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Liste der Baudenkmäler in Riem

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler im Münchner Stadtteil Riem im Stadtbezirk 15 Trudering-Riem aufgelistet. Zu diesen Baudenkmälern gibt es auch eine Bildersammlung und ein Fotoalbum mit ausgewählten Bildern. Diese Liste ist Teil der Liste der Baudenkmäler in München. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt und aktualisiert wird. Die folgenden Angaben ersetzen nicht die rechtsverbindliche Auskunft der Denkmalschutzbehörde. <ref group="Anm.">Vorlage:Disclaimer Baudenkmal in Bayern</ref>

Ensembles

  • Olympia Reitanlage. Die Reitanlage der Olympischen Spiele von 1972 bildet in ihrer Gesamtheit der baulichen Anlagen mit Einbeziehung der älteren Bauten und der landschaftsarchitektonischen Zusammenfassung ein Ensemble. Für die Reitsportveranstaltungen der XX. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit waren mit Ausnahme des im Olympiastadions stattfindenden „Preises der Nationen“ zunächst nur provisorische Wettkampfanlagen vorgesehen. Im Süden des Olympiaparks sollte ein provisorisches Reitstadion mit 30.000 Plätzen entstehen. Die Pferde sollten auf dem Gelände des Münchner Rennvereins und der Reitakademie in Riem untergebracht und trainiert werden. In Riem eröffnete der Münchner Rennverein 1897 die bis jetzt bestehende Galopprennbahn. Westlich hiervon wurde 1937 bis 1939 die Anlage der SS-Hauptreitschule errichtet. Aus dieser Bauzeit stammen die zweigeschossige, hufeisenförmige Stallung im Norden, die drei angrenzenden eingeschossigen Stallbauten sowie das damalige Unterkunftsgebäude im Südwesten der Anlage. Nach Beginn des Krieges wurde die Reitanlage ab 1943 zu einem der ersten Außenlager des KZ Dachau und war nach BMW-Allach das größte Kommando in München. Die Häftlinge waren in den Reitställen der SS-Reitschule untergebracht (heute die Stallungen der berittenen Polizei München) und arbeiteten für die Organisation Todt; diese führte von hier aus Ausbesserungsarbeiten auf dem nahe gelegenen Flughafen Riem aus. Die Hufeisenstallung wurde 1945 bei einem Bombenangriff beschädigt, woraufhin der nördliche Flügel der Stallungen 1953 wiederaufgebaut wurde. 1958 erbaute man eine kleine Reithalle. Ab 1970 begannen die Planungen zum Umbau sowie für die Erweiterungen als Stützpunkt für die Olympischen Spiele 1972. Im Areal der Reitakademie in Riem konnten teils Ställe für Pferde übernommen werden, jedoch mussten diese den aktuellen Anforderungen entsprechend umgebaut und neue Pferdeboxen eingesetzt werden. Zudem wurden acht neue Stallungen für weitere 400 Pferde errichtet. Auch die größere Reithalle ersetzte man durch einen Neubau mit 1500 Zuschauerplätzen. Während die Bauarbeiten bereits liefen, entschied sich das Organisationskomitee anstelle des provisorischen Reitstadions im Süden des Olympiaparks für den Bau eines ortsfesten Stadions in Riem mit 20.000 Zuschauerplätzen. Für die architektonische Gestaltung der Reitsportanlage Riem zeichnet das Atelier Kleineichenhausen, Peter F. Miller und Partner, verantwortlich. Die Landschaftsplanung stammt von Heinz-Willi Hallmann, Henning Riese und Christian Habeck. Das für die Olympischen Spiele 1972 umgestaltete Reitgelände ist in einen bebauten Teil im Südwesten, das Reitstadion mit offener Tribüne im Osten sowie die Übungsplätze im Norden unterteilt. Die Bebauung besteht vornehmlich aus Stallungen, zudem Reithallen zum Trainieren. Die Olympia-Reithalle besteht aus einer Holzleimbinderkonstruktion mit einem verglasten, nach Norden orientierten Pultdach. Westlich der Reithalle befindet sich das ehemalige Unterkunftsgebäude der 1930er Jahre mit Satteldach, Lochfassade und einem über Eck verlaufenden Balkon. Die zentral gelegene kleine Reithalle der 1950er Jahre wurde mit Stahlfachwerkträgern und einem flach geneigten Satteldach konstruiert. Gegenüber und im Osten schließt sich der in den 1970er Jahren als Holzkonstruktion geplante Longierzirkel an. Im Norden des bebauten Teils der Anlage steht der zweigeschossige Hufeisenstall mit umlaufendem Satteldach, Lochfassade und Innenhof. Südlich davon befinden sich drei weitere ein- bis zweigeschossige Stallungen aus derselben Bauzeit. Jedes Stallgebäude besteht aus zwei stirnseitig angeordneten zweigeschossigen Satteldachbauten, zwischen denen ein eingeschossiger Trakt mit seitlichen Oberlichtern positioniert ist. Nordöstlich des bebauten Teils der Reitanlage grenzt das für die Olympischen Spiele besonders umgestaltete Außenareal mit Übungsplätzen und Stadion an. Die nicht überdachte Tribüne wurde als natürlich in die Umgebung gelegter, mit Bäumen bepflanzter Erdhügel konzipiert, in den Sitzstufen für die Zuschauer eingelassen wurden. Auch das Areal nördlich des Stadions wurde als einheitliche Anlage mit Bepflanzung und einer natürlichen Hügellandschaft gestaltet. Die Konzeption der Außenräume referenziert damit die Grünanlage des Olympiaparks, sodass das ganzheitliche Außenraumkonzept der Olympischen Spiele auch in der Olympia-Reitanlage in Riem weitergeführt wurde. Anstelle eines Trainingsplatzes wurde 1976 eine Reithalle mit einer Holzfachwerkkonstruktion errichtet, die sich durch die Absenkung eines Geschosses in den Boden harmonisch in die umgebende Hügellandschaft der Olympia-Reitanlage einfügt; die preisgekrönte Halle ist ein Entwurf des Architektenpaares Georg und Ingrid Küttinger in Zusammenarbeit mit dem Holzbauingenieur Julius Natterer. Die überdachte Westtribüne des Reitstadions wurde 2008 aufgrund baulicher Mängel gesprengt. Zudem wurden in den 2000er Jahren neue Stallungen an zentraler Stelle errichtet, für die die beiden an dieser Stelle stehenden Olympiareitställe abgebrochen wurden (E-1-62-000-99)

Einzelbauwerke

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Anmerkungen

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Literatur

  • Heinrich Habel, Helga Himen: München. In: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Denkmäler in Bayern - Regierungsbezirke. 3. verbesserte und erweiterte Auflage. Band I.1. R. Oldenbourg Verlag, München 1991, ISBN 3-486-52399-6.

Weblinks

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