Johann Wadephul
Johann Walter David Rudolf „Jo“ Wadephul (Aussprache [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈvaːdəˌfuːl]; * 10. Februar 1963 in Husum) ist ein deutscher Politiker der CDU. Er ist seit dem 6. Mai 2025 Bundesminister des Auswärtigen im Kabinett Merz.
Wadephul ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages, in dem er von 2017 bis Mai 2025 einer der stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion war. Zuvor war er ab 2005 Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein.<ref>Website Johann Wadephul, Meine Aufgabenfelder, abgerufen am 15. April 2025.</ref>
Leben und Beruf
Johann Wadephul wurde als Sohn des Lehrerpaares Werner und Karin Wadephul, geb. Schäfer, in Husum an der Nordsee geboren. Er besuchte die Grundschule in Nordhastedt und anschließend die Meldorfer Gelehrtenschule, an der er im Mai 1982 das Abitur ablegte. Von 1982 bis 1986 diente Wadephul als Zeitsoldat bei der Bundeswehr und begann 1986 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, welches er im Oktober 1991 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Von 1992 bis 1993 war Wadephul Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und seit Februar 1993 Rechtsreferendar im Landgerichtsbezirk Kiel. 1995 legte er sein zweites Staatsexamen ab und wurde im März 1996 in Kiel bei Dieter Reuter mit einer Arbeit über Die Vereinbarungen der Betriebspartner promoviert. Seitdem ist er als Rechtsanwalt, seit 2009 als Fachanwalt für Medizinrecht und Fachanwalt für Sozialrecht<ref>Claudia Löwe: Johann Wadephul privat: Wie lebt der Baerbock-Erbe abseits des Politik-Parketts? 8. Mai 2025, abgerufen am 28. Mai 2025.</ref> tätig, derzeit in einer Kanzlei in Neumünster und Berlin.
Johann Wadephul ist evangelisch, verheiratet und hat drei Töchter,<ref>Auswärtiges Amt: Außenminister Johann Wadephul. Abgerufen am 5. Juli 2025.</ref> darunter die CDU-Politikerin Hannah Wadephul.<ref>Johann Wadephul im Porträt: CDU, Ehefrau, Außenministerium, Bundeswehr, abgerufen am 9. November 2025.</ref> Er wohnt in Molfsee und ist Oberstleutnant der Reserve der Bundeswehr.<ref>Markus Decker: Newsletter „Hauptstadt-Radar“: Pistorius und Wadephul und die Beförderung. 4. Juli 2023, abgerufen am 14. Juli 2023.</ref>
Partei
Seit 1982 ist er Mitglied der CDU. Hier engagierte er sich zunächst in der Jungen Union und war von 1985 bis 1989 ihr Vorsitzender und seit 1996 Ehrenvorsitzender in Dithmarschen.<ref>Ehemalige Vorsitzende der Jungen Union Dithmarschen. Abgerufen am 11. April 2025.</ref> Von 1992 bis 1996 war er Landesvorsitzender der Jungen Union Schleswig-Holstein.<ref>Landesvorstand. Abgerufen am 11. April 2025.</ref> Ab 1993 gehörte er dem CDU-Landesvorstand in Schleswig-Holstein an. Von 1997 bis 2000 war er zunächst Generalsekretär und von 2000 bis 2002 Landesvorsitzender der CDU Schleswig-Holstein. Seit Januar 2006 ist Wadephul Kreisvorsitzender der CDU Rendsburg-Eckernförde. Von 2010 bis 2021 war er Mitglied des CDU-Bundesvorstands.
Politische Funktionen
Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein (2000–2009)
Wadephul zog nach der Landtagswahl am 27. Februar 2000 und nach der Landtagswahl am 20. Februar 2005 in den Landtag ein, beide Male über die Landesliste der CDU Schleswig-Holstein.<ref>siehe Liste der Mitglieder des Landtages Schleswig-Holstein (15. Wahlperiode) und Liste der Mitglieder des Landtages Schleswig-Holstein (16. Wahlperiode).</ref> Wadephul war von 2000 bis 2009 Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein. Er wurde 2000 Mitglied des CDU-Fraktionsvorstandes. Die CDU war 2000 bis 2005 in der Opposition (das rot-grüne Kabinett Simonis III regierte). Nach der Wahl 2005 kam es zu einem Regierungswechsel. Peter Harry Carstensen bildete das schwarz-rote Kabinett Carstensen I. Wadephul wurde am 17. März 2005 zunächst zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt und am 27. April 2005 zum Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion.
Mitglied des Bundestages (seit 2009)
Wadephul ist seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages.<ref>siehe auch Liste der Mitglieder des Deutschen Bundestages (21. Wahlperiode)</ref> Er wurde bei der Bundestagswahl 2009 im Wahlkreis Rendsburg-Eckernförde mit 40,2 % der Erststimmen direkt in den Bundestag gewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2009 Wahlkreis 004 – Rendsburg-Eckernförde ( vom 24. Februar 2016 im Internet Archive)</ref> Im 17. Bundestag war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales und im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Außerdem war er Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.
Bei der Bundestagswahl 2013 verteidigte er seinen Wahlkreis mit 45,2 % der Erststimmen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Endgültiges Ergebnis der Bundestagswahl 2013 Wahlkreis 004 – Rendsburg-Eckernförde ( vom 23. September 2015 im Internet Archive)</ref> Im 18. Bundestag führte er den Vorsitz im Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages und war ordentliches Mitglied im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten sowie stellvertretendes Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Im Auswärtigen Ausschuss war er für die CDU/CSU-Fraktion Berichterstatter für die Länder des Nahen/Mittleren Ostens, die Golfstaaten und den Iran.
Zum Ende der Wahlperiode wurde er am 7. März 2017 als Nachfolger von Ole Schröder, der sein Ausscheiden aus der Politik für die nächste Wahlperiode angekündigt hatte, zum Vorsitzenden der Landesgruppe der CDU Schleswig-Holstein gewählt.<ref>DPA: Wadephul-leitet-CDU-Bundestagsgruppe-Schleswig-Holstein. In Hamburger Abendblatt vom 7. März 2017</ref>
Bei der Bundestagswahl 2017 erhielt Wadephul 42,7 % der Erststimmen und erneut das Direktmandat in seinem Wahlkreis. Im 19. Deutschen Bundestag wurde er von der Landesgruppe der CDU Schleswig-Holstein erneut zum Vorsitzenden gewählt und sodann von der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag zu einem der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, zuständig für Auswärtiges, Verteidigung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie Europarat.<ref>Pressemitteilung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vom 29. Januar 2018</ref> Er war stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Angelegenheiten der Europäischen Union, des Verteidigungsausschusses sowie des Auswärtigen Ausschusses und des 1. Untersuchungsausschusses des Verteidigungsausschusses.
Bei der Bundestagswahl 2021 erhielt Wadephul in seinem Wahlkreis 29,7 Prozent der Erststimmen. Sönke Rix (SPD) erhielt 30,8 Prozent der Erststimmen und wurde so direkt gewählt.<ref>Gewählt im Wahlkreis Rendsburg Eckernförde. Abgerufen am 28. April 2025.</ref> Wadephul rückte über Platz 1 der Landesliste Schleswig-Holstein erneut in den Bundestag ein.<ref>Gewählte ‚W‘. Der Bundeswahlleiter, abgerufen am 27. September 2021.</ref> Auch im 20. Deutschen Bundestag wurde er von der Schleswig-Holsteinischen Landesgruppe der CDU-Abgeordneten zum Vorsitzenden gewählt. In seinem Amt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender, zuständig für Auswärtiges, Verteidigung, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie Europarat, wurde er im September 2022 bestätigt.<ref>CDU/CSU-Fraktion hat ihren Vorstand im Amt bestätigt. In: cducsu.de. 27. September 2022, abgerufen am 22. April 2025.</ref> Außerdem war er Vorsitzender der Deutsch-Südkaukasischen Parlamentariergruppe<ref>https://www.bundestag.de/europa_internationales/parlamentariergruppen</ref> und Leiter der deutschen Delegation zur parlamentarischen Versammlung der NATO.<ref>https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw15-interview-wadephul-890122</ref>
Bei der Bundestagswahl 2025 war Wadephul Spitzenkandidat der CDU Schleswig-Holstein. Er gewann das Direktmandat im Wahlkreis Rendsburg-Eckernförde mit 32,8 % und zog erneut in den Deutschen Bundestag ein.<ref>Nord-CDU: Wadephul ist Spitzenkandidat für Bundestagswahl. In: NDR. 12. Dezember 2024, abgerufen am 28. April 2025.</ref><ref>Neuer Bundestag: Johann Wadephul (CDU) aus Molfsee ist gewählt. In: NDR. 24. Februar 2025, abgerufen am 28. April 2025.</ref>
Bundesminister des Auswärtigen (seit 2025)
Am 6. Mai 2025 wurde Wadephul als erster Politiker aus der CDU seit Gerhard Schröder 1966 zum Bundesminister des Auswärtigen im Kabinett Merz ernannt.<ref>Demian von Osten: Wadephul im Porträt: Ein Sicherheitspolitiker wird Außenminister. In: tagesschau.de. 28. April 2025, abgerufen am 9. Mai 2025.</ref><ref>Christoph Schult, Severin Weiland: (S+) Johann Wadephul: Was vom ersten CDU-Außenminister seit 59 Jahren zu erwarten ist. In: Der Spiegel. 8. Mai 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 15. Mai 2025]).</ref> Die Tatsache, dass Bundeskanzler und Außenminister erstmals seit sechs Jahrzehnten der gleichen Partei angehören, wurde teilweise als Versuch der Vermeidung parteipolitischer Konflikte mit dem Kanzleramt gedeutet.<ref>Demian von Osten: Wadephul im Porträt: Ein Sicherheitspolitiker wird Außenminister. Abgerufen am 15. Mai 2025.</ref><ref>Daniel Brössler: Johann Wadephul: Der nächste Außenminister ist ein Mann des Mittelwegs. 29. April 2025, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref> Wadephuls erste Auslandsreisen führten ihn zusammen mit Bundeskanzler Merz zu Antrittsbesuchen nach Paris und Warschau, kurz darauf auch nach Kyiv, wo er auch mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Schmyhal zusammentraf. Der erste außereuropäische Staatsbesuch führte den Minister am 10. Mai 2025 nach Israel und zur palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah.<ref>Antrittsbesuch in schwierigen Zeiten: Außenminister Wadephul reist nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete. Auswärtiges Amt, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref> Nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Sa’ar erklärte Wadephul, Deutschland müsse den US-amerikanischen Vorschlag, Hilfslieferungen für die Zivilbevölkerung Gazas von privaten Unternehmen abwickeln zu lassen, prüfen. Israels positive Haltung zu diesem Vorschlag bezeuge, dass dem Land bei seiner monatelangen Blockade von Nahrungs- und Arzneilieferungen nach Gaza kein völkerrechtswidriges Verhalten vorzuwerfen sei.<ref>Claudia Buckenmaier, Georg Schwarte: Wadephul in Israel: Zu Besuch bei sehr komplizierten Freunden. In: tagesschau.de. Abgerufen am 15. Mai 2025.</ref> Bei einem Treffen mit Premierminister Benjamin Netanjahu betonte dieser die exzellenten Beziehungen zwischen den beiden Ländern.<ref>Sabine Brandes: Johann Wadephul in Israel: Deutsche Staatsräson bekräftigt !werk=Jüdische Allgemeine. 14. Mai 2025, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref> Wadephul äußerte Zweifel, ob das derzeitige israelische Vorgehen im Gazastreifen im langfristigen Interesse Israels liege und betonte, dass das palästinensische Gebiet nicht langfristig besetzt werden könne.<ref>Netanjahu empfängt Wadephul: "Exzellente Beziehungen". In: zdf.de. 11. Mai 2025, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref> Grundsätzlich stellte er andererseits klar: „Dennoch ist es dringend notwendig, dass die Hamas entwaffnet wird und dass sie die militärische Kontrolle über Gaza nicht weiter haben kann. […] Israel hat ein absolut berechtigtes Sicherheitsinteresse […] Deutschland wird hier ganz klar an der Seite Israels stehen.“<ref>Außenminister Wadephul in Israel: "Entsetzen und Scham". In: DW.com. 11. Mai 2025, abgerufen am 15. Mai 2025.</ref>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Politische Positionen
Gleichgeschlechtliche Ehe
Wadephul stimmte im Juni 2017 im Bundestag entgegen der großen Mehrheit seiner Fraktion für die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe.<ref>Diese Unionsabgeordneten stimmten für die Ehe für alle. In: Welt. 30. Juni 2017, abgerufen am 10. Mai 2025.</ref>
Russisch-Ukrainischer Krieg
Im Mai 2023 sprach er sich in einem Interview mit dem Tagesspiegel dafür aus, der Ukraine den Einsatz deutscher Waffen auf Ziele in Russland zu erlauben.<ref>Ukraine den Waffen-Einsatz in Russland erlauben? CDU-Politiker dafür. In: Berliner Zeitung. 13. Mai 2023, abgerufen am 10. Mai 2025.</ref>
Nahostkonflikt
Während des Kriegs in Israel und Gaza seit 2023 plädierte Wadephul für eine Fortführung der deutschen Waffenlieferungen an Israel. Es sei eine „logische Konsequenz“ aus der deutschen Staatsräson, „dass wir Israel niemals Waffen zur Selbstverteidigung verweigern“. Deutschland solle außerdem all seine diplomatischen Mittel einsetzen, um „Israel zu schützen, Bedrohungen abzumildern, Israels Recht zur Selbstverteidigung in internationalen Foren zu bekräftigen und es bei Bedarf zu verteidigen“.<ref>Johann Wadephul: Germany must never deny Israel weapons for self-defense. In: The Berlin Pulse Express Edition. Körber Stiftung, abgerufen am 10. Mai 2025. (Artikel ohne Veröffentlichungsdatum)</ref> Die Vorgehensweise Israels auf dem Gebiet des Gazastreifens wurde bereits Ende 2024 vom Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte scharf verurteilt.<ref>Israel’s assault on the foundations of international law must have consequences: UN experts vom 30. Dezember 2024 Vereinte Nationen, abgerufen am 18. Juli 2025</ref> Wadephul sagte noch im Juni 2025, Deutschland müsse die Übergriffe „akzeptieren“, so lange Israel diese für „notwendig“ halte (Zitat: „Sie haben uns gesagt, dass das aus ihrer Sicht notwendig ist – und das müssen wir so akzeptieren“).<ref name="ZEIT">Israel-Iran-Krieg: Johann Wadephul zeigt Verständnis für Israels Angriff auf den Iran. vom 27. Juni 2025 Die Zeit, abgerufen am 18. Juli 2025</ref>
Als der Konflikt im israelisch-iranischen Krieg von 2025 eskalierte, äußerte Wadephul Verständnis für die Angriffe Israels auf den Iran.<ref name="ZEIT" /> Zum Zeitpunkt seiner Stellungnahme bewerteten nicht nur die Vereinten Nationen<ref>UN experts condemn Israeli attack on Iran and urge end to hostilities vom 20. Juni 2025 Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, abgerufen am 18. Juli 2025</ref>, sondern auch deutsche Strafrechtsexperten wie Kai Ambos die als Präventivschlag dargestellten Angriffe Israels als klar völkerrechtswidrig.<ref>Israels Attacke auf Iran: »Dieser Angriff war klar völkerrechtswidrig« vom 14. Juni 2025 Der Spiegel, abgerufen am 18. Juli 2025</ref>
Nachdem der UN-Sonderberichterstatterin für Palästina, Francesca Albanese, mit einem zusammengeschnittenen Video in den Mund gelegt worden war, Israel als „gemeinsamen Feind“ bezeichnet zu haben, forderte Wadephul – wie einige weitere europäische Außenminister – den Rücktritt Albaneses. Er schrieb, er verurteile „die jüngsten Aussagen über Israel. Sie ist in ihrer Position unhaltbar“.<ref name=":0">Francesca Albanese: Uno verteidigt Palästina-Sonderberichterstatterin. In: Der Spiegel. 18. Februar 2026, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 18. Februar 2026]).</ref> Tatsächlich hatte Albanese diese Aussage so nicht getroffen.<ref>Truth or Fake - No, the UN's Francesca Albanese did not call Israel 'the common enemy of humanity'. 12. Februar 2026, abgerufen am 18. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wadephuls Äußerungen über Albanese sorgten für Kritik: Der Koordinierungsausschuss der UN-Sonderberichterstatter verurteilte „böswillige Angriffe“ auf unabhängige Menschenrechtsexperten. Auch Amnesty International verurteilte die Angriffe und forderte die Minister dazu auf, ihre Rücktrittsforderungen zurückzuziehen.<ref name=":0" /><ref>UN-Ausschuss verurteilt Angriffe seitens EU-Minister auf Palästina-Berichterstatterin Albanese. In: n-tv. Abgerufen am 18. Februar 2026.</ref>
Sonstiges
Im Februar 2025 wurde Wadephul von den russischen Fake-Anrufern Vovan und Lexus<ref>Prank-Anruf russischer Akteure. In: Verfassungsschutz BW. Abgerufen am 4. Mai 2025.</ref> kontaktiert, die vorgaben, Mitarbeiter des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu sein. In dem 20-minütigen Anruf sprach er über die militärische Unterstützung und die mögliche Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern. Ferner sagte er, Russland werde „immer ein Feind und eine Gefahr für unsere europäische Sicherheit sein“.<ref>Florian Sädler: Gespräch über Taurus – CDU-Politiker geht Fake-Anrufern auf den Leim. In: Die Welt. 5. Februar 2025, abgerufen am 5. Mai 2025.</ref> In den vergangenen Jahren fielen auf die Anrufe des Duos (bürgerlich Wladimir Kusnezow und Alexei Stoljarow) bereits andere Politiker wie Angela Merkel, Robert Habeck, Giorgia Meloni und Andrzej Duda herein.<ref>CDU-Politiker Wadephul wird Opfer von russischem Fakeanruf. In: Spiegel Online. 5. Februar 2025, abgerufen am 10. Februar 2025.</ref>
Mitgliedschaften
Wadephul war stellvertretender Vorsitzender der Hermann Ehlers Stiftung. Er ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland und der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag.<ref>Europa-Union Parlamentarier im Deutschen Bundestag. Abgerufen am 11. August 2025.</ref>
Er war Mitglied im Beirat der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft.<ref>Meldung der DPG, abgerufen am 24. Juni 2025</ref>
Auszeichnungen
- 2026: Verdienstorden 2. Klasse der Ukraine<ref>Selenskyj verleiht Wadephul Verdienstorden – aber nur zweiter Klasse. In: stern.de. 25. Februar 2026, abgerufen am 25. Februar 2026.</ref>
Schriften
- Die Vereinbarungen der Betriebspartner. Eine Untersuchung der Grenzen der Regelungsbefugnis vor dem Hintergrund der Richtlinien gem. § 28 SprAuG. (Kiel, Univ., Diss., 1996).
Weblinks
- Website von Johann Wadephul mit Lebenslauf
- Biografie beim Deutschen Bundestag
- Johann Wadephul im Landtagsinformationssystem Schleswig-Holstein (LIS-SH)
- Johann Wadephul auf abgeordnetenwatch.de
- Stellungnahme zum russisch-ukrainischen Krieg Zentrum liberale Moderne, 7. April 2025
Einzelnachweise
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />
Konrad Adenauer (CDU, 1951–1955) | Heinrich von Brentano (CDU, 1955–1961) | Gerhard Schröder (CDU, 1961–1966) | Willy Brandt (SPD, 1966–1969) | Walter Scheel (FDP, 1969–1974) | Hans-Dietrich Genscher (FDP, 1974–1982) | Helmut Schmidt (SPD, 1982) | Hans-Dietrich Genscher (FDP, 1982–1992) | Klaus Kinkel (FDP, 1992–1998) | Joschka Fischer (B90/Grüne, 1998–2005) | Frank-Walter Steinmeier (SPD, 2005–2009) | Guido Westerwelle (FDP, 2009–2013) | Frank-Walter Steinmeier (SPD, 2013–2017) | Sigmar Gabriel (SPD, 2017–2018) | Heiko Maas (SPD, 2018–2021) | Annalena Baerbock (B90/Grüne, 2021-2025) Johann Wadephul (CDU, seit 2025) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Kabinett MerzVorlage:Klappleiste/Anfang
Maxime Prévot (Belgien) | Georg Georgiew (Bulgarien) | Lars Løkke Rasmussen (Dänemark) | Johann Wadephul (Deutschland) | Margus Tsahkna (Estland) | Elina Valtonen (Finnland) | Jean-Noël Barrot (Frankreich) | Giorgos Gerapetritis (Griechenland) | Helen McEntee (Irland) | Antonio Tajani (Italien) | Gordan Grlić Radman (Kroatien) | Baiba Braže (Lettland) | Kęstutis Budrys (Litauen) | Xavier Bettel (Luxemburg) | Ian Borg (Malta) | Tom Berendsen (Niederlande) | Beate Meinl-Reisinger (Österreich) | Radosław Sikorski (Polen) | Paulo Rangel (Portugal) | Oana Țoiu (Rumänien) | Maria Malmer Stenergard (Schweden) | Juraj Blanár (Slowakei) | Tanja Fajon (Slowenien) | José Manuel Albares (Spanien) | Jan Lipavský (Tschechien) | Péter Szijjártó (Ungarn) | Constantinos Kombos (Zypern) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
Carl Schröter (1946–1951) | Friedrich Wilhelm Lübke (1951–1954) | Kai-Uwe von Hassel (1955–1964) | Helmut Lemke (1964–1971) | Gerhard Stoltenberg (1971–1989) | Ottfried Hennig (1989–1997) | Peter Kurt Würzbach (1997–2000) | Johann Wadephul (2000–2002) | Peter Harry Carstensen (2002–2010) | Christian von Boetticher (2010–2011) | Jost de Jager (2011–2013) | Reimer Böge (2013–2014) | Ingbert Liebing (2014–2016) | Daniel Günther (seit 2016) Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste CDU-Fraktionsvorsitzende im Schleswig-Holsteinischen Landtag
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wadephul, Johann |
| ALTERNATIVNAMEN | Wadephul, Johann Walter David Rudolf (vollständiger Name); Wadephul, Jo (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU), MdL, MdB, Bundesminister des Auswärtigen |
| GEBURTSDATUM | 10. Februar 1963 |
| GEBURTSORT | Husum |
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Außenminister (Bundesrepublik Deutschland)
- Vorsitzender der CDU Schleswig-Holstein
- Fraktionsvorsitzender (CDU Schleswig-Holstein)
- Bundestagsabgeordneter (Schleswig-Holstein)
- CDU-Bundesvorstand
- Mitglied des Ausschusses für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung (Deutscher Bundestag)
- Mitglied des Auswärtigen Ausschusses (Deutscher Bundestag)
- Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarats für Deutschland
- Mitglied der Parlamentarischen Versammlung der WEU
- Person (Konrad-Adenauer-Stiftung)
- Politiker (20. Jahrhundert)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Träger des Verdienstordens der Ukraine
- Deutscher
- Geboren 1963
- Mann
- Wikipedia:Artikel mit Video
- Oberstleutnant (Heer der Bundeswehr)