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Jonathan Edwards (Leichtathlet)

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Datei:Jonathan Edwards olympics 2000.jpg
Jonathan Edwards 2000 in Sydney

Voller Name Jonathan David Edwards
Nation Vereinigtes KonigreichDatei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich
Geburtstag 10. Mai 1966
Geburtsort London
Größe 182 cm
Gewicht 73 kg
Karriere
Disziplin Dreisprung
Bestleistung 18,29 m Aktueller Weltrekord
Verein Gateshead Harriers
Status zurückgetreten
Karriereende 2003
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 2 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
Hallen-WM 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Hallen-EM 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Commonwealth Games 1 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Silber Atlanta 1996 Dreisprung
Gold Sydney 2000 Dreisprung
 Weltmeisterschaften
Bronze Stuttgart 1993 Dreisprung
Gold Göteborg 1995 Dreisprung
Silber Athen 1997 Dreisprung
Bronze Sevilla 1999 Dreisprung
Gold Edmonton 2001 Dreisprung
 Hallenweltmeisterschaften
Silber Lissabon 2001 Dreisprung
 Europameisterschaften
Gold Budapest 1998 Dreisprung
Bronze München 2002 Dreisprung
 Halleneuropameisterschaften
Gold Valencia 1998 Dreisprung
 Commonwealth Games
Silber Auckland 1990 Dreisprung
Silber Victoria 1994 Dreisprung
Gold Manchester 2002 Dreisprung
Datei:Athletissima 2012 - Jonathan Edwards.jpg
Jonathan Edwards (2012)

Jonathan David Edwards, CBE (* 10. Mai 1966 in London) ist ein ehemaliger britischer Dreispringer und Olympiasieger. Er ist der aktuelle Weltrekordhalter im Dreisprung und war 1995 der erste Dreispringer der Welt, der über 18 Meter sprang.

Edwards wurde als Sohn eines Vikars geboren. Sein erster Auftritt bei internationalen Wettkämpfen war mit einigen Hindernissen gespickt. Wegen seines damals streng christlichen Glaubens weigerte er sich zunächst, an Wettkämpfen teilzunehmen, die an einem Sonntag ausgetragen wurden. Dadurch verpasste er die Chance zur Teilnahme an den Weltmeisterschaften 1991 in Tokio. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona schied er in der Qualifikation aus.

Zwei Jahre später, nach zahlreichen Diskussionen mit seinem Vater, änderte er diese Haltung. Er kam zu der Überzeugung, dass Gott ihm das Talent gegeben habe, um es auch im Wettkampf unter Beweis zu stellen. Bei den Weltmeisterschaften 1993 in Stuttgart startete er in der Qualifikationsrunde erstmals an einem Sonntag und gewann im Finale Bronze.

Im Vorfeld der Weltmeisterschaften 1995 verbesserte Edwards am 18. Juli 1995 in Salamanca den zehn Jahre alten Weltrekord des US-Amerikaners Willie Banks um einen Zentimeter auf die neue Weite von 17,98 m. Der Wettkampf bei den Weltmeisterschaften in Göteborg drei Wochen später ging in die Geschichte ein: Mit seinem ersten Sprung landete Edwards bei der neuen Weltrekordweite von 18,16 m. 20 Minuten später verbesserte er in seinem zweiten Sprung den Rekord um weitere 13 Zentimeter und wurde mit dieser Weite von 18,29 m erstmals Weltmeister. Den Mercedes, den er als Prämie für den Gewinn des Weltmeistertitels erhielt, verkaufte Edwards und stiftete den Erlös in Höhe von 70.000 Euro unter Hinweis auf eine solche Familientradition für wohltätige Zwecke.<ref>"Jonathan Edwards - Ein Mercedes für die Armen" in Sport-Bild vom 26. Juni 1996, S. 45</ref> Im gleichen Jahr wurde er von der BBC zum Sportler des Jahres gewählt.

Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta musste sich Edwards dem US-Amerikaner Kenny Harrison geschlagen geben und gewann die Silbermedaille. Auch in den folgenden Jahren stand er wiederholt bei internationalen Meisterschaften auf dem Treppchen: 1997 gewann er bei den Weltmeisterschaften in Athen Silber, 1998 sowohl bei den Halleneuropameisterschaften in Valencia wie auch bei den Europameisterschaften in Budapest Gold und 1999 bei den Weltmeisterschaften in Sevilla Bronze.

Dem Sieg bei Olympischen Spielen 2000 in Sydney folgte im Jahr darauf die Silbermedaille bei den Hallenweltmeisterschaften in Lissabon und der zweite Weltmeistertitel bei den Weltmeisterschaften in Edmonton. 2002 gewann er Gold bei den Commonwealth Games in Manchester und Bronze bei den Europameisterschaften in München.

Nach den Weltmeisterschaften 2003 in Paris/Saint-Denis, wo er nach einer Knöchelverletzung mit 16,31 m nur den zwölften Platz erreichte, beendete er seine Karriere.

Edwards, der 1987 erfolgreich ein Physikstudium an der University of Durham abschloss<ref>Olympic triple jumper returns for Honorary Degree (englisch), abgerufen am 24. August 2013</ref>, schlug nach der Karriere eine Laufbahn in der Medienbranche ein und präsentierte bis 2007 im Fernsehprogramm der BBC die Sendung Songs of Praise, in der christliche Lieder gesungen wurden. Inzwischen hat Edwards sich vom Christentum und vom Glauben an göttliche Entitäten distanziert.

Edwards wirkte zudem als Vorstandsmitglied des London Organising Committee of the Olympic Games and Paralympic Games (LOCOG), das für die Planung und Organisation der Olympischen Spiele und der Paralympics 2012 in London verantwortlich war.

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Jonathan Edwards – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Klappleiste/Anfang 1896: Vereinigte Staaten 44Datei:Flag of the United States (1891-1896).svg James Connolly | 1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Meyer Prinstein & Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Ray Ewry (aus dem Stand) | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Meyer Prinstein & Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Ray Ewry (aus dem Stand) | Zwischenspiele 1906: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Peter O’Connor | 1908: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Tim Ahearne | 1912: SchwedenSchweden Gustaf Lindblom | 1920: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Vilho Tuulos | 1924: AustralienAustralien Nick Winter | 1928: Japan 1870Japan Mikio Oda | 1932: Japan 1870Japan Chūhei Nambu | 1936: Japan 1870Japan Naoto Tajima | 1948: SchwedenSchweden Arne Åhman | 1952: Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Adhemar da Silva | 1956: Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Adhemar da Silva | 1960: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Józef Szmidt | 1964: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Józef Szmidt | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1976: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1980: SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Jaak Uudmäe | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Joyner | 1988: Bulgarien 1971Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Christo Markow | 1992: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Conley | 1996: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kenny Harrison | 2000: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jonathan Edwards | 2004: SchwedenSchweden Christian Olsson | 2008: PortugalPortugal Nelson Évora | 2012: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christian Taylor | 2016: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christian Taylor | 2020: PortugalPortugal Pedro Pichardo | 2024: SpanienSpanien Jordan Díaz

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1934: Willem Peters | 1938: Onni Rajasaari | 1946: Valle Rautio | 1950: Leonid Schtscherbakow | 1954: Leonid Schtscherbakow | 1958: Józef Szmidt | 1962: Józef Szmidt | 1966: Georgi Stojkowski | 1969: Wiktor Sanejew | 1971: Jörg Drehmel | 1974: Wiktor Sanejew | 1978: Miloš Sreiović | 1982: Keith Connor | 1986: Christo Markow | 1990: Leonid Woloschin | 1994: Denis Kapustin | 1998: Jonathan Edwards | 2002: Christian Olsson | 2006: Christian Olsson | 2010: Phillips Idowu | 2012: Fabrizio Donato | 2014: Benjamin Compaoré | 2016: Max Heß | 2018: Nelson Évora | 2022: Pedro Pichardo | 2024: Jordan Díaz Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Halleneuropameister im Dreisprung

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