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Karsten Voigt (Politiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F039404-0032, Hannover, SPD-Bundesparteitag, Voigt.jpg
Karsten Voigt (1973)
Datei:Archiv Kosinsky 1498 (cropped).jpg
Karsten Voigt, 1985

Karsten Dietrich Voigt (* 11. April 1941 in Elmshorn) ist ein deutscher Politiker (SPD). Von 1976 bis 1998 war er Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben

Voigt wurde 1941 als Sohn des Kunstverlegers Theodor Voigt der Ärztin Margarethe Voigt, geborene Diedrichsen, in Elmshorn geboren. Er studierte nach dem Abitur 1960 am staatlichen Abendgymnasium St. Georg in Hamburg von 1960 bis 1969 Geschichte, Germanistik und Skandinavistik an den Universitäten Hamburg, Kopenhagen und Frankfurt. Danach wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Volkshochschule, deren stellvertretender Leiter er dann bis 1976 war, und heiratete 1974 die Stadtplanerin Inge Krebs.

Er wurde Mitglied der SPD und 1968 Mitglied des Unterbezirksvorstandes in Frankfurt. Von 1969 bis 1972 war er Bundesvorsitzender und von 1972 bis 1973 stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungsozialisten und damit erster Juso-Vorsitzender nach der Linkswende. Von 1971 bis 1973 war er Vizepräsident und von 1973 bis 1975 Vorsitzender der Kontrollkommission der International Union of Socialistic Youth. Bei der Bundestagswahl 1976 wurde Voigt (Wahlkreis 138) zum ersten Mal in den Bundestag gewählt. Die SPD-Bundestagsfraktion wählte ihn 1976 zum stellvertretenden außenpolitischen Obmann und 1983 zu ihrem außenpolitischen Sprecher; dieses Amt übte der in Frankfurt am Main lebende Voigt bis zu seinem Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag im Jahr 1998 aus. Von 1977 bis 1998 war er Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der NATO und von 1989 bis 1993 deren Vorsitzender des Ausschusses für Verteidigung und Sicherheit, von 1992 bis 1994 deren Vizepräsident und von 1994 bis 1996 deren Präsident.<ref>Transatlantiker des Tages: Karsten Voigt. 8. August 2008, abgerufen am 23. Juni 2011.</ref> Von 1973 bis 2019 war Voigt Mitglied der Kommission für internationale Politik der SPD, über mehrere Jahre hinweg als deren Vorsitzender.
Voigt ist (Stand 2019) Mitglied des Beirats der Atlantischen Initiative.<ref>Vereinsmitglieder und Beirat. Atlantische Initiative e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. November 2014; abgerufen am 20. August 2012.</ref> Er ist Mitglied des Kuratoriums des Aspen Institutes in Berlin, des Kuratoriums des Einstein-Forums in Potsdam, des Kuratoriums der Checkpoint-Charlie-Stiftung, des European Leadership Network in London.

Von 1999 bis 2010 war er Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit. Sein Nachfolger war Hans-Ulrich Klose.<ref>Ein SPD-Mann für Westerwelle. In: sueddeutsche.de. 17. März 2010, abgerufen am 14. April 2021.</ref>

Auszeichnungen

Publikationen

Literatur

  • Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002. Bd. 2: N–Z. Anhang. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 904.
  • Voigt, Karsten. (2) In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1287.

Weblinks

Fußnoten

<references />

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Hans Hermsdorf (Zentralsekretär 1946–1949) | Werner Buchstaller (Zentralsekretär 1949–1959) | Hans-Jürgen Wischnewski (1959–1962) | Holger Börner (1962–1963) | Günther Müller (1963–1967) | Peter Corterier (1967–1969) | Karsten Voigt (1969–1972) | Wolfgang Roth (1972–1974) | Heidemarie Wieczorek-Zeul (1974–1977) | Klaus Uwe Benneter (1977) | Gerhard Schröder (1978–1980) | Willi Piecyk (1980–1982) | Rudolf Hartung (1982–1984) | Ulf Skirke (1984–1986) | Michael Guggemos (1986–1988) | Susi Möbbeck (1988–1991) | Ralf Ludwig (1991–1993) | Thomas Westphal (1993–1995) | Andrea Nahles (1995–1999) | Benjamin Mikfeld (1999–2001) | Niels Annen (2001–2004) | Björn Böhning (2004–2007) | Franziska Drohsel (2007–2010) | Sascha Vogt (2010–2013) | Johanna Uekermann (2013–2017) | Kevin Kühnert (2017–2021) | Jessica Rosenthal (2021–2023) | Philipp Türmer (seit 2023)

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