben. geschätzt bis zu 3.000
15. Juni 1896 Meiji-Sanriku-Erdbeben Der durch das Meiji-Sanriku-Erdbeben ausgelöste Tsunami, eine Wasserwand von 23 m Höhe, überraschte Japan während religiöser Feierlichkeiten. 26.000

20. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
15. Januar 1905 Bergsturz in den Lovatnet-See Ein Bergsturz vom Berg Ramnefjellet in den Lovatnet-See (Norwegen), geschätzt um die 350.000 Kubikmeter Geröll, verursachte einen rund 40 Meter hohen Tsunami, der am gegenüberliegenden Ufer des Sees 60 Häuser zerstörte und 61 Einwohner der Dörfer Bødal und Nesdal tötete. (Siehe auch den Eintrag für das Jahr 1936 weiter unten.) 61
31. Januar 1906 Erdbeben Ecuador-Kolumbien 1906 Ein schweres Erdbeben mit einer Magnitude von 8,8 ereignete sich ca. 70 Kilometer westlich der Küstenlinien von Kolumbien und Ecuador. Das Beben verursachte Tsunamis von bis zu sechs Metern Höhe, die entlang der genannten Küstengebiete mindestens 500 Menschen das Leben kosteten. Insgesamt forderte das Erdbeben bis zu 1.000 Todesopfer. mindestens 500
28. Dezember 1908 Erdbeben von Messina 1908 Ein Erdbeben der Magnituden-Stärke von 7,1 ereignete sich in der Straße von Messina. Die Stadt Messina wurde durch das Beben völlig zerstört. Rund zehn Minuten nach den Erdstößen traf ein rund 13 Meter hoher Tsunami, der vermutlich durch einen vom Beben verursachten unterseeischen Erdrutsch ausgelöst worden war, die in Trümmern liegende Küstenstadt.<ref>Matthias Meg: Messina earthquake and tsunami of 1908. Encyclopaedia Britannica, 21. Dezember 2024, abgerufen am 31. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Viele der Überlebenden des Bebens, die sich entlang der offenen Küstenlinie vor den zusammenbrechenden Gebäuden in Sicherheit bringen wollten, wurden dort Opfer des Tsunami. Insgesamt kamen bei dieser schwersten Naturkatastrophe des 20. Jahrhunderts in Europa mindestens 75.000 Menschen ums Leben, wobei nicht festzustellen ist, wie viele der Opfer durch das Erdbeben oder den Tsunami getötet wurden. mindestens 75.000
6. Dezember 1917 Halifax-Explosion Im Hafen von Halifax kollidierten der französische Munitionstransporter Mont Blanc und der norwegische Frachter Imo miteinander, worauf der Munitionsfrachter in Brand geriet und kurze Zeit später explodierte. Die Explosion, die auf eine Stärke von etwa 2,9 Kilotonnen TNT-Äquivalent geschätzt wird, verwüstete mehrere Quadratkilometer des Stadtgebietes und generierte einen Tsunami, der kurzzeitig eine Höhe von 18 Metern erreichte<ref>Peter O. K. Krehl: History of Shock Waves, Explosions and Impact. A Chronological and Biographical Reference. Springer Publishing. Berlin, Heidelberg 2008, S. 459.</ref> und der eine Siedlung der Mi’kmaq nahe Tufts Cove (bei Dartmouth, der Zwillingsstadt von Halifax) völlig zerstörte. Mindestens 16 Menschen kamen dabei ums Leben. Insgesamt forderte die Explosionskatastrophe mehr als 1.600 Todesopfer. mindestens 16
11. Oktober 1918 Erdbeben bei Puerto Rico 1918 In der Mona-Passage, westlich von Puerto Rico, ereignete sich ein Erdbeben der Magnituden-Stärke von ca. 7,1. Das Beben verursachte nachfolgend einen Tsunami von bis zu sechs Metern Höhe entlang der Westküste Puerto Ricos. Insgesamt kamen durch das Erdbeben 116 Menschen ums Leben, davon fielen vermutlich 40 dem Tsunami zum Opfer, wobei alleine in der Stadt Aguadilla 32 Personen ertranken.<ref>Earthquake of 1918. Puerto Rico Seismic Network, 2025, abgerufen am 5. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mindestens 40
13. April 1923 Erdbeben vor der Ostküste Kamtschatkas Ein starkes Erdbeben mit einer Magnituden-Stärke von etwa 7,9 bis 8,2 etwa 110 Kilometer südwestlich der Beringinsel verursachte Tsunamis von bis zu elf Metern Höhe<ref>Emile A. Okal, Amir Salaree: The Ust'-Kamchatsk "Tsunami Earthquake" of 13 April 1923: A Slow Event and a Probable Landslide. American Geophysical Union (Harvard University), 2016, abgerufen am 16. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> entlang der Ostküste von Kamtschatka. Die Anbrandungshöhen sollen bei bis zu 30 Metern Höhe gelegen haben. Mindestens 36 Menschen kamen ums Leben, zumeist Fischer. Auf der koreanischen Halbinsel sollen die Wellen bis zu 400 Vermisste verursacht haben.<ref>The Sydney Morning Herald (New South Wales): Tidal Wave 400 Persons Missing. 16. April 1923, S. 9.</ref> mindestens 36, zudem ca. 400 Vermisste
1. September 1923 Großes Kantō-Erdbeben 1923 Im Kontext des verheerenden Kantō-Erdbebens von 1923, welches große Teile Yokohamas und auch Tokios zerstörte und über 100.000 Menschen tötete, wurde durch das Beben auch ein Tsunami ausgelöst. Die Welle erreichte nahe Atami eine Höhe von bis zu zwölf Metern.<ref>Matthias Meg: Tokyo-Yokohama earthquake of 1923. Encyclopaedia Britannica, 1. Januar 2025, abgerufen am 5. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Insgesamt war die Zahl der Opfer durch den Tsunami, zumal im Verhältnis zu der sehr hohen Gesamtanzahl an Opfern des Bebens und nachfolgender Brände, jedoch sehr niedrig und lag geschätzt zwischen 60 und 150 Personen. mindestens 60
18. November 1929 Neufundlandbank-Tsunami Ein Erdbeben mit einer Magnituden-Stärke von 7,2 nahe der Neufundlandbank, etwa 265 Kilometer südöstlich der Burin-Halbinsel, verursachte drei aufeinanderfolgende und bis zu 13 Meter hohe Tsunamis, die entlang der Küstenlinie der genannten Halbinsel schwere Schäden verursachten (an einigen Stellen drang das anbrandende Wasser bis in 27 Meter Höhe vor).<ref>Jenny Higgins: The Tsunami of 1929. Newfoundland and Labrador Heritage Web Site, 2007, abgerufen am 31. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Unter anderem die Küstenorte Port au Bras, Taylor's Bay und St. Lawrence wurden schwer getroffen. Insgesamt kamen 28 Menschen ums Leben. 28
4. März 1930 Bergsturz auf Madeira Ein Bergsturz am Cabo Girão auf Madeira löste einen lokalen Tsunami aus, der unter anderem nahe der Stadt Câmara de Lobos bis zu 300 Meter weit landeinwärts vordrang. Mindestens 20 Menschen, die sich in Ufernähe aufgehalten hatten, wurden von den Wassermassen erfasst und ertranken.<ref name="NaturalHazards2009"></ref> Nahe des Cabo Girão hatte sich bereits 1894 ein ähnlicher Bergsturz ereignet. mindestens 20
2. März 1933 Shōwa-Sanriku-Erdbeben Das schwere Shōwa-Sanriku-Erdbeben, welches sich östlich der Region Tōhoku ereignete und eine Magnituden-Stärke von 8,4 bis 8,5 erreichte, verursachte einen Tsunami, der in Ōfunato mit einer Wellenhöhe von bis zu 28,7 Metern auf die Küste traf. Über 7.000 Häuser wurden zerstört. Insgesamt forderte alleine der Tsunami 1.522 Todesopfer und 1.544 Vermisste.<ref>Emile A. Okal, Stephen H. Kirby u. a.: The Showa Sanriku earthquake of 1933 March 2: a global seismological reassessment. Geophysical Journal International, Volume 206, 13. Juni 2016, abgerufen am 31. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mindestens 1.522, zudem 1.544 Vermisste
7. April 1934 Bergsturz in den Tafjorden Ein Bergsturz vom Berg Langhamaren in den norwegischen Fjord Tafjorden (Kommune Fjord, Vestlandet), etwa drei Millionen Kubikmeter Gestein stürzten aus rund 700 Meter Höhe in den Fjord, generierte einen Tsunami, der am Einschlagsort der Gesteinsmassen über 60 Meter Höhe erreichte.<ref>Christer Hoel: Tafjord Accident in 1934. fjords.com, 2018, abgerufen am 16. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die beiden Orte Tafjord und Fjørå wurden von bis zu 17 Meter hohen Wellen getroffen und völlig verwüstet, wobei das Wasser über 300 Meter landeinwärts vordrang. 40 Menschen kamen ums Leben. 40
13. September 1936 Bergsturz in den Lovatnet-See Bei einem erneuten Bergsturz vom Berg Ramnefjellet in den Lovatnet-See entstand ein bis zu 70 Meter hoher Tsunami. An den Ufern des Sees starben insgesamt 74 Menschen, rund 100 Gebäude wurden zerstört.<ref>Christer Hoel: Loen Rockfalls in Lake Lovatnet. fjords.com, 2018, abgerufen am 26. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ein Ausflugsschiff wurde von der Welle rund 350 Meter weit ins Landesinnere hinein getragen. Die Dörfer entlang des Sees wurden daraufhin aufgegeben, so dass bei einem weiteren Erdrutsch mit Flutwelle im Jahre 1950 keine Opfer zu beklagen waren. 74
7. Dezember 1944 Erdbeben vor der Kii-Halbinsel Ein unterseeisches Beben, auch als Tōnankai-Erdbeben bezeichnet, der Magnitudenstärke von 8,1 nordöstlich der Kii-Halbinsel (Ostküste Honshūs) verursachte einen bis zehn Meter hohen Tsunami, der die japanischen Küstenstädte Shingū und Tsu schwer verwüstete. Insgesamt kamen durch das Erdbeben und den Tsunami nach offiziellen Statistiken 3.358 Menschen ums Leben, wovon vermutlich mehr als 1.250 Personen dem Tsunami zum Opfer fielen.<ref>Takashi Furumura, Toshihiko Hakawaya u. a.: Development of Long-period Ground Motions from the Nankai Trough, Japan, Earthquakes: Observations and Computer Simulation of the 1944 Tonankai (Mw 8.1) and the 2004 SE Off-Kii Peninsula (Mw 7.4) Earthquakes. In: Pure and Applied Geophysics, Volume 165. Birkhäuser Verlag, 2008, abgerufen am 16. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Diese Angaben zu Opfern müssen jedoch als unsicher angesehen werden, da sich die Naturkatastrophe zu Kriegszeiten beziehungsweise im letzten Jahr des Pazifikkrieges ereignete und die japanischen Behörden die Auswirkungen der Katastrophe zensierten, um die Moral innerhalb der Bevölkerung nicht übermäßig zu beeinträchtigen. mindestens 1.250
1. April 1946 Erdbeben bei den Aleuten Ein schweres Erdbeben der Magnitude von 8,1 ereignete sich etwa 90 Kilometer südlich der Inseln Unalaska und Unimak Island und verursachte Tsunamis von bis zu 35 Metern Höhe.<ref>1946 Aleutians Tsunami. Western States Seismic Policy Council, 2024, abgerufen am 26. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auf Unimak Island riss der Tsunami die fünfköpfige Besatzung des Leuchtturmes Scotch Cap Light in den Tod. Nur etwa fünf Stunden später erreichten die immer noch bis zu zehn Meter hohen Wellen das fast 3.700 Kilometer entfernte Hawaii, wo sie 159 Menschen töteten. Eine weitere Person starb in Kalifornien. 165
21. Dezember 1946 Erdbeben vor der Kii-Halbinsel Ein schweres Erdbeben vor der Kii-Halbinsel mit einer Magnitudenstärke von etwa 8,1 bis 8,4, etwa 50 Kilometer südlich von Kap Shionomisaki, verursachte drei aufeinanderfolgende Tsunamis von bis zu vier Metern Höhe, die rund 20 Minuten nach dem Erdbeben auf die Küste trafen und unter anderem die Städte Higashi und Kushimoto schwer verwüsteten. Über 160 Häuser in Küstennähe wurden durch die Wellen völlig zerstört, mindestens 85 Menschen kamen ums Leben.<ref>Shinzou Ooi, Sanao Gunji u. a.: Visit to the Monuments of the Nankai Earthquake. Geography and Dynamic Research Center, Geographical Survey Institute (Ehime University), 8. November 2006, abgerufen am 15. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Insgesamt zerstörte das Beben mehr als 35.000 Gebäude und forderte an Land etwa 1.400 Todesopfer. 85
26. März + 17. Mai 1947 Erdbeben vor der Ostküste Neuseelands (Gisborne-Tsunamis) Ein Erdbeben der Magnitudenstärke von ca. 7,0 ereignete sich vor der Ostküste der Nordinsel Neuseelands, östlich der Hafenstadt Gisborne. Rund 30 Minuten nach dem Beben trafen Tsunamis von bis zu 13 Metern Höhe auf die Küste.<ref>M 7.0 Gisborne, Wed Mar 26 1947. GeoNet (NHC Toka Tū Ake and GNS Science), 2020, abgerufen am 16. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es gab keine Todesopfer, weil die Strände jahreszeitbedingt leer waren. Etwa 115 Kilometer Küstenlänge waren von den Tsunamis betroffen. Schäden an Bauten, eine Brücke über den Pouawa River wurde weggeschwemmt und 800 Meter landeinwärts versetzt.<ref>http://www.teara.govt.nz/en/tsunamis/page-3 Willem de Lange, Eileen McSaveney. 'Tsunamis – 20th-century tsunamis', Te Ara – the Encyclopedia of New Zealand, updated 13. Juli 2012. Abgerufen am 16. August 2015.</ref> Ein weiteres Beben (wiederum mit einer Magnitudenstärke von ca. 6,9 bis 7,0) im gleichen Gebiet am 17. Mai 1947 erzeugte erneut einen Tsunami, dieses Mal von rund sechs Metern Höhe. Todesopfer waren auch hierbei keine zu beklagen. vermutlich keine
1. November 1952 Kernwaffentest Ivy Mike Im Rahmen des US-Kernwaffentests Ivy Mike, der ersten gezündeten Wasserstoffbombe mit einer Sprengkraft von 10,4 Megatonnen TNT-Äquivalent, auf der zu den Marshallinseln gehörenden Insel Elugelab (die beim Test völlig zerstört wurde), entstand durch die Druckwelle ein kleinerer Tsunami von ca. sechs Metern Höhe. Da die Welle jedoch nicht durch unterseeische Materialverlagerungen zustande kam, sondern alleine durch die Druckwelle, schwächte sie sich rasch wieder ab. Auf Eniwetok, etwa 20 Kilometer entfernt, betrug die Wellenhöhe nur noch rund einen Meter.<ref>Walter Munk, Deborah Day: Ivy – Mike. Scripps Institution of Oceanography, UCSD, 20. Januar 2004, abgerufen am 10. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> keine
5. November 1952 Erdbeben vor der Ostküste Kamtschatkas Ein sehr schweres Erdbeben der Magnituden-Stärke 9,0 ereignete sich im Kurilengraben, etwa 130 Kilometer vor der Küste Kamtschatkas. Das Beben verursachte einen bis zu 18 Meter hohen Tsunami, der die sowjetische Küstenstadt Sewero-Kurilsk völlig zerstörte. Mindestens 2.336 Einwohner der Stadt kamen dabei ums Leben. Zerstörungen gab es auch in anderen Ortschaften Kamtschatkas und der Kurilen; die Schätzungen über die Gesamtzahl der Opfer durch das Erdbeben und den Tsunami reichen bis zu 15.000 Toten.<ref>1952 Kamchatka Tsunami. Western States Seismic Policy Council, 2024, abgerufen am 26. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mindestens 2.336, insgesamt möglicherweise bis zu 15.000
9. Juli 1956 Erdbeben in der Ägäis In der Ägäis, nahe der Insel Amorgos (der östlichsten Kykladeninsel), ereignete sich ein Erdbeben der Magnituden-Stärke 7,7. Vermutlich lösten unterseeische Erdrutsche, die vom Beben verursacht wurden, einen Tsunami aus, der auf den Inseln Amorgos und Santorin teils erhebliche Schäden verursachte. Auf Amorgos erreichte der Tsunami bis zu 20 Meter Höhe. Es handelte sich um die größten Tsunamis im Mittelmeerraum im 20. Jahrhundert.<ref>Emile A. Okal, Costas E. Synolakis u. a.: The 1956 earthquake and tsunami in Amorgos, Greece. Geophysical Journal International, Volume 178, 1. September 2009, abgerufen am 31. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Insgesamt kamen 53 Menschen durch das Erdbeben ums Leben, wobei der Tsunami jedoch nur für drei Todesopfer verantwortlich gewesen sein soll. 3
9. März 1957 Erdbeben im Aleutengraben Mit einer Magnituden-Stärke 8,6 erschütterte ein schweres Erdbeben die Westausläufer der Aleuten. Das Zentrum des Bebens lag im Aleutengraben, nahe der Andreanof Islands. Das Beben verursachte Tsunamis von bis zu 23 Metern Höhe auf Unimak Island.<ref>Tsunami Historical Series: Aleutian Islands – 1957. NOAA Pacific Tsunami Warning Center, 28. März 2017, abgerufen am 30. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Tsunamis überquerten den gesamten Pazifik. Auf Kauaʻi (Hawaii) traten Wellen von bis zu elf Metern Höhe auf, auf den Marquesas-Inseln erreichten die Wellen noch sechs Meter Höhe. Soweit bekannt, gab es keine Todesopfer. vermutlich keine
9. Juli 1958 Bergsturz in der Lituya Bay Ein Erdbeben der Magnituden-Stärke 7,8 führte in der Lituya Bay (Alaska) zu einem Bergsturz in die gleichnamige Bucht. Etwa 90 Millionen Tonnen Gestein und Eis rutschten in die Meeresbucht und verursachten einen Megatsunami, der auf dem gegenüberliegenden Uferhang der engen fjordähnlichen Bucht bis auf eine Höhe von über 520 Meter Bewuchs, Bäume und Gestein wegriss.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Don J. Miller, Giant Waves in Lituya Bay, Alaska (Memento vom 23. November 2004 im Internet Archive)</ref><ref>Geology.com Lituya Bay Megatsunami</ref> Die Opferzahlen waren relativ niedrig, da das Gebiet quasi nicht besiedelt war. Insgesamt fünf Personen kamen ums Leben,<ref>1958 Lituya Bay Tsunami. Western States Seismic Policy Council, 2024, abgerufen am 27. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> darunter zwei Fischer in einem Boot in der Bucht, ein weiterer Fischer und sein Sohn überlebten. 5
22. (23.) Mai 1960 Erdbeben von Valdivia Das Erdbeben von Valdivia, das mit einer Magnituden-Stärke von 9,5 stärkste Erdbeben des 20. Jahrhunderts, erzeugte einen bis zu 25 Meter hohen Tsunami im Pazifik, der vor allem im Süden Chiles schwere Schäden verursachte. Besonders stark betroffen war das Küstengebiet zwischen den Städten Lebu und Puerto Aysén, wo es hunderte Todesopfer gab. In Hilo auf Hawaii (10,6 Meter Wellenhöhe) kamen 61 Menschen ums Leben, doch konnte durch ein erstes Warnsystem der Ort weitgehend rechtzeitig evakuiert werden, als die Welle nach 15 Stunden die Inseln erreichte. In Japan (5,5 Meter Wellenhöhe) gab es mindestens 185 Tote, von den Philippinen wurden weitere 32 Tote und Vermisste durch den Tsunami gemeldet. In Neuseeland ertranken 200 Schafe und es wurde für einen kurzen Moment das Wrack des vor Whitianga 1840 gesunkenen Auswandererschiffes Buffalo freigelegt.<ref>http://www.teara.govt.nz/en/tsunamis/page-3 Willem de Lange, Eileen McSaveney. 'Tsunamis – 20th-century tsunamis', Te Ara – the Encyclopedia of New Zealand, updated 13. Juli 2012. Abgerufen am 16. August 2015.</ref> Über die Gesamtanzahl der Opfer bei dieser Katastrophe gibt es abweichende Schätzungen, wobei die Höchstzahl an Toten mit etwa 6.000 angegeben wird. Der Tsunami soll hierbei für 1.655 Todesopfer im gesamten pazifischen Raum verantwortlich gezeichnet haben.<ref>1960 Great Chilean Earthquake (Valdivia Earthquake). USGS, abgerufen am 12. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mindestens 1.655, insgesamt möglicherweise bis zu 6.000
25. Mai 1960 Nachbeben aus Chile Auf Warnungen aus Hawaii 1,5 Stunden vor dem Eintreffen wurde in Neuseeland tiefe Gebiete erfolgreich evakuiert. Andererseits liefen Schaulustige zur Küste. Die Welle war sehr gering, keine Schäden. Es war Neuseelands größte Evakuierungsmaßnahme.<ref>http://www.teara.govt.nz/en/tsunamis/page-3 Willem de Lange, Eileen McSaveney. 'Tsunamis – 20th-century tsunamis', Te Ara – the Encyclopedia of New Zealand, updated 13. Juli 2012. Abgerufen am 16. August 2015.</ref><ref>New Zealand Herald, 27. Mai 1960.</ref> keine
9. Oktober 1963 Katastrophe von Longarone Durch einen Bergrutsch am Monte Toc wurde der gerade erst geflutete Stausee von Vajont in Nordost-Italien nahezu völlig aufgefüllt. Die Gesteinsmassen verdrängten dabei grob die Hälfte der im Stausee gespeicherten Wassermassen (rund 50 Millionen Tonnen), die mit einer bis zu 200 Meter hohen Welle über die Staudamm-Krone gedrückt wurden (die Staumauer selbst hielt stand). Die dabei entstehende Flutwelle zerstörte die direkt unterhalb des Dammes liegende Gemeinde Longarone fast völlig, die Ortschaften Pirago, Rivalta und Villanova wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Mindestens 1.917 Personen kamen ums Leben,<ref>Francesco Niccolini: La Tragedia del Vajont. www.erto.it, 2002, abgerufen am 27. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> jedoch gab es zudem noch ca. 1.300 Vermisste. mindestens 1.917, zudem ca. 1.300 Vermisste
27. März 1964 Karfreitagsbeben Am Karfreitag des Jahres 1964 ereignete sich ein sehr schweres Erdbeben der Magnituden-Stärke von 9,2, das zweitstärkste Erdbeben im 20. Jahrhundert, im Gebiet des Prinz-William-Sunds (Golf von Alaska), etwa 125 Kilometer ostsüdöstlich von Anchorage. Das Beben verursachte Tsunamis von über acht Metern Höhe.<ref>1964 Alaska Tsunami. Western States Seismic Policy Council, 2024, abgerufen am 30. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In der Shoup Bay (Alaska), rund 15 Kilometer westlich von Valdez, drang die anbrandende Welle an der Felsenküste bis in 67 Meter Höhe vor. Insgesamt kamen 128 Menschen ums Leben, darunter auch vier Kinder an der Küste in Oregon. 128
14. August 1968 Erdbeben nordwestlich Sulawesi In der Palu-Koro-Verwerfung, nordwestlich der Bucht von Palu, ereignete sich ein Erdbeben der Magnituden-Stärke von 7,4. Das Beben verursachte einen bis zu zehn Meter hohen Tsunami, welcher an einigen Stellen über 300 Meter weit ins Landesinnere vordrang.<ref>Today in Earthquake History: Minahasa, Sulawesi, Indonesia, 1968. USGS, abgerufen am 12. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Rund 700 Häuser wurden zerstört, zwischen 200 und 213 Menschen kamen durch den Tsunami ums Leben. mindestens 200
17. August 1976 Erdbeben im Golf von Moro Ein schweres Erdbeben mit einer Magnituden-Stärke von ca. 7,9 bis 8,0 erschütterte den Golf von Moro südwestlich der philippinischen Insel Mindanao und verursachte Tsunamis von bis zu neun Metern Höhe. Geschätzt rund 700 Kilometer Küstenlinie waren von den Wellen betroffen. Vermutlich kamen bis zu 8.000 Menschen ums Leben, etwa 10.000 Verletzte waren zu beklagen. Der Tsunami soll für mindestens 3.564 der genannten Todesopfer des Erdbebens verantwortlich gewesen sein, dazu kamen noch mehr als 1.500 Vermisste, die ebenfalls direkt als im Zusammenhang mit dem Tsunami stehend angesehen werden.<ref>Significant Earthquake Information. NOAA National Geophysical Data Center, 2007, abgerufen am 30. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mindestens 3.564, zudem ca. 1.500 Vermisste
12. Dezember 1979 Erdbeben von Tumaco 1979 Ein starkes Erdbeben mit einer Magnituden-Stärke von 7,9 bis 8,2, dessen Epizentrum etwa 75 Kilometer westlich von Tumaco im Pazifik lag, erschütterte die Westküste Kolumbiens. Das Beben löste vier aufeinanderfolgende Tsunamis von bis zu sechs Metern Höhe aus, die unter anderem die Küstenorte El Charco, Guapi und Tumaco völlig verwüsteten. Nach offiziellen Einschätzungen der kolumbianischen Behörden kamen mindestens 454 Menschen ums Leben, dazu kamen noch einmal 125 Vermisste.<ref>Significant Earthquake Information. NOAA National Centers for Environmental Information, 2009, abgerufen am 12. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Da durch das Erdbeben selbst im Landesinneren nur etwa 40 bis 45 Todesopfer zu beklagen waren, wären die Tsunamis insofern für mindestens 410 Tote verantwortlich. mindestens 410, zudem ca. 125 Vermisste
26. Mai 1983 Erdbeben im Japanischen Meer Ein starkes Erdbeben mit einer Magnituden-Stärke von 7,8 löste im Norden von Japan, westlich des südwestlichen Endes von Hokkaidō, einen Tsunami aus, der auf der Oga-Halbinsel eine Höhe von fast 15 Metern erreichte. In der Präfektur Akita wurden etwa 60 Gebäude und 700 Boote zerstört. Erhebliche Schäden durch die Wellen entstanden auch in Südkorea, wo die Wellen noch eine Höhe von über sieben Metern erreichten. Insgesamt kamen durch das Erdbeben 107 Menschen ums Leben (104 in Japan, drei in Südkorea), davon 100 durch den Tsunami.<ref>Steve Warren: May 26, 1983 Tsunami in the Sea. University at Buffalo, abgerufen am 30. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 100
2. September 1992 Nicaragua-Erdbeben Durch das Nicaragua-Erdbeben 1992 mit einer Magnituden-Stärke von 7,7, dessen Epizentrum etwa 120 Kilometer westlich von Managua im Pazifik lag, wurde ein Tsunami von etwa zehn Metern Höhe verursacht, der entlang der Küsten Nicaraguas und Costa Ricas mindestens 170 Menschen tötete, rund 13.500 Personen wurden obdachlos.<ref>On This Day: 1992 Nicaragua Tsunami. NOAA National Centers for Environmental Information, 1. September 2022, abgerufen am 30. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mindestens 170
12. Dezember 1992 Floresbeben von 1992 Ein Erdbeben der Magnituden-Stärke 7,8 ereignete sich etwa 35 Kilometer nördlich des östlichen Gebietes der indonesischen Insel Flores. Das Beben verursachte einen Tsunami, der nur zwei Minuten später die Küstenlinie erreichte und Küstendörfer unter anderem bei Kap Watupajung (wo die Welle eine Anbrandungshöhe von rund 26 Metern erreichte) völlig zerstörte. An einigen Stellen drang die Welle bis zu 600 Meter weit ins Landesinnere vor. Insgesamt kamen alleine durch den Tsunami mindestens 1.690 Menschen ums Leben, 18.000 Gebäude wurden zerstört.<ref>12 December 1992, Mw 7.7, Flores, Indonesia. International Tsunami Information Center, 2024, abgerufen am 3. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Gesamtanzahl der umgekommenen Personen, inklusive der Erdbebenopfer, wird auf ca. 2.500 geschätzt. mindestens 1.690
12. Juli 1993 Erdbeben südwestlich Hokkaidō Ein Erdbeben der Magnituden-Stärke von 7,7 bis 7,8 südwestlich von Hokkaidō, nahe der Insel Okushiri, löste einen Tsunami von mehr als 30 Metern Höhe aus, der nur wenige Minuten nach dem Beben die japanischen Küstenstädte erreichte. Besonders schwer getroffen wurde die Stadt Aonae. Bedingt durch die Zerklüftung der Küste und umfangreiche Schutzbauten konnten schlimmere Folgen indessen verhindert werden. Insgesamt kamen durch das Erdbeben 230 Menschen ums Leben, davon wurden mindestens 120 Personen Opfer des Tsunami.<ref>Tsunami Devastates Japanese Coastal Region. Hokkaido Tsunami Survey Group / American Geophysical Union, 1993, abgerufen am 3. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> mindestens 120
14. Mai 1995 Erdbeben vor Alor 1995 Ein Erdbeben der Magnituden-Stärke von 6,9 südöstlich der indonesischen Insel Alor verursachte einen Tsunami von etwa 1,5 Metern Höhe.<ref>Preserving the Story of the 1995 Tsunami in Dili, Timor-Leste. UNESCO, 9. August 2023, abgerufen am 12. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Welle zerstörte in Osttimor mindestens 40 Fischerboote. Elf Personen gelten als vermisst, darüber hinaus waren 19 Verletzte zu beklagen. 11 Vermisste
17. Juli 1998 Erdbeben vor Papua-Neuguinea Vor der Nordküste von Papua-Neuguinea, etwa 25 Kilometer nordöstlich von Aitape, ereignete sich ein Erdbeben der Magnituden-Stärke von 7,0 und verursachte drei aufeinanderfolgende Tsunamis von bis zu 15 Metern Höhe.<ref>On This Day: Papua New Guinea Tsunami of 1998. NOAA National Centers for Environmental Information, 17. Juni 2021, abgerufen am 3. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Wellen, vermutlich durch unterseeische Erdrutsche ausgelöst, erreichten rund zehn Minuten nach dem Beben die Küste und zerstörten unter anderem die Siedlungen Sissano, Warupu und Arup fast vollständig. Mindestens 2.200 Menschen kamen durch die Tsunamis ums Leben.<ref>Alice Matthews, Hilda Wayne u. a.: The deadly Aitape tsunami killed thousands 25 years ago. Australian Broadcasting Corporation, 17. Juli 2023, abgerufen am 3. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Insgesamt forderte das Erdbeben rund 2.700 Tote und rund 10.000 Verletzte. mindestens 2.200
17. August 1999 Erdbeben von Gölcük 1999 Ein Erdbeben mit einer Magnituden-Stärke von 7,6 erschütterte den Nordwesten der Türkei. Das Beben löste im Marmarameer einen lokalen Tsunami von etwa 2,5 Metern Höhe aus (Anbrandungshöhen bis zu vier Meter).<ref>17 August 1999, Mw 7.6, Sea of Marmara, Turkey. International Tsunami Information Center, 2024, abgerufen am 3. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Gölcük wurde die dortige Marinebasis beschädigt. Obgleich das Erdbeben selbst schwere Schäden und hohe Opferzahlen verursachte, ist nicht bekannt, ob es zu Todesfällen durch den Tsunami kam. vermutlich keine

21. Jahrhundert

Zeitpunkt Ereignis Beschreibung Tote
21. Mai 2003 Erdbeben vor Algerien Das Erdbeben vor Algerien tötete mehr als 2000 Menschen und löste einen kleinen Tsunami aus, der auf Mallorca und Ibiza zu lokalen Überschwemmungen führte.
26. Dezember 2004 Erdbeben im Indischen Ozean Durch ein Erdbeben im Indischen Ozean vor der Insel Sumatra, das eine Magnitude um 9,3 hatte – das drittstärkste je gemessene Beben –, ereignete sich eine der bisher schlimmsten Tsunamikatastrophen der Geschichte. Mindestens 231.000 Menschen in acht asiatischen Ländern wurden getötet. Die Wellenenergie breitete sich mehrere tausend Kilometer bis nach Ost- und Südostafrika aus und forderte als Flutwelle dort weitere Opfer. mindestens 231.000
17. Juli 2006 Erdbeben vor Java Ein Seebeben vor der indonesischen Insel Java löste einen Tsunami aus, durch den über 700 Menschen ums Leben kamen. mindestens 700
2. April 2007 Erdbeben bei den Salomonen Ein Seebeben bei den Salomonen der Stärke 8,0 löste im Südpazifik einen Tsunami aus, der die Salomonen-Inseln verwüstete, die Flutwelle war bis zu zwölf Meter hoch. Das Epizentrum lag nur 40 Kilometer südöstlich von Gizo, es wurden mindestens zwölf bis 20 Menschen getötet. mindestens 43
30. September 2009 Erdbeben bei den Samoainseln Ein Erdbeben vor der Küste der Samoainseln mit der Stärke 8,0 löste einen Tsunami aus, der Teile der Inseln verwüstete. Dabei kamen auf Samoa, Amerikanisch-Samoa und Tonga insgesamt 189 Menschen ums Leben. 189
26. Oktober 2010 Sumatra-Erdbeben Ein Erdbeben der Stärke 7,2 bis 7,5 löste auf den Mentawai-Inseln vor Sumatra einen Tsunami mit gut drei Meter hoher Flutwelle aus, die bis zu 600 Meter landeinwärts drang.<ref>Tödlicher Tsunami vor Sumatra. In: news.orf.at. 27. Oktober 2010, abgerufen am 22. Oktober 2017.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mount Merapi, Indonesia, Oct. 27, 2010: Indonesia Catastrophes Kill at Least 300 (Memento vom 5. Januar 2011 im Internet Archive)</ref> mindestens 435
11. März 2011 Tōhoku-Erdbeben, Japan In Folge eines Erdbebens der Stärke 9,0 traf ein Tsunami mit einer Höhe bis zu 23 Metern die ostjapanische Küste vor Tōhoku.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tsunami-Welle in Japan war mindestens 23 Meter hoch (Memento vom 16. September 2011 im Internet Archive) </ref> Die Flutwellen breiteten sich über den gesamten Pazifikraum aus, trafen die Küsten anderer Länder aber weniger stark als zunächst befürchtet. Noch Wochen später waren diverse Nachbeben und neue starke Erdbeben zu spüren. Die japanische Polizei ging im Januar 2012 von 15.844 Toten und noch 3.450 Vermissten aus.<ref>Neue Bilanz – Tsunami in Japan tötete fast 19.300 Menschen. Spiegel Online vom 11. Januar 2012.</ref> Durch diesen Tsunami wurde auch die Nuklearkatastrophe von Fukushima ausgelöst. Ebenso lösten sich in der ca. 13.000 km entfernten Antarktis größere Eisberge vom Schelfeis, dies konnte mittels Envisat-Satelliten beobachtet werden.<ref>Japan-Tsunami erzeugte Eisberge in der Antarktis diepresse.com, 9. August 2011, abgerufen am 29. September 2018.</ref><ref>Antarctic Icebergs Chipped off by Tsunami earthobservatory.nasa.gov, abgerufen am 10. August 2011</ref> etwa 19.300
17. Oktober 2015 Bergrutsch in der Icy Bay, Alaska Ein Bergrutsch in der Icy Bay löste einen Tsunami von 150 m Höhe aus. Es kamen keine Menschen zu Schaden. 0
18. Juni 2017 Tsunami in Grönland Ein Bergrutsch 32 km nordöstlich des grönländischen Ortes Nuugaatsiaq löste einen Tsunami aus, durch den vier Personen getötet, neun verletzt und elf Häuser zerstört wurden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tsunami waves damage some villages on the Greenland coast – 4 people missing, 9 injured (2 serious) (Memento vom 18. Juni 2017 im Internet Archive) bei earthquake-report.com</ref> 4
28. September 2018 Erdbeben Sulawesi, Indonesien Ein Erdbeben mit einer Stärke 7,5 vor der Insel Sulawesi und ein folgender Tsunami töteten über 2000 Menschen. Die Flutwelle erreichte eine Höhe von 6 Meter. Der größte Teil der Toten wurde vom Erdbeben direkt – ohne Beteiligung des Tsunamis – verursacht.<ref>2037 Tote nach Erdbeben geborgen. In: Tagesspiegel. 10. Oktober 2018, abgerufen am 13. Oktober 2018.</ref> 2037
22. Dezember 2018 Tsunami auf Java und Sumatra, Indonesien Ein Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau verursachte ein Beben der Magnitude 3,4 und dadurch einen Teilkollaps des Kraters; Gestein rutschte ins Meer, was wiederum den Tsunami auslöste. Die Eruption erfolgte um 21:03 Uhr Ortszeit (15:03 Uhr MEZ), 24 Min. später traf der Tsunami auf Land. Die erste Welle war 2–3 m hoch, die zweite 4 m. Das Tsunamiwarnsystem wurde nicht ausgelöst, weil es nur auf – schwerere – Erdbeben reagiert. 429
15. Januar 2022 Vulkanausbruch Hunga Tonga 2022 Ein Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Haʻapai führte zu einer Beben-Magnitude von 5,8 und einem Tsunami mit 1,2 Meter hohen Wellen in Tonga. Zu Überschwemmungen kam es unter anderem auch an Küsten in Neuseeland, Japan, Kalifornien, Chile sowie in Peru, wo zwei Menschen starben. Stärkste registrierte Eruption seit Beginn des 20. Jahrhunderts. mindestens 2
29. Juli 2025 Erdbeben vor Kamtschatka 2025 Ein schweres Erdbeben der Magnitudenstärke von 8,8 ereignete sich südöstlich von Kamtschatka. Das Beben löste Tsunamis von bis zu sechs Metern Höhe aus.<ref>Meterhohe Tsunami-Wellen in Russland. orf.at, 30. Juli 2025, abgerufen am 2. August 2025.</ref> Mehrere Millionen Menschen wurden unter anderem in Japan, auf Hawaii und in Chile aus küstennahen Gebieten evakuiert. Bedingt durch die schnell anlaufenden Evakuierungsmaßnahmen, gab es nur wenige Personenschäden. In Japan starb eine Frau bei einem Verkehrsunfall, der im Zusammenhang mit den Evakuierungen geschah. mindestens 1
10. August 2025 Tracy Arm Erdrutsch Ein 800 m hoher Hang rutschte auf 500 m Breite mit einer maximalen Dicke von 250 m ab. Am Gegenhang erreichten der Wellenschlag eine Höhe von über 480 m, die Höhe nahm in dem engen Tal aber schnell ab. Das unmittelbar betroffene Gebiet war glücklicherweise trotz Tourismussaison menschenleer.

Siehe auch

Literatur

  • Akira Yoshimura: Die großen Tsunami der Sanriku-Küste. Dokumentarische Literatur von Yoshimura Akira (1927–2006). Hrsg.: Harald Meyer (= ERGA-Reihe zur Geschichte Asiens. Band 11). Iudicium, München 2013, ISBN 978-3-86205-211-0 (dokumentarische Materialien vor allem zum Erdbeben von 1896, die u. a. noch von Zeitzeugen stammen; dazu auch Informationen zum Erdbeben von 1856 und 1933).

Weblinks

Anmerkungen

<references group="A" />

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten