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Gesamtministerium Heldt I

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Gesamtministerium Heldt II
Sächsisches Gesamtministerium
Max Heldt (1909)
Ministerpräsident Max Heldt
Wahl 1922
Legislaturperiode 2.
Beginn 4. Januar 1924
Ende 11. Januar 1927
Dauer 3 Jahre und 7 Tage
Vorgänger Gesamtministerium Fellisch
Nachfolger Gesamtministerium Heldt II
Zusammensetzung
Partei(en) SPD (25/40 Abgeordneten), DVP, DDP
(bis März 1926)

ASPS, DVP, DDP
(ab April 1926)
Minister 6
Repräsentation
Landtag Vorlage:Parteisitze(bis März 1926)
Vorlage:Parteisitze(ab April 1926)

Das Gesamtministerium Heldt I bildete vom 4. Januar 1924 bis 11. Januar 1927 die Landesregierung von Sachsen.

Abstimmungen im Landtag

Die Wahl Heldts fand im Landtag am 4. Januar 1924 statt. Ausweichlich des Wahlergebnisses gab es vermutlich aus der DNVP einen Abweichler bei der Wahl Hofmanns und ausweislich des Plenarprotokolls und einer Erklärung des späteren Fraktionsvorsitzenden Arthur Arzt 15 Abweichler innerhalb der SPD-Fraktion bei der Wahl Heldts. Arzt machte deutlich, dass die Wahl Heldts und damit „[einer Koalitionsregierung mit Demokraten und Deutscher Volkspartei] im Gegensatz zu den auf dem letzten Landesparteitag der VSPD gefaßten Entschließungen [stehe]“. Die weitere Unterstützung des Kabinetts wollte man von den Beschlüssen des nächsten Parteitags abhängig machen.<ref>DFG-Viewer. Abgerufen am 24. Juli 2025.</ref> Dieser fand am nächsten Sonntag statt. Bei der ersten Regierungserklärung Heldts am 15. Januar verließen SPD-Abgeordnete den Saal.

Dresden, 4. Januar 1924 – Gesamtstimmenzahl: 96 – Mehrheit: 49<ref>DFG-Viewer. Abgerufen am 24. Juli 2025.</ref>
Wahlgang Kandidat Stimmenanzahl Anteil Parteizugehörigkeit/Unterstützer
1. Wahlgang Max Heldt 52 54,1 % SPD (25/40 Abgeordneten), DVP, DDP
Johannes Hofmann 17 17,7 % DNVP
Paul Böttcher 10 10,4 % KPD
leere/ungültige Stimmzettel 16 16,7 % angekündigt: 15× SPD
Nichtteilnahme 1 1,0 % Otto Ziller (DNVP)
Max Heldt als Ministerpräsident gewählt. Heldt bildet Gesamtministerium Heldt I.

Am 17. Januar 1924 fand ein Misstrauensvotum der KPD gegen die Regierung keine Mehrheit. Die Deutschnationalen sowie der linke Flügel der Sozialdemokraten verließen das Plenum.<ref>DFG-Viewer. Abgerufen am 25. Juli 2025.</ref>

Im Frühjahr 1926 wurde mehrfach versucht den Landtag vorzeitig aufzulösen. Dies scheiterte. Infolgedessen beschloss die SPD jene Mitglieder auszuschließen, die im Landtag gegen die Auflösung gestimmt hatten. Die zuvor durch Übertritt einer KPD-Abgeordneten auf 41 Abgeordnete gewachsene SPD-Fraktion verkleinerte sich deshalb auf 18 Abgeordnete. Die „Abspaltung“ Alte Sozialdemokratische Partei Deutschlands (ASPS) hatte entsprechend 23 Abgeordnete. Unter den Ausgeschlossenen befanden sich auch die sozialdemokratischen Minister, wie sich in der Kabinettsliste darstellt.

Mitglieder des Gesamtministeriums

Die Besetzung des Gesamtministeriums wurde durch Ministerpräsidenten Heldt am 15. Januar 1924 bei einer Regierungserklärung im Landtag bekanntgegeben. Die Liste folgt der Reihenfolge in seinen Ausführungen.

Amt Bild Name Partei
Ministerpräsident
Datei:Max Heldt (1909).jpg
Max Heldt SPD<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
parteilos<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
ASPS<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
Stellvertreter des Ministerpräsidenten

Minister des Innern

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Max Müller SPD<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
parteilos<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
ASPS<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
Volksbildungsminister
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Friedrich Kaiser DVP
Justizminister
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Wilhelm Bünger DVP
Finanzminister
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Peter Reinhold

(bis 27. Januar 1926)

DDP
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Julius Dehne

(ab 27. Januar 1926)

DDP
Arbeits- und Wohlfahrtsminister
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Georg Elsner SPD<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
parteilos<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
ASPS<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
Wirtschaftsminister
Datei:Max Heldt (1909).jpg
Max Heldt

(bis 16. Januar 1924)

SPD
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Hermann Müller SPD<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
parteilos<templatestyles src="FN/styles.css" /> *
ASPS<templatestyles src="FN/styles.css" /> *

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* 
Die SPD-Minister waren ab 25. März 1926 parteilos, ab 6. Juni 1926 Mitglieder der Alten Sozialdemokratischen Partei Sachsens (ASPS).

Belege

<references />

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