Hochsensibilität
Der Begriff Hochsensibilität (auch: Hypersensibilität oder Hochsensitivität) bezeichnet das Temperamentsmerkmal<ref>Harald Krampe, Annette von Randenborgh: Hochsensitivität – ein Temperamentsmerkmal bereichert Psychotherapie. In: Psychotherapeutenjournal (PTJ). Nr. 2/2023, Juni 2023, ISSN 1611-0773, S. 138–146 (psychotherapeutenjournal.de [PDF]).</ref> höherer sensorischer Verarbeitungssensitivität (englisch: Sensory Processing Sensitivity SPS). Die basale Forschungstätigkeit zu dem als Persönlichkeitsdisposition verstandenen psychophysiologischen Konstrukt der Hochsensibilität stammt von der US-amerikanischen Psychologin Elaine N. Aron. Nach ihrer Vorstellung bedeutet Hochsensibilität sowohl eine hohe Sensitivität für subtile Reize als auch eine leichte Übererregbarkeit.<ref>Elaine N. Aron, Arthur Aron: Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality. In: Journal of Personality and Social Psychology. Band 73, Nr. 2, 1997, ISSN 1939-1315, S. 364, doi:10.1037/0022-3514.73.2.345: "... our conceptualization of high sensitivity as implying both high levels of sensitivity to subtle stimuli and being easily overaroused."</ref> Hochsensibilität bezeichnet als Eigenschaft ein Konzept zur Erklärung der zwischen Individuen unterschiedlichen psychologischen und neurophysiologischen Verarbeitung von Reizen.
Wissenschaftlicher Hintergrund
In der englischsprachigen Forschung wird die betreffende Eigenschaft als sensory-processing sensitivity (wörtlich: Sinnesverarbeitungs-Sensitivität) bezeichnet, in der deutschen als höhere sensorische Verarbeitungssensitivität.<ref name=":5">Nele Langosch: Persönlichkeit: Gibt es hochsensible Menschen? In: spektrum.de. Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft, 9. Juni 2016, abgerufen am 12. Januar 2019.</ref> In den Medien findet sich auch der Ausdruck Hypersensibilität,<ref>Silke Weber: Hochsensibilität: Wie es wirklich ist. In: Die Zeit. 19. Januar 2018, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 11. November 2019]).</ref> eingebürgert hat sich aber Hochsensibilität.<ref name=":12" /> Es beschreibt die sich zwischen Individuen unterscheidende Sensitivität gegenüber Erlebtem als ein stabiles, zeitlich überdauerndes Merkmal.<ref name=":19">Corina U. Greven, Francesca Lionetti, Charlotte Booth, Elaine N. Aron, Elaine Fox: Sensory Processing Sensitivity in the context of Environmental Sensitivity: A critical review and development of research agenda. In: Neuroscience & Biobehavioral Reviews. Band 98, 2019, S. 287–288, doi:10.1016/j.neubiorev.2019.01.009 (elsevier.com [abgerufen am 29. September 2019]).</ref> Aron bezieht sich dabei nicht auf einen Unterschied in den Sinnesorganen selbst, sondern auf etwas, das auftritt, wenn sensorische Informationen zum Gehirn übertragen oder dort verarbeitet werden.<ref name=":4" />
Es gibt verschiedene Erklärungsansätze für individuelle Unterschiede in der Sensitivität, die sich seit Mitte bis Ende der neunziger Jahre herausgebildet haben, wobei Arons Konzept der höheren sensorischen Verarbeitungssensitivität einer von ihnen ist. Die wichtigsten Konzepte stimmen dabei in einem Aspekt überein: dass sich sensitive Personen (highly sensitive persons (HSPs)) in ihrer Reaktion auf negative und positive Umwelteinflüsse unterscheiden.<ref name=":19" /> Die in der Literatur genannte Orchideen-Löwenzahn-Metapher soll den Unterschied zwischen beiden Gruppen verdeutlichen. Nach dieser stehen Orchideen für Personen, die sensitiver sind (d. h. unter idealen Bedingungen außergewöhnlich gut gedeihen und unter ungünstigen außergewöhnlich schlecht). Dem Löwenzahn entsprechen diejenigen, die weniger sensitiv auf die Umwelt reagieren (sie sind widerstandsfähig und können überall wachsen).<ref name=":18" />
Speziell Arons Theorie besagt nun, dass es ein zugrunde liegendes Unterscheidungsmerkmal dafür gebe, wie einige Personen Reize verarbeiten, was eine größere sensorische Verarbeitungssensitivität, Reflektivität und Erregbarkeit mit sich bringe.<ref>Elaine N. Aron, Arthur Aron: Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality. In: Journal of Personality and Social Psychology. Band 73, Nr. 2, 1997, S. 362, doi:10.1037/0022-3514.73.2.345: "...the theory [is] that there is an underlying differentiating characteristic regarding how some individuals process stimuli, involving a greater sensory processing sensitivity, reflectivity, and arousability."</ref>
Die Unterschiede in Sensitivität und Verarbeitung seien grundlegend und psychobiologisch bedingt.<ref name=":4">Elaine N. Aron, Arthur Aron: Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality. In: Journal of Personality and Social Psychology. Band 73, Nr. 2, 1997, ISSN 1939-1315, S. 345–368, doi:10.1037/0022-3514.73.2.345.</ref> In diesem Zusammenhang sieht Aron Hochsensibilität als eine Form von angeborenem Temperament,<ref name=":5" /><ref name=":4" /> im Gegensatz zur Persönlichkeit, die nach dem Verständnis in der Psychologie auch erlernte Anteile umfasst.
Bisher gibt es keine einheitliche erklärende Theorie oder Definition zum Phänomen Hochsensibilität, ebenso wenig wie ein allgemeingültiges, einheitliches Verfahren, mit dem man Hochsensibilität zweifelsfrei feststellen kann.<ref name=":10">Christine Starostzik: Hochsensibilität: Alles ist zu laut, zu voll, zu grell. In: Ärzte Zeitung. Springer Medizin Verlag GmbH, 26. Oktober 2015, abgerufen am 14. September 2019.</ref><ref name=":5" /><ref name=":12" />
Es handelt sich bei Hochsensibilität nicht um eine psychische Störung oder Erkrankung.<ref name=":10" /><ref name=":12" /> Allerdings kommen laut Schätzungen psychische Störungen bei Hochsensiblen häufiger vor als im Bevölkerungsdurchschnitt aufgrund einer höheren psychischen Verletzbarkeit.<ref name=":12">Mit feinem Gespür. In: Schweizerische Ärztezeitung. Band 98, Nr. 5152, 20. Dezember 2017, ISSN 0036-7486, S. 1750–1752, doi:10.4414/saez.2017.06299.</ref>
Geschichte
Schon bevor Elaine Aron den Ausdruck Hochsensibilität prägte, setzte man sich mit den Phänomenen unterschiedlicher Reizwahrnehmung und -verarbeitung auseinander. So vermutete der Psychiater Wolfgang Klages, dass das Phänomen der sensiblen und hochsensiblen Menschen biologisch verankert und die Reizschwelle des Thalamus bei diesen Personen viel niedriger sei. Dadurch bestehe eine höhere Durchlässigkeit für die aus afferenten Nervenfasern eingehenden Signale, so dass diese ungefiltert an die Hirnrinde weitergegeben werden.<ref>Klages, Wolfgang: Der sensible Mensch: Psychologie, Psychopathologie, Therapie. Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-89871-1, S. 133 ff. (zum „Thalamus“; Klages unterscheidet in seinem Buch zwischen sensiblen und hochsensiblen Menschen, wobei er Künstler und „Hochintellektuelle“ als Beispiel für letztere einordnet.).</ref>
Auch Jerome Kagan, dessen Forschungsergebnisse als eine der Grundlagen für Arons Konzept dienen, fand physiologische und Verhaltensunterschiede zwischen von ihm als gehemmt (inhibited) und als ungehemmt bezeichneten Kindern. Die ersteren umfassten ca. 15 bis 20 % der Kinder. Sie zeigten weniger spontanes Sprechen sowie größere Distanz gegenüber einem erwachsenen Fremden und im freien Spiel mit Gleichaltrigen. Sie spielten weniger mit einem neuen Spielzeug, zeigten höhere Reizbarkeit, sympathische Reaktivität, mehr Noradrenalin im Urin und mehr Cortisol im Speichel.<ref>Jerome Kagan: Galen’s prophecy: temperament in human nature. Basic Books, New York, NY 1994, ISBN 0-465-08405-2.</ref>
Bereits Alice Miller, Carl Gustav Jung und Iwan Pawlow beschäftigten sich mit der Erscheinung der erhöhten Sensitivität innerhalb der menschlichen Spezies, ohne dies jedoch in ein umfassendes Konzept oder eine Theorie einzubetten.
Häufigkeit
Hochsensibilität soll laut einigen Experten bei etwa 15 bis 20 % der Bevölkerung auftreten.<ref name=":12" /> Anderen Schätzungen zufolge sind es 1 bis 3 %.<ref name=":10" /> Die Frage der Häufigkeit wurde in einer Studie von 2018 mit 906 Erwachsenen auf Basis einer latenten Klassenanalyse, einem statistischen Verfahren zur Gruppenerstellung, untersucht. Etwa 31 % der Personen wurden der Gruppe der Hochsensiblen zugeordnet.<ref name=":18">Francesca Lionetti, Arthur Aron, Elaine N. Aron, G. Leonard Burns, Jadzia Jagiellowicz: Dandelions, tulips and orchids: evidence for the existence of low-sensitive, medium-sensitive and high-sensitive individuals. In: Translational Psychiatry. Band 8, Nr. 1, Dezember 2018, ISSN 2158-3188, S. 24, doi:10.1038/s41398-017-0090-6, PMID 29353876, PMC 5802697 (freier Volltext).</ref>
Kritik und Reaktionen
In der Psychologie wurde kritisiert, Hochsensibilität kombiniere unterschiedliche, nicht notwendigerweise zueinander passende Konzepte.<ref name=":12" /> Unklar sei, ob das Konzept Hochsensibilität als Ansatz am besten geeignet ist, die tatsächlich beobachtbaren Unterschiede in der Wahrnehmung und dem Verhalten zu erklären.<ref name=":5" />
Jens Asendorpf, an dessen Forschung zur Schüchternheit Aron anknüpft,<ref>Elaine N. Aron, Arthur Aron: Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality. In: Journal of Personality and Social Psychology. Band 73, Nr. 2, 1997, S. 346 und 365, doi:10.1037/0022-3514.73.2.345.</ref> sieht in Hochsensibilität eine Unterklasse des Persönlichkeitsmerkmals emotionale Instabilität. Dem wird jedoch entgegnet, dass emotionale Instabilität nur ein Teilaspekt von Hochsensibilität sei.<ref name=":5" /> Zudem betont Aron, dass Hochsensible stärkere negative und positive Emotionen empfinden.<ref>Elaine Aron: Hochsensible Menschen in der Psychotherapie. Junfermann, Paderborn 2014, ISBN 978-3-95571-022-4.</ref> Das gängigste Persönlichkeitsmodell der Psychologie, die Big Five, erklärt außerdem nur 28 % der Varianz, d. h. Unterschiede zwischen Personen, im Merkmal Hochsensibilität.<ref>Hanne Listou Grimen, Åge Diseth: Sensory Processing Sensitivity: Factors of the Highly Sensitive Person Scale and Their relationships to Personality and Subjective Health Complaints. In: Comprehensive Psychology. Band 5, 2016, ISSN 2165-2228, S. 5, doi:10.1177/2165222816660077.</ref> Dies bedeutet, dass Persönlichkeit als Erklärungsansatz nicht ausreicht, um das Konzept Hochsensibilität abzubilden.
Eigenschaften
In der medialen Darstellung
Häufig werden in den Medien zwei zentrale Charakteristika Betroffener genannt oder umschrieben, die intensivere Reizverarbeitung und eine Reizüberflutung durch eine mangelnde Filterung von wichtigen und unwichtigen Informationen.<ref name=":15">Nico-Elliot Kälberer: Hochsensible Menschen: Sehe ich komisch aus? Was denken die von mir? Warum ist es hier so laut? In: Spiegel Online. 29. September 2011 (spiegel.de [abgerufen am 15. September 2019]).</ref><ref name=":9">Jessica Kühn: Leben ohne Filter im Kopf. In: sueddeutsche.de. 4. Januar 2018, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 17. Dezember 2018]).</ref><ref name=":11">Pia Rauschenberger: Hochsensible Menschen – Mehr als Neurotiker? In: Deutschlandfunk Kultur. Deutschlandradio, 11. April 2019, abgerufen am 14. September 2019.</ref><ref name=":0">Matthias Lauerer: Das unerträgliche Hämmern des Uhrzeigers. In: Spiegel. 1. Dezember 2014 (spiegel.de).</ref><ref name=":5" /><ref name=":16">Brenda Strohmaier: Hochsensibilität ist eine unterschätzte Besonderheit. 12. März 2015 (welt.de [abgerufen am 16. September 2019]).</ref> Dies weicht insofern von Arons ursprünglicher Konzeptionierung ab, als sie selbst die Vorstellung des Filterns von Unwichtigem als problematisch ansah. Die Annahme, dass Hochsensible nicht herausfiltern können, was irrelevant ist, würde bedeuten, dass aus der Perspektive von Nicht-Hochsensiblen bestimmt wird, was relevant ist.<ref>Elaine N. Aron, Arthur Aron: Sensory-processing sensitivity and its relation to introversion and emotionality. In: Journal of Personality and Social Psychology. Band 73, Nr. 2, 1997, ISSN 1939-1315, S. 360, doi:10.1037/0022-3514.73.2.345.</ref>
Viele Betroffene interpretieren Hochsensibilität nicht als alle Sinne betreffend. Stattdessen trete sie in unterschiedlichen Bereichen (Gerüche, Licht, soziale Kontakte) mit verschieden intensiven Ausprägungen auf. Andere hochsensible Menschen sehen sich als Mischtypen, bei denen eine erhöhte Sensibilität in mehr als einem Bereich auftritt.<ref name=":15" /><ref name=":11" /><ref name=":16" />
Im Jahr 2015 wurde in einem Artikel im Wall Street Journal festgestellt, dass mehrere hundert Forschungsstudien zu Themen im Zusammenhang mit Hochsensibilität durchgeführt wurden. Zudem hätten hochsensible Personen „gerade ihren großen Auftritt“.<ref name=":7">Elizabeth Bernstein: Do You Cry Easily? You May Be a ‘Highly Sensitive Person’. In: wsj.com. The Wallstreet Journal, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 11. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zu einem ähnlichen Schluss kamen auch mehrere deutsche journalistische Beiträge.<ref name=":102">Christine Starostzik: Hochsensibilität: Alles ist zu laut, zu voll, zu grell. In: Ärzte Zeitung. Springer Medizin Verlag GmbH, 26. Oktober 2015, abgerufen am 14. September 2019.</ref><ref name=":112">Pia Rauschenberger: Hochsensible Menschen – Mehr als Neurotiker? In: Deutschlandfunk Kultur. Deutschlandradio, 11. April 2019, abgerufen am 14. September 2019.</ref><ref name=":17">SK: Leben und Wissen: Ist Hochsensibilität nur eine Modediagnose? 6. Januar 2019, abgerufen am 15. September 2019.</ref><ref>Martina Lenzen-Schulte: Ratgeber für Hochsensible: Mehr spüren als viele andere. 19. November 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 29. September 2019]).</ref>
Persönlichkeitsmerkmale
Laut einer Meta-Analyse hängen die im Abschnitt Hochsensibilitäts-Test genannten Komponenten jeweils unterschiedlich mit verschiedenen Persönlichkeitsmerkmalen zusammen. Die ästhetische Sensitivität steht vor allem mit dem Persönlichkeitsmerkmal Offenheit für neue Erfahrung in Verbindung, das bei Erwachsenen, nicht aber bei Kindern mit Hochsensibilität positiv korrelierte. Die anderen beiden, die leichte Erregbarkeit und die niedrige Wahrnehmungsschwelle, korrelieren positiv mit Neurotizismus. Der von Aron angenommene Zusammenhang mit Gewissenhaftigkeit konnte nicht bestätigt werden. Betroffene sehen sich auch häufig als mitfühlender und sozialer an. Die genannte Meta-Analyse konnte jedoch keinen Zusammenhang von Hochsensibilität mit Verträglichkeit finden. Diesem Persönlichkeitsmerkmal sind die genannten prosozialen Eigenschaften am ehesten zuzuordnen (siehe Big-Five-Modell).<ref name=":13">Francesca Lionetti, Massimiliano Pastore, Ughetta Moscardino, Annalaura Nocentini, Karen Pluess: Sensory Processing Sensitivity and its association with personality traits and affect: A meta-analysis. In: Journal of Research in Personality. Band 81, 2019, S. 138–152, doi:10.1016/j.jrp.2019.05.013 (elsevier.com [abgerufen am 15. September 2019]).</ref>
Laut Aron wurde Hochsensibilität lange mit Introversion, Schüchternheit und Neurotizismus verwechselt.<ref name=":5" /> Es besteht jedoch ein Zusammenhang mit Verhaltenshemmung.<ref name=":13" /> Die Motivation, unangenehme Zustände und negative Folgen von Verhalten zu verhindern, ist bei Hochsensiblen ausgeprägt. Weitere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Hochsensible tendenziell stärkere Gefühle auch auf einen positiven Reiz erleben.<ref name=":6">Kathy A. Smolewska u. a.: A psychometric evaluation of the Highly Sensitive Person Scale: The components of sensory-processing sensitivity and their relation to the BIS/BAS and Big Five. In: Personality and Individual Differences. Series B: Biological Sciences. Bd. 40, 2006, S. 1269–1279, doi:10.1016/j.paid.2005.09.022.</ref><ref name=":5" /> Jedoch scheint das Bedürfnis, diese Belohnungsreize aktiv anzustreben, bei Hochsensiblen nicht anders ausgeprägt zu sein als bei Nicht-Hochsensiblen.<ref name=":6" /> Eine andere Studie konnte die Ergebnisse zu stärkeren positiven Gefühlen bei Hochsensiblen teilweise stützen. Allerdings traten in dieser Studie die intensiveren positiven Gefühle nur bei den Hochsensiblen auf, die in der Kindheit eine Erziehung mit hoher Fürsorge und wenig Überbehütung erfahren hatten.<ref name="jag">Jadzia Jagiellowicz, Arthur Aron, Elaine N. Aron: Relationship Between the Temperament Trait of Sensory Processing Sensitivity and Emotional Reactivity. 2016, abgerufen am 2. Januar 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Aufgrund der Ähnlichkeit zu Hochsensibilität wurden auch Bezüge zu anderen Merkmalen hergestellt. Zwei Komponenten der Hochsensibilität, leichte Erregbarkeit und niedrige Wahrnehmungsschwelle, stehen in Verbindung mit autistischen Symptomen (schlechtere soziale Fähigkeiten und vermehrte Aufmerksamkeit für Details).<ref name="blach" details="S. 13"/><ref name=":14">Miriam Liss, Jennifer Mailloux, Mindy J. Erchull: The relationships between sensory processing sensitivity, alexithymia, autism, depression, and anxiety. In: Personality and Individual Differences. Band 45, Nr. 3, 1. August 2008, ISSN 0191-8869, S. 255–259, doi:10.1016/j.paid.2008.04.009 (sciencedirect.com [abgerufen am 11. Januar 2019]).</ref> Leichte Erregbarkeit und niedrige Wahrnehmungsschwelle korrelieren außerdem mit Schwierigkeiten, die eigenen Gefühle zu identifizieren und sie in Worten zu beschreiben.<ref name=":14" /> Ästhetische Sensitivität korreliert sowohl mit dem autistischen Symptom der Aufmerksamkeit für Details wie auch mit besseren kommunikativen Fähigkeiten.<ref name=":14" />
Neurale und kognitive Aspekte
Ein Hinweis auf mögliche neurale Unterschiede, die mit Hochsensibilität einhergehen, stammt aus fMRT-Studien.<ref name=":0" /> Beispielsweise mussten im Rahmen einer Studie die Teilnehmer geringfügige Änderungen in ihnen unbekannten fotografischen Szenen entdecken. Personen mit Hochsensibilität zeigen dabei mehr Aktivierung in Hirnarealen, die für visuelle Aufmerksamkeit zuständig sind. Im Einklang mit Arons Theorie wird dies damit erklärt, dass sie sich mehr mit den subtilen Details dieser Darstellung beschäftigen. Es gab keinen Unterschied in der Genauigkeit im Entdecken von Veränderungen zwischen Hochsensiblen und Nicht-Hochsensiblen. Darüber hinaus waren Hochsensible in dieser Studie langsamer darin, geringfügige Änderungen zu entdecken.<ref></ref><ref name=":5" />
In einer anderen Studie reagierten Hochsensible schneller bei einer Aufgabe, bei der sie auf bekannte visuelle Reize reagieren mussten. Gleichzeitig berichteten sie aber, von der Aufgabe gestresster zu sein.<ref></ref>
Manche Autoren sprechen von geistiger, emotionaler oder sensorischer Übererregbarkeit bei Hochbegabten.<ref></ref><ref>Andrea Brackmann: Jenseits der Norm – hochbegabt und hoch sensibel? Hrsg.: Klett-Cotta. 11. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2020, ISBN 978-3-608-89258-1, S. 37–50.</ref> In einer Meta-Analyse wurde festgestellt, dass hochbegabte Personen höhere Werte für Übererregbarkeit aufweisen als normal begabte.<ref></ref>
Kreativität
Die Forschung konnte einen Zusammenhang zwischen bestimmten Aspekten von Kreativität und Hochsensibilität finden. Hochsensibilität korreliert zwar nicht mit der Fähigkeit zu divergentem Denken, aber ungefähr auf mittlerem Niveau mit einer Verhaltenstendenz zu kreativer Ideenfindung und mit anerkannten kreativen Erfolgen.<ref>David Bridges, Haline E. Schendan: The sensitive, open creator. In: Personality and Individual Differences. Band 142, 2019, S. 179–185, doi:10.1016/j.paid.2018.09.016 (elsevier.com [abgerufen am 18. September 2019]).</ref>
Erziehung
Einflussfaktoren in Kindheit und Jugend
Hochsensibilität kann unter bestimmten Umständen zu Schüchternheit führen (verstanden als Unbehagen bei sozialem Kontakt und Einschränkung des Wunsches danach). So begünstigt Hochsensibilität bei biografisch vorbelasteten Menschen (psychische Traumata, familiäre Konflikte, schwierige Sozialisation) die Entstehung von Schüchternheit und auch negativer Emotionalität.<ref>Elaine N. Aron, Arthur Aron, Kristin M. Davies: Adult Shyness: The Interaction of Temperamental Sensitivity and an Adverse Childhood Environment. In: Personality and Social Psychology Bulletin. Band 31, Nr. 2, Februar 2005, ISSN 0146-1672, S. 181–197, doi:10.1177/0146167204271419.</ref>
Hochsensible und nichthochsensible Kinder unterscheiden sich nicht darin, wie warmherzig oder liebevoll sie ihre Eltern wahrnehmen. Darüber hinaus berichten Heranwachsende, die von ihren Eltern bevormundet und abhängig gemacht wurden, häufiger hochsensibel zu sein.<ref>Sensory processing sensitivity and its relation to parental bonding, anxiety, and depression. In: Personality and Individual Differences. Band 39, Nr. 8, 1. Dezember 2005, ISSN 0191-8869, S. 1429–1439, doi:10.1016/j.paid.2005.05.007 (sciencedirect.com [abgerufen am 15. Dezember 2018]).</ref> Erfahren Hochsensible als Kind eine Erziehung mit hoher elterlicher Fürsorge und werden dabei gleichzeitig wenig überbehütet (dürfen z. B. Dinge allein entscheiden), bewerten sie als Erwachsene emotional positive Bilder als intensiver.<ref name="jag" />
Schule
Hochsensible Kinder und Jugendliche zeichnen sich durch Kreativität, Reflexionsfähigkeit und Empathie aus, sind jedoch schneller überfordert und gestresst. Daher sollten Lehrkräfte im Sinne des Diversity Management den Unterricht an diese Stärken und Schwächen hochsensibler Lernender anpassen.<ref>Maike Andresen, Paul Goldmann: „Du bist aber ein Sensibelchen!“ Diversity in Schulklassen am Beispiel der Wahrnehmungsverarbeitungssensibilität: Implikationen für die Führung. In: Markus Heibler, Katrin Bartel, Kristina Hackmann, Birgit Weyand (Hrsg.): Leadership in der Lehrerbildung. University of Bamberg Press, Bamberg 2016, ISBN 978-3-86309-409-6, S. 149–163, doi:10.20378/irbo-51472.</ref>
Hochsensible Eltern
Hochsensible Mütter berichten von einem höheren Verbundenheitsgefühl mit ihrem Kind, gleichzeitig aber auch von mehr Problemen bei der Erziehung. Hochsensibilität bei Vätern geht einher mit einem stärkeren Verbundenheitsgefühl mit dem Kind.<ref>Elaine N. Aron, Arthur Aron, Natalie Nardone, Shelly Zhou: Sensory Processing Sensitivity and the Subjective Experience of Parenting: An Exploratory Study. In: Family Relations. Band 68, Nr. 4, Oktober 2019, ISSN 0197-6664, S. 420–435, doi:10.1111/fare.12370.</ref>
Psychische Erkrankungen
Bei Männern ist die relative Chance für die Entwicklung einer psychischen Störung 12-mal höher, wenn sie hochsensibel sind, für Frauen um das 8,5-fache höher.<ref name=":8" />
Abgrenzung zu ADHS
Betroffene bekommen offenbar infolge ihrer Überreizung gelegentlich die Diagnose ADHS.<ref name=":10" />
Berufliches
Aron zufolge arbeiten Hochsensible überdurchschnittlich oft als Geistliche, Autoren, Historiker, Philosophen, Richter, Künstler und Forscher.<ref name=":16" /> Hochsensible Führungskräfte nehmen im Allgemeinen situative Stimmungen bewusster wahr und richten ihr Handeln danach; auch haben sie ein hohes Bedürfnis nach Übereinstimmung zwischen ihren eigenen Ansprüchen an ihr Führungsverhalten und ihrem tatsächlichen Verhalten.<ref>Daniel Panetta: Hochsensibilität und Leadership. Subjektive Führungstheorien hochsensibler Führungskräfte. Springer, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-16354-9.</ref> Die Philosophin Dagmar Fenner sieht Bedarf für mehr öffentliche Aufklärung über die Stärken und Schwächen von Hochsensiblen und für mehr soziale Inklusion Hochsensibler im Sinne des Diversity Management.<ref name="fen">Dagmar Fenner: Hochsensibilität. Phänomenologische und ethische Überlegungen. Schwabe Verlag, Basel 2021, ISBN 978-3-7965-4367-8. Zitiert nach Philosophin: „Man muss Hochsensible nicht in Watte packen“. Schweizer Radio und Fernsehen, 21. November 2021, abgerufen am 7. März 2022.</ref>
Hochsensible Menschen können in ruhiger Umgebung sehr produktiv, gewissenhaft und kreativ arbeiten, sind empathisch und können komplex und multiperspektivisch denken. Wichtig ist auch, dass sie sich mit der Tätigkeit identifizieren können, d. h. eine intrinsische Motivation haben. Bei Überstimulation durch sensorische Reize (z. B. in Großraumbüros), unter Zeitdruck, in Wettbewerbssituationen und bei zwischenmenschlichen Spannungen werden sie jedoch unkonzentriert, sind schneller erschöpft und entwickeln häufiger psychische oder psychosomatische Beschwerden. Daher profitieren sie meist von Einzelbüros oder Homeoffice, viele machen sich selbständig.<ref name="fen"/>
Hochsensibilitäts-Test
Elaine Aron hat einen Hochsensibilitäts-Test ausgearbeitet, der heute in der Psychologie zur empirischen Erfassung der Hochsensibilität Verwendung findet. Dabei geben Personen den jeweiligen Grad der Zustimmung zu insgesamt 27 Aussagen an, z. B. „starke Reize wie laute Geräusche oder chaotische Szenen stören mich sehr“. Spätere Forschung konnte die Validität des Testverfahrens bestätigen.<ref name=":13" /><ref>Smith, Heather L., Sriken, Julie, Erford, Bradley T.: Clinical and Research Utility of the Highly Sensitive Person Scale. In: Journal of Mental Health Counseling. Band 41, Nr. 3, 1. Juli 2019, ISSN 1040-2861 (researchgate.net [abgerufen am 9. Oktober 2019]).</ref> Die Testaussagen lassen sich empirisch in drei verschiedene Komponenten untergliedern:<ref name=":13" />
- Die erste (Leichte Erregbarkeit) ist charakterisiert durch schnelles Überfordertsein von inneren und äußeren Anforderungen.
- Die zweite Komponente (Ästhetische Sensitivität) beschreibt Empfänglichkeit gegenüber ästhetischen Reizen.
- Die dritte Komponente (Niedrige Wahrnehmungsschwelle) drückt sich aus in einer als unangenehm empfundenen sensorischen Erregung auf äußere Reize.
Ohne eine abgeschlossene neurowissenschaftliche Theorie bleiben jedoch viele methodische Unklarheiten.
Auch sollten sich Hochsensible nicht nur per Fragebogen selbst identifizieren, sondern eine entsprechende Einordnung sollte sich auf physiologische Messungen stützen.<ref name=":5" />
Deutschsprachige Version
Im Internet sind deutschsprachige Versionen des Tests zu finden, die nicht wissenschaftlich validiert sind.<ref name=":5" /> Die erste wissenschaftliche Übersetzung in eine deutschsprachige Version mit 27 Fragen wurde 2015 an der Universität Graz durchgeführt.<ref name="blach" details="S. 206">Christina Blach: Ein empirischer Zugang zum Konstrukt der hochsensiblen Persönlichkeit, Dissertation. Medizinische Universität Graz, Graz 2015 (medunigraz.at).</ref> An der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg wurde der Test dahingehend überarbeitet, dass der Inhalt einzelner Punkte auf zusätzliche Fragen (insgesamt 39) aufgeteilt wurde. Nach einer entsprechenden Evaluierung in einer Stichprobe mit über 3.500 Personen wurden diese auf 26 Fragen gekürzt. In der Anwendung lag bei dem resultierenden Test die Schwelle für Hochsensibilität bei 81 Punkten für Männer und 88 Punkten für Frauen.<ref name=":8">Sandra Konrad, Philipp Yorck Herzberg: Psychometric Properties and Validation of a German High Sensitive Person Scale (HSPS-G). In: European Journal of Psychological Assessment. 7. April 2017, ISSN 1015-5759, S. 1–15, doi:10.1027/1015-5759/a000411.</ref>
Alltagsleben und Gesellschaft
Hochsensible Menschen messen oft von anderen als unwichtig Angesehenem eine Bedeutung bei.<ref name=":5" /> Der Hang zur Detailverliebtheit sowie die Wertschätzung sozialer Kommunikation erfordern Zeit, Sorgfalt und eine ruhige Atmosphäre, die nicht immer gegeben ist.<ref name=":0" /><ref name=":2">Barbara Stelzer: Hochsensible Menschen haben ihre Begabungen. In: Salzburger Nachrichten. 2. Januar 2014, abgerufen am 20. Januar 2014 (Archiv).</ref> Deshalb sehen sich Hochsensible mit Appellen konfrontiert, sich an die Gegebenheiten anzupassen (z. B. „Stell dich nicht so an!“).<ref name=":9" /><ref name=":0" />
Betroffenen Männern fällt es schwerer als Frauen, ihre Hochsensibilität positiv zu bewerten, da Sensibilität eher bei Frauen als bei Männern akzeptiert wird.<ref name="falk">Interview mit Psychotherapeut und Autor Tom Falkenstein: Mann und sensibel. Abgerufen am 9. September 2019. Gedruckte Ausgabe: Tom Falkenstein, Thorsten Padberg: Hochsensible Männer. In: Still und stark. Wie sich sensible und introvertierte Menschen in einer lauten Welt behaupten (= Psychologie Heute compact. Nr. 57). Beltz Verlag, Weinheim 2019, ISBN 978-3-407-47257-1, S. 60–63.</ref>
Im beruflichen Umfeld stößt das Verhalten Hochsensibler teilweise auf Ablehnung.<ref name=":9" /> Auch im privaten Bereich ist Hochsensibilität nur bedingt ein Vorteil. So stoßen hochsensible Menschen bei Außenstehenden leicht auf Unverständnis, weil sie häufig verschiedene Wahrnehmungen oder unterschiedliche Bedürfnisse in bestimmten Situationen (z. B. Aktivitäts- oder Reizverminderung oder Zeiten des Alleinseins) haben. Daher werden sie unter Umständen als Sonderlinge wahrgenommen.<ref name=":9" /><ref name=":10" /><ref name=":5" /> Aus der Sicht Arons könnte die Schwierigkeit, Sensitivität als etwas Positives zu sehen, an kulturell bedingten Einstellungen im Westen liegen. Dabei verweist sie auf die Ergebnisse anderer Forscher. Diese fanden, dass in China sensible, stille Grundschulkinder von Gleichaltrigen respektiert und gemocht werden, nicht aber in Kanada.<ref name=":4" />
In Unterhaltungsmedien
- Spielfilm Die anonymen Romantiker (2010):<ref name=":16" /> Nach Angabe des Regisseurs sind beide Protagonisten hochsensibel.<ref>Anke Sterneborg: Wo das wahre Leben unerträglich ist. In: Süddeutsche Zeitung, 11. August 2011.</ref>
Literatur
- Elaine Aron: The Highly Sensitive Person’s Workbook. Broadway Books, 1999, ISBN 978-0-7679-0337-0.
- Beate Felten-Leidel: Von wegen Mimose. Wie ich meine Hochsensibilität als Stärke erkannte. BALANCE Buch + Medien Verlag, Köln 2015, ISBN 978-3-86739-147-4.<ref>Elena Bernard: Buchkritik zu „Von wegen Mimose“: Hochsensibilität als Geschenk. In: spektrum.de. Spektrum der Wissenschaft, abgerufen am 12. September 2019.</ref>
- Anne Heintze: Außergewöhnlich normal: hochbegabt, hochsensitiv, hochsensibel. Ariston, München 2013, ISBN 978-3-424-20094-2.
- Jerome Kagan: Galens Prophecy; Temperament in human nature. New York Basic Books, 1994.
- Wolfgang Klages: Der sensible Mensch: Psychologie, Psychopathologie, Therapie. 1. Auflage. Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-89871-1.
- Ilse Sand: Die Kraft des Fühlens: Hochsensibilität erkennen und positiv gestalten. C. H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-69793-7, S. 153.<ref name=":1">Julia Bender: Chance statt Hindernis. Rezension zu „Die Kraft des Fühlens“. In: spektrum.de. Spektrum der Wissenschaft, 7. April 2017, abgerufen am 15. September 2019.</ref>
- Brigitte Schorr: Hochsensibilität. 8. Auflage. SCM Hänssler, 2020, ISBN 978-3-7751-5336-2.
Weblinks
- Literatur von und über Hochsensibilität im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Informations- und Forschungsverbund Hochsensibilität e. V. (IFHS), abgerufen am 20. Juli 2020
- Sensitivityresearch.com, deutschsprachige Version einer von Forschern betriebenen Website über Hochsensibilität, abgerufen am 3. Juli 2022
- Netzwerk Hochsensibilität, (für D, A und CH), Veranstaltungskalender, Diskussionsforum, Regionale Ansprechpartner, Literaturliste, Selbsttest nach Elaine Aron
Medienberichte
- Nele Langosch: Persönlichkeit: Gibt es hochsensible Menschen? In: spektrum.de. Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft, 9. Juni 2016, abgerufen am 12. Januar 2019.
- Karl Relig: Hochsensibilität: Wie eine Schnecke ohne Haus. In: Zeit Online, 16. September 2017 (Leserartikel, Archiv).
- Jessica Kühn: Hochsensibel: Leben ohne Filter im Kopf. In: Süddeutsche Zeitung, 4. Januar 2018 (Archiv).
- Martin Hubert: Gibt es ein Gen für Hochsensibilität? In: SWR2 Impuls, Südwestrundfunk, 10. Januar 2018 (Archiv).
- Ist Hochsensibilität nur eine Modediagnose? (Südkurier.de, abgerufen am 13. Januar 2019)
- SWR1 Leute: Bin ich hochsensibel? | Corina Greven | Professorin auf YouTube, 1. Februar 2023.
Einzelnachweise
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