Biała Nyska
| Biała Nyska | ||||||
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: |
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| Woiwodschaft: | Opole | |||||
| Powiat: | Nysa | |||||
| Gmina: | Nysa | |||||
| Geographische Lage: | 50° 26′ N, 17° 18′ O
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| Höhe: | 200 m n.p.m. | |||||
| Einwohner: | 884 (30. Juni 2015<ref>Liczba mieszkańców w Gminie Nysa (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (polnisch), 30. Juni 2015, abgerufen am 10. April 2019</ref>) | |||||
| Postleitzahl: | 48-351 | |||||
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | ONY | |||||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||||
| Straße: | Nysa–Kałków | |||||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |||||
Biala Nyska (deutsch Bielau) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Nysa im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie
Biala Nyska liegt etwa sechs Kilometer südwestlich von Nysa und 61 Kilometer südwestlich von Opole an der Freiwalder Biele. Nördlich liegt der Neisser Stausee an der stillgelegten Bahnlinie der ehemaligen Neisser Kreisbahn.
Nachbarorte von Biala Nyska sind im Norden Nysa, im Osten Podkamień (Steinhübel), im Südwesten Morów (Mohrau) und im Westen Siestrzechowice (Grunau).
Geschichte
Der Ort Bielau wurde erstmals im Jahre 1231 in zwei Urkunden als „Bela“ erwähnt. Der Ort hatte damals einen Scholzen. Der Bistum Breslau|Breslauer Bischof Lorenz überließ das Gebiet einem Grafen Siegfried zur Umsetzung nach Deutschem Recht. 1284 wurde Bielau unter den 65 Dörfern genannt, die Herzog Heinrich IV. vom Bischof Thomas II. von Breslau zurückforderte, weil die Breslauer Bischöfe im Zuge der Besiedlung des Bistumslandes diese Orte auf dem Gebiet des Grenzwaldes angelegt hatten. Bischof und Herzog führten einen erbitterten Streit (Kirchenstreit 1282–1288), der mit dem großen Kirchenprivileg des Herzogs 1290 ein Ende fand. Durch das Privileg erhielt der Bischof eine weitgehende Landeshoheit im Bistumsland; die 65 umstrittenen Dörfer blieben bischöflich. 1377 wurde der Ort als Belaw<ref name="Knie" /> erwähnt. Für 1592 ist ein Schreiber bezeugt, der vermutlich in der Schule unterrichtete.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Bielau mit dem größten Teil des Fürstentums Neisse an Preußen.
Als Neisse 1807 in den Koalitionskriegen belagert wurde, legte der französische General Vandamme sein Hauptquartier in das Bielauer Schloss. Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Bielau ab 1816 zum Landkreis Neisse im Regierungsbezirk Oppeln. 1842 wurde ein neues Schulhaus erbaut. 1845 bestanden im Dorf ein Schloss, eine katholische Pfarrkirche, eine katholische Schule und 108 weitere Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals in Bielau 900 Bewohnern, davon 53 evangelisch.<ref name="Knie">Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 33.</ref> Das Rittergut (310 Hektar) gehörte seit 1851 dem Adelsgeschlecht Falkenhausen. Zur Herrschaft Bielau gehörten die Rittergüter Eilau, Mohrau und Steinhübel (mit insgesamt 875 Hektar). 1855 lebten 938 Bewohner in Bielau. Für das Jahr 1865 sind belegt: eine Scholtisei, 15 Bauernhöfe, 41 Gärtner- und 39 Häuslerstellen sowie drei Papiermühlen, eine Brennerei und eine Brauerei. Die katholische zweiklassige Schule wurde im gleichen Jahr von 200 Schülern besucht.<ref name="Triest">Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 987.</ref> 1874 wurde der Amtsbezirk Bielau gebildet, dem die Landgemeinden Bielau, Eilau, Mohrau, Preiland und Steinhübel sowie die Gutsbezirke Bielau, Eilau, Mohrau, Preiland und Steinhübel eingegliedert wurden. Erster Amtsvorsteher war der Gutspächter Leutenant Baron Ernst von Falkenhausen.<ref>Amtsbezirk Bielau</ref> 1885 wurden 1217 Einwohner gezählt.<ref>AGOFF Kreis Neisse</ref> Zwischen 1892 und 1893 wurde die katholische Pfarrkirche neu erbaut.
1912 erhielt Bielau Bahnanschluss an der Strecke Neisse–Weidenau der Neisser Kreisbahn AG. 1933 lebten in Bielau 1169 Einwohner.<ref name="Vwg">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> 1937 gab es einen Tierarzt, einen Bäcker, zwei Fahrradhandlungen, eine Färberei, drei Fleischer, drei Friseure, zwei Gasthöfe, drei Gemischtwarenläden, eine Molkerei, eine Ölmühle, ein Sägewerk, zwei Schlosser, eine Schmiede, drei Schneider, zwei Schuhmacher, zwei Tischler und eine Spar- und Darlehenskasse.<ref>Franz-Christian Jarczyk: Die Dörfer des Kreises Neisse. Hildesheim: Selbstverlag des Neisser Kultur- und Heimatbundes. 1982. S. 37 f.</ref> 1939 zählte der Ort 1157 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neisse.<ref name="Vwg" /> Beim Einmarsch der Roten Armee im Ort wurde große Teile des Dorfes zerstört, darunter das Schloss Bielau.
Infolge des Zweiten Weltkriegs fiel Bielau mit dem größten Teil Schlesiens an Polen und wurde in Biała Nyska umbenannt. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Von 1945 bis 1950 gehörte Biała Nyska zur Woiwodschaft Schlesien, anschließend zur Woiwodschaft Opole. Seit 1999 gehört es zum Powiat Nyski.
Einwohnerentwicklung
- 1784; 511 Einwohner, 71 Feuerstellen
- 1845: 900 Einwohner, 108 Häuser
- 1895: 1362 Einwohner, 123 Häuser, 351 Haushalte
- 1939: 1157 Einwohner, 327 Haushalte
- 2007: 851 Einwohner<ref name="MiG2007"> Stand am 31. Dezember 2007, Website der Gemeinde Nysa (BIP), Miasto i Gmina, abgerufen am 18. März 2011 </ref>
Sehenswürdigkeiten
- Die Römisch-katholische Kirche mit dem Patrozinium des Apostels Johannes ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) wurde 1892–1893 erbaut.
- Schlosspark des ehemaligen Schlosses Bielau
- Schlosstor an der Westseite des Parks.
- Gedenktafel für die gefallenen sowjetischen Soldaten
- Gedenktafel für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs
- Gedenktafel für Papst Johannes Paul II.
- Empfangsgebäude des ehemaligen Bahnhofs – heute ein Wohnhaus
- Wegekreuz
- Sühnekreuz
Vereine
- Fußballverein LZS Biała Nyska
Persönlichkeiten
- Joseph von Larisch (1777–1841), preußischer Generalmajor, Besitzer der Herrschaft Bielau
- Emil Bohn (1839–1909), deutscher Musikwissenschaftler, Komponist und Musikpädagoge
- Willy Bartsch (1905–1988), deutscher Politiker (SPD)
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Biała Nyska (Bielau) | Domaszkowice (Ritterswalde) | Głębinów (Glumpenau) | Goświnowice (Friedenthal-Großgiesmannsdorf) | Hajduki Nyskie (Heidau) | Hanuszów (Hannsdorf) | Iława (Eilau) | Jędrzychów (Heidersdorf) | Kępnica (Deutsch Kamitz) | Konradowa (Konradsdorf) | Koperniki (Köppernig) | Kubice (Kaundorf) | Lipowa (Lindewiese) | Morów (Mohrau) | Niwnica (Neunz) | Nysa (Neisse) | Podkamień (Steinhübel) | Przełęk (Preiland) | Radzikowice (Stephansdorf) | Regulice (Rieglitz) | Rusocin (Riemertsheide) | Sękowice (Sengwitz) | Siestrzechowice (Grunau) | Skorochów (Kohlsdorf) | Wierzbięcice (Oppersdorf) | Wyszków Śląski (Wischke) | Złotogłowice (Groß Neundorf)