Göddeldorf
Göddeldorf Stadt Heilsbronn
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(97)&title=G%C3%B6ddeldorf 49° 20′ N, 10° 51′ O
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dim=10000 | globe= | name=Göddeldorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 367 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 97 (31. Dez. 2020)<ref name="Heilsbronn">Stadt > Stadtprotrait > Zahlen & Fakten. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91560 | |||||
| Vorwahl: | 09872 | |||||
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Göddeldorf (fränkisch: Gedldorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 82.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Heilsbronn im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Göddeldorf liegt in der Gemarkung Seitendorf.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt die Schwabach und das Weißenbronner Bächlein mündet dort als rechter Zufluss. Im Süden schließt sich das Waldgebiet Prünstbühlholz an. 1 km südwestlich liegt die Flur Im Flecken, 0,5 km südöstlich liegt das Bensingfeld. Die Kreisstraße AN 29/RH 12 verläuft über Betzmannsdorf nach Weißenbronn (3 km südwestlich) bzw. über die Christenmühle zur Staatsstraße 2239 bei Rohr (1,8 km östlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Müncherlbach (1,7 km nördlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1245 als „Godelndorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Zum Dorf des Godilo.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 82. Der Ortsname des in der Nähe gelegenen Götteldorf lässt sich ebenfalls von dem Personennamen Godilo ableiten.</ref> Das Kloster Heilsbronn erwarb in dem Ort vier Höfe, den ersten im Jahr 1245.<ref name="M202">G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 202.</ref>
1529 unterstanden der Hauptmannschaft Rohr der Reichsstadt Nürnberg drei Untertansfamilien im Ort.<ref>Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6, S. 345. </ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Klosteramts Heilsbronn aus dem Jahr 1608 wurden für Göddeldorf nur die vier Mannschaften verzeichnet, die das Klosterverwalteramt Heilsbronn als Grundherrn hatten. Die Nürnbergischen Mannschaften werden nicht erwähnt. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/2, 8. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 737.</ref> Im Dreißigjährigen Krieg blieb Göddeldorf zwar weitgehend verschont, dennoch verödeten die damals bestehenden vier Höfe. Erst nach dem Krieg hatten sie wieder Besitzer, den letzten 17 Jahre nach Kriegsende.<ref name="M202"/>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Göddeldorf acht Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Klosterverwalteramt Heilsbronn. Grundherren waren das Klosterverwalteramt Heilsbronn (3 Höfe, 1 Mühle, Gemeindehirtenhaus) und die Reichsstadt Nürnberg (Spitalamt Heilig Geist: 2 Höfe, Landesalmosenamt: 1 Hof).<ref name="H118">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 118.</ref> Es gab zu dieser Zeit sieben Untertansfamilien, von denen vier ansbachisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Göddeldorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 79 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref name="J1009">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1009.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Göddeldorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Weißenbronn und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Weißenbronn zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Göddeldorf in die neu gebildete Ruralgemeinde Seitendorf umgemeindet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Seitendorf in die Stadt Heilsbronn eingegliedert.<ref name="J1009"/><ref>Heilsbronn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Mittelalterliches Steinkreuz aus Sandstein mit Kreuzrelief nördlich der Ortschaft am Weg nach Müncherlbach<ref>G. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 96.</ref>
- Haus Nr. 8: ehemalige Mühle, zweigeschossiger Satteldachbau mit Fachwerkgiebel, 18. Jahrhundert, renoviert 1836<ref>Denkmalliste für Heilsbronn (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Göddeldorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Emmeram (Rohr) gepfarrt.<ref name="H118"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 12. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Gödeldorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 348 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 82–83.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 96.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 118 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 202 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Stadt > Stadtprotrait > Ortsteile > Göddeldorf. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Göddeldorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Göddeldorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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