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Hasenbergtunnel (Gäubahn)

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Datei:Gäubahn Stuttgart Süd Lok 221 125 Hasenbergtunnel Südportal Ausfahrt DC 481 S-ZH - LABW - Staatsarchiv Ludwigsburg PL 734 KD 370.jpg
Südportal des Tunnels (1977)
Datei:Gäubahn Stuttgart-West Lok 140 163 Ausfahrt Hasenbergtunnel Nordportal - LABW - Staatsarchiv Ludwigsburg PL 734 KD 369.jpg
Nordportal an der Einfahrt in den Bahnhof Stuttgart West (1986)

Der Hasenbergtunnel ist ein Eisenbahntunnel, der im Stadtgebiet von Stuttgart die Bahnstrecke Stuttgart–Horb unter dem Hasenberg hindurchführt.

Der Tunnel der S-Bahn-Stammstrecke unter dem Hasenberg wird ebenfalls als Hasenbergtunnel bezeichnet.

Geografie und Ausstattung

Das 258,0 m<ref name="muehl-seidel-1980-264" /> lange Bauwerk liegt zwischen den Streckenkilometern 8,922 bis 9,181<ref>Sicherheitseinrichtungen_Tunnel. (PDF) Deutsche Bahn, abgerufen am 15. Dezember 2022.</ref> in einer Kurve.

Die Bogenradien der beiden, im Gleismittenabstand von 3,75 m liegenden Gleise, liegen bei 398 bzw. 402 m, die Überhöhung bei 50 mm.<ref name="db-2021-09-09" /> Die zulässige Geschwindigkeit beträgt 70 km/h.

Seitliche Sicherheitsräume sind nicht vorhanden.<ref name="db-2021-09-09" />

Das Bauwerk durchquert Schichten des Keupers und Gipsmergels.<ref name="muehl-seidel-1980-264">Albert Mühl, Kurt Seidel: Die Württembergischen Staatseisenbahnen. 2. Auflage. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1980, ISBN 3-8062-0249-4, S. 264.</ref>

Geschichte

Der Tunnel wurde in den Jahren 1875 und 1876<ref name="muehl-seidel-1980-264" /> errichtet.

Das Gewölbe wurde in den Jahren 1905, 1910 und 1938 bis 1940 nachträglich abgedichtet.<ref name="db-2021-09-09" />

Der Tunnel ist seit 1961 elektrifiziert. Hierzu wurden die Gleise abgesenkt und die Widerlager unterfangen. 1990/1991 wurde das Bauwerk gesamthaft saniert und eine 20 cm starke Innenschale aus Spritzbeton eingebracht sowie verschiedene Nischen erweitert und neu ergänzt.<ref name="db-2021-09-09" />

Auf der vierstufigen Zustandsnoten-Skala von DB Netz war das Bauwerk in den Jahren 2008, 2014 und 2017 jeweils in die Kategorie 2 eingestuft („Größere Schäden am Bauwerksteil, welche die Sicherheit nicht beeinflussen.“).<ref name="bt-18-2409">Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Harald Ebner, Christian Kühn (Tübingen), weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 18/2329 –. Zustand der Eisenbahntunnel in Baden-Württemberg. Band 18, Nr. 2409, 27. August 2014, ISSN 0722-8333, S. 2, 4 (bundestag.de [PDF]).</ref><ref name="bt-19-5403">Deutscher Bundestag (Hrsg.): Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Matthias Gastel, Stefan Gelbhaar, Stephan Kühn (Dresden), Daniela Wagner und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 19/4781 –. Eisenbahntunnel in Baden-Württemberg – Zustand der Tunnelbauwerke und Umsetzungsstand der Baumaßnahmen für ihren Erhalt. Band 19, Nr. 5403, 8. Oktober 2018, ISSN 0722-8333, S. 7 (BT-Drs. 19/5403).</ref> Nach Erwartungen von 2015 wird für das Jahr 2033 die Zustandskategorie 3 erwartet.<ref name="db-2021-09-09">Mark Hauptmann: Ermittlung des Investitions- und Instandhaltungsbedarfes zum (Weiter-) Betrieb der Panoramabahn. (PDF) In: vm.baden-wuerttemberg.de. DB Engineering & Consulting, 9. September 2021, S. 12–14, 20–22, abgerufen am 31. Oktober 2022.</ref>

Der Tunnel wurde 2014 täglich, in Summe beider Richtungen, von 14 Zügen des Personenfernverkehrs, 36 Zügen des Regionalverkehrs und einer S-Bahn befahren.<ref name="bt-18-2409" />

Weblinks

Commons: Hasenbergtunnel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Lage und Verlauf des Bauwerks, mit Signalen und zulässigen Geschwindigkeiten auf der OpenRailwayMap

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 48° 45′ 53,3″ N, 9° 8′ 53,1″ O

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