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Krzysztof Kwiatkowski

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Datei:Krzysztof Kwiatkowski Kancelaria Senatu 2023.jpg
Krzysztof Kwiatkowski (2023)

Krzysztof Kwiatkowski (* 14. Mai 1971 in Zgierz) ist ein polnischer Politiker (PC, AWS, PO). Er war von Oktober 2009 bis November 2011 Justizminister im Kabinett Tusk I. Er gehörte von 2011 bis 2013 dem Sejm in dessen VII. Wahlperiode an. Von 2077 bis 2011 war er Mitglied im Senat der Republik Polen an, was er seit 2019 erneut ist. Von 2013 bis 2019 war er Präsident des Obersten Rechnungshofes Najwyższa Izba Kontroli.

Leben und Beruf

Kwiatkowski begann das Studium von Recht und Verwaltung an der Universität Łódź. Für zwei Jahre musste er sein Studium unterbrechen, da er an Krebs erkrankt war. Nach Operationen und einer Chemotherapie schloss er sein Studium im Jahr 2001 an der Universität Warschau ab.<ref name="Studia"/><ref name="SenatVII"/> Von 1997 bis 2001 war er im Sekretariat des Ministerpräsidenten Jerzy Buzek tätig und dessen persönlicher Sekretär.<ref name="SenatVII"/> 2002 arbeitete er an der privaten Hochschule Akademia Polonijna in Częstochowa.

Krzysztof Kwiatkowski ist geschieden und hat zwei Söhne.<ref>„Rozwód prezesa NIK: Żona i dzieci stracą dom!“ auf www.fakt.pl, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>

Politik

Während seines Studiums engagierte Kwiatkowski sich im Unabhängigen Studentenverband NZS und war Mitglied des nationalen Vorstandes. Er gehörte zunächst dem Porozumienie Centrum (PC) an, das sich ab 1997 am Wahlbündnis Akcja Wyborcza Solidarność (AWS) beteiligte. In der AWS leitete er die Jugendorganisation.

Bei den Selbstverwaltungswahlen 1994 wurde er für das PC in den Stadtrat von Zgierz gewählt und bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 für die AWS in den Rat des Powiats Zgierski.<ref name="GPSenatIV"/> Bei der Parlamentswahl 1997 kandidierte er ebenso erfolglos für die AWS zum Sejm,<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> wie 2001, als die AWS mit 5,6 % an der 8-%-Hürde für Wahlbündnisse scheiterte.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>

2002 wurde er zum stellvertretenden Stadtpräsident von Zgierz gewählt und war als dieser bis 2006 tätig war.<ref name="SenatVII"/> Seine Pflichten in Zgierz unterbrach er 2004 für die Wahlkampagne Buzeks für die Europawahl 2004.<ref name="gazeta13-10-09"/> Im selben Jahr schloss er sich der Platforma Obywatelska (PO) an. Bei den Selbstverwaltungswahlen 2006 wurde er für die PO in den Sejmik der Woiwodschaft Łódź gewählt.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> Dort war er bis 2007 stellvertretender Vorsitzender.<ref name="GPSenatIV"/> Im selben Jahr bewarb er sich für die PO um das Amt des Stadtpräsidenten von Łódź und unterlag in der Stichwahl mit 44,3 % der Stimmen Amtsinhaber Jerzy Kropiwnicki (ZChN).<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen 2007 gelang Kwiatkowski für die PO mit 164.151 Stimmen im Wahlkreis Łódź der Einzug in den polnischen Senat.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref><ref name="GPSenatIV"/> Im Senat war er zunächst Vorsitzender des Legislativausschusses. Im Februar 2009 wurde er zum stellvertretenden Justizminister ernannt.<ref name="prawna09-07"/> Am 13. Oktober 2009 wurde Krzysztof Kwiatkowski von Donald Tusk zum Justizminister ernannt, nachdem sein Vorgänger Andrzej Czuma wegen einer Glücksspielaffäre entlassen worden war.<ref name="prawnik14-10-09"/> Bei den Parlamentswahlen 2011 wurde er in den Sejm gewählt<ref>Wahlergebnisse 2011, abgerufen am 23. Juni 2013</ref> und schied aus der Regierung aus. Im Juli 2013 wählte der Sejm ihn zum Präsidenten des Obersten Rechnungshofes Najwyższa Izba Kontroli.<ref>Nachricht in Monitor Polski 2013, S. 677.</ref> In der Folge legte er sein Sejmmandat nieder<ref>Nachricht in Monitor Polski 2013, S. 679.</ref> und trat auch aus der PO aus. 2019 trat er von dem Amt als Rechnungshofpräsident zurück, um erneut für den Senat kandidieren zu können.<ref>„Prezes NIK Krzysztof Kwiatkowski złożył rezygnację na ręce marszałek Sejmu. Zamierza wystartować w wyborach“ auf wpolityce.pl, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> In der Folge wurde er im selben Jahr als unabhängiger Kandidat der bürgerlichen Oppositionsparteien in den Senat gewählt.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> Dort wurde er erneut Vorsitzender des Legislativausschusses. Im Januar 2020 wählte der Senag ihn in den Krajowa Rada Sądownictwa. 2021 sprach er sich gegen die Wahl des PiS-Abgeordneten Bartłomiej Wróblewski zum polnischen Menschenrechtsbeauftragten aus und kündigte an, dass der Senat mit seiner oppositionellen Mehrheit die Wahl verhindern werde.<ref>„Kwiatkowski: zdradzę tajemnicę, jaki będzie wynik głosowania i co się potem wydarzy w sprawie RPO“ auf tvn24.pl, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> 2023 wurde er für den oppositionellen „Pakt senacki“ wiedergewählt.<ref>Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref> Er wurde erneut Vorsitzender des Legislativausschusses und des Krajowa Rada Sądownictwa. Im Februar 2024 trat er erneut der PO bei.

Ehrungen

Weblinks

Commons: Krzysztof Kwiatkowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references>

<ref name="Studia"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website von Krzysztof Kwiatkowski, Studia (Memento vom 26. Mai 2009 im Internet Archive), abgerufen am 14. Okt. 2009</ref> <ref name="SenatVII"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website des polnischen Senats, Krzysztof Kwiatkowski (Memento vom 3. Oktober 2009 im Internet Archive), abgerufen am 14. Okt. 2009</ref> <ref name="GPSenatIV"> Gazeta Podatnika, Stan majątkowy parlamentarzystów – Senat IV, 31. Juli 2008 </ref> <ref name="prawna09-07"> Gazeta Prawna, Krzysztof Kwiatkowski - wiceministrem sprawiedliwości4. Febr. 2009 </ref> <ref name="prawnik14-10-09"> Prawnik.pl, Krzysztof Kwiatkowski, Minister Sprawiedliwości, 14. Okt. 2009 </ref> <ref name="gazeta13-10-09"> Gazeta Łódź, Krzysztof Kwiatkowski nowym ministrem sprawiedliwości, 13. Okt. 2009 </ref>

</references>

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