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Hypogonadismus

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E29.1 Testikuläre Unterfunktion
E23.0 Hypopituitarismus – Hypogonadotroper Hypogonadismus
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Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11 Hypogonadismus bezeichnet eine endokrine Funktionsstörung der Gonaden (Keimdrüsen). Am häufigsten wird damit der Hypogonadismus (die Gonadeninsuffizienz) des Mannes (männlicher Hypogonadismus), also die fehlende oder verminderte hormonelle Aktivität des Hodens, gemeint. Ein weiblicher Hypogonadismus ist durch mangelnde Östrogen- bzw. Progesteronproduktion (fehlende Ovulation bzw. fehlende Corpus-luteum-Bildung) charakterisiert.

Einteilung

Die Einteilung des Hypogonadismus erfolgt nach der zugrunde liegenden Störung.

  • hypergonadotroper Hypogonadismus: Hier liegt die Störung auf der Ebene der Keimdrüsen (Gonaden, also Eierstöcke und Hoden). Trotz ausreichender Stimulation durch die übergeordneten Hormonzentren produzieren Eierstöcke oder Hoden zu wenig Hormone oder Gameten. Typische angeborene Störungen sind beim Mann das Klinefelter-Syndrom und bei der Frau das Turner-Syndrom. Der hypergonadotrope Hypogonadismus wird auch als primärer Hypogonadismus bezeichnet.
  • hypogonadotroper Hypogonadismus: Aufgrund einer Störung der übergeordneten Zentren werden zu wenig der Hormone produziert, welche die Gonaden steuern. Die Störung liegt also in der Hypophyse oder dem Hypothalamus. Aufgrund des Mangels dieser Hormone werden Hoden oder Eierstöcke zu wenig stimuliert, sind aber prinzipiell funktionsfähig. Typische Erkrankungen sind Hypophysenadenome oder angeborene Störungen wie z. B. das Kallmann-Syndrom, ferner eine direkte Schädigung des Hypophysenvorderlappens bei Hämochromatose. Ein hypogonadotroper Hypogonadismus wird auch als sekundärer Hypogonadismus bezeichnet, wenn die Störung in der Hypophyse liegt, und als tertiärer Hypogonadismus, wenn die Störung im Hypothalamus liegt (z. B. Hämochromatose (Eisenüberladung) als Ursache eines hypogonadotropen Hypogonadismus durch Ablagerungen in der Hypophyse)<ref name="Spez.Pathologie GB">Carlos Thomas (Hrsg.): Spezielle Pathologie. Schattauer Verlag, 1996, ISBN 3-7945-1713-X, S. 379.</ref>.

Symptome

Das wichtigste Leitsymptom eines Hypogonadismus ist die Einschränkung oder gar Verlust von Libido und Potenz (erektile Dysfunktion, ED).<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Ein typisches Zeichen ist zudem das seltenere Auftreten von morgendlichen Erektionen.<ref name=":2">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Betroffene klagen dabei über ein unerfülltes Sexualleben. Hinzu kommt eine Reihe unspezifischer Symptome, die sich im Grunde unterschiedlichen Erkrankungen zuordnen lassen könnten. So klagen die Patienten über Müdigkeit, Schwäche und Antriebslosigkeit, aber auch Motivationsverlust, schlechte Stimmung, Konzentrationsmangel, Schlafstörungen oder Hitzewallungen.<ref name=":2" /> Ferner ist das Risiko für Übergewicht erhöht.<ref name=":0" /> Die Unterfunktion der Hoden führt zu Androgenmangel mit je nach Lebensalter unterschiedlichen Auswirkungen und eventuell zur verminderten oder fehlenden Zeugungsfähigkeit (Infertilität).

Hypogonadismus in der Kindheit führt zum Ausbleiben der Pubertät (so genannter Eunuchismus). Tritt der Hypogonadismus erst im Erwachsenenalter auf, kommt es unter anderem zu einer Rückbildung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale und zu Fertilitätsstörungen. Häufig ist auch die Ausbildung einer Osteoporose.<ref name=":0" />

Datei:Hypogonadismus.jpg
Abbildung eines Mannes mit Rückbildung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale

Hypogonadismus des alternden Mannes

Der Hypogonadismus des alternden Mannes (Late-onset-Hypogonadismus, „Klimakterium virile“) wird auf die nachlassende Hodenfunktion im Alter zurückgeführt. Er ist durch erniedrigte Testosteronwerte und die damit in Verbindung stehenden Störungen charakterisiert. Die Störungen sind u. a.

Ein Hypogonadismus tritt zudem bei folgenden Begleiterkrankungen bzw. Zuständen oder Verhaltensweisen häufiger auf: Übergewicht und Adipositas (speziell viszerale Adipositas = Zunahme des „Bauchfetts“), Rauchen, metabolisches Syndrom inkl. Bluthochdruck (Hypertonus) und Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus Typ 2 („Altersdiabetes“).<ref name=":2" />

Im Rahmen von Syndromen

Hypogonadismus (früher zum Teil als „Eunuchoidismus“ bezeichnet) kann auch im Rahmen von Syndromen auftreten:<ref name="Leiber">{{#ifexist:Vorlage:bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|3-541-01727-9}} | {{bibISBN/{{#invoke:URIutil|plainISBN|3-541-01727-9}}

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Therapie

Bei behandlungsbedürftiger Symptomatik stehen Testosteronpräparate mit unterschiedlicher Galenik zur Verfügung. Die Diagnose erfolgt über klinische und labormedizinische Tests. Liegt der Testosteronspiegel unter einem Wert von 12 nmol/l, ist eine Testosteron-Ersatztherapie angezeigt.<ref name=":0" /> Eine Testosterontherapie ist dann gerechtfertigt, wenn konstant niedrige Testosteronwerte vorliegen und diese mindestens zweimal bei einer morgendlichen Messung im Blut festgestellt worden sind.<ref name=":2" /> Es gibt verschiedene Darreichungsformen für einen Testosteron-Ersatz (alle rezeptpflichtig): Tabletten (in Deutschland nicht mehr verfügbar), Spritzen oder Gele. Letztere etablieren sich derzeit als die „natürlichste“ Variante. Sie werden immer am frühen Morgen aufgetragen, wenn auch der natürliche Testosteron-Spiegel beim Mann am höchsten ist. Die Dosierung wird von vielen Patienten mit einem Gel am einfachsten und angenehmsten empfunden.<ref name=":0" /> Männer mit erhöhtem Nebenwirkungsrisiko sollten eine Testosterontherapie eher mit einem Gel als einer Depotspritze beginnen, da ein Gel im Falle von Nebenwirkungen schneller abgesetzt werden kann.<ref name=":2" /> Aktuelle Studien belegen, dass auch bei Männern im Alter von 45 bis 80 Jahren, die unter einem Testosteronmangel leiden, eine Testosterontherapie wirksam und sicher ist. Das Risiko für ein Prostatakarzinom war in diesen Studien nicht erhöht und auch bei kardiologisch vorbelatesteten Patienten waren unter einer Testosterontherapie schwere kardiovaskuläre Nebenwirkungen nicht erhöht.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Eine Testosterontherapie kann auf die Prostata einen positiven Effekt haben, wenn hypogonadale Männer zusätzlich unter Prostatabeschwerden wie Dranginkontinenz, schwacher Harnstrahl, Nachtröpfeln beim Harnlassen oder Restharngefühl leiden.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Prognose

Hypogonadismus lässt sich in der Regel gut behandeln. Aktuell liegt Evidenz vor, dass sich die Beschwerden der Betroffenen durch die Therapie verbessern und auch das Risiko für eine Osteoporose verringert werden kann.<ref name=":0" /> Eine Metaanalyse hat ergeben, dass eine Hormonersatztherapie möglicherweise auch das Risiko, eine Adipositas zu entwickeln, senken kann.<ref name=":1" /><ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Die aktuelle Leitlinie der Europäischen Urologenvereinigung (EAU) gibt als erreichbare Ziele einer Behandlung von hypogonadalen Männern an: Verbesserung der erektilen Dysfunktion (mildere Formen), Verbesserung der Libido (sexuelles Verlangen), Verbesserung der Häufigkeit von Geschlechtsverkehr, des Orgasmus und der Gesamtbefriedigung, Verbesserung der Körperzusammensetzung und Insulinresistenz, Verbesserung milder depressiver Symptome und Verbesserung der Knochendichte.<ref name=":2" />

Siehe auch

Literatur

  • Ludwig Weissbecker: Krankheiten der Gonaden. In: Ludwig Heilmeyer (Hrsg.): Lehrbuch der Inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 1025–1033, hier: S. 1027–1032 (Die Gonadeninsuffizienz).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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