Hypogonadotroper Hypogonadismus
Erscheinungsbild
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| E23.0 | Hypopituitarismus – Hypogonadotroper Hypogonadismus |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11 Als hypogonadotroper Hypogonadismus wird eine Unterfunktion der Keimdrüsen bezeichnet, die durch mangelnde Anregung vonseiten der glandotropen Hormone FSH und LH bedingt ist.
Mögliche Ursachen des hypogonadotropen Hypogonadismus sind:
- eine Funktionsstörung des Hypothalamus (tertiärer Hypogonadismus, siehe auch olfaktogenitales Syndrom bzw. Kallmann-Syndrom)
- Unterbrechung des hypothalamo-hypophysären Portalgefäßsystems im Rahmen eines Pickardt-Syndroms (Zwischenform zwischen sekundärem und tertiärem Hypogonadismus)
- Schädigungen der Hypophyse, z. B. bei einem Sheehan-Syndrom oder durch ein Hypophysenadenom (sekundärer Hypogonadismus)
- funktioneller Hypogonadismus, oft durch eine Hyperprolaktinämie
- ausgeprägte und länger andauernde Unterernährung aufgrund von Magersucht, der Anorexia nervosa
- kongenitale (angeborene) Formen, z. B. beim Pasqualini-Syndrom oder Richards-Rundle-Syndrom
Siehe auch
- KiSS1-Rezeptor (Pubertätsgen)
- Kisspeptin