Höfstetten (Heilsbronn)
Höfstetten Stadt Heilsbronn
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(40)&title=H%C3%B6fstetten 49° 22′ N, 10° 45′ O
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| Höhe: | 400 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 40 (31. Dez. 2020)<ref name="Heilsbronn">Stadt > Stadtprotrait > Zahlen & Fakten. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 91560 | |||||
| Vorwahl: | 09872 | |||||
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Höfstetten (fränkisch: Heschdad<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 98. Im Gegensatz zu Höfstetten (Ansbach), das im Volksmund als Hefschded ausgesprochen wird.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Heilsbronn im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Höfstetten hat eine Fläche von 4,830 km². Sie ist in 415 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 11.638,49 m² haben.<ref>Gemarkung Höfstetten (093163). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 17. September 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Neuhöflein.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Beim Weiler entspringt der Triebendorfer Graben, ein rechter Zufluss der Bibert. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Kreisstraßen AN 17 kreuzend nach Steinbach (2,7 km westlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt zur AN 17 bei Ketteldorf (0,5 km südlich) bzw. zur AN 24 südlich von Betzendorf (1,4 km nordöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
1194 wurde der Ort als „Hovestete“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bezeichnet schlichtweg den Standort eines Hofes.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 98.</ref> Das Kloster Heilsbronn erwarb 1249 unter dem 9. Abt Edelwinus durch Tausch von der Domkirche zu Bamberg Güter in Höfstetten. Man gab dafür Güter in Laubendorf ab. Im Ganzen erwarb das Kloster sieben Anwesen.<ref name="M226">G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 226.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Klosteramts Heilsbronn aus dem Jahr 1608 wurden für Höfstetten sieben Mannschaften verzeichnet, die alle das Kastenamt Bonnhof als Grundherrn hatten (vier Bauern, drei Köbler). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/2, 9. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 737.</ref> Während des Dreißigjährigen Kriegs erlitt der Ort wenig Schaden, einige Anwesen blieben besetzt.<ref name="M226" />
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Höfstetten zehn Anwesen (1 Hof, 4 Halbhöfe, 1 Wirtshaus, 2 Güter, 1 Haus, Gemeindehirtenhaus). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das brandenburg-ansbachische Richteramt Roßtal auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das brandenburg-bayreuthische Kastenamt Bonnhof.<ref name="HistAtlasFI4">Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 127 f. (Digitalisat).</ref> Es gab zu dieser Zeit sieben Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Hochstädt. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 76 (Digitalisat).</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg.<ref name="J996" />
Im Jahre 1806 kam Höfstetten an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Höfstetten dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Petersaurach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Petersaurach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Höfstetten, zu der Neuhöflein gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Heilsbronn zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Windsbach.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 43 (Digitalisat).</ref> Von 1862 bis 1879 gehörte Höfstetten zum Bezirksamt Heilsbronn, ab 1880 zum Bezirksamt Ansbach (1939 in Landkreis Ansbach umbenannt) und zum Rentamt Heilsbronn (1919–1929: Finanzamt Heilsbronn, seit 1929: Finanzamt Ansbach). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Heilsbronn (1879 in Amtsgericht Heilsbronn umbenannt), seit 1956 ist das Amtsgericht Ansbach zuständig.<ref name="J996">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 996.</ref> Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,810 km².<ref name="OV 1961" /> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 nach Heilsbronn eingemeindet.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref><ref>Heilsbronn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
Ehemalige Baudenkmäler
- Bauernhaus, erbaut 1367, umgebaut 1625, mit Stroh gedecktes Vollwalmdach, Außenwände aus Fachwerk im Lehmflechtwerk oder lehmverputzten Holzbohlen. 1979 wurde dieses wohl älteste fränkische Bauernhaus vom Fränkischen Freilandmuseum erworben, abgetragen und von 1983 bis 1987 dort wieder aufgebaut.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Website des Freilandmuseums Bad Windsheim ( des Vorlage:IconExternal vom 26. April 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- Einarmiges mittelalterliches Sandsteinkreuz an der Wegkreuzung Kehlmünz/Höfstetten/Kleinhaslach/Markttriebendorf<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach, S. 114.</ref>
Einwohnerentwicklung
Gemeinde Höfstetten
Ort Höfstetten
| Jahr | 1807 | 1818 | 1840 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2007 | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 57 | 50 | 55 | 68 | 64 | 58 | 64 | 56 | 68 | 37 | 54 | 45 | 43 | 43 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | 9 | 12 | 9 | 12 | 9 | 8 | 8 | 8 | 9 | |||||
| Quelle | <ref>K. Rosenhauer: Der Landkreis Ansbach, 156f.</ref> | <ref name="OV 1818" /> | <ref name="OV 1846" /> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref name="OV 1950" /> | <ref name="OV 1961" /> | <ref name="OV 1970" /> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 327 (Digitalisat).</ref> | <ref name="Heilsbronn" /> |
Religion
Höfstetten ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes (Bürglein) gepfarrt.<ref name="HistAtlasFI4" /> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Vitus (Veitsaurach) gepfarrt,<ref name="OV 1961" /> heute ist die Pfarrei Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) zuständig.<ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 12. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Hochstädt. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 690 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 98–99.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 114.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 127 f. (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 226 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf 1964, DNB 450093387, OCLC 17146040, S. 156–157.
Weblinks
- Stadt > Stadtprotrait > Ortsteile > Höfstetten. In: heilsbronn.de. Abgerufen am 15. Mai 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Höfstetten in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Höfstetten im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Betzendorf |
Betzmannsdorf |
Böllingsdorf |
Bonnhof |
Bürglein |
Butzenhof |
Göddeldorf |
Gottmannsdorf |
Höfstetten |
Ketteldorf |
Markttriebendorf |
Müncherlbach |
Neuhöflein |
Seitendorf |
Trachenhöfstatt |
Triebendorf |
Weißenbronn |
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Wüstungen: Schönbühl | Ziegelhütte
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- Gemeindegründung 1818
- Gemeindeauflösung 1978
- Gemarkung im Landkreis Ansbach