Mexikanischer Oregano
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| Mexikanischer Oregano | ||||||||||||
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| Datei:Lippia graveolens, known as Mexican Oregano (11628265214).jpg
Mexikanischer Oregano (Lippia origanoides) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Lippia origanoides | ||||||||||||
| Kunth |
Mexikanischer Oregano (Lippia origanoides) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lippia innerhalb der Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Die Laubblätter sind essbar, riechen ähnlich wie Oregano und werden in der mexikanischen Küche verwendet. Als Mexikanischer Oregano werden auch Poliomintha bustamanta und Poliomintha longiflora bezeichnet, ähnlich sind der Karibische Oregano und Plectranthus amboinicus (Syn.: Coleus amboinicus).
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Der Mexikanische Oregano ist ein schlanker Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 2,<ref name="FoG" /> selten bis zu 4<ref name="FloraMesoamericana" /> Metern erreicht. Die Rinde der aromatischen Zweige ist kurz, fein behaart (Trichom).<ref name="FloraMesoamericana" /><ref name="FoG" />
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 5 bis 10 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 1 bis 4 Zentimetern sowie einer Breite von 0,5 bis 3 Zentimetern länglich bis elliptisch oder eiförmig bis eiförmig-länglich.<ref name="FloraMesoamericana" /> Die Spreitenspitze ist stumpf oder gerundet, nur selten zugespitzt und die Spreitenbasis ist gerundet oder fast herzförmig. Der Blattrand ist fein gekerbt. Die Blattoberseite ist mit weichen, kurzen, feinen Härchen, die Blattunterseite ist mit drüsigen und feinfilzigen Härchen bedeckt.<ref name="FoG" />
Generative Merkmale
Die ährigen Blütenstände stehen in Gruppen von zwei bis sechs in den Blattachseln an 4 bis 12 Millimeter langen Blütenstandsschäften.<ref name="FloraMesoamericana" /> Die Blütenstände sind bei einer Länge von 4 bis 12 Millimetern fast kugelförmig bis langgestreckt. Die grünen, drüsigen und dicht fein behaarten Tragblätter stehen in vier Zeilen und sind bei einer Länge von 3 bis 3,5 Millimetern eiförmig bis lanzettlich mit zugespitztem oberen Ende.<ref name="FloraMesoamericana" /><ref name="FoG" />
Die zwittrigen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die drüsigen und feinfilzig behaarten Kelchblätter sind zu einem 1 bis 2 Millimeter langen, zweilippigen Kelch verwachsen, der in vier Kelchzähnen endet.<ref name="FloraMesoamericana" /> Die weißen bis gelblichen, 4 bis 7 Millimeter langen Kronblätter einer 3 bis 6 Millimeter langen Kronröhre verwachsen, striegelhaarig behaart ist.<ref name="FloraMesoamericana" /><ref name="FoG" />
Vorkommen
Lippia origanoides ist vom südlichen Texas über Mexiko bis nach Nicaragua verbreitet. Sie wächst dort in Höhenlagen bis zu 350 Metern auf steinigen Hängen oder in feuchten Dickichten.<ref name="FoG" />
Taxonomie
Die Erstbeschreibung von Lippia origanoides erfolgte 1818 durch Karl Sigismund Kunth in Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt, Aimé Jacques Alexandre Bonpland und Karl Sigismund Kunth: Nova Genera et Species Plantarum, 4. Auflage, Band 2, Seite 267.<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Lippia origanoides <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth sind: Lippia graveolens <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth, Lippia berteroi <templatestyles src="Person/styles.css" />Spreng., Lippia elegans <templatestyles src="Person/styles.css" />Cham., Lippia microphylla <templatestyles src="Person/styles.css" />Cham., Lippia salviifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Cham., Lippia sidoides <templatestyles src="Person/styles.css" />Cham., Lippia microphylla <templatestyles src="Person/styles.css" />Benth. nom. illeg., Lippia berlandieri <templatestyles src="Person/styles.css" />M.Martens & Galeotti, Lippia affinis <templatestyles src="Person/styles.css" />Schauer, Lippia berlandieri <templatestyles src="Person/styles.css" />Schauer nom. illeg., Lippia glandulosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Schauer, Lippia rigida <templatestyles src="Person/styles.css" />Schauer, Lippia rubiginosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Schauer, Lippia schomburgkiana <templatestyles src="Person/styles.css" />Schauer, Lippia velutina <templatestyles src="Person/styles.css" />Schauer, Lippia berlandieri <templatestyles src="Person/styles.css" />Torr. nom. illeg., Lippia palmeri <templatestyles src="Person/styles.css" />S.Watson, Lippia obscura <templatestyles src="Person/styles.css" />Briq., Lippia polycephala <templatestyles src="Person/styles.css" />Briq., Lippia candicans <templatestyles src="Person/styles.css" />Hayek, Lippia pendula <templatestyles src="Person/styles.css" />Rusby, Lippia mattogrossensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Moldenke, Lippia origanoides var. sampaionis <templatestyles src="Person/styles.css" />Herter.<ref name="WCSP" />
Nutzung
Es gibt viele Pflanzenarten, die als Mexikanischer Oregano bezeichnet werden. Neben Lippia origanoides, einer weiß blühenden Pflanze der Verbenaceae-Familie, findet man auch rosafarben blühende Pflanzen und auch Plectranthus amboinicus oder Coleus aromaticus, die Kubanischer Oregano genannt werden.
Die Laubblätter werden als Gewürz vor allem in Mexiko und Zentralamerika verwendet,<ref name="Duke2008" /> dort wird diese Art wie viele andere Gewürzpflanzen auch Spanisch: hierba dulce genannt.
Inhaltsstoffe
Die ätherischen Öle des Mexikanischen Oreganos enthalten
- 0–81 % Thymol
- 0–48 % Carvacrol
- 3–30 % p-Cymol
- 0–15 % Eucalyptol
Thymol und Carvacrol sind für das dem Oregano ähnliche Aroma verantwortlich.<ref name="Tucker2009" />
Einzelnachweise
<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Tropicos"> Lippia origanoides bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraMesoamericana"> Lippia graveolens bei Tropicos.org. In: Flora Mesoamericana. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoG"> Paul C. Standley, Louis O. Williams, Dorothy N. Gibson: Flora of Guatemala, Teil IX, Nr. 1–2, Field Museum of Natural History, Chicago, USA, 1970, S. 211. </ref> <ref name="Duke2008"> James A. Duke: Duke's Handbook of Medicinal Plants of Latin America. CRC Press, 2008, ISBN 978-1-4200-4316-7, S. 414–415 (Lippia graveolens auf S. 414–415 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Tucker2009"> Arthur O. Tucker, Thomas DeBaggio: The Encyclopedia of Herbs: A Comprehensive Reference to Herbs of Flavor and Fragrance. 2. Auflage. Timber Press, 2009, ISBN 978-0-88192-994-2, S. 298–299 (Lippia graveolens auf S. 298–299 in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> </references>
Literatur
- N. O’Leary, S. Denham, F. Salimena, M. E. Múlgura: Species delimination in Lippia section Goniostachyum (Verbenaceae) using the phylogenetic species concept. In: Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 170, 2012, S. 197–219.