Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee
| Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee KG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | 2015.03.14 Bierdeckel Tegernsee.JPG | |
| Rechtsform | Kommanditgesellschaft |
| Gründung | angeblich um 1050, belegbar 1675 |
| Sitz | Tegernsee, Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
| Leitung | Maria Anna Herzogin in Bayern Christian Wagner (Prokurist)<ref name="hubert"/> |
| Mitarbeiterzahl | 64 (2012)<ref name="betriebsstart-ohne-grosses-tamtam"/> |
| Branche | Brauerei |
| Website | www.brauhaus-tegernsee.de |
Das Herzoglich Bayerische Brauhaus Tegernsee ist eine Brauerei in Tegernsee im Landkreis Miesbach in Oberbayern. Die Brauerei befindet sich im Nordtrakt des ehemaligen Klosters Tegernsee und ist im Besitz von Maria Anna Herzogin in Bayern, der jüngsten Tochter von Max Herzog in Bayern.<ref name="handelsregisterauszug"/>
Geschichte
Das Unternehmen sieht sich als Nachfolger einer angeblich um das Jahr 1000 gegründeten Bierbrauerei im Kloster.<ref>https://www.brauhaus-tegernsee.de/das-brauhaus/historie/</ref> Die heutige Brauerei geht aber gesichert auf das Jahr 1675 zurück, als Abt Bernhard Wenzel OSB die nötigen Braurechte von Holzkirchen nach Tegernsee holte.<ref name ="bräustüberl"/>
Ein Benediktinerkloster unterhielt nicht selbstverständlich eine Brauerei. Mönche favorisierten zu dieser Zeit in Bayern fast ausnahmslos Wein als Getränk. Tatsächlich ließ Herzog Maximilian I. im Jahre 1604 eine Liste aller in Bayern vorhandenen Brauhäuser anlegen, auf der Tegernsee fehlte. Maximilian hatte später als Kurfürst außerdem durch Erlass verboten, weitere als die bestehenden Brauereien in Bayern zu errichten.<ref name="weißbiermonopol"/> Hätte Tegernsee zu diesem Zeitpunkt bereits eine Brauerei besessen oder auch nur ein nachweislich altes Braurecht, wäre die spätere Transferierung der Braugerechtsame aus Holzkirchen nicht nötig gewesen. Somit kann davon ausgegangen werden, dass eine Brauerei vor der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts nicht existierte. Gerade Maximilian I. achtete sehr streng auf die Einhaltung juristischer Formalitäten, denn er war selbst ein in Ingolstadt ausgebildeter Jurist. Es sind mehrere Fälle bekannt, in denen er Brauereien deren älteres Recht anerkennen musste, so z. B. in Viechtach und Schwarzenberg. Es gibt also keinen Grund anzunehmen, er habe dem Abt von Tegernsee schaden wollen.
Im Jahr 1817 erwarb der bayerische König Max I. Joseph das säkularisierte Benediktinerkloster samt Brauerei von Freiherrn von Drechsel. Die Brauerei firmierte nun unter dem Namen „Königlich Braunes Brauhaus Tegernsee“. Aus dynastischen Gründen änderte sich der Name später in „Herzoglich Bayerisches Brauhaus“. Seit dem Kauf befindet sich die Brauerei in wittelsbachischem Familienbesitz und wird heute von Maria Anna in Bayern, einer Tochter von Max Emanuel Herzog in Bayern, geleitet.<ref name="bräustüberl-pdf"/>
Unternehmen
Die Firma der Brauerei lautet heute Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee KG und hat ihren Hauptsitz in Tegernsee. Ende des Jahres 2011 eröffnete die Brauerei eine weitere Abfüllanlage mit etwa 30 Mitarbeitern in Gmund in dem dafür neu ausgewiesenem Gewerbegebiet „Am Kanzlerfeld“ kurz hinter dem Ortsteil Moosrain.<ref name="neue abfüllanlage"/><ref name="bebauungsplan gmund"/>
An der Hauptbetriebsstätte der Brauerei in Tegernsee, im Erdgeschoss des Westflügels des ehemaligen Klosters Tegernsee, befindet sich der Gastronomiebetrieb Herzogliches Bräustüberl Tegernsee Peter Hubert GmbH & Co. KG.<ref>https://braustuberl.de/geschichte.html</ref> Das Bräustüberl, das überwiegend Biere der Brauerei ausschenkt, ist jedoch ein davon unabhängiges Unternehmen unter der Leitung des Gastwirts Peter Hubert.<ref name="hubert" />
Die Paulaner Brauerei Gruppe beabsichtigt den Verkauf der Weißbierbrauerei Hopf an das Bayerische Brauhaus Tegernsee im Januar 2026.<ref>Paulaner verkauft Weißbierbrauerei Hopf. Abgerufen am 15. November 2025.</ref>
Produkte
Produkte sind das „Tegernseer Hell“, das Exportbier „Tegernseer Spezial“, „Tegernseer Dunkel Export“, „Tegernseer Pils“, „Tegernseer Leicht“ und „Quirinus Dunkler Doppelbock“. In der Wintersaison ist außerdem „Der blaue Page“ erhältlich – ebenfalls ein Bockbier. Anlässlich des 200-jährigen Krönungsjubiläums des ersten bayerischen Königs wurde das „Max-I.-Joseph“-Bier gebraut.<ref name="bierbasis"/>
Die Biermarke war früher hauptsächlich im und um den Landkreis Miesbach erhältlich. In den letzten Jahren wurde die Marke auch bundesweit vermarktet.
Der Jahresausstoß liegt bei etwa 400.000 Hektolitern.
Seit April 2025 wird auch ein alkoholfreies Bier „Tegernseer Hell Alkoholfrei“ gebraut.<ref>Biersorten – Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee. Abgerufen am 8. April 2025.</ref>
Sonstiges
Die Brauerei ist Mitglied im Brauring, einer Kooperationsgesellschaft privater Brauereien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.<ref>Mitgliedsbrauereien. Brauring, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Februar 2020; abgerufen am 20. Februar 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
<references responsive>
<ref name="hubert">Hubert bleibt Bräustüberl-Wirt. 1. August 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. Dezember 2016; abgerufen am 12. Dezember 2016. </ref> <ref name="betriebsstart-ohne-grosses-tamtam">Brauhaus - Betriebsstart ohne großes Tamtam. 27. Februar 2012, abgerufen am 13. August 2019. </ref> <ref name="handelsregisterauszug">CompanyHouse: Herzogliches Brauhaus Tegernsee GmbH. Abgerufen am 12. August 2019. </ref> <ref name="bräustüberl">Herzogliches Bräustüberl Tegernsee - Die Geschichte des Bräustüberls. Peter Hubert GmbH & Co. KG, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Dezember 2016; abgerufen am 12. Dezember 2016.</ref> <ref name="weißbiermonopol">Das Weißbier – Ein idealer Begleiter. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. August 2019; abgerufen am 13. August 2019.</ref> <ref name="bräustüberl-pdf">Roland Götz: Bräustüberl-Zeitung 14. (PDF; 1,4 MB) König und Brauherr. 4. Februar 2006, abgerufen am 12. Dezember 2016. </ref> <ref name="neue abfüllanlage">Neue Abfüllanlage bereits in Betrieb. Lokale Stimme UG, 26. Februar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2016; abgerufen am 20. November 2016. </ref> <ref name="bebauungsplan gmund">Zufahrt zum Gewerbegebiet hat einen neuen Namen. Lokale Stimme UG, 10. November 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2016; abgerufen am 20. November 2016. </ref> <ref name="bierbasis">Bierbasis: Herzogliches Bräustüberl Tegernsee. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Januar 2021; abgerufen am 13. August 2019. </ref>
</references>
Koordinaten: 47° 42′ 29,9″ N, 11° 45′ 23,7″ O
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- Kloster Tegernsee
- Unternehmensgründung 1675