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Lindau (Schönsee)

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Lindau
Stadt Schönsee
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(49)&title=Lindau 49° 32′ N, 12° 33′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(49) 49° 32′ 17″ N, 12° 33′ 17″ O
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Höhe: 600 m
Einwohner: 49 (12. Dez. 2012)<ref>Einwohnermeldeamt Schönsee</ref>
Postleitzahl: 92539
Vorwahl: 09674
Lage von Lindau in Bayern
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Lindau (<phonos file="LL-Q188 (deu)-Frank C. Müller-Lindau.wav">anhören</phonos>/?) ist ein Dorf der Stadt Schönsee im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf in Bayern.

Geographische Lage

Die Häuser von Lindau liegen vereinzelt und sehr weit verstreut an den Hängen des Mierbachtales zwischen dem Lindauer Berg und den östlichen Ausläufern des Stückberg-Massivs.<ref name="Teresa Guggenmoos 1970">Teresa Guggenmoos: Aus der Geschichte des Schönseer Landes. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 99.</ref> Sprachlich wird unterschieden zwischen „Lindau“, das sind die mehr westlich gelegenen Häuser, „Vordere Lindau“, das sind die mehr südlich und östlich gelegenen Häuser, und „Hintere Lindau“, das sind die mehr nördlich, Richtung Eslarn gelegenen Häuser. Die Hintere Lindau wird von der Verwaltungsgemeinschaft Schönsee als eigener Gemeindeteil betrachtet, während Vordere Lindau und Lindau zum Gemeindeteil Lindau zusammengefasst werden. Der Mierbach entspringt in Laub, fließt aber nicht, wie alle anderen Gewässer dieser Gegend nach Südosten der Ascha zu, sondern wendet sich nach Norden. Ab Lindau wird er auch Fahrbach genannt.<ref>Teresa Guggenmoos: Die Natur. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 28.</ref>

Geschichte

Lindau wird um 1520 erstmals schriftlich erwähnt.<ref>Teresa Guggenmoos: Aus der Geschichte des Schönseer Landes. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 95.</ref> Lindau bezeichnete zunächst ein unbesiedeltes Waldgebiet, in dem die Bevölkerung von Eslarn Weiderechte hatte. Im 16. Jahrhundert entstand am Mierbach eine Sägemühle, die den Anfang des späteren Dorfes Lindau bildete.<ref name="Teresa Guggenmoos 1970" /> In den Wäldern des Lindauer Tales standen ursprünglich Kohlenbrennerhütten. Sie wurden zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges niedergebrannt, später aber wieder aufgebaut.<ref>Teresa Guggenmoos: Stadt Schönsee. Verlag der Stadt Schönsee, Schönsee 1981, S. 98</ref> Im 18. Jahrhundert hatte Lindau eine einklassige Schule. Ihr Schulmeister war ein Krämer aus Eslarn. Im Sommer fiel der Schulunterricht aus, weil viele Landkinder in Haus und Hof mitarbeiten mussten oder sich bei anderen Bauern als Hilfskräfte verdingten.<ref>Teresa Guggenmoos: Stadt Schönsee. Verlag der Stadt Schönsee, Schönsee 1981, S. 119, 120</ref> 1954 wurde Lindau zusammen mit Polster, die beide vorher zur Gemeinde Dietersdorf gehörten, nach Schönsee umgegliedert.<ref>Teresa Guggenmoos: Stadt Schönsee. Verlag der Stadt Schönsee, Schönsee 1981, S. 85</ref> 1968 gab es in Lindau eine Grenzstation, die der Grenzpolizeiinspektion Schönsee unterstellt war.<ref>Teresa Guggenmoos: Stadt Schönsee. Verlag der Stadt Schönsee, Schönsee 1981, S. 42</ref>

Datei:Lindau (Schönsee).JPG
Lindau

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Lindau gibt es zwei Gasthäuser, Möglichkeiten zum Reiten, im Sommer für Pferdekutschfahrten und im Winter für Pferdeschlittenfahrten.

Literatur

  • Teresa Guggenmoos: Stadt Schönsee. Verlag der Stadt Schönsee, Schönsee 1981.
  • Alois Köppl: Altlandkreis Oberviechtach. Verlag Katzenstein-Gleiritsch, Gleiritsch 2018, ISBN 978-3-9819712-0-0
  • Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970.

Weblinks

Commons: Lindau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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