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Grossmünster

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Datei:Zürich - Grossmünster IMG 0237.jpg
Westfassade des Grossmünsters zur Limmat.
Datei:Grossmünster - Kirchgasse 2010-08-30 16-13-12 ShiftN.jpg
Grossmünster und dessen Zwölfbotenkapelle von Südosten (Kirchgasse)

Das Grossmünster ist eine romanische Kirche in der Altstadt von Zürich, erbaut zwischen 1100 und 1220. Die erste Altarweihe war 1104 für die Krypta und 1107 für den Chor. Die Schlussweihe erfolgte 1117 durch Erzbischof Bruno von Trier.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> Bis zur Reformation war das Grossmünster Pfarrkirche und zugleich Teil eines weltlichen Chorherrenstifts; die Kirchenpatrone waren die Stadtheiligen Felix und Regula sowie Exuperantius. Die Pfarrei Grossmünster war der Ausgangspunkt der Reformation durch Huldrych Zwingli (1522–1525), und heute dient das Grossmünster als Pfarrkirche der evangelisch-reformierten Landeskirche.

Das Grossmünster gehört zusammen mit dem Fraumünster und der St.-Peter-Kirche zu den bekanntesten Kirchen der Stadt Zürich. Die charakteristischen Doppeltürme mit ihren neugotischen Turmabschlüssen von 1787 sind das eigentliche Wahrzeichen der Stadt.

Name

Der Name «Grossmünster» stammt erst aus dem 14. Jahrhundert. Ursprünglich wurde die Kirche in den Urkunden schlicht mit «Zürcher Kirche» (Turicina ecclesia) bezeichnet. 1272 taucht das «Münster» in der Bezeichnung Monasterium praepositurae Thuricensis erstmals auf. Monasterium, deutsch Münster, ist die lateinische Bezeichnung für Kloster. «Grossmünster» erscheint erstmals 1322,<ref>Gutscher 1983, S. 9.</ref> wahrscheinlich zur Unterscheidung vom kleineren Fraumünster.

Gründungslegende

Das Grossmünster ist ursprünglich der Ort der Verehrung der Stadtpatrone Felix und Regula.

Bereits das älteste schriftliche Zeugnis der Heiligenlegende (Codex 225, ff. 473–478<ref>St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 225, p. 473–478. (online)</ref>), aufgezeichnet wohl im späteren 8. Jahrhundert zur Regierungszeit Karls des Grossen, notiert, die Heiligen lägen hier «mit grossem Schmuck» und es seien hier «von alters her» viele Blinde und Lahme geheilt worden. Die Erwähnung einer Mönchsgemeinschaft oder gar einer Stiftung durch Karl den Grossen fehlt allerdings. Die Verehrung dieser Heiligen war zur Zeit der Niederschrift dieser Legende jedoch vermutlich noch nicht alt. Es wurde vermutet, Auslöser für die Legendenbildung sei entweder die Auffindung eines auffälligen römischen Grabes an dieser Stelle,<ref>Gutscher 1983, S. 36–42, hier S. 40f. Vgl.: Hans Stadler: Felix und Regula. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 15. Dezember 2008 (online).</ref> oder aber eine Translation der Reliquien der zuvor in Chur verehrten Regula gewesen.<ref name="Poeschel">Erwin Poeschel: Sind Felix und Regula Zürcher Heilige? In: Bündnerisches Monatsblatt. 1945.</ref>

Die Legende der Klostergründung durch Karl dem Grossen ist hochmittelalterlich und wird ab dem 12. Jahrhundert fassbar.<ref>Robert Folz: Le souvenir et la légende de Charlemagne dans l’Empire germanique médiéval. 1950, S. 344–347.</ref> Danach sei Karl der Grosse von einem flüchtenden Hirsch von Köln bis nach Zürich gelockt worden. Hier seien der Hirsch, die Hundemeute und auch das Pferd Karls im Wald auf die Knie gesunken. Herbeieilende Einsiedler informierten den Kaiser, an dieser Stelle lägen heilige Märtyrer begraben. Unter Mitwirkung der Priesterschaft der Gegend habe Karl die leiblichen Überreste der Märtyrer finden und in geschmückte Särge legen lassen.<ref name="Poeschel" />

Datei:Grossmuenster Kaiserrelief.jpg
Das Kaiserrelief mit Darstellung der Gründungslegende

Das älteste Zeugnis für die Existenz der Legende dürfte ihre bildliche Darstellung im Relief eines Pfeilerkapitells im Grossmünster sein. Es zeigt den Kaiser in dem Moment, in dem sein Pferd sich vor den beiden Heiligen hinkniet, die mit Märtyrerpalmen dargestellt sind. Hintergrund für die Legende der karolingischen Gründung war die Überführung von Reliquien Karls des Grossen selbst, die nach der Fertigstellung des Grossmünsters im Jahr 1233 nach Zürich kamen.

Die Parallelen zur Gründungslegende des Fraumünsters sind unübersehbar, besonders die Rolle des Hirschen in der Bestimmung des Orts; das Grossmünster sucht hier das mächtigere Fraumünster an Alter und Ehrwürdigkeit zu übertreffen, statt Gründung durch Karls Enkel Ludwig wird die Gründung durch Karl selbst beansprucht. In die gleiche Zeit fällt auch die Einführung von Exuperantius als drittem Heiligen. Auch in dieser Frage ging es um politische Rivalitäten zwischen Grossmünster, Fraumünster und dem aufstrebenden Bürgertum.<ref>Joan A. Holladay: The Competition for Saints in Medieval Zurich. In: Gesta 43.1 (2004), S. 41–59.</ref>

Die Gräber der Heiligen waren bis zur Reformation in der Zwölfbotenkapelle (Boten = Apostel) für die Pilger zugänglich.<ref name=Gutscher95-15>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref> In der gleichen Kapelle wurden auch die Reliquien Karls des Grossen aufbewahrt. Die Häupter der Heiligen befanden sich dagegen in kostbaren Reliquiaren im Stiftsschatz; sie wurden im Hoch- und Spätmittelalter jeweils in einer Prozession am Festtag der Heiligen durch die Stadt getragen.

Datei:Felix und Regula.png
Ausschnitt mit den drei Heiligen aus dem geretteten Teil des Altarbilds von Hans Leu dem Älteren (Landesmuseum Zürich)
Datei:Altartafeln von Hans Leu d.Ä. (Haus zum Rech) - rechtes Limmatufer - Grossmünster 2013-04-08 15-04-58.jpg
Das Grossmünster Ende 15. Jahrhundert auf den Altartafeln von Hans Leu d. Ä. (Zürcher Staatsarchiv)

Propstei St. Felix und Regula

Das spätere Kollegiatstift dürfte in frühkarolingischer Zeit organisch aus dem Wallfahrtsort zur Verehrung der Märtyrergräber und möglicherweise in der Nähe bestehenden Einsiedeleien gewachsen sein. Dies im Gegensatz zum Fraumünster, das im Jahr 853 von Ludwig dem Deutschen gestiftet wurde.<ref>Dietrich Walo Hermann Schwarz (Hrsg.): Die Statutenbücher der Propstei St. Felix und Regula (Grossmünster) zu Zürich. Verlag Schulthess, Zürich 1952, Einleitung S. XIX.</ref>

Es ist unbekannt, wann zuerst eine Kirche an der Stelle des späteren Grossmünsters gebaut wurde. Es gibt einen Hinweis auf einen Bischof Theodorus, der bereits vor 820 hier eine Kirche geweiht haben soll. Die kaiserliche Urkunde, auf der diese Angabe beruht, ist allerdings nur durch eine Erwähnung Heinrich Bullingers aus dem 16. Jahrhundert bekannt. Nachweislich ist das Bestehen des Klosters durch seine Bestätigung als Kollegiatstift durch Karl den Dicken im Jahr 870. Danach fehlt jegliche Nachricht über die Geschichte der Kirche bis zu ihrem Abbrennen im Jahr 1078, was den Anlass gab zum Bau der noch heute bestehenden romanischen Kirche.<ref>Johann Rudolf Rahn: Geschichte der bildenden Künste in der Schweiz von den ältesten Zeiten bis zum Schlusse des Mittelalters, Bd. 1. 1876, S. 200.</ref>

Die Propstei wies im Hochmittelalter 24 Chorherren und 32 Kaplane auf und war neben dem Konstanzer Münster das bedeutendste Stift im historischen Bistum Konstanz. An der Spitze des ursprünglichen Konvents stand spätestens seit 1114 ein Propst, den das Stift gemäss einem königlichen Privileg aus diesem Jahr ebenso wie den Priester selbst wählen durfte. Der Konvent wird als «weltlich» bezeichnet, weil die Gemeinschaft, Chorherren genannt, nach der Aachener Regel zusammenlebte, die im Gegensatz zur strengeren Benediktinerregel keine Weltabgeschiedenheit und keinen Verzicht auf Privatbesitz forderte. In der Gregorianischen Reform im 11. Jahrhundert sollten solche Chorherrengemeinschaften sich neu der Augustinischen Regel unterordnen. Die Chorherren im Grossmünster hielten aber an der alten Aachener Ordnung fest und bildeten damit ein nicht reguliertes oder «weltliches» Kollegiatstift.

Die in Zürich residierenden Chorherren waren zur Teilnahme am Kirchendienst (Stundengebet) verpflichtet, hatten ihre geistlichen Aufgaben und führten die weltlichen Geschäfte des Stifts, legten aber, anders als Mönche, keine Gelübde ab. Seit dem 13. Jahrhundert wohnten die Chorherren in den Chorherrenhäusern in der Umgebung der heutigen Kirchgasse. Viele von ihnen studierten an ausländischen Universitäten und erwarben Doktorate.

Als Reichsstift verfügte das Grossmünster rund um Zürich über Güter und Einkünfte. Albisrieden, Schwamendingen, Fluntern, Höngg und Meilen waren die wichtigsten Güter. Daneben reichte Streubesitz bis an die Töss, den Rhein, die Reuss, den Zuger- und Obersee.

Bis zum Auftreten der Bettelorden im 14. Jahrhundert war das Stift Grossmünster im Bistum Konstanz führend in der Pflege der Musik.<ref>Magdalen Bless-Grabher: Zürich und seine Bettelordensklöster. In: Barbara Helbling u. a. (Hrsg.): Bettelorden, Bruderschaften und Beginen in Zürich: Stadtkultur und Seelenheil im Mittelalter. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2002, ISBN 3-85823-970-4, S. 11–24, bes. S. 22.</ref> Der Chorherr Konrad von Mure stiftete 1259 eine Pfründe für einen eigenen Kantor (Gesangsmeister) und redigierte 1260 den Liber ordinarius des Grossmünsters, eine detaillierte Ordnung über die Festgesänge, von denen einzelne von Chorherren selbst gedichtet und komponiert worden waren.<ref>Peter Stotz: Zum Lob der Zürcher Stadtpatrone, liturgische Dichtungen zum Fest von Felix und Regula. In: Peter Stotz u. a. (Hrsg.): Turicensia latina: lateinische Texte zur Geschichte Zürichs aus Altertum, Mittelalter und Neuzeit. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2003, ISBN 3-03823-013-8, S. 60–67.</ref> Weitere bedeutende Chorherren in der Geschichte des Stiftes waren Rüdiger III. Manesse, Rudolf von Homburg, Berater Kaiser Heinrichs V. und Bischof von Basel, und Johannes II. von Zürich, Kanzler König Albrechts, Bischof von Eichstätt und Strassburg.

Datei:ZürichGrossmünsterKreuzgang-pjt.jpg
Kreuzgang des Chorherrenstifts
Datei:Die armen teufel-525.jpg
Die armen Teufel, Kapitellrelief im Kreuzgang

Fortbestand des Stiftes bei der Reformation

Während der Reformation sicherten Propst Felix Frey (1482–1555) und das Kapitel, dem tüchtige Juristen angehörten, 1523, nach langen Verhandlungen mit dem Rat, das Fortbestehen des Stiftes. Die Vogt- und Gerichtsrechte wurden an den Rat von Zürich übertragen. Der Grundbesitz verblieb bis zur endgültigen Aufhebung des Stifts 1832 beim Grossmünster.

Nach seiner Reformation widmete sich das Chorherrenstift der Pflege des theologischen Nachwuchses. Neben einer Lateinschule und einem höheren Gymnasium befand sich in den Stiftsgebäuden eine von Huldrych Zwingli gegründete theologische Akademie, die zuerst «Prophezei», danach «Carolinum» genannt wurde. Hier wurde die Zürcher Bibel erarbeitet, wozu man 1525 aus dem Barfüsserkloster Basel den Hebraisten Conrad Pellikan berufen hat. Nach Zwinglis Tod in der Schlacht von Kappel 1531 wurde Heinrich Bullinger sein Nachfolger als Schulherr und Antistes. Das Stift und seine Bibliothek wurde zur Keimzelle der heutigen Universität Zürich, die 1833 nach der Stiftsauflösung gegründet wurde. Sie verweist in ihrem Siegel auf das Grossmünster.

Mit der Aufhebung des Stifts 1832 wurden die Gebäude verkauft und 1849 abgerissen, um einem Neubau von Gustav Albert Wegmann im neoromanischen Stil Platz zu machen. In diesem sogenannten Grossmünsterschulhaus war bis 1976 die Töchterschule beheimatet, ein städtisches Gymnasium für Mädchen. Der Kreuzgang des Chorherrenstifts, der teilweise noch aus dem 12. Jahrhundert stammte, wurde beim Abriss zerlegt und 1851 – mit vielen neuen Teilen ergänzt – in den Neubau integriert.

Neben dem angebauten Grossmünsterschulhaus, in dem sich seit 1976 das Theologische Seminar der Universität Zürich befindet,<ref>Gutscher 1983, S. 16–18.</ref> umgeben weitere Gebäude mit engem Bezug die Kirche: Östlich des Seminars steht die Grossmünsterkapelle (erbaut 1858–1860), an das sich das Pfarrhaus und das Kirchgemeindehaus «Helferei» anschliessen. In dem Gebäude aus dem 13. Jahrhundert lebten die Leutpriester, später die Schulherren des Grossmünsterstifts und seit den 1830er Jahren der Diakon («Helfer») des Grossmünsters. Nach einem Umbau 1974 ist darin auch das Begegnungszentrum Kulturhaus Helferei untergebracht.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20160304073729

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Pfarrkirche

Seit dem 9. Jahrhundert war das Grossmünster auch Pfarrkirche einer Kirchgemeinde, ursprünglich zuständig für eine «Grosspfarrei» im spärlich besiedelten Gebiet zwischen Limmat und Glatt, später für die «mindere» Stadt rechts der Limmat, die sich im 12. und frühen 13. Jahrhundert herausbildete. Die Pfarrkirche für die ältere Stadt links der Limmat war St. Peter.

Huldrych Zwingli kam 1519 als Leutpriester ans Grossmünster. Als Nachfolger Zwinglis wurde Heinrich Bullinger 1531 nicht nur Pfarrer am Grossmünster, sondern als Antistes das Oberhaupt der reformierten Kirche in Zürich. Auch Bullingers Nachfolger waren als Pfarrer am Grossmünster gleichzeitig Vorsteher der Zürcher Staatskirche. Der letzte in dieser Reihe war Johann Jakob Hess, in dessen Amtszeit die in der Helvetik durchgesetzte Trennung von Kirche und Staat fiel. Sein Nachfolger war Georg Gessner, der immer noch den Titel des Antistes innehatte, obwohl während seiner Amtszeit die moderne reformierte Landeskirche des Kanton Zürich gegründet wurde. Die alte Kirchenordnung der Stadt Zürich blieb allerdings noch bis 1895 in Kraft, als Diethelm Georg Finsler als letzter Antistes jahrelang für die Abschaffung des eigenen Amtes kämpfte und schliesslich 1895 erster Präsident des Stadtzürcher Kirchenrats wurde.

Von 1833 bis 2018 bestand eine eigene Kirchgemeinde zum Grossmünster innerhalb der evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Zürich. Nachfolger Finslers als Pfarrer am Grossmünster war sein Sohn Rudolf, von 1899 bis zu dessen krankheitsbedingtem Tod 1921. Seit seiner Zeit war das Pfarramt in der Kirchgemeinde mit keinem weiteren Amt mehr verbunden, und das Grossmünster war einfach Pfarrkirche der Zürcher Altstadt rechts der Limmat, neben seiner Rolle als Kulturdenkmal, touristischer Attraktion und Aufführungsort von Konzerten.

Seit Finslers Zeit gibt es zwei Pfarrstellen am Grossmünster, gegenwärtig amten Christian Walti (seit 2025) und Martin Rüsch (seit 2011). 2019 schliesslich wurden die 32 Kirchgemeinden der Stadt fusioniert, seither ist das Grossmünster als Pfarrkirche dem ersten Kirchenkreis zugeordnet.<ref>Matthias Senn: Geschichte der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde zum Grossmünster Zürich 1833–2018. 2021.</ref>

Das Gotteshaus selbst befindet sich im Eigentum des Kantons Zürich als eines von nur drei sakralen Bauten neben den Klosteranlagen Rheinau und Kappel. Im Jahr 2011 hatte der Kanton alle übrigen kirchlichen Liegenschaften an die Kirchgemeinden abgetreten.<ref name="kantonal"/>

Datei:Prozessionsachse murerplan.jpg
Die «Prozessionsachse» Grossmünster, Wasserkirche und Fraumünster auf dem Murerplan von Zürich (1576)

Baugeschichte

Erste Vorgängerbauten des Grossmünsters sind nur vermutet. Archäologische Funde weisen auf ein römisches Gräberfeld im Umfeld des Grossmünsters hin. Es bestand wohl ein kleineres Memorialgebäude und ein Konvent zur Betreuung von Pilgern. 870 wurde der Konvent von Karl dem Dicken in ein Chorherrenstift umgewandelt. Das Grossmünster stand als Grablege in einem Zusammenhang mit der Wasserkirche, der Hinrichtungsstätte von Felix und Regula, und dem Fraumünster auf der anderen Seite der Limmat, in dem die wichtigsten Reliquien der Heiligen aufbewahrt wurden.

Verbunden durch den Münstersteg bildeten die drei Kirchen als «Prozessionsachse» den Kern der jährlichen Prozessionen im Hochmittelalter; der genaue Verlauf der Prozession, nach der Beschreibung durch Konrad von Mure um 1260, war allerdings komplizierter und lässt sich nicht genau rekonstruieren; es wurden dabei auch die heute nicht mehr bestehende Lindenhofkapelle berührt sowie einzelne Punkte an der Stadtgrenze.

Datei:Rahn Rekonstruktion Grossmünster vor Umbau Waldmann.jpg
Rekonstruktion des Zustandes Mitte 15. Jahrhundert nach J. R. Rahn
Datei:Rahn Laengsschnitt Grossmünster.jpg
Längsschnitt nach Berlepsch

Reste eines Vorgängerbaus der heutigen Kirche wurden bei Renovationsarbeiten in den 1930er Jahren entdeckt und in das 11. Jahrhundert datiert. Die heute noch bestehende romanische Kirche wurde um 1100 begonnen und 1220 vollendet. Der Vorgängerbau wurde dazu schrittweise abgebrochen. Der Bau wurde in sechs Etappen vollzogen, die jeweils Abweichungen vom ursprünglichen Bauplan aufweisen, da neue Stilrichtungen in der Architektur aufgenommen wurden. Veränderungen im Innern und am Äussern der Kirche wurden jedoch fortlaufend bis ins 20. Jahrhundert vorgenommen. Erst zwischen 1487 und 1492 wurden die Türme auf Initiative von Hans Waldmann auf gleiche Höhe gebracht und mit Nadelhelmen versehen. 1498 wurde der Dachreiter in seiner heutigen Form vollendet.

Die deutschschweizerische Reformation ging vom Grossmünster aus, da der Reformator Huldrych Zwingli seit 1519 dort als Leutpriester predigte. Auf seine Initiative liess der Stadtrat von Zürich 1524 die Altarbilder aus der Kirche entfernen. 1526 wurde vor dem Chor ein Kanzellettner eingebaut, der aus den zerstörten Altären der Zürcher Kirchen bestand.<ref>Daniel Gutscher: Zwinglis Kanzellettner im Zürcher Grossmünster. In: Peter Niederhäuser, Regula Schmid (Hrsg.): Querblicke, Zürcher Reformationsgeschichten (= Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich. Band 86.) Chronos Verlag, Zürich 2019, ISBN 978-3-0340-1498-4, S. 130–137.</ref> Damit wurde die Umnutzung der Kirche deutlich. Nicht mehr «Gottesdienst» an den Altären im Chor, sondern die Predigt stand nun im Zentrum. Die Überreste von Felix und Regula wurden von Zwinglis Nachfolger, Heinrich Bullinger, aus der Zwölfbotenkapelle entfernt. Dabei seien nur einige Knochenreste, Kohle, ein Ziegelstein und eine Haselnuss zum Vorschein gekommen.

Am Abend des 24. August 1763 zerstörte ein Blitzschlag den Glockenturm und entzündete den mit Schindeln gedeckten Spitzhelm. Mit nassen Ochsenhäuten konnten die Glocken vor dem Schmelzen gerettet werden. Während mehrerer Jahre blieb der Turm eine Brandruine und es wurde über einen Gesamtneubau des Grossmünsters nach Plänen Gaetano Matteo Pisonis diskutiert. Der Widerstand des Pfarrers Johann Jakob Breitinger verhinderte einen Abbruch.

1770 wurden die Türme mit einer flachen Terrasse und Balustraden im Stile Louis-seize versehen.

1781 bis 1787 entstanden die heutigen charakteristischen neugotischen Turmabschlüsse durch Johann Caspar Vögeli und Johannes Haggenmiller. Am Nordturm wurde das romanische Glockengeschoss abgerissen und durch eine Kopie des spätgotischen Südturms ersetzt. Beide Türme wurden zudem mit einer Wächterstube aufgestockt. Auch im Innern wurde im Stil des Barocks umgebaut.

Ab 1845 wurde das Grossmünster massiv umgestaltet. Das Treppenhaus zu den Emporen über dem nördlichen Hauptportal wurde abgerissen und ins Innere verlegt – und zwar in den Teil der ehemaligen Zwölfbotenkapelle, wo sich die Heiligengräber befunden hatten.<ref name=Gutscher95-15/> Baumeister August Stadler liess auch den Lettner abreissen. 1849 wurden das Stiftsgebäude abgebrochen und bis 1897 sämtliche barocken Elemente wie Stuckaturen und Gips entfernt. Man wollte ganz nach dem denkmalpflegerischen Verständnis des 19. Jahrhunderts den ursprünglichen romanischen Innenraum wiederherstellen und zerstörte dazu jüngere Bausubstanz. 1913–1915 wurde die Innenrenovation und gleichzeitige Rekonstruktion durch den Stadtbaumeister Gustav Gull und den Kantonsbaumeister Hermann Fietz abgeschlossen.

Datei:Grossmünster Eingerüstung Januar 2025 01.jpg
Aufbau Gerüst Südfassade, 1/2025

Das Äussere wurde 1931–1936 gründlich renoviert, wobei die 62 Meter hohen Türme etwas verändert wurden. 1989/1990 wurden diese Veränderungen wieder rückgängig gemacht.

Im Jahr 2021 wurden 35 Millionen Franken für die Instandsetzung bewilligt, worauf 2023 mit der Sanierung der Innenräume und Fenster sowie der Statue von Karl dem Grossen in der Krypta begonnen wurde.<ref name="kantonal">Stefan Hotz: 2026 wird das Grossmünster vollständig eingepackt – Zürichs 800 Jahre altes Wahrzeichen braucht eine Auffrischung. In: Neue Zürcher Zeitung. 9. November 2024.</ref> Im Januar 2025 begann die Aussenrenovation mit der Eingerüstung der Ost- und Südseite; für die Jahre 2026/27 verbleibt die ganze Kirche eingerüstet. Die Sanierung endet mit einem Gerüst an der Westeite im 2028.<ref>Instandsetzung Grossmünster, Baudirektion des Kantons Zürich, abgerufen am 15. Januar 2025</ref>

Baubeschreibung

Datei:Grossmünster Zürich 2022-09-24 06-526.jpg
Nordfassade mit Haupttor

Typisch für die deutsche Romanik ist die Westfassade ohne Portal.Ref?

Die Hauptfassade liegt im Norden. Das triumphtorartige Hauptportal ist der Anfang des Prozessionsweges von den Gräbern der Heiligen Felix und Regula bis zu deren Reliquien im Fraumünster. Das Portal hat nur wenig romanische Originalsubstanz. Auf dem linken Kapitell ist König David mit einem Streichinstrument abgebildet. Seit 1950 sind am Türsturz folgende Worte Zwinglis zu lesen:

«Verschaffend dass das Gottlich Wort Truewlich by üch gepredget werde + damit werdend ir üwer vatterland behalten + ob’s glych dem Tüfel Leid wär + denn wo Gotzforcht ist + da ist die Hilff Gottes + Huldriych Zwingli».

Die 1950 von Otto Münch geschaffene Bronzetüre zeigt einzelne biblische Geschichten. Auch die Tür der Südfassade stammt von Münch und zeigt Bilder aus der Reformationsgeschichte.

Die Westfassade ist geprägt von zwei quaderförmigen, 64 Meter hohen Doppeltürmen. Der Karlsturm genannte Südturm kann bestiegen werden: 187 Stufen führen zum Aussichtsraum in 50 Meter Höhe. Seit 2020 konnte die Aussicht nur noch durch die Fenster betrachtet werden, die Balkone ausserhalb des Turmraumes konnten seither nur noch durch geführte Gruppen betreten werden.<ref>Martin Huber: Grossmünsterturm: Balkone werden geschlossen. In: Tages-Anzeiger. 25. Juni 2020.</ref> Aussen am Turm in Richtung Limmat ist eine Sitzfigur von Kaiser Karl dem Grossen angebracht. Der Nordturm – auch als Glockenturm bezeichnet – ist an seiner Nordfassade mit dem Bullinger-Denkmal verziert, einer überlebensgrossen Statue des Reformators Heinrich Bullinger. Hoch darüber schwebt ein Pferd mit Reiter, angeblich die älteste Reiterdarstellung nördlich der Alpen. Die Figur stammt von ca. 1180 und könnte ein Herrschaftszeichen des Stadtherrn Berchthold IV. von Zähringen sein, das auf die benachbarte Pfalz hinwies. Das zuvor vermutlich noch nie restaurierte Relief befand sich vor der Aussenrenovation von 2026 in einem erstaunlich guten Zustand.<ref name="kantonal"/>

Innenraum

Datei:Grossmünster - Innenansicht 2012-09-26 15-53-03 ShiftN.jpg
Blick vom Hochchor in das Kirchenschiff mit der Orgelempore
Datei:Grossmünster - Innenansicht 2012-09-26 15-54-02 ShiftN.jpg
Chor und Apsis mit dem Taufstein vor der Treppe

Der Innenraum ist schlicht gehalten. Er enthält neben den Sitzbänken und einem Chorgestühl nur eine Kanzel (1853) und einen Taufstein (1598), der zugleich als Abendmahlstisch dient.

Sehenswert sind die romanischen Kapitelle im Schiff und Reste der ursprünglichen Ausmalung in der ein Joch tiefen, gerade abgeschlossenen Apsis. An der Nordwand ist unter anderem über einer Tür eine Darstellung des Schweisstuches der Veronika aus dem 16. Jahrhundert schemenhaft erhalten. Neuzeitliche Glasfenster ergänzen das Kirchenschiff.

Krypta

In der Krypta, dem ältesten Teil der Kirche, sind stark verblasste Wandmalereien aus dem 14./15. Jahrhundert zu sehen, die das Martyrium der Patrone Felix und Regula darstellen. Sie werden Hans Leu dem Älteren zugeschrieben. Hier ist auch das Original des thronenden Karl des Grossen vom Südturm ausgestellt.

Auch in dem, was von der ehemaligen Zwölfbotenkapelle blieb, sind Freskofragmente erhalten geblieben; zudem steht dort ein Modell des ursprünglichen Münsterbaus. Von der ehemaligen Ausstattung der Zwölfbotenkapelle ist ein Teil der ältesten Zürcher Stadtansicht von Hans Leu dem Älteren gerettet worden. Die Tafeln wurden stark verkleinert und teilweise übermalt, da die im Vordergrund abgebildeten Szenen aus dem Martyrium der Stadtheiligen nach der Reformation nicht mehr interessant schienen. Kopien der Tafeln können im Baugeschichtlichen Archiv der Stadt Zürich, die Originale im Schweizerischen Landesmuseum besichtigt werden.

Sakristei

Die Sakristei diente vom 16. Jahrhundert bis zur französischen Revolution dem Stadtstaat Zürich als Schatzkammer, davon zeugt nur noch eine Eisentruhe. Heute sind darin unter anderem zwei Zinnkannen von 1580, diverse weitere Kirchengeräte, Bibelausgaben und Übersetzungen von 1524 bis zur Gegenwart sowie Literatur über das Grossmünster und seine Geistlichen.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Fenster

Seit 1933 zeigen drei farbige Chorfenster von Augusto Giacometti die Weihnachtsgeschichte.

2005 veranstaltete die Kirchgemeinde einen Einladungswettbewerb, um die bisher weiss gebliebenen westlichen Fenster im Längsschiff neu zu gestalten. Die Mittel stammten aus einem Legat mit künstlerischem Auftrag. 2006 fiel die Wahl für 12 Fenster auf den Kölner Gegenwartskünstler Sigmar Polke. Seine Gestaltung versieht die sieben hinteren westlichen Fenster des Schiffs mit abstrakten Mustern aus geschnittenen Achaten und die fünf vorderen mit buntem gerasterten Glas. Gegen den Chor hin zeigen die bunten Glasfenster vom Abstrakten ins Figurative übergehende Darstellungen mit alttestamentlichen Bezügen. Die Fenster verbinden abstrakte Muster mit figurativen Elementen und setzen sich mit der reformierten Bilderfeindlichkeit auseinander. Als grösstes und letztes von Polkes Werken sind die Fenster seit Oktober 2009 fertiggestellt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20101031000608

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  }}, abgerufen am 2. November 2010.</ref><ref>Ulrich Gerster: Die Kirchenfenster des Grossmünsters Zürich. Augusto Giacometti – Sigmar Polke (Schweizerische_Kunstführer, Nr. 915, Serie 92). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2012, ISBN 978-3-03797-071-3.</ref>

Orgeln

Datei:Zürich Grossmünster 02.jpg
Metzler-Orgel

Die erste Orgel stammte vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. 1418 wurde der Erfurter Theodor Sebach als Organist angestellt und war damit auch für die Instandhaltung seines Instrumentes zuständig. 1505 entstand ein Neubau, der nach einer Anweisung von Zwingli schon 1527 abgerissen wurde.

1876 wurde ein neues Instrument von Orgelbau Kuhn (Männedorf) eingeweiht, das 1913–1915 durch die Erbauerfirma umfassend umgebaut und erweitert wurde.

Metzler-Orgel (1960)

In den Fünfziger Jahren setzte sich der damalige Organist am Grossmünster, Victor Schlatter, für den Bau einer neuen Orgel von Metzler Orgelbau (Dietikon) auf der Westempore ein, die 1960 fertiggestellt wurde. Das Instrument hat 66 Register (mit 1 Verlängerung; Schleifladen mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur) auf vier Manualen und Pedal. 16 Register aus dem Vorgängerinstrument von Kuhn (1876 und 1915), darunter die grossen Holzpfeifen des 32′-Registers im Pedal, wurden von Metzler ganz oder teilweise in die neue Orgel übernommen. Die aktuelle Disposition:<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:|{{{autor}}}: }}{{#if:|{{#if:Zürich, Grossmünster (Hauptorgel) – Organ index, die freie Orgeldatenbank|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Zürich, Grossmünster (Hauptorgel) – Organ index, die freie Orgeldatenbank}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://organindex.de/index.php?title=Z%C3%BCrich,_Grossm%C3%BCnster_(Hauptorgel)%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=Zürich, Grossmünster (Hauptorgel) – Organ index, die freie Orgeldatenbank}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://organindex.de/index.php?title=Z%C3%BCrich,_Grossm%C3%BCnster_(Hauptorgel)}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Zürich, Grossmünster (Hauptorgel) – Organ index, die freie Orgeldatenbank}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:{{#if: 2025-09-30 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}

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I Chorpositiv C–g3<ref>Linkes Rückpositiv.</ref>
Portunalflöte 08′<ref>Holz, C-H aus dem Vorgängerinstrument von Kuhn.</ref>
Prinzipal 04′<ref>C-h0 im Prospekt (Kupfer). Ab c1 auf der Windlade (Zinn).</ref>
Quintatön 0 4′
Sesquialtera II 135|{{#if:3|13|{{#if:1|11|⁄}}}}}}′<ref name=Ab>Ab c0.</ref>
Gemshorn 02′
Sedecima 01′
Scharf III 113|{{#if:1|11|{{#if:1|11|⁄}}}}}}′
Krummhorn 08′<ref name=Kuhn>Aus dem Vorgängerinstrument von Kuhn.</ref>
Musette 04′
Tremulant
II Hauptwerk C–g3
Prinzipal 16′<ref>C-F Holz, Fis-g2 im Prospekt (Kupfer). Ab gis2 auf der Windlade (Zinn).</ref>
Prinzipal 08′<ref>C-gis2 im Prospekt (Kupfer). Ab a2 auf der Windlade (Zinn).</ref>
Flauto 08′<ref name=Kuhn.C-H>C-H aus dem Vorgängerinstrument von Kuhn.</ref>
Gedeckt 08′<ref name=Kuhn.C-H/>
Oktave 04′
Nachthorn 04′
Quinte 223|{{#if:2|22|{{#if:2|12|⁄}}}}}}′
Oktave 02′
Flachflöte 02′
Terz 135|{{#if:3|13|{{#if:1|11|⁄}}}}}}′<ref>Metzler 1977, ab g0, aus der umgearbeiteten Septime {{#if:7|117|{{#if:1|11|{{#if:1|11|⁄}}}}}}′ (1960).</ref>
Cornet V 08′<ref>Ab g0; aufgebänkt.</ref>
Mixtur V 02′
Spanische Trompete 16′
Spanische Trompete 08′
Trompete 08′<ref>Metzler 2006, anstelle von Ripieno IV-V 1′ (1960).</ref>
III Oberwerk C–g3<ref>Im Schwellkasten.</ref>
Stillgedeckt 16′<ref>C-h0 aus dem Vorgängerinstrument von Kuhn.</ref>
Prinzipal 08′
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Piccolo 02′
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Oboe 08′<ref name=Kuhn1915/>
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IV Schwellpositiv C–g3<ref>Rechtes Rückpositiv; im Schwellkasten.</ref>
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Copula 08′
Rohrflöte 04′
Prinzipal 02′
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Pedal C–f1
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Holzprinzipal 16′<ref>Verlängerung von Prinzipalbass 32′; aus dem Vorgängerinstrument von Kuhn (1876); Zusatzladen hinter der Orgel.</ref>
Subbass 16′<ref name=Kuhn/>
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Rohrflöte 04′
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Carl Theodor Kuhn-Orgel (1915–1956)

Die 1876 von Johann Nepomuk Kuhn erbaute Orgel wurde 1913 bis 1915 von Carl Theodor Kuhn umgebaut und auf 79 Register (Taschenladen mit elektropneumatischer Spiel- und Registertraktur) erweitert. Dieses Instrument galt ab 1915 als grösste Kirchenorgel in der Schweiz. Die Orgel wurde 1956 abgetragen und 1957–1960 durch eine neue Orgel von Metzler Orgelbau ersetzt. Metzler übernahm aus dem Vorgängerinstrument 16 Register, zum Teil in stark veränderter Form, in die neue Orgel. Die Disposition:<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:|{{{autor}}}: }}{{#if:|{{#if:Zürich, Grossmünster|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Zürich, Grossmünster}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://www.orgelbau.ch/de/orgel-details/104050.html%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=Zürich, Grossmünster}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://www.orgelbau.ch/de/orgel-details/104050.html}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Zürich, Grossmünster}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:Orgelbau Kuhn AG{{#if: 2025-10-03 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}

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I. Manual C–g3
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Gamba 08′
Dulciana 08′
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Octave 04′
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Flauto amabile 04′
Fugara 04′
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Octave 02′
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Cymbel III
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Trompete 08′
Clairon 04′
II. Manual C–g3<ref name=g4>Im Schwellkasten. Pfeifenwerk bis g4 ausgebaut.</ref>
Bourdon 16′
Gamba 16′
Principal 08′
Gedeckt 08′
Quintatön 08′
Spitzflöte 08′
Viola 08′
Flûte harmonique 08′
Unda maris 08′
Dolce 08′
Octave 04′
Gemshorn 04′
Traversflöte 04′
Gedecktflöte 04′<ref>Auszug aus Cornettino IV-V.</ref>
Quintflöte 223|{{#if:2|22|{{#if:2|12|⁄}}}}}}′
Flautino 02′
Cornettino IV-V
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Mixtur V 223|{{#if:2|22|{{#if:2|12|⁄}}}}}}′
Basson 16′
Trompete 08′
Clarinette 08′
Cor anglais 08′
Tremulant
III. Manual C–g3<ref name=g4/>
Lieblich Gedeckt 16′
Geigenprincipal 08′
Lieblich Gedeckt 08′
Cor de nuit 08′
Wienerflöte 08′
Salicional 08′
Viola d'amour 08′
Aeoline 08′
Vox angelica 08′
Voix céleste 08′
Spitzflöte 04′
Flûte d'amour 04′
Viola 04′<ref name=aetheria>Auszug aus Harmonia aetheria IV.</ref>
Quint 223|{{#if:2|22|{{#if:2|12|⁄}}}}}}′<ref name=aetheria/>
Piccolo 02′
Octavin 02′<ref name=aetheria/>
Harmonia aetheria IV
Clarinette 16′
Trompette harmonique 08′
Oboe 08′
Euphonia 08′
Vox humana 08′
Tremulant
Pedal C–f1
Principalbass 32′
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Subbass 16′
Violonbass 16′
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Quintbass 1023|{{#if:2|102|{{#if:10|110|⁄}}}}}}′
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Octave 04′
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Posaune 16′
Basson 16′<ref>Transmission von Basson 16′ II. Manual.</ref>
Trompete 08′
Fagott 08′
Clairon 04′
  • Normalkoppeln: II-I, III-I, III-II, I-P, I-P, II-P, III-P. Leerlaufkoppel I. Manual, Generalkoppel, fünf Superoktavkoppeln, vier Suboktavkoppeln.
  • Spielhilfen: Handregister, zwei freie Kombinationen, sieben feste Kombinationen. Automatisches Pedal mit vier Druckknöpfen. Einzelabsteller für Zungen und Mixturen. Drei Balanciertritte: Schweller II. Manual, Schweller III. Manual, Registercrescendo.

Johann Nepomuk Kuhn-Orgel (1876–1913)

1876 erhielt das Grossmünster eine neue Orgel von Johann Nepomuk Kuhn (Männedorf) mit 52 Registern (Kegelladen mit mechanischer Spiel- und Registertraktur, mit Barkermaschinen im I. und II. Manual und im Pedal). Vor 1913 führte die Erbauerfirma mehrere Dispositionsänderungen durch. 1913–1915 wurde das Instrument von Carl Theodor Kuhn umgebaut und auf 79 Register erweitert. Die Disposition:<ref>{{#if:|{{#iferror: {{#iferror:{{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}|}}| |}}}}{{#if:|{{{autor}}}: }}{{#if:|{{#if:Zürich, Grossmünster|[{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|archivURL|1={{#invoke:URLutil|getNormalized|1={{{archiv-url}}}}}}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Zürich, Grossmünster}}]{{#if:| ({{{format}}})}}{{#if:| {{{titelerg}}}{{#invoke:Vorlage:Internetquelle|Endpunkt|titel={{{titelerg}}}}}}}}}|{{#if:https://www.orgelbau.ch/de/orgel-details/100310.html%7C{{#if:{{#invoke:TemplUtl%7Cfaculty%7C}}%7C{{#invoke:Vorlage:Internetquelle%7CTitelFormat%7Ctitel={{#invoke:WLink%7CgetEscapedTitle%7C1=Zürich, Grossmünster}}}}|[{{#invoke:URLutil|getNormalized|1=https://www.orgelbau.ch/de/orgel-details/100310.html}} {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|1=Zürich, Grossmünster}}}}]}}{{#if:| ({{{format}}}{{#if:Orgelbau Kuhn AG{{#if: 2025-10-03 | {{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty|}}||1}}}}

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I. Manual C–f3
Principal 16′
Bourdon 16′
Principal 08′
Gedeckt 08′
Gemshorn 08′
Flauto dolce 08′
Gamba 08′
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Trompete 08′
II. Manual C–f3
Bourdon 16′
Gamba 16′
Principal 08′
Gedeckt 08′
Viola 08′
Spitzflöte 08′
Dolce 08′
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Gemshorn 04′
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III. Manual C–f3<ref>Im Schwellkasten.</ref>
Lieblich Gedeckt 16′
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Lieblich Gedeckt 08′
Salicional 08′
Wienerflöte 08′
Aeoline 08′
Spitzflöte 04′
Flûte d'amour 04′
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Vox humana 08′
Euphonia 08′
Tremulant
Pedal C–d1
Subbass 32′
Principalbass 16′
Subbass 16′
Violonbass 16′
Harmonica 16′
Octavbass 08′
Violoncello 08′
Octav 04′
Posaune 16′
Trompete 08′
Fagott 08′
Clarino 04′
  • Normalkoppeln: II/I, III/II, I/P, II/P.
  • Spielhilfen: Fünf Kollektivtritte. Barkermaschinen im I. und II. Manual und im Pedal. Schwelltritt für III. Manual.

Glocken

Der Nordturm beherbergt ein vierstimmiges Geläut, das von Jakob Keller (Unterstrass bei Zürich) im Jahre 1889 gegossen wurde und in der Schlagtonfolge c1 – e1 – g1 – c2 erklingt. Seit einer Sanierung der Glockenanlage hängen die Glocken an kunstvoll geschnitzten Holzjochen und verfügen über weichere Eisenklöppel. Im Dachreiter hängt die fünfte Glocke im Schlagton c2; sie erklingt abends um 20.00 Uhr. Sie wurde 1716 von Moritz Füssli gegossen. Zum täglichen Betläuten ertönen vormittags um 11.00 Uhr die e1-Glocke und abends um 18.00 Uhr (im Winter um 17.30 Uhr) die dritte Glocke (g1). Am Samstagabend um 19.00 Uhr läuten, gemeinsam mit den übrigen Innenstadtkirchen, alle vier Glocken 15 Minuten lang den Sonntag ein. Zum Sonntagsgottesdienst gibt es ein – nach alter «zwinglianischer» Sitte – zweimaliges Zeichenläuten mit der dritten Glocke; um 8.55 und 9.25 Uhr. Zum Gottesdienst selbst rufen wiederum alle Glocken. Die grosse Glocke wird am Sonntagabend um 19.00 Uhr genutzt, um den Sonntag auszuläuten. Ebendiese findet auch zum «Sechseläuten» Verwendung. Sie ist in einer außerordentlich schweren Rippe, welcher Keller von der gesprungenen Vorgängerglocke übernahm, gegossen.<ref>Glocken der Heimat. Zürich, Grossmünster. In: Radio SRF Musikwelle. 14. Dezember 2013.</ref><ref>Zürich (CH - ZH): Glocken des Grossmünsters auf YouTube.</ref>

Glocke Durchmesser Masse Nominal Inschrift Name
1 1751 mm 4050 kg c1 Alles, was Odem hat, lobe den Herrn.
2 1315 mm 1680 kg e1 Einen andern Grund mag Niemand legen, ausser dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Elfuhrglocke
3 1100 mm 0965 kg g1 Lasset das Wort Christi reichlich unter euch wohnen. Betzeitglocke
4 0830 mm 0420 kg c2 Befiehl dem Herrn deinen Weg und hoffe auf ihn, er wird es wohl machen.

Stiftsbibliothek Grossmünster

Orte der Buchaufbewahrung:

Datei:Zürich Grossmünster Buchaufbewahrung.jpeg
Orte der Buchaufbewahrung

Seit der Gründung waren die für die Liturgie und die Seelsorge notwendigen Bücher vorhanden. Sie wurden vom 12. Jahrhundert an in der sog. «Grossen unteren Sakristei» (Abb. siehe «A») aufbewahrt, von Mitte des 13. Jahrhunderts an im sog. «Schatzgewölbe», der «oberen Sakristei» (Abb. siehe «B»). Von 1482 bis 1522 wurde über dem Westflügel des Kreuzgangs eine neue Bibliothek erbaut und eingerichtet, die hier bis zur Aufhebung des Stifts im Jahre 1808 bestehen blieb (Abb. siehe «C») und später zum Grundstock für eine Kantons- und Universitätsbibliothek wurde, seit 1914 Zentralbibliothek Zürich.<ref>Jean-Pierre Bodmer, Martin Germann: Kantonsbibliothek Zürich 1835–1915, zwischen Bibliothek des Chorherrenstifts Grossmünster und Zentralbibliothek. Ausstellungskatalog, Zentralbibliothek, Zürich 1985, ISBN 3-299-00006-3.</ref>

Zuwachs: Chorherren und Stifter äufneten die Bibliothek. Während der Ungarneinfälle brachten die Benediktinermönche von Disentis im Jahr 940 die Reliquien sowie 3 Kreuze, 9 Glocken und 9 Bücher nach Zürich in Sicherheit. Mitte 13. Jahrhundert wurde der als Kantor wirkende Chorherr Konrad von Mure als Schriftsteller bekannt; er hatte in Paris studiert und dort eine juristische Pergamenthandschrift gekauft, die heute noch in der Zentralbibliothek Zürich (Ms. Car. C 151) vorhanden ist.

Verwaltung: Die überlieferten Statutenbücher des Stifts, angelegt im Jahr 1346, enthalten auch die Vorschriften über die Rechte, Pflichten und Einkünfte des Bibliothekars (Librarius genannt). Er hatte die Bücher des Stifts, die zum Stiftsschatz gehörten, sorgfältig zu verwahren, für Pflege und Reparaturen zu sorgen und Ausleihen gegen eine schriftliche Quittung zu überwachen. Ausleihen nach auswärts (extra muros) brauchten die Zustimmung des Kapitels. Der Propst musste jährlich den Buchbestand zusammen mit zwei Chorherren überprüfen; für fehlende Bücher haftete der Librarius persönlich.<ref>Dietrich Walo Hermann Schwarz (Hrsg.): Die Statutenbücher der Propstei St. Felix und Regula (Grossmünster) zu Zürich. Verlag Schulthess, Zürich 1952, bes. S. 42.</ref>

Bis zur Reformation: Der vielseitig schriftstellerisch tätige Chorherr Felix Hemmerlin, der sein Doktorat in Rechtswissenschaften in Bologna erworben hatte und in Zürich die grösste Privatbibliothek nördlich der Alpen sein eigen nannte, hat viele der noch vorhandenen Handschriften des Stifts mit Notizen und oft mit seinem Namenszug versehen. Seine eigene Bibliothek wurde nach seiner Gefangensetzung in alle Winde zerstreut. Weitere mittelalterliche Handschriften stammen aus dem Besitz des Chorherrn Jacobus de Cham (1446–1496), der als Jurist an der Universität Pavia doktoriert hatte, Kaplan des Herzogs Galeazzo Sforza von Mailand gewesen und von 1473 bis 1494 Propst des Grossmünsters war. Zwei Bände Jurisprudenz in Papier-Handschriften, in Zürich eingebunden, stammen aus seinem Besitz. Zu Lebzeiten verkaufte Peter Numagen, der humanistisch interessierte Kaplan zu St. Leonhard, seine gut dotierte Bibliothek an das Stift, welches zu Gunsten seiner unehelichen Tochter eine Schuldverschreibung ausstellte, die im Jahre 1551 noch nicht abbezahlt war. Der Chorherr Johannes Mantz († 1518) vergabte seine etwa 60 Bücher an die Stiftsbibliothek, und sein Bruder Caspar vollzog das Legat 1519.

Ein prominenter Benutzer der Bibliothek war der Freiburger Ritter, Notar und Staatsmann Peter Falck, der vor Antritt seiner zweiten Reise nach Jerusalem 1519 das Stift besucht hat. Von Propst Frey erhielt er die Erlaubnis, die Sammelhandschrift (heute Zentralbibliothek Zürich Ms. Car. C 58) zu benutzen, welche die Reisebeschreibungen des Aachener Theologie-Professors Guillelmus Textor (Zewer) ins heilige Land, sowie jene des Bernhard von Breidenbach, geschrieben von Textors Adoptivsohn Peter Numagen im Jahr 1491 enthalten.

Nach der Reformation: In den Wirren der Reformation gingen vor allem die liturgischen Pergamenthandschriften verloren, und Buchbesitz von Kirchen und Klöstern in Stadt und Land zerstreute sich. Nach Zwinglis Tod wurde die Stiftsbibliothek neu gegründet. Das Stift kaufte dessen Bibliothek aus den Händen seiner Witwe. Conrad Pellikan erstellte als Bibliothekar von 1532 bis 1551 einen Katalog, in welchen er die noch vorhandenen Bücher der mittelalterlichen Stiftsbibliothek und die seitherigen Neuzugänge eingetragen hat. Die mittelalterliche und frühneuzeitliche Stiftsbibliothek konnte anhand von Konrad Pellikans Katalog von 1531/1552 rekonstruiert werden, und der Buchbestand ist zum grössten Teil in der Zentralbibliothek Zürich erhalten.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Siehe auch

Datei:Grossmünster Dez18.jpg
Grossmünster am Abend (Blick vom Münsterplatz her)

Literatur

  • Arthur Bauhofer: Die Gerichtsorganisation des Grossmünsterstiftes und das Gericht vor Sankt Christoffel. In: Zürcher Taschenbuch, Band 63. 1943. S. 9–23 (Digitalisat).
  • Gottfried Boehm, Jacqueline Burckhardt, Bice Curiger, Ulrich Gerster, Regine Helbling, Claude Lambert, Käthi La Roche, Urs Rickenbach, Katharina Schmidt, Marina Warner: Sigmar Polke: Fenster – Windows Grossmünster Zürich. Parkett Publishers und Grossmünster Zürich, Zürich/New York 2010, ISBN 978-3-907582-27-5.
  • Karl Frei: Der Umbau des Grossmünster-Kreuzganges. In: Zürcher Taschenbuch, Band 61. 1941, S. 156–181 (Digitalisat).
  • Ulrich Gerster: Die Kirchenfenster des Grossmünsters Zürich. Augusto Giacometti – Sigmar Polke (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 71). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2012, ISBN 978-3-03797-071-3.
  • Daniel Gutscher: Das Grossmünster in Zürich. Eine baugeschichtliche Monographie (= Schweizerische Kunstführer. Nr. 5). Bern 1983, ISBN 3-85717-017-4.
  • {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}
  • Daniel Gutscher: Zwinglis Kanzellettner im Zürcher Grossmünster. In: Peter Niederhäuser, Regula Schmid (Hrsg.): Querblicke, Zürcher Reformationsgeschichten (= Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich. Band 86.) Chronos, Zürich 2019, ISBN 978-3-0340-1498-4, S. 130–137.
  • Urs Hafner: Kult, Macht und Glaube. Eine kleine Geschichte des Zürcher Grossmünsters. Verlag NZZ Libro, Zürich 2007, ISBN 978-3-03823-355-8.
  • Heidi Leuppi: Die Anfänge des Grossmünsters in Zürich: ein Versuch. In: Zürcher Taschenbuch, Band 126. 2006. S. 395–416 (Digitalisat).

Weblinks

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Einzelnachweise

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