Hainichen (Gößnitz)
Hainichen Stadt Gößnitz
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(174)&title=Hainichen 50° 52′ N, 12° 27′ O
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| Höhe: | 220 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 1,34 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Hainichen, Stadt Gößnitz. In: GEOindex. Abgerufen im Januar 2026.</ref> | |||||
| Einwohner: | ca. 174 (2011)<ref name="Gindex" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 130 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1923 | |||||
| Postleitzahl: | 04639 | |||||
| Vorwahl: | 03764 | |||||
Lage von Hainichen in Thüringen
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Hainichen ist ein Ortsteil der Stadt Gößnitz im Landkreis Altenburger Land in Thüringen.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 117 kB) § 3. In: Webauftritt. Stadt Gößnitz, abgerufen im Januar 2026.</ref>
Geographische Lage
Gößnitz und die Ortsteile befinden sich südlich von Altenburg kurz vor Meerane im Übergang des Zeitzer-Altenburger-Lösshügellandes in das Erzgebirgsvorland. Hainichen liegt südwestlich von Gößnitz direkt an der Landesgrenze zu Sachsen. Verkehrsmäßig ist die Umgegend der Gemeinde über die Landesstraßen 2466 und 1358 und über die Bundesstraße 93 erfasst. Durch die Ortsflur verläuft die Bahnstrecke Glauchau-Schönbörnchen–Gößnitz. Die geographische Höhe des Ortes beträgt 220 m ü. NN.<ref name="TK10-5">Amtliche topographische Karten Thüringen 1:10.000. LK Altenburg, LK Greiz, Kreisfreie Stadt Gera. In: Thüringer Landesvermessungsamt (Hrsg.): CD-ROM Reihe Top10. CD 5. Erfurt 1999.</ref>
Geschichte
Archäologische Funde belegen eine Besiedlung der Gegend schon in der jüngsten Steinzeit. Im Jahre 1344 wurde der Ort Hainichen erstmals urkundlich genannt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 108</ref> Hainichen gehörte zum wettinischen Amt Altenburg,<ref>Das Amt Altenburg im Buch „Geographie für alle Stände“, ab S. 201</ref><ref>Die Orte des Amts Altenburg ab S. 83</ref> welches ab dem 16. Jahrhundert aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit folgender Ernestinischer Herzogtümer stand: Herzogtum Sachsen (1554 bis 1572), Herzogtum Sachsen-Weimar (1572 bis 1603), Herzogtum Sachsen-Altenburg (1603 bis 1672), Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg (1672 bis 1826). Das im Jahr 1707 erbaute Rittergut stand unter schönburgischer Grundherrschaft.<ref>Erwähnung von Hainichen beim Ort Schönberg im Handbuch der Geographie, S. 506</ref><ref>Rittergüter im Altenburger Land</ref>
Bei der Neuordnung der Ernestinischen Herzogtümer im Jahr 1826 kam der Ort wiederum zum Herzogtum Sachsen-Altenburg. Nach der Verwaltungsreform im Herzogtum gehörte Hainichen bezüglich der Verwaltung zum Ostkreis (bis 1900)<ref>Der Ostkreis des Herzogtums Sachsen-Altenburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. April 2023; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> bzw. zum Landratsamt Ronneburg (ab 1900).<ref>Das Landratsamt Ronneburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. September 2024; abgerufen am 29. Juli 2025.</ref> Das Dorf gehörte ab 1918 zum Freistaat Sachsen-Altenburg, der 1920 im Land Thüringen aufging. 1922 kam es zum Landkreis Altenburg.
Im Jahr 1923 wurde Hainichen nach Gößnitz eingemeindet. Im Zuge der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone wurde das Rittergut im Jahr 1945 enteignet. Es beherbergt heute ein Seniorenwohnheim. Bei der zweiten Kreisreform in der DDR wurden 1952 die bestehenden Länder aufgelöst und die Landkreise neu zugeschnitten. Somit kam Hainichen als Ortsteil von Gößnitz mit dem Kreis Schmölln an den Bezirk Leipzig, der seit 1990 als Landkreis Schmölln zu Thüringen gehörte und bei der thüringischen Kreisreform 1994 im Landkreis Altenburger Land aufging. 2012 lebten im Ortsteil 150 Personen.
Weblinks
- Ortsteile von Gößnitz. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Mai 2024.
Einzelnachweise
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