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Goldach (Bodensee)

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Vorlage:Infobox Fluss Die Goldach ist ein 18,5 Kilometer langer Zufluss des Bodensees in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen und Thurgau in der Schweiz.

Geographie

Verlauf

Die Goldach ist in ihrem Oberlauf vielerorts in tiefen Tobeln und Wäldern versteckt, so dass sie sich nur schwer erkunden lässt. Erst an ihrem Unterlauf, nach dem Martinstobel, ist sie besser zu erkennen, und der Fluss ist weniger wild.

Der Fluss entspringt im Grenzgebiet zwischen der Gemeinde Trogen (Kanton Appenzell Ausserrhoden) und dem Bezirk Oberegg (Kanton Appenzell Innerrhoden) auf rund 1105 Metern über Meer in der Nähe des Ruppenpass. Danach fliesst er, gespeist von vielen Bächen, in nordwestlicher Richtung bis zum ehemaligen Bädli Trogen. Von dort an fliesst der Fluss in einem tiefen Tobel weiter. Beim Zusammenfluss mit dem Säglibach im Chastenloch bildet er die Grenze zwischen den Gemeinden Speicher und Rehetobel. Von nun an dreht der Flusslauf in eher nördlicher Richtung, vorbei an Zweibrücken (Rehetobel), wo die Kantonsstrasse Rehetobel - Speicherschwendi über den Fluss führt, bis zur Achmüli auf 619 Metern über Meer. Von hier an bildet die Goldach die Kantonsgrenze zwischen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden.

Nun verläuft der Fluss für etwa zwei Kilometer in westlicher Richtung in einem tiefen Tobel bis zum Zusammenfluss mit dem Bernhardsbach, wo die Goldach das Appenzellerland endgültig verlässt und nunmehr die Grenze zwischen der Stadt St. Gallen und der Gemeinde Eggersriet bildet. Vor dem Martinstobel thront auf der westlichen Flussseite die Ruine Rappenstein. Ober- und unterhalb der Martinsbrücke ist das Tobel wieder so tief, dass die Goldach nur schwer zugänglich ist. Sie fliesst nach der Martinsbrücke in Richtung Norden weiter.

Beim Zusammenfluss mit dem Bergbach weitet sich das Tobel in das so genannte Goldachtobel aus, welches breiter ist und durch welches auch ein Wanderweg führt. Nach wie vor ist das ganze Tobel jedoch stark bewaldet. In diesem Abschnitt bildet die Goldach die Gemeindegrenze von Untereggen und Mörschwil und später der Gemeinden Goldach und Mörschwil. Nach der Bluemenegg überqueren die Autobahn A1 und danach die Bahnlinie Rorschach–St. Gallen die Goldach.

Nun öffnet sich das Tobel endgültig, und die Goldach fliesst vorbei an der Bruggmühle in nordöstlicher Richtung zum Bodensee. Kurz vor der Mündung bildet sie noch die Grenze zur Gemeinde Horn und damit zum Kanton Thurgau. Sie mündet schliesslich aus dem Südwesten kommend auf einer Höhe von Vorlage:Höhe in den Bodensee. Ihr 19,5 km langer Lauf endet 710 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle, sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von 36 ‰.

Einzugsgebiet

Das 50,44 km² grosse Einzugsgebiet der Goldach liegt im Schweizer Mittelland und wird durch sie über den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es besteht zu 34,1 % aus bestockter Fläche, zu 50,6 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 14,2 % aus Siedlungsfläche und zu 1,1 % aus unproduktiven Flächen.

Die Flächenverteilung <timeline> ImageSize = width:500 height:110 PlotArea = width:90% height:66% bottom:20% left:5% DateFormat = x.y Period = from:0 till:100 Legend = columns:2 columnwidth:205 left:30 top:95% TimeAxis = orientation:horizontal ScaleMajor = unit:year increment:10 start:0 ScaleMinor = unit:year increment:5 start:0

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Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt Vorlage:Höhe<ref>Vorlage:Internetquelle</ref>

Zuflüsse

(Von der Quelle zur Mündung. Namen und Längen nach dem Geoportalen der Kantone, EZG nach dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung)

  • Äusserer Säglibach (rechts), 1,1 km
  • Fischbach (rechts), 1,1 km
  • Kaltenbrunnenbach (links), 1,4 km
  • Bruggtobelbach (links), 1,3 km
  • Lochbach oder Sägebach/Sägibach (rechts), 3,8 km
  • Wehrlisackerbach (links), 1,0 km
  • Schwendibach (rechts), 0,9 km
  • Wiesbach (links), 0,6 km
  • Stampfbach (rechts), 0,8 km (mit Töbelibach und Farenschwendibach 2,6 km), 1,52 km²
  • Bruederbach (links), 4,8 km, 3,85 km²
  • Steingassebach (links), 0,3 km
  • Steinbach (links), 0,3 km
  • Moosbach (rechts), 3,9 km, 3,79 km²
  • Lobenschwendibach (rechts), 0,5 km
  • Säglibach (links), 3,5 km, 3,78 km²
  • Mülibach (links), 1,5 km, 1,44 km²
  • Holderenbach (rechts), 2,6 km, 1,36 km²
  • Haldenbach (links), 0,7 km
  • Mideggbach (rechts), 0,8 km
  • Robach (rechts), 1,6 km, 0,63 km²
  • Landgraben (rechts), 4,3 km (mit Haltenbach 4,9 km), 5,78 km²
  • Rieselbach (rechts), 0,6 km
  • Bernhardsbach (links), 2,3 km, 2,37 km²
  • Schaugentobelbach (links), 2,9 km
  • Rietbach (links), 0,5 km
  • Schachenbach (links), 1,0 km
  • Brügglisbach (rechts), 2,2 km, 1,05 km²
  • Unterschachenbach (links), 0,2 km
  • Brügglisbach (rechts), 0,4 km
  • Bergbach (links), 4,0 km, 2,86 km²
  • Seckibach (rechts), 1,5 km
  • Hochstaudenbach (rechts), 3,1 km, 2,98 km²
  • Katzenbächli (rechts), 1,2 km

Hydrologie

Bei der Mündung der Goldach in den Bodensee beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 1,63 m³/s. Ihr Abflussregimetyp ist pluvial supérieur,<ref>Vorlage:Literatur Abrufbar unter Vorlage:Internetquelle</ref> und ihre Abflussvariabilität<ref>Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.</ref> beträgt 24.

Vorlage:Center

Brücken

Vorlage:Hauptartikel Auf ihrem Weg führen 42 Übergänge über die Goldach.

Drei gedeckte Holzbrücken überqueren den Fluss: die Oberachbrücke (erstellt 1739) und die Achmühlebrücke (erstellt 1701) zwischen Speicher und Rehetobel, und die Kellenbrücke (erstellt 1997) in Goldach.

Bei Goldach befinden sich der Autobahn A1-Viadukt, der Goldachviadukt der Bahnstrecke Rorschach–St. Gallen sowie die Strassenbrücken der Hauptstrasse 6 und der Hauptstrasse 13.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Normdaten