Głębinów
| Głębinów Glumpenau | ||||||
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| Vorlage:Platzhalterbild |
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Poland.svg Polen
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| Woiwodschaft: | Opole | |||||
| Powiat: | Nysa | |||||
| Gmina: | Nysa | |||||
| Geographische Lage: | 50° 28′ N, 17° 16′ O
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| Höhe: | 220 m n.p.m. | |||||
| Einwohner: | 260 (31. Dez. 2018<ref>Liczba mieszkańców w Gminie Nysa (polnisch), 31. Dez. 2018, abgerufen am 11. Nov. 2019</ref>) | |||||
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | ONY | |||||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |||||
Głębinów (deutsch Glumpenau) ist ein Ort in der Stadt- Landgemeinde Nysa (Neisse) im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie
Głębinów liegt im Südwesten der Region Oberschlesien vier Kilometer westlich von Nysa und etwa 60 Kilometer südwestlich von Opole in der Schlesischen Tiefebene am nördlichen Ufer des Jezioro Nyskie (Neisser Stausee).
Nachbarorte von Głębinów sind im Norden Goświnowice (Friedenthal-Großgiesmannsdorf) und im Osten der Nysa (Neisse).
Geschichte
Nach der Gründungsurkunde von 1310 wurden in Glumpengov 18 flämische Hufen einer älteren slawischen Siedlung zu Deutschem Recht ausgesetzt. Die bäuerlichen Anwesen waren in der Form fränkischer Gehöfte angelegt. Nach dem Breslauer Zehntregister Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis besaß der Ort 36 Huben, zwei Schänken und eine Mühle mit zwei Rädern. Das Unterdorf wurde häufig vom Hochwasser der Glatzer Neiße heimgesucht; ein Damm schützte es später nur zeitweilig.
In den Hussitenkriegen 1428 suchten die Hussiten das Dorf heim. Im Dreißigjährigen Krieg wütete 1633 eine Pestepidemie.
1731 wurde eine Kapelle mit dem Patrozinium des hl. Urban für den Gottesdienst im Winter geweiht. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Glumpenau mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1784 gab es ein Schulmeisterhaus im Dorf.
Während der Belagerung von Neiße im Jahre 1807 hielten sich ständig feindliche Truppen im Ort auf. Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Glumpenau ab 1816 zum Landkreis Neisse, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf eine Kapelle, eine katholische Schule, ein Kretscham und 98 weitere Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 513, davon sechs evangelisch.<ref>Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 162.</ref> Das zweistöckige Schulhaus wurde 1857 errichtet. 1865 bestanden im Ort 15 Bauernhöfe, 32 Gärtner- und 41 Häuslerstellen.<ref>Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1156.</ref> 1866 wurde die Kapelle durch eine Kirche im Stil der Neugotik ersetzt. 1874 wurde der Amtsbezirk Großgiesmannsdorf (Kr. Neisse) gegründet, dem die Landgemeinden Gießmannsdorf, Glumpenau, Jentsch, Nowag und Stephansdorf und die Gutsbezirke Gießmannsdorf, Glumpenau, Jentsch, Nowag und Schilde eingegliedert wurden.<ref>Amtsbezirk Großgiesmannsdorf (Kr. Neisse)</ref> 1885 zählte Glumpenau 824 Einwohner.<ref>AGOFF Kreis Neisse</ref>
Seit 1923 war die Pfarrei eine selbständige Kuratie. Im Jahr 1925 besuchten 96 Kinder die dreiklassige Schule. 1933 lebten in Glumpenau 755 Einwohner.<ref name="Vwg">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> Im Dorf gab es 1937 zwei Bäcker, zwei Fischer, drei Gasthöfe, zwei Gemischtwarenläden, eine Holzhandlung, eine Kiesbaggerei, zwei Korbmacher, ein Kretscham, eine Schmiede, einen Schneider, einen Schuhmacher und eine Elektrizitäts-Genossenschaft. 1939 wurden 753 Einwohner gezählt.
1945 kam der Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Glebinow umbenannt, die Bevölkerung wurde vertrieben. 1950 kam Głębinów zur Woiwodschaft Opole. Zwischen 1969 und 1971 entstand südlich des Dorfes der Jezioro Nyskie (Neisser Stausee). Seit 1999 gehört Głębinów Powiat Nyski. 2011 lebten 635 Einwohner im Ort.<ref>GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 3. April 2019</ref>
Einwohner und Häuser
1784: 325 Einwohner, 35 Stellen 1845: 513 Einwohner, 98 Häuser 1895: 744 Einwohner, 121 Häuser, 176 Haushalte 1939: 753 Einwohner, 193 Haushalte<ref>Franz-Christian Jarczyk: Die Dörfer des Kreises Neisse. Hildesheim: Selbstverlag des Neisser Kultur- und Heimatbundes. 1982. S. 83 ff.</ref> 2007: 191 Einwohner<ref name="Nysa-MiG">Website der Gemeinde Nysa, Miasto i Gmina, abgerufen am 24. März 2011</ref>
Sehenswürdigkeiten
- Die Römisch-katholische Kirche|katholische Kirche mit dem Patrozinium des hl. Urban ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) wurde 1866 im Stil der Neugotik errichtet.
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Sepp Klose (1925–2000), deutscher Regisseur und Schauspieler
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Biała Nyska (Bielau) | Domaszkowice (Ritterswalde) | Głębinów (Glumpenau) | Goświnowice (Friedenthal-Großgiesmannsdorf) | Hajduki Nyskie (Heidau) | Hanuszów (Hannsdorf) | Iława (Eilau) | Jędrzychów (Heidersdorf) | Kępnica (Deutsch Kamitz) | Konradowa (Konradsdorf) | Koperniki (Köppernig) | Kubice (Kaundorf) | Lipowa (Lindewiese) | Morów (Mohrau) | Niwnica (Neunz) | Nysa (Neisse) | Podkamień (Steinhübel) | Przełęk (Preiland) | Radzikowice (Stephansdorf) | Regulice (Rieglitz) | Rusocin (Riemertsheide) | Sękowice (Sengwitz) | Siestrzechowice (Grunau) | Skorochów (Kohlsdorf) | Wierzbięcice (Oppersdorf) | Wyszków Śląski (Wischke) | Złotogłowice (Groß Neundorf)