Liste von Seilbahnunfällen
Die Liste von Seilbahnunfällen enthält eine chronologische Auflistung von Unfällen bei Luft- und Standseilbahnen, bei denen der Verlust von Menschenleben zu beklagen waren, Personen erheblich verletzt wurden oder die aus anderen Gründen erwähnenswert sind. Obwohl Seilbahn zu den sichersten Verkehrsmittel zählen, kann die Seilbahntechnik gelegentlich anfällig sein<ref name="Forza" /> und Unfälle lassen sich nicht ganz ausschliessen.
Seilbahnen werden regelmäßig von den Behörden kontrolliert, wobei die Sicherheits- und Kontrollvorschriften seit geraumer Zeit bei allen Alpenländern etwa gleich sind.<ref name="Forza" /> Unfälle und Zwischenfälle werden von staatlichen Stellen untersucht, bespielsweise von der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB) in Österreich oder von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST.
1930–1949
- Schauinsland (Baden, Datei:Flag of Germany (3-2).svg Deutsches Reich) – Schwerwiegender Bedienungsfehler
- Am 26. November 1932 wurde bei der Schauinslandbahn wegen eines gravierenden Bedienungsfehlers eines Schaffners nur ein Zugseil an die Bahn gekuppelt. Dadurch geriet die Kabine über das herabgefallene Zugseil und wurde kurz vor der Talstation vom Tragseil gehebelt. Die Kabine stürzte 13 Meter in die Tiefe, wodurch drei Personen (darunter der Schaffner) ums Leben kamen. Nach umfangreichen Untersuchungen, durch die die grundsätzliche Sicherheit der Bahn bestätigt wurde, konnte der Betrieb im Januar 1933 wieder aufgenommen werden.
1950–1959
- Herzogstand (Bayern, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland) – Seilriss
- Am 20. März 1955 riss das Förderseil eines Sessellifts der Herzogstandbahn. Drahtbrüche im Seil wurden wegen oberflächlicher Überprüfung nicht bemerkt. Der Unfall forderte 2 Tote und 6 zum Teil schwer Verletzte.
- Graz (Datei:Flag of Austria.svg Österreich) – Sessellift setzt sich in Bewegung
- Am 2. April 1956 setzte sich die Sesselbahn Plabutsch nach einer Abschaltung selbstständig in Bewegung und erreichte annähernd das Fünffache ihrer Normalgeschwindigkeit. 1 Toter und 7 Verletzte waren zu beklagen.
→ Siehe auch Abschnitt Unfall 1956 im Artikel Sessellift Plabutsch
- Göscheneralp (Uri, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Sturz aus großer Höhe
- Am 5. Januar 1958 stürzte bei der Rückfahrt von der Kraftwerkbaustelle der Göscheneralp eine Kabine aus großer Höhe mit drei Insassen ab. Die Kabine wurde zertrümmert. Zwei Personen starben, der dritte Passagier konnte schwer verletzt geborgen werden.<ref name="SRF" />
- Santos (Bundesstaat São Paulo Datei:Flag of Brazil.svg Brasilien) – Kabine stürzt Bergabhang hinab
- Am 29. August 1959 riss in der Hafenstadt Santos die Kabine einer Seilbahn ab und stürzte einen steilen Bergabhang hinab, was 31 Menschenleben kostete.<ref name="Skiresort" />
1960–1969
- Monte Faito (Kampanien, Datei:Flag of Italy.svg Italien) – Vier Tote beim Absturz einer Kabine
- Am 15. August 1960 kamen beim Absturz einer Kabine zwischen Castella Mare di Stabia und dem Monte Faito bei Neapel vier Menschen ums Leben.<ref name="Skiresort" />
- Chamonix (Haute-Savoie, Datei:Flag of France.svg Frankreich) – Militärflugzeug zerreisst Zugseil
- Am 29. August 1961 durchtrennte ein Flugzeug der französischen Luftstreitkräfte im Tiefflug das Zugseil der Kleinkabinenbahn Vallée Blanche an der Aiguille du Midi im Mont-Blanc-Massiv. Drei Kabinen stürzten etwa 150 Meter tief ab, sechs Personen verstarben.<ref name="Skiresort" /><ref>6 in Mont Blanc Lifts Die as Jet Cuts Cable; 3 Cars Fall 500 Feet. In: The New York Times (online), 30. August 1961</ref>
- Hallein (Salzburger Land, Österreich Österreich) – Ein Todesopfer bei Kollision
- Am 19. März 1965 um 20.30 Uhr rollte in Hallein bei der letzten Fahrt eine Gondel zurück und riss zwei weitere Gondeln mit sich. Durch den Zusammenprall wurde eine Person getötet und zehn andere zum Teil schwer verletzt.<ref>Salzbergbahn Hallein. In: Salzburgwiki, abgerufen am 14. April 2026.</ref>
- Puy de Sancy (Zentralmassiv, Frankreich Frankreich) – Außenwand gebrochen, Menschen stürzen in Tiefe
- Am 25. Dezember 1965 brach beim Stopp einer Kabine der Seilbahn am Puy de Sancy wegen Stromausfalls eine Außenwand. 17 Menschen stürzten in die Tiefe, sieben davon kamen ums Leben.<ref name="Skiresort" />
- Chamonix (Haute-Savoie, Datei:Flag of France.svg Frankreich Frankreich) – Vier Tote bei Seilbruch
- Am 9. Juli 1966 stürzten wegen eines Seilbruchs einer Gondelbahn bei Chamonix an der Aiguille du Midi im Mont-Blanc-Massiv drei Gondeln ab. Es waren vier Tote zu beklagen.<ref name="Skiresort" />
1970–1979
- Burgstall (Südtirol, Italien Italien) – Absturz einer Materialbahn
- Am 6. Dezember 1970 stürzte die Transportkiste einer Materialseilbahn in Burgstall nahe Meran ab. Dabei starben fünf Menschen.<ref>Mitteilungsblatt 6/2010 der Gemeinde Burgstall, Erinnerung an den Unfall zum 40. Jahrestag, Seite 38 PDF, 8,6 MB, abgerufen am 19. Mai 2012</ref>
- Betten (Wallis, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Zugseil gerissen
- Am 12. Juli 1972 fuhr in Betten eine Pendelbahn mit 14 Personen in Richtung Talstation. Nach einigen hundert Metern riss das Zugseil, die Kabine donnerte talwärts und zerschellte Sekunden später an der Betonwand der Talstation. Elf Menschen waren sofort tot, zwei überlebten die Katastrophe. Ein Mann sprang aus der abstürzenden Kabine und kam ums Leben.<ref name="Forza" /><ref name="SRF" />
- Les Deux Alpes (Département Isère, Frankreich Frankreich) – Kollision und Absturz bei Probfahrt
- Am 26. Oktober 1972 stießen in Les Deux Alpes bei einer Testfahrt mit einer für den öffentlichen Verkehr noch nicht zugelassenen neuen Seilbahn zwei Kabinen mit großer Geschwindigkeit zusammen und stürzten ab. Die Kollision forderte neun Menschenleben.<ref name="Skiresort" />
- Bergen (Datei:Flag of Norway.svg Norwegen) – Absturz einer Kabine
- Am 9. Juli 1974 forderte der Absturz einer Kabine der Ulriksbanen bei Bergen 9 Tote.<ref name="Forza" />
→ Siehe auch Abschnitt Unfälle im Artikel Ulriksbanen
- Cavalese (Trient, Italien Italien) – Riss des Tragseils aufgrund einer Fehlbedienung
- Am 9. März 1976 stürzte im Dolomitenort Cavalese eine Kabine der Cermisbahn nach einem Seilbruch ab. Der Unfall kostete 42 Personen das Leben.<ref name="Forza" /> Der Kabinenführer hatte keine Bewilligung für seine Tätigkeit. Dies war der folgenschwerste Unfall einer Luftseilbahn weltweit bis heute.<ref>Es war menschliches Versagen in Cavalese: Staatsanwalt stellte vier Haftbefehle aus. In: Oberösterreichische Nachrichten, 18. Oktober 1976</ref>
- Vail (Colorado, Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten) – Abstürze wegen Schadens am Tragseil
- Am 26. März 1976 stürzten in Vail infolge eines Schadens am Tragseil mehrere Kabinen einer Kleinkabinenbahn ab. Die Bilanz waren vier Tote und fünf Schwerverletzte.
- Squaw Valley (Kalifornien, Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Seile durchschlägt Dach einer Kabine
- Am 15. April 1978 wurden in Squaw Valley während eines Orkans zwei Tragseile einer Seilbahn von der obersten Seilbahnstütze hinausgeschlagen. Eines der Seile durchschlug das Dach der Kabine, tötete vier Menschen und verletzte 22.
- Melchsee-Frutt (Obwalden, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Mehrere Kabinen abgestüzt
- Am 22. Februar 1979 stürzten vier Vierergondeln in Melchsee-Frutt ab, weil das Tragseil wegen eines Defekts aus der Rollenbatterie im oberen Drittel der Gondelbahn sprang. Eine Person erlag einen Tag nach dem Unfall im Spital ihren Verletzungen, fünf weitere Passagiere wurden zum Teil schwer verletzt.<ref>Frutt-Chronik. Auf: www.melchsee-frutt.com, abgerufen am 4. April 2026.</ref><ref>Nicolas Lurati: «Eitan wird das nie vergessen. Es ist brutal». In: Blick (online), 5. Juni 2021.</ref>
1980–1989
- Tarsch (Südtirol, Italien Italien) – Sessellift lief mit hoher Geschwindigkeit rückwärts
- Am 28. Dezember 1981 kostete in Tarsch im Vinschgau das Versagen aller drei Bremsen eines Sessellifts zwei Personen das Leben. 23 wurden verletzt.<ref>Wie Dreschflegel. In: Der Spiegel (online), 3. Januar 1982.</ref>
- Champoluc (Aostatal, Italien Italien) – Absturz dreier Kabinen
- Am 13. Februar 1983 kamen beim Absturz dreier Kabinen in Champoluc im Val d’Ayas elf Menschen ums Leben. Die Kabinen wurden durch eine starke Windböe aus der Verankerung gerissen und stürzen mehr als 50 Meter in die Tiefe.<ref name="Chronik" />
- Sentosa (Datei:Flag of Singapore.svg Singapur) – Gondeln stürzen wegen Fahrlässigkeit ins Meer
- Am 29. Januar 1983 stürzten in Sentosa Seilbahnkabinen ins Meer, weil eine panamaische Ölplattform gegen das Tragseil stieß. Trotz einer Höhenbeschränkung für Schiffe kannten weder Kapitän noch Erster Offizier die Höhe ihrer Ölplattform. Beim Unfall fanden acht Personen den Tod. Obwohl bereits im November 1973 während den Bauarbeiten der Seilbahn der Mast eines Passagierschiffs die Seile berührte, wurden keine Maßnahmen getroffen, um das Wiederauftreten solcher Ereignisse zu verhindern.<ref>Qi Rui Vincent Koh: Cable car tragedy at Sentosa. Auf: Singapore Infopedia, 22. September 2014.</ref>
- Luz Ardiden (Département Hautes-Pyrénées, Frankreich Frankreich) – Betonblock löst sich aus Verankerung
- Am 1. März 1987 fielen bei Luz Ardiden in den Pyrenäen beim Absturz mehrerer Liftsessel sechs Fahrgäste zum Opfer, 39 wurden verletzt. Ein mehrere Tonnen schwerer Betonblock, der die Spannung der Seile sicherstellte, löste sich in der Gipfelstation aus seiner Verankerung. Der Sessellift war erst drei Wochen zuvor eingeweiht worden.<ref>Seilbahnunglück in den Pyrenäen. In: Die Tageszeitung (online), 3. März 1987.</ref>
- Passo Falzarego (Venetien, Italien Italien) – Militärflugzeugs durchtrennt Tragseil
- Am 27. Juli 1987 durchtrennte in Passo Falzarego ein italienischer Militärjet das Zugseil der Lagazuoi-Seilbahn. Fünf Personen wurden leicht verletzt.<ref>Giorgio Cecchetti: Un aereo contro la la funivia. In: La Repubblica (online), 28. Juli 1987.</ref>
→ Siehe auch Abschnitt Unfall vom 27. Juli 1987 im Artikel Lagazuoi-Seilbahn
- Vaujany (Département Isère, Frankreich Frankreich) – Neue Seilbahn abgestürzt
- Am 13. Januar 1989 starben in Vaujany im Skigebiet von Alpe d’Huez bei Testfahrten einer erst kürzlich errichteten Seilbahn sechs Techniker. Die Kabine stürzte mehr als 100 Meter tief in eine Schlucht. Die Seilbahn war noch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.<ref>6 Die In Cable Car Fall. In: Deseret News (online), 14. Januar 1989.</ref>
1990–1999
- Dalaas (Vorarlberg, Österreich Österreich) – Bäume stürzen auf Sessellift
- Am 27. Februar 1990 stürzten während eines Sturms in Dalaas mehrere Bäume auf einen Sessellift und verletzten mehrere Wintersportler schwer.<ref>Tony Walser: Seilbahn haftet für Sturmschäden. Auf: Vorarlberger Nachrichten, 31. Juli 1992.</ref>
- Tiflis (Datei:Flag of Georgia.svg Georgien) – Seilbruch einer Standseilbahn
- Am 1. Juni 1990 waren bei einem Seilbruch einer Standseilbahn in Tiflis 19 Tote zu beklagen. Die Opfer waren vor allem Kinder und Jugendliche, die einen Ausflug auf den Mtazminda unternommen hatten. Die Ursachen des Unfalls blieben ungeklärt.<ref>Falk Krentzlin: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wie fährt man in Tbilissi? ( vom 17. Mai 2003 im Internet Archive) In: Kaukasische Post, Nr. 31.</ref>
- Mérida (Mérida; Datei:Flag of Venezuela.svg Venezuela) – Gondelabsturz wegen fehlendem Unterhalt
- Am 24. November 1991 brach am letzten Masten bei der vierten Teilstrecke das Seil der Méridabahn, was zwei Fahrgästen das Leben kostete. Die Pendelbahn bei Mérida ist die höchstgelegene Seilbahn der Welt. Sie überwindet 722 Meter Höhenunterschied und ist mit 3071 Meter Fahrtstrecke die längste Seilbahn.<ref name="Skiresort" />
→ Siehe auch Abschnitt Unfall vom 24. November 1991 im Artikel Méridabahn
- Nassfeld (Kärnten, Österreich Österreich) – Gebrochene Führungsrolle
- Am 29. Januar 1992 kostete der Unfall einer Sesselbahn in Nassfeld vier Personen das Leben. Ursache war eine gebrochene Führungsrolle.<ref name="Chronik" /><ref name="Skiresort" />
- Pitztal (Tirol, Österreich Österreich) – Menschliches Versagen
- Am 19. Dezember 1993 kam bei einem Zusammenstoß zweier Gondeln auf dem Hochzeiger im Tiroler Pitztal ein 47-Jähriger ums Leben. Eine Untersuchungskommission schrieb den Unfall menschlichem Versagen zu.<ref name="Standard" /><ref>Menschliches Versagen Grund für Gondelabsturz. In: ORF (Tirol) (online) 9. Dezember 2014.</ref> Die Bahn wurde erst eine Woche zuvor eingeweiht.<ref name="Skiresort" />
- Riederalp (Wallis, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Achsbruch der Umlenkscheibe
- Am 14. Dezember 1996 brach die Achse einer Umlenkscheibe der Gondelbahn Moosfluh. Dadurch erschlaffte das Seil und drei Gondeln stürzten zu Boden. Ein Passagier starb und 18 Personen wurden teilweise schwer verletzt. Ursache war ein Berechnungsfehler, der zu einem zu geringen Durchmesser der Achse führte.<ref name="SRF" />
- Pitztal (Kärten, Österreich Österreich) – Falsch montierter Bolzen
- Am 5. Januar 1997 werden auf dem Kärtner Goldeck fünf Menschen schwer verletzt, als durch einen falsch montierten Bolzen das Seil des Seetal-Doppelsesselliftes aus der Führung springt.<ref name="Standard" />
- Cavalese (Trient, Italien Italien) – US-Kampfflugzeug durchtrennt Tragseil
- Am 3. Februar 1998 kappte in Cavalese ein US-Militärflugzeug im Tiefflug das Tragseil einer Pendelbahn. 20 Menschen kamen ums Leben.
- Plateau de Bure (Département Hautes-Alpes, Frankreich Frankreich) – Kabine stürzt 80 Meter in die Tiefe
- Am 1. Juli 1999 starben 20 Menschen beim Absturz einer nichtöffentlichen Seilbahn am Bure-Observatorium in den Alpen. In der Kabine befanden sich Wissenschaftler, Techniker, Reinigungspersonal und Bauarbeiter.<ref>Seilbahn reißt 20 Menschen in den Tod. In: Die Welt (online), 2. Juli 1999.</ref>
- Crans-Montana (Wallis, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Baum stürzt auf Gondelbahn
- Am 26. Dezember 1999 stürzte während des Orkans Lothar ein Baum auf das Seil der Gondelbahn Crans–Cry d'Er im Skigebiet von Crans-Montana. Dabei kamen zwei Personen ums Leben, drei wurden schwer verletzt.<ref name="SRF" />
2000–2009
- Oberstdorf (Bayern, Deutschland Deutschland) – Einfahrt in Station mit überhöhter Geschwindigkeit
- Am 6. Juli 2000 prallte eine vollbesetzte Kabine der Nebelhornbahn in Oberstdorf mit überhöhter Geschwindigkeit in die Mittelstation. Die am selben Seil hängende bergwärts fahrende Kabine fuhr ebenfals zu schnell in die Bergstation ein.<ref>Nebelhornbahn rast in Mittelstation. In: Der Spiegel (online), 6. Juli 2000</ref> Unglücksursache war ein technischer Defekt an den Bremsen. Die Notbremsung beider Kabinenführer sowie eines zufällig anwesenden Maschinisten im Regieraum der Bergstation konnten allerdings nicht verhindern, dass beide Kabinen gegen Betonstützpfeiler der Bahn prallten.<ref>Glück im Nebelhorn-Unglück. In: Die Welt (online), 8. Juli 2000</ref>
- Kaprun (Salzburger Land, Österreich Österreich) – Inferno im Tunnel
- Am 11. November 2000 starben in Kaprun am Kitzsteinhorn beim Brand in der Gletscherbahn Kaprun 155 Menschen.
- Downtown (Los Angeles, Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten) – Seilriss bei Standseilbahn
- Am 1. Februar 2001 riss das Seil der historischen Standseilbahn Angels Flight, worauf die beiden Wagen zusammenstießen. Ein Mann kam ums Leben, sieben weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.<ref>Tödlicher Unfall bei der Kabelbahn in Los Angeles. In: Neue Zürcher Zeitung, 3. Februar 2001.</ref>
- Pavagadh Ropeway (Gujarat, Datei:Flag of India.svg Indien) – Gondeln einer Pilgerseilbahn kollidieren mit Stützen
- Am 19. Januar 2003 verunfallten drei Gondeln der Pilgerseilbahn zum Mahakali-Tempel, als das Seil von der Seilscheibe rutschte und eine wellenartige Bewegung über die ganze Seilbahnstrecke erzeugte, die die Kabinen zum Schwanken brachte. Sechs Personen wurden getötet, einige verletzt.<ref>Bharat Pathak: No clues yet to cause of Pavagadh ropeway tragedy. In: The Times of India (online), 21. Januar 2003.</ref> Pavagadh Ropeway ist 45 Kilometer entfernt von Vadodara im Bezirk Panchmahal, Bundesstaat Gujarat.
- Darjeeling (Westbengalen, Datei:Flag of India.svg Indien) – Nach Seilriss Absturz von Gondeln
- Am 19. Oktober 2003 wurden beim Absturz von drei Gondeln der Darjeeling Ropeway in Darjeeling vier Personen tödlich und elf weitere schwer verletzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Four killed in Darjeeling ropeway accident ( vom 21. März 2004 im Internet Archive), In: The Hindu, 20. Oktober 2003.</ref>
- Jerewan (Datei:Flag of Armenia.svg Armenien) – Nach Entgleisung eines Laufwerks Gondel abgestürzt
- Am 2. April 2004 entgleiste in Jerewan das Laufwerk einer Seilbahnkabine, worauf die Kabine aus 15 Metern Höhe in den Hof eines Privathauses abstürzte. Vier Menschen kamen ums Leben, mehrere wurden verletzt.<ref>Four Killed In Cable Car Crash In Yerevan. In: azatutyun.am, 2. April 2004.</ref>
- Gmunden (Oberösterreich, Österreich Österreich) – Kabine stürzt nach Kollision ab
- Am 16. Oktober 2004 wurden beim Absturz einer Gondel der Grünbergseilbahn in Gmunden zwei Personen verletzt. Eine entgleiste leere Gondel rutschte 150 Meter zurück und prallte gegen die nachfolgende Kabine.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nach Seilbahnunglück in OÖ: 3-jährige Viktoria wurde aus Tiefschlaf geweckt ( vom 18. Mai 2016 im Internet Archive), In: News, 19. Oktober 2004.</ref><ref>Drei Schuldsprüche nach Seilbahn-Unglück In: ORF Oberösterreich, 11. April 2012.</ref>
→ Siehe auch Abschnitt Unfall 2004 im Artikel Grünbergseilbahn
- Tignes (Département Hautes-Alpes, Frankreich Frankreich) – Seitenwind führt zur Entgleisung eines Laufwerks
- Am 12. November 2004 entgleiste in Tignes das Laufwerk der Pendelbahn zur Grande Motte wegen starkem Seitenwind. 90 Passagiere konnten unverletzt gerettet werden.<ref>Une cabine de téléphérique déraille à Tignes. In Le Nouvel Obs (online), 15. November 2004.</ref>
- Sölden (Tirol, Österreich Österreich) – Vereisung, Ablenkung und Einklemmung des Datenseil
- Am 14. November 2004 geriet das Steuerkabel der Schwarze-Schneid-Bahn 2 in Sölden durch winderzeugte Eigenschwingungen ins Tragseil, verfing sich dort und stoppte die Bahn. Beim Anfahren des Notantriebs ohne vorherige Sichtkontrolle riss das Datenseil und brachte eine leere Gondel zum Absturz. Bei minus 15 Grad Celsius dauerte die Rettung der 115 Passagiere acht Stunden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seilbahnzwischenfall in Sölden: Angestellter verurteilt – Fahrlässige Gemeingefährdung ( vom 21. August 2021 im Internet Archive) In: News, 27. Januar 2006.</ref><ref>Freispruch nach Gondelabsturz. In: ORF Tirol, 31. Januar 2006.</ref>
- Mürren (Berner Oberland, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Seilmantel gerissen, Seilkern bleibt intakt
- Am 29. Dezember 2004 rissen bei einem der beiden Tragseile der Schilthornbahn alle Seile des Seilmantels, der Seilkern blieb jedoch intakt. Die Bahn konnte vor dem Passieren der Schadenstelle angehalten werden. Alle 53 Passagiere wurden unverletzt gerettet. Als Ursache wurde eine unsachgemäße Tragseilverschiebung im Jahr 1979 festgestellt, deren Beschädigungen mit den bis dato üblichen Prüfverfahren nicht entdeckt wurden.<ref>Annette Marti: Krimi-Fall Schilthorn ist gelöst. Auf: Plattform J (online), 17. Feb. 2005.</ref>
- Axamer Lizum (Tirol, Österreich Österreich) – Sessel stürzt in Tiefe
- Am 26. Februar 2005 stürzte ein Vierersessel der Schönbodenbahn in Axamer Lizum wegen einer blockierten Seilrolle zu Boden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Liftberge - Einsatz in der Axamer Lizum (26. Feber 2005) ( vom 23. August 2007 im Internet Archive) Auf der Internetseite der Bergrettung Axams.</ref><ref>Freispruch für Liftbediensteten In: ORF Tirol (online), 11. April 2012.</ref>
- Sölden (Tirol, Österreich Österreich) – Betonkübel stürzt auf Seilbahn
- Am 5. September 2005 verlor in Sölden ein Hubschrauber einen Betonkübel, der die Schwarze-Schneid-Bahn 1 am Seil traf. Durch die Schwingungen stürzte eine Gondel ab, aus einer anderen wurden durch die Schwingungen Insassen geschleudert. Dabei wurden neun Personen getötet und sechs weitere Personen zum Teil schwer verletzt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
archive-todaymuss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. In: Tiroler Tageszeitung, 18. März 2010 </ref><ref>Reinhard Fellner: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parametersarchive-todaymuss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. In: Tiroler Tageszeitung, 29. Juli 2011.'</ref>
- Stubaital (Tirol, Österreich Österreich) – Vierersessel rutscht zurück und prallt auf nächsten Sessel
- Am 17. November 2005 löste sich im Skigebiet Stubaier Gletscher ein Sessel der Rotadlbahn und rutschte auf einen anderen. Ein Schwerverletzter und drei Leichtverletzte waren die Folge.<ref>Wieder Liftunfall in Tirol. In: ntv (online), 17. November 2005.</ref>
- Fort William (Schottland, Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich) – Gondel stürzt nach Kollision ab
- Am 13. Juli 2006 stürzte in Fort William eine Gondel der Seilbahn auf den Aonach Mòr ab, als eine andere Gondel auf dem Seil zurückrutschte. Fünf Personen wurden schwer verletzt.<ref>People injured in cable car crash. In: BBC News (online), 13. Juli 2006</ref>
- Bocksberg (Niedersachsen, Deutschland Deutschland) – Leere Kabine abgestürzt
- Am 14. Mai 2006 stürzte eine Kabine der Bocksbergseilbahn ab. Personen kamen keine zu Schaden, der Betrieb blieb bis zum 15. Dezember 2006 eingestellt.<ref>Investorengruppe schließt Seilbahn am Bocksberg. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung, abgerufen am 14. April 2026.</ref>
- Mayrhofen (Zillertal, Österreich Österreich) – Absturz bei Rettungsübung
- Am 24. Mai 2007 stürzte in Mayrhofen eine Bergegondel der Penkenbahn im Gemeindegebiet Finkenberg ab. Ein Seilbahnmitarbeiter starb, zwei wurden schwer verletzt.<ref>Ein Toter bei Gondelabsturz., In: ORF (online), 24. Mai 2007.</ref><ref>Untersuchungsbericht Absturz eines Bergewagens in Mayrhofen Auf: Internetseite der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB), 17. Januar 2008.</ref>
- Ngong Ping 360 Datei:Flag of Hong Kong.svg Hongkong – Absturz bei Testfahrt
- Am 11. Juni 2007 stürzte bei einer Testfahrt (Bremsprobe) nach Betriebsschluss in Ngong Ping 360 eine unbesetzte Gondel in der Nähe des Tung Chung Bus Terminal über 50 Meter in die Tiefe. Es gab keine Personenschäden. Der Betrieb der Bahn musste für sechs Monate eingestellt werden.<ref>Hong Kong cable car reopens after 100 passengers left stranded. In: TopNews (online), 12. April 2008</ref>
- Blackcomb/Whistler Mountain (British Columbia, Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada) – Eis zerbarst Seilbahnstütze
- Am 16. Dezember 2008 brach in Blackcomb/Whistler Mountain wegen Eisbildung eine Seilbahnstütze, weil Wasser bei extrem kalten Temperaturen im unteren Teil der Stütze einfror. Mindestens zwei Gondeln stürzten aus relativ geringer Höhe in der Nähe der Stütze ab. Eine der Kabinen prallte auf eine Bushaltestelle, das andere auf ein Haus. Beim Unfall wurden keine Fahrgäste schwer verletzt.<ref>Ice caused gondola accident, resort says. In: CNN (online), abgerufen am 12. April 2026.</ref>
- Grindelwald (Berner Oberland, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Sessel stürzen ab
Links: Blick bergseitig auf den Unfallsessel
Rechts: Blick talseitig auf den Sessel hinter dem Unfallsessel
- Am 3. Januar 2008 sprang in Grindelwald ein Seil aus der Führung und mehrere Sessel stürzten in die Tiefe. Eine Person kam ums Leben, neun weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Die Untersuchung ergab, dass starker Wind das Förderseil zur Entgleisung brachte. Das Seil fiel daraufhin zu Boden und riss den Sessel mit sich.<ref name="SRF" /><ref>Schlussbericht der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe über Seilbahnunfall vom Donnerstag, 3. Januar 2008 in Wengernalp, Fallboden (Kleine Scheidegg). 30. September 2008. </ref>
- Sestriere (Piemont, Italien Italien) – Einfahrt zur Bergstation mit voller Geschwindigkeit
- Am 22. März 2008 raste in Sestriere eine Seilbahnkabine ungebremst in die Station, wobei 17 Personen verletzt wurden.<ref>Incidente alla funivia di Pragelato non ci fu disastro, tutti assolti. In: La Repubblica (online), 28. Juni 2011.</ref>
2010–2019
- Brülisau (Appenzell, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Bahn fährt ungebremst in Berg- und Talstation
- Am 24. März 2010 fuhren die beiden leeren Kabinen der Pendelbahn Luftseilbahn Brülisau–Hoher Kasten bei einer Revisionsfahrt aufgrund eines menschlichen Bedienfehlers ungebremst in die Bergstation respektive in die Talstation Brülisau ein. Dabei wurde ein Seilbahnmitarbeiter schwer verletzt. Die Luftseilbahn war zum Unfallzeitpunkt im Unterhaltsbetrieb und wurde von der Talstation aus manuell bedient. Ein technischer Defekt wurde ausgeschlossen.<ref name="SRF" /><ref>Schlussbericht der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe über Seilbahnunfall vom Mittwoch, 24. März 2010 in Brülisau – Hoher Kasten. 16. September 2010.</ref>
- Maine, Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten – Fahrgäste aus Sessellift geschleudert
- Am 27. Dezember 2010 wurden im US-Bundesstaat Maine mehrere Wintersportler aus einem Sessellift geschleudert, als das Seil aus den Rollen sprang. 6 oder 8 Personen wurden verletzt.<ref>„Verletzte bei Unfall im Sessellift“ Artikel auf USA Today, 28. Dezember 2010</ref> Nach anderer Quelle erfolgte der Unfall am Spillway East Doppelsessellift am Sugerloaf Mountain, Franklin County, Maine am 28. Dezember 2010 und es wurden 8 Passagiere verletzt.
- Schwangau (Bayern, Deutschland Deutschland) – Gleitschirm fliegt in Pendelbahn
- Am 12. August 2011 flog bei Schwangau ein Gleitschirm in die Seile der Tegelbergbahn. Der Betrieb musste wegen des Einfluges unterbrochen und 30 Passagiere aus einer der Kabinen aus ca. 50 Metern Höhe abgeseilt werden. 19 Personen in der anderen Kabine konnten erst am Folgetag per Hubschrauber gerettet werden.<ref>Dramatische Rettungsaktion im Allgäu. In: Süddeutsche Zeitung (online), 13. August 2011.</ref>
- Innerthal (Ausserschwyz, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Materialseilbahn abgestürzt
- Am 3. August 2013 stürzte in Innerthal eine Transportseilbahn ab, wobei ein Ehepaar ums Leben kam und deren 16 Monate alte Tochter mittelschwer verletzt wurde. Die Transportkiste löste sich vom Seil und kollidierte mit einem Mast, bevor sie ins Waldgebiet abstürzte. Die Materialseilbahn war nicht für Personentransporte zugelassen.<ref name="SRF" />
- Köln (Deutschland Deutschland) – Sturm führt zu Betriebsunterbruch
- Am 21. Oktober 2014 stand die Kölner Rheinseilbahn während des Durchzugs von Sturmtief Gonzalo still, nachdem eine Kabine aus einem Seil gesprungen war. Es wurden sechs Personen in zwei der Gondeln eingeschlossen. Höhenretter der Kölner Feuerwehr evakuierten bis zum späten Abend alle Passagiere durch Abseilen aus den betroffenen Gondeln.
→ Siehe auch Abschnitt Zwischenfall 2014 im Artikel Kölner Seilbahn
- Stubaital (Tirol, Österreich Österreich) – Personal hält Betriebsvorschrift nicht ein
- Am 7. Dezember 2014 löste sich im Skigebiet Stubaier Gletscher bei Betriebsbeginn eine unbesetzte Gondel der Einseilumlaufbahn Gamsgarten II aufgrund einer Fehlkupplung wegen einer fehlerhaft eingestellten Kuppelschließschiene vom Förderseil und stürzte unterhalb der Bergstation ab. Drei weitere Gondeln wurden beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden. Das Seilbahnpersonal hielt die Anweisungen der Betriebsvorschrift bezüglich des Verhaltens bei Ansprechen der Fehlkupplungswarnung nicht ein.<ref>Menschliches Versagen Grund für Gondelabsturz In: ORF (online), 9. Dezember 2014</ref>
- Bad Hofgastein (Salzburger Land, Österreich Österreich) – Seilüberschlag wegen Windböe
- Am 4. Januar 2015 führte bei der Schlossalmbahn II bei Bad Hofgastein eine starke Windböe zu einem Überschlag von Trag- und Zugseil, worauf die Bahn automatisch stehen blieb. Nachdem es nicht gelungen war, die Bahn anderweitig wieder in Gang zu setzen, mussten 80 Personen aus der bergwärts fahrenden Kabine 30 Meter weit abgeseilt werden. Verletzt wurde niemand.<ref>80 Skifahrer aus Gondel abgeseilt. In: ORF Salzburg, 4. Januar 2015.</ref>
- Wolkenstein in Gröden (Südtirol, Italien Italien) – Baum stürzt bei Sturm auf Seilbahn
- Am 5. März 2015 stürzte bei einem Sturm ein Baum auf das Förderseil der Seilbahn Ciampinoi in Wolkenstein in Gröden, wodurch dieses aus dem Auflager sprang. Die Bahn kam zum Stillstand, die 184 Passagiere wurden innerhalb mehrerer Stunden unverletzt aus den Kabinen abgeseilt oder per Hubschrauber gerettet. Die Seilbahn konnte am folgenden Tag bereits wieder den Betrieb aufnehmen.<ref>Südtirol: 184 Personen aus Gondeln evakuiert. In: ORF Tirol (online), 6. März 2015.</ref>
- Chamonix (Département Haute-Savoie, Frankreich Frankreich) – Seilüberschlag bei Kleinkabinenbahn
- Am 8. September 2016 verursachte auf der Kleinkabinenbahn Vallée Blanche eine starke Windböe einen Seilüberschlag des Zugseils über das Tragseil. 110 Menschen mussten, teils mit Hubschraubern, teils durch Abseilen, gerettet werden. 33 davon konnten erst am nächsten Morgen in Sicherheit gebracht werden. Es gab keine Verletzten.
→ Siehe auch Abschnitt Zwischenfälle im Artikel Kleinkabinenbahn Vallée Blanche
- Köln (Deutschland Deutschland) – Seil wickelt sich um Gondel
- Am 30. Juli 2017 hatte sich in Köln ein Serviceseil der Rheinseilbahn, das sich zwischen den Tragseilen der Seilbahn befindet, aus ungeklärten Gründen um eine Gondel gewickelt, wodurch die Bahn an einem Pylon zum Stillstand kam. Im Anschluss mussten 65 Personen aus 32 Gondeln von der Feuerwehr gerettet werden, da die Bahn nicht mehr in Gang gesetzt werden konnte. Es wurden dabei auch Personen auf im Fluss stehende Motorboote abgeseilt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sicherheits-Stopp für Kölner Seilbahn – 65 Personen wurden aus Gondeln evakuiert ( vom 3. April 2023 im Internet Archive) Auf: Internetseite der Kölner Seilbahn, 30. Juli 2017.</ref><ref>65 Passagiere aus Kölner Rheinseilbahn evakuiert. In: SRF 4 News (online), 30. Juli 2017</ref>
→ Siehe auch Abschnitt Zwischenfall 2017 im Artikel Kölner Seilbahn
- Brest (Bretagne, Frankreich Frankreich) – Kabinenabsturz bei Wartungsarbeiten
- Am 10. August 2017 stürzte bei den jährlichen Wartungsarbeiten der Seilbahn Brest eine der Kabinen ab und wurde zerstört.<ref>Kabine der Seilbahn Brest bei Wartungsarbeiten zerstört. Auf LOK-Report (online), 10. August 2017.</ref> Der Abstand der Zugseile ist bei dieser Bahn sehr groß, sodass bei unregelmäßigem Zug ein Drehmoment auf das Fahrzeug wirkt. Dies war auch der Grund für den Absturz des Fahrzeugs.
- Kitzbühel (Tirol, Österreich Österreich) – Gondel verkeilt sich in Mittelstation
- Am 3. Januar 2018 verkeilte sich infolge einer unerwartet starken Windböe eine Gondel der Kitzbüheler Hornbahn bei der Einfahrt in die Mittelstation. Die 24 noch in den Gondeln eingeschlossenen Menschen konnten von den Rettungsorganisationen während rund zwei Stunden gerettet werden. Verletzte waren keine zu beklagen, jedoch entstand ein beträchtlicher Sachschaden.<ref>Sturm Burglind: Hornbahn in Kitzbühel bleibt weiter außer Betrieb. In: Tiroler Tageszeitung (online) 5. Januar 2018.</ref>
- Gudauri (Großer Kaukasus, Datei:Flag of Georgia.svg Georgien) – Menschliches Versagen
- Am 16. März 2018 geriet im Ferienort Gudauri in Georgien ein Sessellift aufgrund menschlichen Versagens außer Kontrolle und fuhr mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit rückwärts.<ref>Press Conference On Preliminary Report. Auf: Bureau Veritas, 23. März 2018.</ref> Die Wintersportler versuchten, sich durch Sprünge vom Lift zu retten, während sich die Sessel nacheinander in der Station verkeilten. Etwa ein Dutzend Personen wurden dabei verletzt.<ref>Sessellift rast rückwärts: Viele Verletzte. In: Die Presse (online), 17. März 2018.</ref>
- Eibsee (Bayern, Deutschland Deutschland) – Totalschaden bei Übung
- Am 12. September 2018 riss im Zuge einer Notfallübung an der Seilbahn Zugspitze in Eibsee bei Grainau eine Kette an der Hebeanlage und der Bergungskorb raste ungebremst in die unbesetzte Kabine.<ref>Manuela Schauer: Nach Seilbahn-Unfall: Beschädigte Zugspitz-Gondel trifft im Tal ein. In: Münchner Merkur (online), 27. September 2018.</ref>
- Frümsen (St. Galler Rheintal, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Leere Gondel abgestürzt
- Am 30. Oktober 2018 sprang eine der beiden Kabinen der Staubernbahn aus dem Tragseil und stürzte 12 Meter zu Boden. Die Kabine war nicht besetzt, daher kamen keine Personen zu Schaden. Acht Fahrgäste aus der Gegenkabine mussten evakuiert werden.<ref>Kabine aus dem Tragseil gesprungen. In: Regionaljournal Ostschweiz (online) 1. November 2018.</ref>
- Zillertal (Tirol, Österreich Österreich) – Fünf Kabinen verkeilen sich
- Am 9. Dezember 2018 verhakte sich bei einem schweren Sturm eine Gondel des Wimbachexpresses im Skigebiet Hochfügen-Hochzillertal an Stütze 6. Bevor die Seilbahn zum Stillstand kam, prallten vier weitere Kabinen gegen die erste und verkeilten sich. Der Fahrgastbetrieb an der Bahn war wegen Windalarm zuvor schon eingestellt worden, die geleerten Gondeln waren bereits auf dem Weg in die Garage. Es gab keine Verletzten.<ref>Gondelkollision war „ungewöhnlicher Zufall“. In: ORF Tirol (online), 10. Dezember 2018.</ref>
Ab 2020
- Fronalpstock (Schwyz, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Windenseil reisst Sessel herunter
- Am 6. Februar 2020 stürzte ein Sessel am Fronalpstock ab. Einer der vier Fahrgäste erlitt tödliche Verletzungen und drei weitere wurden schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich während der nächtlichen Rückfahrt von einem Firmenausflug. Der Unfall am Fronalpstock wurde durch ein Seil verursacht, das an einem Pistenfahrzeug befestigt war und mit dem Sessel kollidierte, wodurch dieser abstürzte.<ref name="SRF" /><ref>Schlussbericht der Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe über den Absturz eines 4er-Sessels vom 6. Februar 2020 in Stoos (SZ). 15. Juni 2021.</ref>
- Stresa (Piemont, Italien Italien) – Bremse ausgeschaltet, Kabine abgestürzt
- Am 23. Mai 2021 führte der Riss des Zugseils bei gleichzeitig deaktivierter Tragseilbremse zum Absturz einer der Kabinen der Seilbahn Funivia Stresa-Alpina-Mottarone oberhalb des norditalienischen Ortes Stresa am Lago Maggiore. 13 der 15 Passagiere starben an der Unfallstelle, zwei Kinder wurden schwerst verletzt. Eines davon verstarb später im Krankenhaus.<ref>Seilbahn-Unglück bei Stresa: Zahl der Toten steigt auf 14. In: SRF News 4 (online), 23. Mai 2021.</ref><ref>Dominik Straub: Das Trauma von Stresa. In: Tagesspiegel (online), 23. Mai 2022.</ref>
- Liberec (Datei:Flag of the Czech Republic.svg Tschechien) – Tragseilbremse funktioniert nicht
- Am 31. Oktober 2021 stürzte eine Kabine in die Tiefe, nachdem sie sich auf halber Strecke vom Tragseil gelöst hatte. Passagiere waren zu dem Zeitpunkt nicht in der Kabine, aber der Seilbahnmitarbeiter kam laut einem Bericht des tschechischen Fernsehsenders ČT beim Unfall ums Leben.<ref>Tschechien: Ein Mensch stirbt bei Seilbahnunglück. In: Der Spiegel (online), 31. Oktober 2021.</ref>
- Trikut Pahar (Jharkhand, Datei:Flag of India.svg Indien) – Kollision bei Pilgerbahn
- Am 10. April 2022 kam es bei der Trikut-Pahar-Seilbahn zu einer Kollision von drei Seilbahnkabinen. Etwa 70 Passagiere waren zeitweise in den Kabinen eingeschlossen und mussten teilweise mit Helikoptern gerettet werden. Eine Person kam beim Unfall ums Leben. Zwei Touristen, die in die Tiefe gesprungen waren, trugen nur leichte Verletzungen davon.<ref>Deoghar: Ropeway snaps at Tirkut Hills, many tourists stranded. In: The Telegraph (India), 10. April 2022.</ref><ref>Mindestens eine Tote bei Seilbahnunglück in Indien. (Agenturmeldungen). In: ORF (online), 11. April 2022.</ref>
- Fulpmes (Tirol, Österreich Österreich) – Leere Kabine fährt auf Baum auf
- Am 18. Juli 2023 fielen wegen eines überraschenden, schnell aufziehenden Sturms<ref>Kräftige Gewitter im Westen und Süden am 18. Juli 2023. In: Unwetterwarnungen (UWZ•AT), 18. Juli 2023.</ref> Bäume auf mehrere Seilbahnen. In Fulpmes stürzte dadurch eine unbesetzte Gondel der Kreuzjochbahn 2 ab, da diese auf einen am Förderseil liegenden Baum aufgefahren war, weil die Anlage nicht rechtzeitig angehalten worden war. Die 42 Fahrgäste mussten evakuiert werden, es gab aber keine Verletzten.<ref>Neue Details zu Gondelabsturz in der Schlick. In: ORF Tirol (online), 22. Juli 2023.</ref><ref>Untersuchungsbericht Kabinenabsturz von der Kreuzjochbahn II in Tirol Auf: Internetseite der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB), 17. Juli 2024.</ref>
- Uttendorf (Salzburger Land, Österreich Österreich) – Während eines Sturms stürzen Bäume auf Seilbahn
- Gleichentags mussten auch aus der Seilbahn Rudolfshütte 1 bei Uttendorf 13 Personen per Helikopter aus vier Gondeln gerettet werden. Weitere 47 Gäste saßen an der Bergstation fest und wurden durch einen Kraftwerkstollen des nahegelegenen Tauernmoossees ins Tal gebracht. Die Reparaturarbeiten an der Bahn nahmen fast zwei Wochen in Anspruch. Die zweite Sektion der Bahn war nicht betroffen und außerdem zum Unfallzeitpunkt bereits leergefahren.<ref>Philip Steiner: Bergrettungseinsatz bei Weißsee-Gletscherbahn. In: MeinBezirk, 19. Juli 2023.</ref>
- Distrikt Batagram (Provinz Khyber Pakhtunkhwa, Datei:Flag of Pakistan.svg Pakistan) – Selbstgebaute Seilbahn verunfallt
- Am 22. August 2023 riss in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa eines von zwei Tragseilen einer von einem örtlichen Mechaniker gebauten Seilbahn, die über eine tiefe Schlucht führt und damit zwei Stunden Fußmarsch auf vier Minuten Seilbahnfahrt Meter abkürzt. Die betroffene einzige Kabine mit sechs Kindern und zwei Erwachsenen hing nach einem gewissen Absenken 274 über Grund. Sie wurde oben nur noch an zwei Punkten von einem Tragseil einseitig gehalten und war um etwa 30° aus der Vertikalen gekippt. Trinkwasser wurde gebracht. Nur zwei Kinder konnten mit dem Hubschrauber bei Wind gerettet werden, bevor es zu dunkel wurde. Drei Kinder wurden von Kletterern abgeseilt, die entlang des Seilbahnseils zur Kabine gelangten. Die letzten drei Passagiere wurden abends nach rund 12 Stunden Ausharren über eine Vorrichtung am Förderseil gerettet.<ref>Dramatische Rettungsaktion in Pakistan. In: ORF (online), 22. August 2023.</ref><ref>Alle Passagiere aus Gondel geborgen. In: ORF (online), 22. August 2023.</ref>
- Schwendenau (Zillertal, Österreich Österreich) – Zwei Fahrgäste aus Sessel geschleudert
- Am 8. Dezember 2023 löste sich in Schwendau ein Sessel vom Förderseil. Er war mit drei Personen besetzt und rutschte auf den darunterliegenden leeren Sessel. Eine Frau und ein Kind wurden beim Aufprall herausgeschleudert und beim Sturz teils schwer verletzt.<ref>Nicole Greiderer: Sessellift-Kollision: Mutter und Kind stürzten ab. In: Kronen Zeitung (online). 8. Dezember 2023.</ref>
- Hochoetz (Tirol, Österreich Österreich) – Baum stürzt unter Schneelast auf Seilbahn
- Am 9. Januar 2024 fielen im Schigebiet Hochoetz zwei Fichten auf einen weiteren Baum und dieser auf Seile der Acherkogelbahn, brachten das Seil ins Schwingen und rutschen am Seil abwärts. Eine Achtergondel entgleiste vom Tragseil und stürzte etwa 12 Meter tief ab. Alle vier Insassen wurden schwer verletzt. In einer benachbarten Gondel wurden durch das Schwingen weitere 2 Personen verletzt. Die Bahn ging nach Kontrolle und Abblasen der Bäume von Schnee am 12. Januar wieder in Betrieb.<ref>Sechs Personen bei Gondelabsturz verletzt. In: ORF Tirol (online), 9. Jänner 2024.</ref><ref>Acherkogelbahn fährt ab Freitag wieder. In: ORF Tirol (online), 11. Jänner 2024.</ref><ref>Abschlussbericht „Kabinenabsturz bei der Acherkogelbahn in Tirol“. Auf: Internetseite der Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes (SUB), 11. März 2025.</ref> Das Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Betriebsleiter und einen Waldaufseher wurde eingestellt. Der Unfall war nicht verhinderbar.<ref>Ermittlungen nach Gondelabsturz eingestellt. In: ORF Tirol (online), 28. August 2024.</ref>
- Hopfgarten (Tirol, Österreich Österreich) – Tödlicher Unfall mit Paragleiter
- Am 17. März 2024, startete vom Startplatz Hohe Salve eine 65-jährige Paragleiterin mit 1 Jahr Flugpraxis und driftete nach rechts ab. Ihr Gleitschirm legte sich über die Seilbahnseile der Bergbahn Hohe Salve. In weiterer Folge prallte die Frau mit einer bergwärts fahrenden Achter-Gondel zusammen und wurden die Fangleinen des Schirms durchtrennt, sodass die Frau mehrere Meter tief auf den Boden stürzte und schwer verletzt wurde. Trotz Reanimationsversuchen starb sie in Hopfgarten im Brixental, Bezirk Kitzbühel. Zwei Passagiere in der Kabine wurden durch den Anprall leicht verletzt.<ref>Tödlicher Unfall mit Paragleiter in Hopfgarten. In: ORF Tirol (online), 17. März 2024.</ref>
- Antalya (Datei:Flag of Turkey.svg Türkei) – Umstürzende Stütze trifft Kabine
- Am 12. April 2024 stürzte eine Stütze der Tünektepe-Seilbahn, die auf den gleichnamigen Hügel mit 612 Meter Gipfelhöhe in Antalya führt, zum Teil um und traf eine Kabine, die dadurch massiv beschädigt wurde. Ein Passagier starb, mehrere andere wurden verletzt. Aus 29 weiteren Gondeln wurden insgesamt 184 Insassen in einem fast 24 Stunden dauernden Einsatz gerettet. Die Seilbahn war wegen des Zuckerfests gut besucht.<ref>Seilbahnkabine bei Antalya abgestürzt: Ein Toter (Agenturmeldungen). In: ORF (online), 13. April 2024.</ref><ref>Ein Toter bei Seilbahnunglück in Antalya . In: Tagesschau (online), 13. April 2024.</ref>
- Medellín (Datei:Flag of Colombia.svg Kolumbien) – Gondel stürzt auf Auto unter der Unfallstelle
- Am 26. Juni 2024 fuhr eine Kabine der Linie K des Metrocable Medellín in der Einfahrt der Station Popular auf eine andere auf. Eine der beiden Kabinen stürzte daraufhin ab, wobei sie durch die Wucht des Aufpralls völlig zerstört wurde. Die 20 Insassen der betroffenen Kabinen wurden zum Teil schwer verletzt, für eine Person kam jede Hilfe zu spät.<ref>Adrian Schintlmeister: Schweres Seilbahn-Unglück erschüttert Großstadt: Ein Fahrgast tot, viele weitere schwer verletzt. In: Tag24, 26. Juni 2024.</ref> Es saßen etwa 200 Fahrgäste in den weiteren Kabinen fest, die gerettet werden mussten.<ref>Peter Landsman: Gondelkollision in Kolumbien fordert ein Todesopfer. In: seilbahn.net, 27. Juni 2024.</ref>
- Auffach (Tirol, Österreich Österreich) – Hagelsturm hebt Seilbahn von den Stützen
- Am 30. Juni 2024 wurde das Förderseil der Schatzbergbahn in Auffach durch einen heftigen Hagelsturm von den Stützen gehoben. Da die Seilbahn zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Betrieb war, kamen keine Personen zu Schaden. Die Reparatur der Anlage dauerte drei Tage.<ref>Hagelsturm verwüstet Landschaft in Auffach. In: ORF Tirol (online), 1. Juli 2024.</ref>
- Schneizlreuth (Bayern, Deutschland Deutschland) – Seilüberschlag bei Bundeswehrseilbahn
- Am 16. Oktober 2024 schwingte sich bei der Bundeswehrseilbahn auf die Reiteralpe in Schneizlreuth das Zugseil auf und legte sich über das Tragseil. Ein solcher Seilüberschlag führt automatisch zum Steckenbleiben der Kabine. Aus der oberen Kabine, die 300 Meter unter der Bergstation stillstand, mussten 14 Personen ca. 170 Meter weit abgeseilt und anschließend mit Hubschraubern aus dem unwegsamen Steilgelände ausgeflogen werden.<ref>Christine Haberlander: Rettung aus Seilbahngondel: 14 Männer 170 Meter abgeseilt. In: BR (online), 18. Oktober 2024.</ref>
- Val Thorens (Auvergne-Rhône-Alpes, Frankreich Frankreich) – Kabine kurz vor Saisonbeginn abgestürzt
- Am 19. November 2024 prallte vier Tage vor Saisonbeginn in Val Thorens eine Kabine der Seilbahn Cime Caron bei schwierigen Wetterbedingungen gegen die Bergstation. Die Seilbahn war zu dem Zeitpunkt nicht im Fahrgastbetrieb, sondern transportierte Arbeiter für den Bau eines neuen Bergrestaurants. Sechs (nach anderen Quellen 8) Personen wurden verletzt, zwei davon schwer.<ref>Gondel kracht in Bergstation. In: Der Spiegel (online), 19. November 2024.</ref> Auch die talwärts fahrende Kabine wurde beschädigt. Für die Wintersaison 2024/25 blieb die Seilbahn geschlossen. Ein Austausch der Kabinen war für Sommer 2025 geplant.<ref>James Cove: Val Thorens Cable Car Out of Action for Whole Season. Auf: PlanetSKI, 6. Dezember 2024</ref>
- Astún (Pyrenäen, Datei:Flag of Spain.svg Spanien) – Umlenkrolle an Bergstation löst sich aus Verankerung
- Am 18. Januar 2025 stürzte in Astún während des Betriebes die fliegend gelagerte Seilscheibe der Bergstation des Canal Roya-Sesselliftes ab. Das Förderseil verfing sich an der Stütze der Seilscheibe. Durch den plötzlichen Spannungsverlust kam es zu starken Seilschwingungen und in Folge zu Seilabstürzen an den Rollenbatterien mehrerer Stützen, wobei mehrere Fahrgäste aus den Sesseln geschleudert wurden.<ref>Johannes Crisp: Dozens injured in Spanish ski lift collapse - One woman in life-threatening condition after accident at Astún resort. In: The Daily Telegraph, 18. Januar 2025.</ref><ref>Viele Verletzte bei Unfall mit Sessellift in spanischem Skiort. In: Tagesschau (online), 18. Januar 2025.</ref> Es soll mindestens acht Verletzte gegeben haben. Viele Benutzer des Sesselliftes saßen stundenlang in den Sesselliftsitzen fest, bis sie gerettet wurden.<ref>Schwerer Sesselliftunfall in Spanien. In: ORF (online), 18. Jänner 2025.</ref>
- Kicking Horse (British Columbia, Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Kanada) – Absturz einer Kabine mit acht Personen
- Am 10. März 2025 brach beim 8-MGD Golden Eagle Express im Skigebiet Kicking Horse das Gehänge einer mit acht Personen besetzten Kabine. Diese fiel kurz nach der Stationsausfahrt zu Boden, wobei sich keine Fahrgäste verletzten. Sie konnten umgehend aus der Kabine gerettet werden. Der andere Teil des Gehänges war noch am Seil. So versuchte man bis zur nächsten Stütze zu fahren und die Klemme zu demontieren. Dies war allerdings vergebens, denn die Betreiber stoppten die Klemme vor der Stütze zu spät, sodass sie eine Seilentgleisung auslöste und alle anderen Passagiere festsaßen. Sie wurden dann durch die Bergemannschaft mittels Hubschrauber und Seil gerettet.<ref>Peter Landsman: Gondola Falls From Kicking Horse’s Golden Eagle Express. In: Liftblog, 10. März 2025.</ref>
- Castellammare di Stabia (Kampanien, Italien Italien) – Kabine stürzt nach Seilriss ab
- Am 17. April 2025 stürzte nach dem Riss eines Seils bei Castellammare di Stabia eine Kabine in die Tiefe, wobei vier Personen verstarben. Ein weiterer Fahrgast erlitt schwere Verletzungen. Die Seilbahn führt auf den Monte Faito bei Neapel. Bereits 1960 hatte sich bei der Bahn ein tödlicher Unfall ereignet. Damals kamen beim Absturz einer Kabine vier Menschen ums Leben, mehr als 30 wurden verletzt.<ref>Vier Tote bei Absturz von Seilbahn in Italien. In: Stern (online), 17. April 2025</ref>
- Dornbirn (Vorarlberg, Österreich Österreich) – Sturm überschlägt Trag- und Zugseil
- Am 23. Juni 2025 sprangen während der wegen eines nahenden Gewitters letzten Fahrt der Karrenseilbahn in Dornbirn Seile durch eine Windböe aus den Führungen und es kam zu einem Seilüberschlag zwischen Trag- und Zugseil.<ref>Rettungseinsatz bei der Karrenseilbahn. In: Dornbirn aktuell, 24. Juni 2025.</ref> Nachdem die Rettungsgondel deshalb nicht eingesetzt werden konnte, seilten Höhenretter die 19 Fahrgäste und einen Hund 80 Meter ab. Die Rettungsaktion dauerte über vier Stunden und war bis zum Einbruch der Dunkelheit beendet.<ref>Alle 19 Fahrgäste aus Karrenseilbahn gerettet. In: ORF Vorarlberg (online), 23. Juni 2025.</ref>
- Lissabon (Datei:Flag of Portugal.svg Portugal) – Entgleisung der Standseilbahn
- Am 3. September 2025 starben bei der Entgleisung des Ascensor da Glória in Lissabon 15 Menschen. 18 weitere wurden verletzt, davon vier schwer.<ref>15 Tote bei Unglück mit Standseilbahn. In: Mittelbayerische Zeitung vom 4. September 2025, Seite 15</ref><ref>Berühmte Standseilbahn in Lissabon entgleist – mindestens 15 Tote. In: Der Spiegel (online), 3. September 2025.</ref>
- Zabljak (Zabljak, Datei:Flag of Montenegro.svg Montenegro) – Urlauber stürzt von Sesselbahn
- Am 21. Dezember 2025 rutschten in Zabljak zwei Doppelsessel ineinander. Ein Urlauber stürzte 70 Meter in die Tiefe und verstarb.<ref>Deutscher Urlauber stirbt bei Sessellift-Unfall in Montenegro. In: ntv (online), 21. Dezember 2025.</ref>
- Macugnaga (Piemont, Italien Italien) – Kabine prallt gegen Bergstation
- Am 30. Dezember 2025 prallte in Macugnaga an der Grenze zur Schweiz eine Kabine mit hoher Geschwindigkeit gegen die Barriere der Bergstation. Retter mussten 100 Menschen in Sicherheit bringen.<ref>Seilbahnunfall in Norditalien: 100 Personen wurden evakuiert. In: SRF 4 News (online), 31. Dezember 2025.</ref> Bei den Verletzten handelt es sich um drei Passagiere der Kabine sowie einen Seilbahnmitarbeiter. Wegen eines technischen Problems hat die Kabine beim Einfahren in die Station nicht ausreichend abgebremst.<ref>Seilbahn prallt gegen Barriere einer Bergstation in Italien – fast 100 Menschen gerettet. In: Tages-Anzeiger (online), 30. Dezember 2025.</ref>
- Engelberg (Obwalden, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz) – Absturz bei Sturm
- Am 18. März 2026 kollidierte in Engelberg im Gebiet Trübsee-Stand eine Gondel der kuppelbaren Einseilumlaufbahn Titlis-Express mit einem Mast und einem Teil der Rollenbatterie. Daraufhin löste sich die Klemme vom Förderseil, die Gondel stürzte noch auf Nidwaldner Kantonsgebiet ab und überschlug sich mehrfach. Die einzige Person in der Acht-Personen-Gondel hat den Unfall nicht überlebt. Wegen des aufkommenden Sturms wurde bereits vor dem Unfall begonnen, die Gondeln zu garagieren.<ref name="SRF" /><ref>Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Mitarbeiter der Titlis-Bergbahnen. In: Tages-Anzeiger, Seite 4, 28. März 2026.</ref>
Siehe auch
Einzelnachweise
<references responsive>
<ref name="Forza">Forza, forza!, In: Der Spiegel (online), 14. März 1976.</ref> <ref name="Chronik">Seilbahn-Unglücke. In: Der Spiegel (online), 11. November 2020.</ref>
<ref name="Skiresort">Seilbahnsicherheit - Seilbahnunglücke. Auf: skiresort.ch, abgerufen am 14. April 2026.</ref>
<ref name="SRF">Dunkle Seite der Seilbahnen: eine Geschichte der Unglücke. In: SRF 4 News, 19. März 2026.</ref> <ref name="Standard">Hintergrund: Schwere Seilbahn- und Liftunglücke seit 1992, auf derstandard.at.</ref>
</references>