Böllingsdorf
Böllingsdorf Stadt Heilsbronn
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(194)&title=B%C3%B6llingsdorf 49° 22′ N, 10° 47′ O
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dim=10000 | globe= | name=Böllingsdorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 352 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 194 (31. Dez. 2020)<ref name="Heilsbronn">Stadt > Stadtprotrait > Zahlen & Fakten. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.</ref> | |||||
| Postleitzahl: | 91560 | |||||
| Vorwahl: | 09872 | |||||
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Böllingsdorf (fränkisch: Bällmasch-dorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 51. Dort folgendermaßen transkribiert: „bęlməschdorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Heilsbronn im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Böllingsdorf liegt in der Gemarkung Bürglein.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf bildet mit Bürglein im Nordosten eine geschlossene Siedlung. Der im Tal gelegene Ort ist von den Erhebungen Lerchenbühl (südwestl.), Mühlbuck (nördl.) und Eulenberg (südöstl.) umgeben. 0,5 km nördlich beginnt das Waldgebiet Wolfsgrube. Im Ort fließt der Kettelbach (links) und der Böllingsdorfer Bach (rechts) zum Bürgleinsbach zusammen, der dann mit weiteren Bächen zum Weihersmühlbach zusammenfließt, der ein rechter Zufluss der Bibert ist. Durch den Ort verläuft die Staatsstraße 2410, die nach Bonnhof (1,6 km südlich) bzw. nach Bürglein (0,4 km nordöstlich) führt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Betzendorf zur Kreisstraße AN 24 (2 km westlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung von „Beldingestorf“ erfolgte laut älteren Chroniken im 12. Jahrhundert. Die älteste erhaltene Urkunde, in der der Ort „Bellingesdorf“ genannt wird, stammt aus dem Jahr 1268. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Belding, der als Gründer des Ortes anzunehmen ist.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 51.</ref> Das Kloster Heilsbronn erwarb ab 1268 nach und nach den ganzen Ort.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 160.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Klosteramts Heilsbronn aus dem Jahr 1608 gibt es für Böllingsdorf keinen eigenen Eintrag, da es mit Bürglein eine Realgemeinde bildete. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/2, 6. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 736.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Böllingsdorf 9 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Bonnhof. Grundherren waren das Kastenamt Bonnhof (7 Güter, 1 Haus) und die Heiligenstiftung Bürglein (1 Gut).<ref name="H102">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 102.</ref> Es gab zu dieser Zeit 8 Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Bellingsdorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 75 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg.<ref name="J983">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 983f.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Böllingsdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Bürglein und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Bürglein zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Diese wurde am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Heilsbronn eingegliedert.<ref name="J983"/><ref>Heilsbronn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
Einwohnerentwicklung
Religion
Böllingsdorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Bürglein) gepfarrt.<ref name="H102"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 12. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Bellingsdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 336 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 51.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 102 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 160 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
Weblinks
- Stadt > Stadtprotrait > Ortsteile > Böllingsdorf. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Böllingsdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Böllingsdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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