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Liste der Baudenkmäler in Aying

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Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler in der oberbayerischen Gemeinde Aying zusammengestellt. Diese Tabelle ist eine Teilliste der Liste der Baudenkmäler in Bayern. Grundlage ist die Bayerische Denkmalliste, die auf Basis des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 erstmals erstellt wurde und seither durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege geführt wird. Die folgenden Angaben ersetzen nicht die rechtsverbindliche Auskunft der Denkmalschutzbehörde. <ref group="Anm.">Vorlage:Disclaimer Baudenkmal in Bayern</ref> Die Liste gibt den Fortschreibungsstand vom 3. Oktober 2019 und umfasst 55 Baudenkmäler.

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St. Emmeram in Kleinhelfendorf

Ensembles

Ensemble Weiler Kleinhelfendorf

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Marterkapelle in Kleinhelfendorf
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Kleinhelfendorf, Pfarrkirche St. Emmeram
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Lindenkapelle in Kleinhelfendorf

Kleinhelfendorf, ein charakteristisches und ungestörtes Beispiel eines Kirchweilers in der leicht hügeligen Altmoränenlandschaft zwischen Inn, Mangfall und Alpen, entspricht in seiner Substanz noch ganz der Siedlungsweise eines oberbayerischen Wallfahrtsdorfes des 18. Jahrhunderts.

Der Beginn der Besiedlung ist bereits für prähistorische Zeiten (Urnenfelder-, Bronzezeit) anzunehmen; Reste davon werden im Hügel nördlich des „Hagerhofes“ und oberhalb des Emmeramsbrunnens vermutet (Heiliger Bezirk mit Quellheiligtum). Während der Römerzeit gewann der Platz als Straßenstation an der kaiserzeitlichen Reichsstraße von Augsburg nach Salzburg gelegen, deren Verlauf südöstlich von Kleinhelfendorf unsicher und erst östlich des Innüberganges bei Pfaffenhofen wieder greifbar wird, größere Bedeutung. Zeugen dieser Epoche stecken in den Erhebungen nördlich von Haus Nr. 4 und südlich des Bauernhofes „Griesstätt“.

In spätmerowingischer Zeit (739 oder 748) weihte Bischof Eremberg von Freising die erste Kirche zu Ehren des französischen Wanderbischofs Emmeram, der auf seiner Wallfahrt von Regensburg nach Rom 652 bei der Straßenstation Kleinhelfendorf das Martyrium erlitten haben soll. Die Taufkirche des Tegernseer Mönches Ortlaip, die er 772 dem Freisinger Bischof unterstellte, war der unmittelbare Vorgängerbau der im Kern noch romanischen Emmeramskirche. Sie war seit dem frühen 14. Jahrhundert mit dem Sepulturrecht (Begräbnisrecht) ausgestattet.

In karolingischer Zeit ist ein Königshof (curtile regium) in Kleinhelfendorf bezeugt, zu dem eine Herberge gehörte. 940 kam dieser Königshof als Schenkung Kaiser Ottos I. an das Regensburger Emmeramskloster. Während der Emmeramsbrunnen nördlich der Kirche, der wohl 1631 seine heutige Fassung erhielt, bereits in der Heiligenvita Emmerams, die Bischof Arbeo von Freising um 765 verfasste, erwähnt wird, bleiben die Ursprünge der Marterkapelle St. Emmeram westlich, die noch im 19. Jahrhundert außerhalb des Dorfes gelegen war, im Dunkeln. Jedoch darf davon ausgegangen werden, dass auch diese Kultstätte schon sehr früh, möglicherweise unmittelbar nach der Gründung der ersten Steinkirche durch Ortlaip, angelegt wurde. Diese Eigenkirchengründungen könnten einen Hinweis auf das Vorhandensein mindestens zwei verschiedener Grundherren im Bereich der Straßenstation Kleinhelfendorf liefern.

Als eine Kulterweiterung des 18./19. Jahrhunderts ist die Feldkapelle (Lindenkapelle) nur wenige Meter südöstlich zu sehen. Die urkundliche Bestätigung einer bestehenden Taverne 1377 durch die Herzöge kann auf eine bereits praktizierte Wallfahrt schließen lassen, die sich vor allem im 18. Jahrhundert größter Beliebtheit erfreute. Bezeichnend für den Charakter des Kirchweilers und Wallfahrtsortes ist die Situation der beiden Kirchen: in der Ortsmitte die im 17. Jahrhundert weitgehend neu erbaute Pfarrkirche, nach Westen dem Ort vorgelagert der 1752 fertiggestellte Neubau der Wallfahrtskapelle (Marterkapelle). Beide sind, vor allem auch in der Fernansicht, bis heute die Dominanten des Ortsbildes geblieben. In der lockeren Anordnung der stattlichen Einfirsthöfe nördlich, südlich und westlich der Pfarrkirche ist die im Urkataster von 1810 festgehaltene Situation tradiert. Die Fortschreibung des 19. Jahrhunderts (vgl. Urkataster und revidierte Aufmessung von 1856) vollzog sich noch im eng begrenzten Rahmen der Hausgrundstücke und vermied somit jegliche Zersiedelung.

Eine gravierende Störung stellt die neu angelegte Dorfstraße dar. Diese durchschneidet die geschwungene alte Dorfstraße, welche von St. Emmeram nach Nordosten führt, zwischen Gasthof und dem Bauernhaus nach Süden auf den Kirchplatz geleitet wird und dort bogenförmig an der Friedhofsmauer vorbei nach Osten geleitet wird. Der östliche Dorfrand ist durch zahlreiche Neubauten gestört, welche teilweise historische Gebäude ersetzten. Auch im Ensemble wurden vereinzelt Grünflächen mit Neubauten versehen. Die historischen Grün- und Freiflächen sind aber innerorts noch schlüssig ablesbar erhalten. Die Abgrenzungen durch alte Baumreihen zu den nachbardörflichen Gemarkungen Hochfeld im Norden (unter Einbeziehung des prähistorisch besiedelten Geländes) und Rauher Berg im Süden, wobei sich hier die Baumreihe auf das begrenzende Seeufer hin ausrichtet, werden auch als straffe Umgrenzungen des Ensembles optisch erlebbar.

Aktenzeichen: E-1-84-137-1

Ensemble Siedlung Kleinkarolinenfeld

Die Siedlung Kleinkarolinenfeld entstand als planmäßige Neugründung in der Zeit weitreichender innerer und äußerer Reformen um 1800; seiner besonderen Anlagenform nach dokumentiert das ehemalige Kolonistendorf noch heute die Entstehung aus dem Geist der Aufklärung.

In diesem Sinn bereits unter Kurfürst Karl Theodor eingeleitete Reformen wurden nach dem Regierungsantritt Max IV. Josephs 1799 und durch dessen Minister Montgelas zu einem umfassenden Reformprogramm erhoben. Dazu gehörte neben der Organisation der Staatsverwaltung, Modernisierung des Schulwesens, Humanisierung des Strafrechts, Toleranz gegenüber allen religiösen Bekenntnissen auch die Entwicklung und Förderung von Kolonisation und Landespflege.

Datei:Aying Kleinkarolinenfeld Aerial.jpg
Kleinkarolinenfeld von oben

In diesem Zusammenhang steht Kleinkarolinenfeld in der Tradition der Theresianischen und Friderizianischen Ödlandkolonisation, die noch in den letzten Regierungsjahren Kurfürst Karl Theodors auf Teile Oberbayerns angewandt und nun von Max IV. Joseph fortgeführt wurde. Ein kurfürstlicher Erlass von 1801 ermöglichte die Vergabe liegender Gründe zu günstigen Konditionen an Exulanten und Besitzlose benachbarter Territorien, denen unter besonderen Konzessionen die Ansiedlung ermöglicht wurde, entweder durch Erweiterung bestehender Ortschaften oder durch planmäßige Anlage neuer Dorfkolonien. Noch unter Karl Theodor waren gegen Ende des 18. Jahrhunderts erste Kolonien zur Kultivierung des Donaumooses entstanden. Durch die Ansiedlung protestantischer Siedler aus der Pfalz und aus Baden entstanden ab 1802 die beiden Kolonistendörfer Groß-Karolinenfeld und Klein-Karolinenfeld – so genannt nach der zweiten Gemahlin Max IV. Josephs, der Prinzessin Karoline Wilhelmine von Baden, mit der auch die evangelische Konfession am Hof Einzug gehalten hatte.

Während Großkarolinenfeld zur Kultivierung der Moorgebiete westlich von Rosenheim angelegt wurde, führte die Ansiedlung von Waldarbeiterfamilien inmitten des ausgedehnten Waldgebietes südwestlich von München zur Neubegründung Kleinkarolinenfeld. Auf einem von Kreuzstraße streifenartig nach Norden in den Hofoldinger Forst hineingeführten Kahlschlag von etwa drei Kilometern Länge und 350 Metern Breite sind siebzehn Siedlerstellen zu einem geradlinigen, einzeiligen Straßendorf vereint. Das ältere Anwesen Kreuzstraße wurde in den Ortsverband integriert. Die mit Ausnahme des auf die Helfendorfer Straße hin orientierten Traufseitbaues Kleinkarolinenfeld Nr. 15 (alt: 23/8) giebelständigen Gehöfte reihen sich ausschließlich auf der Westseite der von Faistenhaar nach Kreuzstraße (Nord-Süd) verlaufenden Straße. Ost-West gerichtete, den Hofstellen anliegende Plangewanne waren derart parzelliert, dass sie den landwirtschaftlichen Eigenbedarf der Siedler decken konnten. In einem Streifen ist die Flur hart aus dem Wald geschnitten und somit eindeutig umgrenzt.

Mit der bereits im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts erfolgten teilweisen Verschmälerung der Grundstücke (vgl. die 1856 revidierte Aufmessung des Urkatasters) war die heutige Form der Fluraufteilung mit neunzehn Siedlerstellen schon erreicht. Erneuerungen und Zusatzbauten sind innerhalb der einzelnen Hofstellen allerdings seit dem späten 19. Jahrhundert zu konstatieren. Während die bauliche Entwicklung sich noch bis um die Jahrhundertwende und hinein in das erste Drittel des 20. Jahrhunderts der örtlichen Bauweise anzupassen und die ursprüngliche Gleichartigkeit der Gehöfte zu tradieren suchte, so sind in jüngster Zeit durch Vereinfachung bestehender Bauten und durch vermehrte Neubauten empfindliche Störungen und Substanzverluste eingetreten, vor allem im südlichen Abschnitt der Häuserreihe. Die Einheitlichkeit der Hofstellen selbst mit ihren regelmäßig parzellierten und geradlinig umgrenzten Hausgrundstücken ist jedoch noch immer klar ablesbar.

Aktenzeichen: E-1-84-137-2

Baudenkmäler nach Ortsteilen

Aying

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Blindham

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Dürrnhaar

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Göggenhofen

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Graß

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Großhelfendorf

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Heimatshofen

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Kaltenbrunn

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Kleinhelfendorf

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Kleinkarolinenfeld

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Loibersdorf

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Peiß

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Ehemalige Baudenkmäler

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Abgegangene Baudenkmäler

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Siehe auch

Anmerkungen

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Literatur

  • Georg Paula, Timm Weski: Landkreis München (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band I.17). Karl M. Lipp Verlag, München 1997, ISBN 3-87490-576-4, S. 12–35.

Weblinks

Commons: Baudenkmäler in Aying – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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