Zum Inhalt springen

Jüdischer Friedhof (Ichenhausen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Ichenhausen jüdischer Friedhof397.JPG
Jüdischer Friedhof in Ichenhausen
Datei:Ichenhausen jüdischer Friedhof Grabstein394.JPG
Grabstein auf dem jüdischen Friedhof in Ichenhausen

Der jüdische Friedhof in Ichenhausen, einer Stadt im schwäbischen Landkreis Günzburg in Bayern, ist ein geschütztes Baudenkmal. Er befindet sich südlich des Ortes an der Straße nach Krumbach.

Geschichte

In den Jahren nach der ersten Aufnahme von Juden in Ichenhausen, ab 1536, wurden die Toten der jüdischen Gemeinde Ichenhausen auf dem heute nicht mehr vorhandenen jüdischen Friedhof in Burgau beigesetzt.

Im Jahr 1567 konnte ein eigener Friedhof errichtet werden, der mehrfach erweitert wurde und deshalb aus vier Teilen besteht. Auf dem 102,59 Ar großen Friedhof befinden sich heute noch etwa 1000 Grabsteine (Mazewot). Die Gesamtzahl der Beigesetzten wird auf 7000 bis 8000 geschätzt.

Zeit des Nationalsozialismus

Während der Novemberpogrome 1938 wurde der Friedhof teilweise zerstört. Es wurden viele Grabsteine umgeworfen, die dadurch zerbrachen.

Hier wurden auch die 18 ungarischen jüdischen KZ-Opfer des KZ-Außenlagers Burgau bestattet.<ref name="bpb">Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 149.</ref>

Taharahaus

Datei:Ichenhausen jüdischer Friedhof Taharahaus379.JPG
Taharahaus auf dem jüdischen Friedhof in Ichenhausen

Die 1934 erbaute Friedhofshalle mit einem angebauten Taharahaus ist ein Rundbau mit hölzernem Vordach und wurde vom Jüdischen Jugendverein Ichenhausen errichtet.

Literatur

  • Klaus-Dieter Alicke: Lexikon der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum. Band 2: Großbock – Ochtendung. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008, ISBN 978-3-579-08078-9 (Online-Version).
  • Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. Eine Dokumentation. Herausgegeben von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit München. Bayerische Verlags-Anstalt, Bamberg 1988, ISBN 3-87052-393-X, S. 243–250.
  • Mehr als Steine... Synagogen-Gedenkband Bayern. Band I. Hrsg. von Wolfgang Kraus, Berndt Hamm und Meier Schwarz. Erarbeitet von Barbara Eberhardt und Angela Hager unter Mitarbeit von Cornelia Berger-Dittscheid, Hans Christof Haas und Frank Purrmann. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2007, ISBN 978-3-89870-411-3, S. 478–487.

Weblinks

Commons: Jüdischer Friedhof Ichenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 48° 21′ 39″ N, 10° 18′ 39″ O

 {{#coordinates:48,360764|10,310796|primary
   |dim=1000
   |globe=
   |name=
   |region=DE-BY
   |type=landmark
  }}

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Stadt Augsburg: Augsburg | Kriegshaber  |  Landkreis Augsburg: Fischach
Landkreis Dillingen an der Donau: Binswangen | Bissingen | Buttenwiesen | Höchstädt an der Donau
Landkreis Donau-Ries: Donauwörth | Hainsfarth | Harburg | Mönchsdeggingen | Nördlingen | Oettingen | Steinhart | Wallerstein
Landkreis Günzburg: Burgau | Hürben | Ichenhausen | Neuburg an der Kammel | Thannhausen
Stadt Kempten: Kempten (Allgäu)
Stadt Memmingen: Memmingen
Landkreis Neu-Ulm: Illereichen | Neu-Ulm | Osterberg
Landkreis Unterallgäu: Fellheim

Vorlage:Klappleiste/Ende