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Großenschwand

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Großenschwand
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(165)&title=Gro%C3%9Fenschwand 49° 33′ N, 12° 18′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(165) 49° 32′ 45″ N, 12° 18′ 0″ O
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Höhe: 552 m ü. NHN
Fläche: 7,51 km²
Einwohner: 165 (2011)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 92723
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Großenschwand ist ein Gemeindeteil des Marktes Tännesberg<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> und eine Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Waldnaab in der Oberpfalz.

Geographie

Das Dorf liegt etwa zwei Kilometer nordwestlich des Hauptortes Tännesberg. Die Gemarkung Großenschwand hat eine Fläche von rund 751 Hektar<ref name="geoi"/> und liegt vollständig auf dem Gebiet des Marktes Tännesberg. Südöstlich grenzt sie unmittelbar an die Gemarkung Trausnitz im Bereich des Ortsteils Reisach an. Dort verläuft die Grenze zum Landkreis Schwandorf. Im Jahr 2011 lebten in der Gemarkung Großenschwand etwa 165 Einwohner.<ref name="geoi">Gemarkung Großenschwand. In: geoindex.io. Abgerufen am 12. Mai 2023.</ref>

Etymologie

Der Ortsname Großenschwand setzt sich aus dem Bennenungswort schwand (von mhd. swant, Schwenden, das Aushauen des Waldes), welches auf den Schwendbau, eine damalig verbreitete Form des Feldbaus, hinweist, sowie dem Zusatz groß (von mhd. grōʒen), welcher zur Unterscheidung vom nahegelegenen Ort Kleinschwand dient. Demnach bedeutet Großenschwand wörtlich „zur großen Rodungssiedlung“.<ref>Großenschwand – Historische Ortsnamen – Oberpfalz. In: Geschichte Bayerns. Kommission für bayerische Landesgeschichte, abgerufen am 3. September 2025.</ref><ref>Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Denkmalpflegerischer Erhebungsbogen zur Dorferneuerung Großenschwand. 2016, S. 2 f. (online [PDF]).</ref>

Geschichte

Der Ort entstand aus einer Rodung im 11. Jahrhundert. Henricus de Teininsberg, der in einem Dienstverhältnis zu den Diepoldingern stand, baute um den Sitz in Tännesberg eine Rodungsherrschaft aus.<ref>Dieter Bernd, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 39, Vohenstrauß, S. 25</ref> Die Herrschaft Tännesberg und damit auch Großenschwand war 1280 im Besitz der Paulsdorfer.<ref>Bayerisches Hauptstaatsarchiv München I, Landgrafschaft Leuchtenberg, Urkunden Nr. 1</ref><ref>Emma Mages, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 61, Oberviechtach, S. 44</ref> In Urkunden aus den Jahren 1394 bis 1399 erscheint der Ort unter dem Namen „Groszen Swant“ und ist mit 16 Gehöften belegt.<ref>Hauptstaatsarchiv München I, Bestand: Oberpfalz Urkunden, Nr. 1916, 1918, 1920 und 1921</ref> 1821 wohnten im Ort 51 Familien. Am 20. April 1890 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Zum Zeitpunkt der Gründung gehörte Großenschwand zum königlichen Bezirksamt Vohenstrauß. Der Ort hatte 1933 insgesamt 221 Einwohner.

Am 1. Juli 1972 wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern die bis dahin selbstständige Gemeinde Großenschwand aufgelöst und kam zum Markt Tännesberg.<ref></ref> Sie bestand aus den Gemeindeteilen Großenschwand, Kaufnitz und Unterkaufnitz und hatte eine Fläche von etwa 570 Hektar.<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 627 (Digitalisat).</ref> Ebenfalls wurde der Landkreis Vohenstrauß aufgelöst, zu dem die Gemeinde gehörte.

Bis 1993 hatte der Ort die Postleitzahl 8481.

Verkehr

Großenschwand liegt unmittelbar an der Bundesstraße 22 im Bereich zwischen Weiden in der Oberpfalz und Cham.

Der öffentliche Personennahverkehr erfolgt über zwei regionale Buslinien; die Linie 11 des Betreibers Wies Faszinatour zwischen Oberviechtach und Weiden in der Oberpfalz sowie die Linie 6297 der RBO im Bereich Vohenstrauß, Tännesberg und Leuchtenberg.<ref>Linie 11 Oberviechtach – Weiden, Weiden - Oberviechtach. (PDF) In: Wies Faszinatour GmbH & Co. KG. Abgerufen am 6. Februar 2026.</ref><ref>Linie 6297 Vohenstrauß - Tännesberg - Leuchtenberg - Vohenstrauß. (PDF) In: Regionalbus Ostbayern GmbH. Abgerufen am 6. Februar 2026.</ref>

Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Pfreimd (ca. 18 km), Nabburg (ca. 19 km), Wernberg-Köblitz (ca. 19 km) und Weiden in der Oberpfalz (ca. 23 km).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Datei:Großenschwand 2023 10.JPG
Kapelle (2023)
Datei:Großenschwand 2023 19.JPG
Gemauerter Bildstock
Datei:2021 Hochspeicher Rabenleite Großenschwand 01.JPG
Hochspeicher Rabenleite (2021)

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Vereine

Literatur

  • Rich. Hoffmann, Georg Hager: Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz und Regensburg, VIII Bezirksamt Vohenstrauss. München 1907
  • Georg Hager: Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz und Regensburg, VII Bezirksamt Oberviechtach. München 1906
  • Vorlage:Bernd Vohenstrauß 1977
  • Emma Mages: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Heft 61, Oberviechtach, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Denkmalpflegerischer Erhebungsbogen zur Dorferneuerung Großenschwand. 2016 (online [PDF]).

Weblinks

Commons: Großenschwand – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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