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Steinbach (Rothenburg/O.L.)

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Steinbach
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(60)&title=Steinbach 51° 25′ N, 14° 57′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(60) 51° 24′ 50″ N, 14° 57′ 25″ O
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Höhe: 147 m
Einwohner: ca. 60<ref>Gemeindeporträt. Stadt Rothenburg, abgerufen im April 2026.</ref>
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Eingemeindet nach: Lodenau
Postleitzahl: 02929
Vorwahl: 035891
Datei:RothenburgOL Steinbach Aerial alt.jpg
Neiße und Steinbach aus der Luft 2019

Steinbach ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))<ref>Arnošt Muka: Serbski zemjepisny słowničk. Nakł. Maćica Serbska, Budyšin 1927, S. 26 (Online).</ref> ist ein Dorf uns seit 1999 der nördlichste Ortsteil der oberlausitzischen Kleinstadt Rothenburg/Oberlausitz im ächsischen Landkreis Görlitz. Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß seiner Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 3,52 MB) § 17. In: Webauftritt. Stadt Rothenburg, abgerufen im April 2026.</ref>

Geographie

Steinbach liegt als Straßendorf an der Staatsstraße 127, die entlang der Lausitzer Neiße von Bad Muskau über Rothenburg nach Görlitz führt. Nördlich liegt Klein Priebus, südlich liegen Ungunst, Neusorge und Lodenau. Auf der polnischen Neißeseite liegt Sanice (Sänitz).

Durch Steinbach führt der Oder-Neiße-Radweg und der Fernwanderweg ZiegenrückBarth, jetzt Fernwanderweg Ostsee-Saaletalsperren und Teil des Europäischen Fernwanderweges E10.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die urkundliche Ersterwähnung des Ortes wird auf das Jahr 1399 datiert. Zu dieser Zeit hieß der Ort noch Stincbach und war damit eine Siedlung an einem stinkenden, schlammigen Bach. Die Umdeutung des Namens erfolgte erst später, aus den Jahren 1519 und 1520 beispielsweise sind Styndbach und Stimbach überliefert; 1759 wurde der Ort Stimpach genannt und 1791 erfolgte schließlich eine Nennung in der heutigen Namensform Steinbach.

Ein Rittergut existierte in Steinbach spätestens seit dem 16. Jahrhundert. Im Jahr 1882 wurde Steinbach von Rothenburg nach Sänitz umgepfarrt.

Datei:Steinbach OL Kriegerdenkmal.JPG
Denkmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Kriegs

Nach langen Planungen und Bauverzögerungen wurde 1907 die Bahnstrecke Horka–Priebus eröffnet, die südlich von Steinbach die Neiße überquerte. Die nächsten Bahnhöfe waren in Lodenau und Sänitz.

Am 1. April 1938 wurde Steinbach auch politisch in Sänitz eingegliedert. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Oder-Neiße-Grenze die Gemeinde durchtrennte, wurde Steinbach wieder eine eigenständige Gemeinde.

Die gegen Kriegsende gesprengte Neißebrücke der Eisenbahn wurde nicht wieder aufgebaut. Auf deutscher Seite wurde die Strecke wieder in Betrieb genommen und 1947 wurde am Kilometer 15,0 ein provisorischer Haltepunkt eingerichtet, der nach einer Ostverlegung der Grenze und dementsprechend voller Wiederübernahme der Strecke wieder abgebaut werden sollte. Da die Grenzziehung bestätigt wurde, nannte man den Haltepunkt „km 15,0“ in Haltepunkt Steinbach um. Da die Bahnstrecke an Bedeutung verlor, wurde sie in den 1960er Jahren nur noch bis Lodenau betrieben.

Steinbach wurde am 1. Juli 1969 nach Lodenau eingemeindet<ref>Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt</ref> und wurde am 1. Januar 1999, nach der Eingemeindung Lodenaus,<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999</ref> ein Rothenburger Ortsteil.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1825<ref name="HOV">Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen. Abgerufen am 24. Mai 2008.</ref> 158
1837<ref>Stadt Rothenburg/O.L. – Informationen zur Ortschaft Steinbach. Abgerufen am 24. Mai 2008.</ref> 228
1871 266
1885 229
1905 199
1925 284
1937 250
1946 308
1950 336
1964 255
2006 97
2011<ref>Datenblatt zur Bevölkerungsstatistik des Freistaates Sachsen in Rothenburg vom 9. Mai 2011 (Excel-Dokument als Download)</ref> 89

Im Jahr 1777 waren die Auswirkungen der drei Schlesischen Kriege noch spürbar; obwohl seit 1763 Frieden herrschte, lagen sieben Wirtschaften noch immer wüst. Im Ort lebten in jenem Jahr acht besessene Mann, vier Gärtner sowie zehn Häusler.

Zwischen 1815 und 1945, als Steinbach zum preußisch-schlesischen Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.) gehörte, bewegte sich die Einwohnerzahl zwischen 150 und 300. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Marke überschritten, doch bereits in den 1960er Jahren fiel die Einwohnerzahl wieder auf Vorkriegsniveau. In den kommenden 50 Jahren sollte sie auf gut ein Drittel dieses Werts absinken.

Literatur

  • Reinhard Leue: Zwei Schwestern an der Neiße – Beitrag mit historisch-chronistischem Hintergrund über Sänitz und Steinbach (Rothenburg/O.L.). Zweimal veröffentlicht: a) S. 59–64 in Erinnertes Erbe. Studien zur schlesischen und Oberlausitzer Kirchengeschichte, Band 8, Festschrift für Christian-Erdmann Schott. Herausgegeben von Dietrich Meyer, Verein für Schlesische Kirchengeschichte e. V., Herrnhut 2002, ISBN 3-9807955-1-9<ref>DNB 966374630</ref> und b) S. 165–168 in Oberlausitzer Hausbuch 2001, Bautzen 2002, ISBN 3-929091-88-7<ref>DNB 01641182X</ref>

Weblinks

Commons: Steinbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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