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Kukuinussöl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kukuinussöl
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Lichtnussbaum (Aleurites moluccanus), Zweige mit Blättern, Blütenstand und Frucht
Samenkerne
Andere Namen
  • Lichtnussöl
  • Candlenussöl
  • Bankulnussöl
  • Lumbangöl
  • Kerzennussöl
  • Vorlage:INCI
Rohstoffpflanze(n) Lichtnussbaum (Aleurites moluccana)
Herkunft Samen
Farbe

hellgelb bis orange

CAS-Nummer Vorlage:CASRN
Fettsäuren in den Fetten
Ölsäure 11–35 %<ref name="krist" />
Linolsäure 37–49 %<ref name="krist" />
Linolensäure 24–35 %<ref name="krist" />
Palmitinsäure 5–9 %<ref name="krist" />
Stearinsäure 3–7 %<ref name="krist" />
Eigenschaften
Dichte 0,924–0,929<ref name="krist" />
Schmelzpunkt −15 °C<ref>Alice R. Thompson: Kukui (Candle-Nut) Oil. In: Ind. Eng. Chem. 5(8), 1913, S. 644–645, doi:10.1021/ie50056a007.</ref>
Iodzahl 136–175<ref name="krist" />
Verseifungszahl 185–202<ref name="krist" />
Herstellung und Verbrauch
Wichtigste Produktionsländer Indien, Sri Lanka
Verwendung Pharmazie, Kosmetik, Industrie (Farbe, Treibstoff), Ernährung

Kukuinussöl ist ein pflanzliches Öl, das aus dem Samen des Kukuinussbaumes gewonnen wird.<ref name="krist">Sabine Krist, Gerhard Buchbauer, Carina Klausberger: Kukuinussöl. In: Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Springer Vienna, 2008, ISBN 3-211-75606-X, S. 225–227 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Es gehört wie das Tungöl zu den sogenannten Holzölen.<ref>P. H. List, L. Hörhammer (Hrsg.): Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. 4. Auflage, 7. Band: Arzneiformen und Hilfsstoffe, Teil B, Springer, 1977, ISBN 978-3-642-65823-5 (Reprint), S. 172.</ref> Es wird im englischen Sprachraum auch als Candlenut- oder Lumbang-oil bezeichnet.

Gewinnung

Das Öl kann man durch Extraktion sowie Heiß- oder Kaltpressung gewinnen. Bei einer Heißpressung werden jedoch die meisten Antioxidantien zerstört, weswegen das dadurch gewonnene Öl viel weniger stabil ist.

Nach der Pressung wird das Öl filtriert und gereinigt. Zur Stabilisierung können noch weitere Antioxidantien wie Vitamin C (Ascorbylpalmitat), Vitamin A (Palmitat) und Vitamin E (D-α-Tocopherol) zugesetzt werden.<ref name="krist" />

Eigenschaften

Die Farbe ist hellgelb bis orange. Der Geruch ist säuerlich, grasig, aber auch dumpf-chemisch.<ref name="krist" />

Zusammensetzung

Auffällig in den Triglyceriden des Öls ist der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäureresten der Öl-, Linol- und Linolensäure von zusammen bis zu 90 Prozent.<ref name="krist" />

Verwendung

Neben der Verwendung in der Küche kennt man noch Verwendungen in Industrie, Pharmazie und Kosmetik.<ref name="krist" />

Industrie

Kukuinussöl wurde früher vor allem in Südostasien als Lampenöl verwendet. In neuerer Zeit wird es als Grundstoff für Farben und Lacke sowie als Treibstoff verwendet.<ref name="krist" />

Pharmazie

Kukuinussöl wird erfolgreich zur Behandlung von atopischer Dermatitis, Neurodermitis, Psoriasis, Akne, Ekzemen eingesetzt.<ref name="krist" />

Kosmetik

Dem Kukuinussöl wird einerseits eine hautstraffende, andererseits eine feuchtigkeitsregulierende Wirkung zugeschrieben. Als hautstraffend gilt es wegen seines hohen Gehaltes an den Vitaminen A und E. Außerdem soll es das Bindegewebe stärken und so beispielsweise Schwangerschaftsstreifen vorbeugen. Die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren sollen den Aufbau epidermaler Ceramide stützen und so zur Regeneration der Hautbarriere beitragen, wodurch wiederum die körpereigene Feuchtigkeit erhalten bleiben soll.<ref name="krist" /> Kukuinussöl wird somit verwendet, um ein weiches Hautgefühl zu erzeugen.<ref name="Springer">Marina Bährle-Rapp: Aleurites moluccana. In: Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege. 4. Auflage. Springer, 2012, ISBN 978-3-642-24688-3, S. 18 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Weiters zieht es schnell ohne Fettfilm ein und hat einen natürlichen Sonnenschutzfaktor von 10.<ref name="krist" /> Es wird demgemäß auch in Kosmetika verwendet, mit denen ein (leichter) Schutz vor Ultraviolettstrahlung erreicht werden soll.<ref name="Springer" />

Es wird zur Herstellung von Gesichtsölen und Hairconditionern verwendet.<ref>Mueller et al. 1995, laut Sabine Krist, Gerhard Buchbauer, Carina Klausberger: Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Springer Vienna, 2008, ISBN 3-211-75606-X.</ref>

Einzelnachweise

<references />