Külbingen
Külbingen Gemeinde Petersaurach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(261)&title=K%C3%BClbingen 49° 19′ N, 10° 40′ O
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dim=10000 | globe= | name=Külbingen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 424–458 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 261 (31. Dez. 2022)<ref name=Petersaurach>Infrastruktur > Einwohnerzahlen. In: petersaurach.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91580 | |||||
| Vorwahl: | 09802 | |||||
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Külbingen (fränkisch: Kilwing<ref name="Fechter">E. Fechter; Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 119 f.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Petersaurach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Külbingen liegt in der Gemarkung Vestenberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Beim Dorf entspringt der Rippbach, ein linker Zufluss des Haselbachs. 0,5 km nordöstlich mündet der Höllgraben als rechter Zufluss in den Rippbach. Westlich liegt die Flur Hirn, östlich der Wolfsberg und das Bärental. Ebenfalls westlich liegt das Waldgebiet Streitlach südwestlich befindet sich der Lichtenauer Wald.
Der Ort liegt unmittelbar nördlich der Bundesstraße 14 zwischen Katterbach (1,5 km westlich) und Wicklesgreuth (2,5 km östlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Frohnhof (1,2 km nördlich), nach Vestenberg (2 km nordöstlich) und zu einer Gemeindeverbindungsstraße zwischen Thurndorf (1 km westlich) und Frohnhof (0,5 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Die Endung -ingen des Ortsnamens lässt darauf schließen, dass der Ort schon während der Völkerwanderungszeit im 7. Jahrhundert gegründet wurde. Georg Rusam geht aber davon aus, dass der Ort aufgrund der schlechten Bodenbeschaffenheit und der ungünstigen Lage zu den Spätsiedlungen zu rechnen ist.<ref>Georg Rusam: Lexikon Fränkischer Ortsnamen. In: Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte. Band 17. Verlag die Egge, Nürnberg 1949, S. 71. - Wikisource.org</ref> Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Siedlung 1357 als „Kulbinggen“. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Cholbo, der als Gründer des Ortes anzunehmen ist.<ref name="Fechter"/>
Im Salbuch des nürnbergischen Pflegamtes Lichtenau von 1515 wurde für Külbingen nur ein Köblergut verzeichnet, das diesem unterstand. Alle übrigen Anwesen unterstanden dem Rittergut Vestenberg der Herren von Eyb.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 744.</ref>
In den Oberamtsbeschreibungen des Fürstentums Ansbach von Johann Georg Vetter aus dem Jahr 1732 wird der Ort folgendermaßen beschrieben: „Ein Weyler, worinnen 9. Anßpachl. zum Schloß Vestenberg gehörige Unterthanen, 9. Adelich Eybische, 1. Stiftamt Anßpachischer und 1. Nürnberg Lichtenauischer Hintersaß, samt 1. gemeinen Hürtenhauß, seind nach Sachsen gepfarret und den Zehenden zum Schloß Vestenberg zu geben schuldig, als wohin auch die Vogthey und Gemeindsherrschaft gehörig, die Hochfraischl. hohe Obrigkeit aber, hat dieß Orts das allhiesige Ober- und Castenamt Anßpach.“<ref>Zitiert nach H. Dallhammer: Petersaurach: Dokumentation einer Großgemeinde. S. 182.</ref>
In der Beschreibung des Pflegamtes Lichtenau von 1748 wurden für Külbingen 19 Untertansfamilien verzeichnet: eines unterstand der Hauptmannschaft Sachsen des Pflegamtes, der Rest unterstand anderen Grundherren.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 746.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Külbingen 27 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Vogtamt Vestenberg. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Vogtamt Vestenberg: 1 Hof, 2 Halbhöfe, 1 Halbhof mit Wirtschaft, 2 Güter, 1 Gut mit Backrecht, 2 Gütlein, 1 Schmiedgut, 1 Leerhaus; Stiftsamt Ansbach: 1 Halbhof, 2 Leerhäuser), das Rittergut Frohnhof der Herren von Eyb (1 Hof, 1 Halbhof, 4 Güter, 2 Gütlein, 2 Halbgütlein, 2 Halbhäuser) und das Pflegamt Lichtenau (1 Gütlein). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).<ref name="J878">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 878.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref name="J1012">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 1012 f.</ref> Es gab zu dieser Zeit 23 Untertansfamilien, von denen 13 ansbachisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Külbingen. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 20 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 3, Sp. 241.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Külbingen dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Vestenberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Vestenberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 961.</ref> Am 1. Mai 1978 wurde Vestenberg (mit Külbingen) im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Petersaurach eingegliedert.<ref name="J1012"/><ref>Petersaurach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref> Im Jahre 1994 wurde mit der Dorferneuerung und der Flurbereinigung begonnen.
Bodendenkmal
- Östlich von Külbingen wurden Funde aus der Mittleren Steinzeit gemacht, die bis 10.000 v. Chr. datiert werden.
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Alban (Sachsen bei Ansbach) gepfarrt, seit 1809 ist die Pfarrei St. Laurentius (Vestenberg) zuständig.<ref name="J878"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt, seit 1992 ist die Pfarrei St. Franziskus (Neuendettelsau) zuständig.<ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 13. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Külbingen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 241 (Digitalisat).
- Vorlage:Dallhammer Petersaurach
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 119–120.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- kuelbingen.de
- Infrastruktur > Ortsteile - Külbingen. In: petersaurach.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Külbingen in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Külbingen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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Adelmannssitz | Altendettelsau | Frohnhof | Gleizendorf | Großhaslach | Gütlershof | Külbingen | Langenheim | Langenloh | Neumühle | Petersaurach | Schafhof | Steinbach | Vestenberg | Wicklesgreuth | Ziegendorf
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