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Hochlantsch

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Vorlage:Österreichbezogen Vorlage:Infobox Berg

Der Hochlantsch (Vorlage:Höhe) ist der höchste Berg im Grazer Bergland, einer Untergruppe der Randgebirge östlich der Mur nach der Alpenvereinseinteilung. In der Nordflanke des mit Wanderwegen und Gastronomie gut erschlossenen Berges liegt die Wallfahrtskapelle Schüsserlbrunn, diese und weitere touristische Angebote in unmittelbarer Umgebung (Bärenschützklamm, Teichalm) machen den Hochlantsch zu einem beliebten Ausflugsziel.

Lage und Beschreibung

Der Hochlantsch hat eine langgestreckte, ungefähr südwest-nordost-orientierte Form mit sanftem, bewaldetem Relief an der Südseite. An der Nordseite bricht der Gipfel hingegen steil in die Lantschmauern ab. Der höchste Punkt des Grates, der vom Hochlantsch-Gipfel nach Osten verläuft, trägt den Namen Zachenkreuz (Vorlage:Höhe), südöstlich unterhalb dieses Rückens befindet sich die Teichalm.

Nach Südwesten sinkt das Hochlantschmassiv über den Harterkogel (Vorlage:Höhe) gemächlich und sich zunehmend verzweigend zum Mittleren Murtal nordöstlich der Ortschaft Mixnitz ab. Die Nordseite dieses Rückens bilden (als westliche Fortsetzung der Lantschmauern) fast durchgehend schroffe Klippen mit den Flurnamen Windhakel und Ranerwand.<ref>Alle Flurnamen und Höhenangaben laut amtlicher Karte im GIS-Steiermark</ref> Auf manchen (Wander-)Karten ist Ranerwand auch der Name eines knapp über Vorlage:Höhe hohen Gipfels zwischen dem Hochlantsch im engeren Sinne und dem Harterkogel, die amtlichen Karten (GIS-Steiermark, ÖK50) verzeichnen im fraglichen Bereich jedoch nur eine unbenannte Höhenkote (Vorlage:Höhe) und verwenden Ranerwand als Name für die nördlich davon gelegene Steilwand. Ein deutlich tiefer gelegener (etwa Vorlage:Höhe), aber exponiert vorspringender Felsturm im weiter südwestlich (Richtung Mixnitz) gelegenen Teil dieser Nordwand trägt ein „Gipfelkreuz“. Auf der Südostseite dieses Rückens befinden sich hingegen in mehreren Höhenstufen Bereiche mit Almweiden (etwa rund um den Guten Hirten, westlich darunter die Schwaigeralm, dann zuunterst die Alm beim Bauer im Burgstall). Südöstlich dieser sanft reliefierten Zone bricht das Gelände dann wieder steil in die Bärenschützklamm ab. Diese Klamm bzw. der Verlauf des Mixnitzbach begrenzen den Hochlantsch im Südosten, westlich und nördlich umfließt ihn der Breitenauer Bach.

Am Hochlantsch laufen die Grenzen dreier Gemeinden und zweier Bezirke zusammen. Der Gipfel und der von dort nordöstlich laufende Rücken bildet die Grenze zwischen Breitenau am Hochlantsch (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) im Norden und Fladnitz an der Teichalm (Bezirk Weiz) im Süden, von Westen her reicht das Gemeindegebiet von Pernegg an der Mur bis knapp unter den Gipfel.

Naturraum

Der Hochlantsch ist Teil des geologisch komplexen Grazer Paläozoikums, einer Abfolge von Kalk- und Dolomit-Ablagerungen mit großteils marinem Ursprung. Die genaue Beziehung dieser tektonischen Decken zueinander ist nicht abschließend geklärt, in der neueren Forschung werden vier weiträumige Deckengruppen identifiziert, von denen eine den Namen Rannach-Hochlantsch-Decke trägt.<ref name=":0" /> Der Hochlantsch im engeren Sinne ist vorrangig aus Kalken der Hochlantsch-Formation sowie in seinem östlichen Drittel aus Kalken der Zachenspitz-Formation<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> aufgebaut, die in das Oberdevon (frühes Famennium, Frasnium) bzw. das späte Mitteldevon (Givetium) datieren,<ref>Vorlage:Literatur</ref> also grob ein Alter zwischen 360 und 390 Millionen Jahren aufweisen. Am Nordfuß des Hochlantsch treten unter anderem tiefere Decken des Grazer Paläozoikums (s. g. Laufnitzdorfer Decke und Kalkschiefer Decke) sowie Orthogneis und Amphibolit (Bänderamphibolit) zutage, in diesem Bereich gibt es aufgegebene Eisenbergbaue sowie einen noch bestehenden Magnesit-Abbau der RHI AG.<ref>Vorlage:Internetquelle</ref> In der älteren Forschung wurden gewisse Kalke des Grazer Paläozoikums der Hochlantsch-Fazies zugeordnet, diese Einteilung entspricht nur teilweise dem neueren Modell der Rannach-Hochlantsch-Decke.<ref name=":0">Vorlage:Literatur</ref>

Die Anfälligkeit des Kalksteins für Verwitterung führt zu dem schroffen Relief, das insbesondere an der Nordflanke des Berges sowie in der Bärenschützklamm zu beobachten ist. Im Kleinen zeigen sich typische Karst-Erscheinungen wie Höhlen und Karren. Die felsige Landschaft bietet Alpensteinböcken und Gämsen einen geeigneten Lebensraum.

Wege

Aufgrund der guten Aussicht und der einfachen Erreichbarkeit ist der Hochlantsch ein beliebtes Ausflugsziel im Umfeld der Stadt Graz. Der leichteste Aufstieg erfolgt in etwa zwei Stunden von der Teichalm. Varianten von Mixnitz führen durch die wasserführende, durch zahlreiche Stege und Leitern zugänglich gemachte Bärenschützklamm oder über den nordwestlich darüber gelegenen Rücken mit seiner Abfolge von Almweiden (s. o.). Der Weg zwischen der Schwaigeralm und dem Gasthaus Zum Guten Hirten wird Prügelweg genannt, Karrenspuren im Felsboden belegen die weit zurückreichende Bedeutung dieses Weges.

Vom ehemaligen Wirtshaus Zirbisegger (von Breitenau per Auto erreichbar) führt der Naturfreunde-Klettersteig durch die felsige Nordflanke zum Gipfel. In bzw. an der Nordflanke liegen auch das Gasthaus Zum Steirischen Jokl und das Wallfahrtskirchlein Schüsserlbrunn.

Literatur

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Normdaten