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Liste der Baudenkmäler in Sendling-Westpark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler im Münchner Stadtteil Sendling-Westpark im gleichnamigen Stadtbezirk 7 aufgelistet. Zu diesen Baudenkmälern gibt es auch eine Bildersammlung und ein Fotoalbum mit ausgewählten Bildern. Diese Liste ist Teil der Liste der Baudenkmäler in München. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt und aktualisiert wird. Die folgenden Angaben ersetzen nicht die rechtsverbindliche Auskunft der Denkmalschutzbehörde.<ref group="Anm.">Vorlage:Disclaimer Baudenkmal in Bayern</ref>

Ensembles

  • Die Kriegersiedlung in Mittersendling ist als sozialgeschichtliches und städtebauliches Dokument einer Baumaßnahme, die ausdrücklich auf die Belange von Kriegsbeschädigten nach dem Ersten Weltkrieg ausgerichtet worden ist, ein Ensemble. Die Kleinsiedlung, deren niedrige vorstädtische Bebauung eingebettet ist zwischen einen breiteren Streifen Nutzgärten und einen schmalen Streifen Vorgärten, entstand in den 1920er Jahren entlang einer Privatstraße, die die Albert-Roßhaupter-Straße mit der Johann-Clanze-Straße verbindet: Diese städtebauliche Sondersituation ist bis in die Gegenwart anschaulich. Als Träger der Gesamtanlage fungierte die Bau- und Kleinsiedlungsgenossenschaft des Kriegsbeschädigtenvereins München; mit der Planung wurde 1919/20 begonnen. In symmetrischer Bebauung des geraden Straßenzugs entstand bis 1927 für etwa 100 Haushaltungen Einfamilienhäuser in Reihen- bzw. Gruppenbauweise sowie zwei Wohnblocks als Kopfbauten an der Albert-Roßhaupter-Straße. (E-1-62-000-72)
Commons: Kriegersiedlung Munich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Kleinhaussiedlung an der Staltacher Straße Die noch zum Ende des Ersten Weltkriegs an der Staltacher Straße begonnene Versuchssiedlung für Kleinwohnungsbauten mit Gärten zur Selbstversorgung bildet sowohl als besondere sozialpolitische Leistung als auch in ihrer zusammenhängenden architektonischen Gestaltung ein Ensemble. Schon vor dem Ersten Weltkrieg herrschte im Deutschen Reich Wohnungsnot für die Arbeiterschaft und hinzu kamen mit Verlauf des Kriegs immense Versorgungsengpässe mit Lebensmittel. So war nicht nur Wohnungsbau dringend erforderlich, sondern auch die Möglichkeit zur Selbstversorgung in eigenen Gärten. Ein Preußischen Runderlass vom 26. März 1917 betraf die „Förderung von Kleinhaussiedlungen und Kleinhausbauten“ und die königlich-bayerische Verordnung vom 17. Juli 1918 übernahm es inhaltlich mit dem Ziel eine Änderung der Bauordnung mit erheblichen Erleichterungen der Bauvorschriften für eine Beschleunigung des Kleinwohnungsbaus zu erwirken. Noch vor dem königlichen Erlass und dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde mit dem Bau des südlichen Teils der Versuchssiedlung an der jetzigen Staltacher Straße begonnen. Die Entwürfe hierzu lieferte das Stadtbauamt im Juni 1918 und im gleichen Monat wurden diese genehmigt. Bereits im April 1919 konnte für diesen Bauabschnitt die Schlussbesichtigung erfolgen. Einen Wettbewerb für die Gesamtanlage unter Einbeziehung der bereits im Bau befindlichen Teile schrieb der Architekten- und Ingenieurverein Oberbayern unter seinen Mitgliedern im Auftrag der Stadtgemeinde München im September 1918 aus und in der Jury saßen namhafte Architekten, darunter Otho Orlando Kurz, Richard Schachner oder John Herbert Rosenthal. Aus dem Wettbewerb gingen zwei erste Preise hervor, von denen der Wettbewerbsentwurf des Architekten Franz Xaver Knöpfle schließlich, wenn auch nur in Teilen, bis Sommer 1921 umgesetzt werden sollte. Die Staltacher Straße in ihrem nördlichen Abschnitt nach der Kreuzung Bernrieder Straße zieht sich mit einer leichten Krümmung in ihrem Verlauf bis zur Kohlgruber Straße. Die Straße ist beidseitig bebaut mit langgestreckten Reihenhäusern im Süden und mit jeweils kürzeren Reihenhäusern im Norden mit vorspringendem Grundriss. Den Abschluss bildet ein Dreierwohnhaus im Norden, das das Straßenbild abschließt. Der südliche, ältere Bauabschnitt besteht aus den zwei Reihenhäusern mit jeweils elf Wohneinheiten. Diese sind erdgeschossig mit durchgehendem Satteldach und hohem Kniestock, pro Einheit eine Tür und ein Fenster und im Dach eine Gaube mit geschweifter Verdachung, die Ecken sind zweigeschossig überhöht mit verbretterten Giebeln und die Mitte der Reihe ist ebenfalls zweigeschossig, das Dach hier gewalmt. Die Fassaden haben Rauputz und zahlreiche Rankgitter. Die beiden nördlichen Reihenhäuser mit sieben und acht Wohneinheiten sind zweigeschossig mit Satteldach, dabei der südliche bzw. nördliche Endbau nur eingeschossig mit breitem Satteldach, quer zum Hauptdach. Die Fassaden sind verputzt, im Obergeschoss mit einer gefelderten Gliederung. Der nördlich abschließende Bau besteht aus drei Reihenhäusern mit durchgehendem Satteldach und einem umlaufenden Putzband auf Höhe der Fenstersohlbank im Obergeschoss. Die Architektur der Bauten ist bewusst bescheiden und bezieht sich im Sinne des Heimatstils auf ein ländliches Bauen. Im Inneren sind die Einheiten jeweils zweigeschossig ohne Keller mit nur geringer Wohnfläche, sehr zweckmäßig mit wenig Erschließungsfläche zugunsten der Wohnräume und einfachen, schlichten Ausbauelementen. Die fünf Reihenhausgruppen sind als zusammenhängende Einheit bis jetzt ungestört erhalten. Ein Neubau nordöstlich angrenzend tritt im Straßenbild der Staltacher Straße kaum in Erscheinung. Bei allen Bauten sind die Fenster und Haustüren erneuert. Der ehemals vorhandene Staketenzaun, der den ländlichen Eindruck betonte, ist vollständig ersetzt. (E-1-62-000-107)

Einzelbauwerke

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Anmerkungen

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Literatur

  • Heinrich Habel, Helga Hiemen: München. In: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Denkmäler in Bayern – Regierungsbezirke. 3. verbesserte und erweiterte Auflage. Band I.1. R. Oldenbourg Verlag, München 1991, ISBN 3-486-52399-6.
  • Dennis A. Chevalley, Timm Weski: Landeshauptstadt München. Südwest. In: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Denkmäler in Bayern – Kreisfreie Städte und Landkreise. Band I.2/2, 2 Halbbände. Karl M. Lipp Verlag, München 2004, ISBN 3-87490-584-5.

Weblinks

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