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Jamnitz (Wüstung)

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Datei:Fotothek df rp-c 0990017 Krauschwitz-Pechern. Atlas von Schlesien, Kreis Rothenburg, Verlag C. Flemming-G.jpg
Jamnitz und Umgebung (um 1850)

Jamnitz, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value),<ref>Arnošt Muka: Serbsko-němski a němsko-serbski přiručny słownik. Budyšin 1920, S. 244.</ref> ist eine Wüstung in der Landgemeinde Przewóz (deutsch Priebus) im Powiat Żarski der Woiwodschaft Lebus in Polen. Mit dem Nachbardorf Pattag bildete der 1945 kriegsverwüstete Ort bis 1938 die Gemeinde Jamnitz-Pattag.

Geographie

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Image:PC nebst HM - Pechern.png|310px

    1. Landkreis Görlitz ##

rect 19 19 119 49 Kromlau rect 93 0 212 53 Bad Muskau rect 67 49 156 84 Gablenz rect 156 55 210 75 Berg rect 45 79 140 103 Groß Vogentz rect 26 100 147 137 Krauschwitz rect 110 140 177 166 Keula rect 192 133 255 158 Sagar rect 227 156 310 181 Skerbersdorf rect 0 158 47 197 Weißwasser rect 140 171 247 200 Weißkeißel rect 270 200 350 231 Pechern rect 275 257 380 290 Neudorf rect 386 231 465 260 Werdeck rect 381 270 486 294 Podrosche rect 410 305 505 330 Klein Priebus rect 20 236 235 290 Muskauer Heide rect 0 292 78 326 Nochten rect 0 374 95 389 Schadendorf rect 59 342 131 384 Wunscha rect 184 378 262 389 Viereichen rect 137 355 220 380 Publick rect 415 365 518 389 Steinbach

    1. Landkreis Żary ##

rect 324 0 400 34 Włostowice (Rosnitz) rect 422 0 540 26 Marcinów (Merzdorf) rect 541 0 619 12 Janików (Jenkendorf) rect 265 29 372 64 Wierzbięcin (Kochsdorf) rect 540 23 619 57 Piotrów (Groß Petersdorf) rect 447 55 546 77 Siemiradz (Neudorf) rect 220 77 292 101 Łęknica (Lugknitz) rect 290 64 391 98 Przewoźniki (Wendisch Hermsdorf) rect 411 74 505 95 Karsówka (Mühlbach)

  1. rect 538 69 619 94 (Quolsdorf)

rect 370 95 456 122 Dąbrowa Łużycka (Dubrau) rect 507 95 619 122 Dobrochów (Zessendorf) rect 537 123 619 160 Straszów (Groß Selten) rect 447 127 522 160 Włochów (Weltsch) rect 318 147 464 180 Wendisch Musta rect 485 208 595 239 Przewóz (Priebus) rect 424 183 505 221 Potok (Patag) rect 338 182 426 222 Jamnitz rect 500 264 614 292 Bucze (Buchwalde) rect 527 356 619 389 Dobrzyń (Dobers)

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Verweissensitive Grafik: Jamnitz auf der 1745 erschienenen Karte des Priebussischen Kreises nebst der Herrschaft Muskau von Johann George Schreiber

Jamnitz lag nordwestlich von Priebus flussabwärts an der Lausitzer Neiße. Die nächsten Orte entlang der Talstraße der Neiße (heute Woiwodschaftsstraße 350) waren das ebenfalls gewüstete Dorf Wendisch Musta in nordwestlicher und Pattag, heute Potok, in östlicher Richtung. Auf der gegenüberliegenden Neißeseite sind Pechern und Werdeck die nächsten Orte.

Historisch gehörte Jamnitz zum Herzogtum Sagan. Es lag nahe der Grenze zur oberlausitzischen Standesherrschaft Muskau.

Geschichte

Ortsgeschichte

Urkundliche Erwähnung fand das Dorf 1513 unter dem Namen Jamenitz. Der in jenem Jahr in Crossen gerichtete Raubritter Hans von Horn, Sohn des Peter von Horn auf Klein Düben, bekannte, dass er oft bei einem Bauern in Jamnitz gelegen hatte.

Da sich Jamnitz in der Bannmeile der Stadt Priebus befand, setzte diese durch, dass nur ihr Bier im Dorfe ausgeschenkt werden durfte. Die Einwohner von Jamnitz waren, wie auch die von Pattag, nach Priebus eingepfarrt, jedoch gingen die Kinder zur Schule nach Pechern.

Unter Peter von Sagan wurden Jamnitz und Pattag gegen 1800 als fürstliches Kammergut aufgeführt. Wegen der geringen Größe beider Dörfer wurden sie in der Folgezeit bei Bevölkerungserhebungen zumeist gemeinsam betrachtet.

Durch die Auflösung des Kreises Sagan kam Jamnitz-Pattag 1932 zum Kreis Rothenburg. In diesem wurde die Gemeinde mit dem gegenüberliegenden Ort Werdeck zum 1. April 1938 zur Gemeinde Neißebrück zusammengeführt.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Dorf zerstört. Ein Wiederaufbau des – nach der Festlegung der Oder-Neiße-Grenze – nun polnischen Ortes fand nicht mehr statt. Noch vorhandene Bausubstanz wurde nach und nach geborgen und für Reparaturen in den benachbarten Orten verwendet.

Ortsname

Urkundliche Erwähnungen des Ortes sind unter anderem Jamenitz (1513), Jamnitz (1564) und Glemnitz (1749). Jamnitz, wie auch Jamnice, entstammt dem Altsorbischen und bezeichnet Ton- und Wassergruben.<ref>Robert Pohl: Priebus und die Dörfer des ehemaligen Saganer Westteils. S. 44.</ref>

Literatur

  • Robert Pohl: Priebus und die Dörfer des ehemaligen Saganer Westteils. In: Heimatbuch des Kreises Rothenburg O.-L. 2. Teil. Buchdruckerei Emil Hampel, Weißwasser O.-L. 1934, S. 44 f.

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 29′ 30″ N, 14° 52′ 20″ O

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