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Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

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Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Logo
Rechtsform Stiftung des privaten Rechts
Bestehen 19. Mai 1958
Sitz Potsdam
Zweck Politische Bildung und Politikberatung weltweit im Sinne des Liberalismus
Vorsitz Steffen Saebisch
(Vorsitzender)
Kuratorium Florian Rentsch
(Vorsitzender)
Geschäftsführung Mario Burow
Mitarbeiterzahl 262<ref>Jahresbericht 2022, S. 83.</ref>
Website www.freiheit.org
Datei:Trumanvilla.jpg
Truman-Villa in Potsdam, Sitz der Stiftung

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) ist eine der parteinahen Stiftungen auf Bundesebene und war davon bis 2024 die einzige, bei der es sich der Rechtsform nach tatsächlich um eine Stiftung handelt. Sie wurde 1958 gegründet und hat ihren Sitz in Potsdam-Babelsberg. Die Stiftung steht der FDP nahe und ist nach dem liberalen Politiker Friedrich Naumann (1860–1919) benannt. Sie ist Mitglied im Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland<ref>Mitglieder: gemeinnützige Organisationen | Member categories | Netzwerk EBD. Europäische Bewegung Deutschland e. V., abgerufen am 27. März 2019.</ref> und im European Liberal Forum. Seit 2007 ist der Zusatz „für die Freiheit“ Bestandteil des Stiftungsnamens.<ref>Stiftung-Für die Freiheit in Deutschland und der Welt. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, abgerufen am 19. Juli 2017.</ref>

Geschichte

Die Friedrich-Naumann-Stiftung wurde am 19. Mai 1958 in der Villa Hammerschmidt von Theodor Heuss und einem engen Freundeskreis von liberalen Politikern und Intellektuellen um Walter Erbe, Paul Luchtenberg, Reinhold Maier, Hans Wolfgang Rubin, Dorothee von Velsen und anderen gegründet und nach dem liberalen Politiker Friedrich Naumann benannt.<ref>Monika Faßbender: „… auf der Grundlage des Liberalismus tätig“. Die Geschichte der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4893-1, S. 33. Zu den Hintergründen der Gründung dort S. 19–39; Abdruck der Gründungsurkunde dort S. 225–231.</ref>

Die Namensgebung der Stiftung geht auf Theodor Heuss zurück, der damit bewusst den Bezug zu der von seinem Mentor Friedrich Naumann 1918 in Berlin gegründeten Staatsbürgerschule herstellen wollte, die sich am Ende des Ersten Weltkriegs um Politische Bildungsarbeit verdient gemacht hatte. Bei der ersten Veranstaltung der neuen Stiftung in der Godesberger Redoute sprach Heuss öffentlichkeitswirksam über „Naumanns Erbe“<ref>Ulrich Heisterkamp: Think Tanks der Parteien? Eine vergleichende Analyse der deutschen politischen Stiftungen. 2., aktualisierte Auflage. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2018, S. 306. Zum Medienecho siehe Monika Faßbender: „… auf der Grundlage des Liberalismus tätig“. Die Geschichte der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4893-1, S. 45.</ref> und gab damit der Stiftung ihre Richtung: Sie sollte ein geistiges Zentrum des deutschen Liberalismus werden und durch staatsbürgerliche politische Bildung Grundlagen für ein demokratisches Bewusstsein in der Bevölkerung der zweiten Nachkriegszeit legen.<ref>Friedrich Naumann – Über den Namensgeber der Stiftung. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, abgerufen am 15. November 2018.</ref> Allerdings waren viele Fragen noch offen, vor allem das Verhältnis zur FDP, die genaue konzeptionelle Ausrichtung der Stiftung und ihre finanziellen Grundlagen.<ref>Monika Faßbender: „… auf der Grundlage des Liberalismus tätig“. Die Geschichte der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4893-1, S. 43 f.</ref>

Die Aufgaben der Stiftung erweiterten sich im Laufe der Jahrzehnte erheblich. 1964 begann die Auslandsarbeit, 1968 wurde das „Politische Archiv“ der FDP (das heutige Archiv des Liberalismus) erworben, 1973 setzte die Begabtenförderung ein und 1995 erfolgte die Gründung des Liberalen Instituts als liberaler Denkfabrik.<ref>Chronik der Stiftung. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2017; abgerufen am 19. Juli 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freiheit.org</ref>

Sitz und Standort der Geschäftsstelle der Stiftung war seit 1959 zunächst Bonn, seit 1962 Bad Godesberg und seit 1984 Königswinter (Margarethenhöhe). Im Jahr 2000 erfolgte der Umzug nach Potsdam-Babelsberg, zunächst in den Weberpark und von dort im April 2001 in die Truman-Villa in der Karl-Marx-Straße. Seit 1967 wirkt die Stiftung in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach, die als Bildungsstätte zum zentralen Veranstaltungsort wurde. Sie ist zugleich die einzige Bildungsstätte der Stiftung, die trotz mehrfacher Verkaufsüberlegungen (1975/76 und Anfang der 1980er Jahre) sowie eines Schließungsbeschlusses Ende der 1990er Jahre ununterbrochen bis heute besteht.<ref>Zur Entwicklung dieser Akademie siehe Monika Faßbender: „… auf der Grundlage des Liberalismus tätig“. Die Geschichte der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4893-1, S. 121–154. Zu den Verkaufsabsichten dort S. 140 f, S. 145, S. 147; zum Schließungsbeschluss dort S. 139.</ref> In den 1990er Jahren gab es weitere Bildungsstätten in Konstanz (Waldhaus Jakob), Lauenburg/Elbe (Zündholzfabrik) und Kottenheide im Vogtland (Wolfgang-Natonek-Akademie). Bis heute gibt es eine Kooperation mit der Bildungsstätte Villa Lessing in Saarbrücken, die Veranstaltungen im Saarland organisiert.<ref>Zu den Bildungsstätten siehe Monika Faßbender: „… auf der Grundlage des Liberalismus tätig“. Die Geschichte der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nomos, Baden-Baden 2009, S. 160 und S. 163, ISBN 978-3-8329-4893-1.</ref>

Zielsetzung und Aufgaben

Die Stiftung ist nach eigener Einschätzung<ref name="Aufgaben">Aufgaben der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, abgerufen am 19. Juli 2017.</ref> „die Stiftung für liberale Politik in der Bundesrepublik Deutschland. Sie will dazu beitragen, dem Prinzip Freiheit in Menschenwürde in allen Bereichen der Gesellschaft Geltung zu verschaffen und politische Bildung zu vermitteln; in Deutschland wie auch zusammen mit den Partnern im Ausland“.

Die Stiftung unterhält im Inland acht Länder- bzw. Landesbüros und arbeitet mit zwölf Landesstiftungen für liberale Politik zusammen, die in den Bundesländern im Bereich politischer Bildung aktiv sind. Insgesamt bietet die Stiftung über 1.000 Veranstaltungen im Jahr an. Sie unterhält Regionalbüros in den Regionen Mittel-, Ost- und Südeuropa, in Mittelmeerländern, Lateinamerika, Afrika, Südasien sowie Südost- und Ostasien. Insgesamt ist die Stiftung in mehr als sechzig Ländern aktiv. Ihre Fachbereiche sind Politische Bildung, Kommunikation sowie Internationales.<ref>Standorte. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, abgerufen am 19. Juli 2017.</ref>

Die Arbeitsschwerpunkte der Stiftung richten sich an folgenden Kernthemen aus:<ref>Institut für Auslandsbeziehungen e. V.: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF). Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 1. Dezember 2017; abgerufen am 23. November 2017.</ref>

Finanzierung

Laut Jahresbericht 2022 finanziert sich die Stiftung bei einem Etat von rund 84 Mio. Euro zu 96 Prozent aus Zuschüssen des Bundes. Weitere finanzielle Zuwendungen stammen in großen Teilen von den Ländern und anderen Gebietskörperschaften. Die Stiftung wird somit hauptsächlich aus Steuermitteln finanziert.<ref>Jahresbericht 2022. Abgerufen am 1. März 2024.</ref>

Personen und Gremien

Vorstand

Datei:Steffen Saebisch (cropped).jpg
Der Vorsitzende seit 2026, Steffen Saebisch (2016)

Der Vorstand der Stiftung besteht aus fünf ehrenamtlichen Mitgliedern. Sie werden vom Kuratorium für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Der amtierende Vorstand ist seit März 2026 im Amt.<ref>Struktur. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, abgerufen am 19. Juli 2017.</ref>

Vorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung seit 1958:

Der Vorstand besteht außer dem Vorsitzenden aus folgenden Mitgliedern:<ref>Stiftung: Vorstand und Kuratorium der Friedrich-Naumann-Stiftung. In: freiheit.org. 27. März 2026, abgerufen am 27. März 2026.</ref>

Wolfgang Gerhardt war von 2018 bis zu seinem Tod 2024 Ehrenvorsitzender der Stiftung.<ref>Wolfgang Gerhardt wird Ehrenvorsitzender. Kuratorium vergibt erstmalig Ehrenvorsitz des Stiftungsvorstands, 7. Dezember 2018, abgerufen am 10. Dezember 2018.</ref>

Kuratorium

Datei:Florian Rentsch, Staatsminister a.D.jpg
Der Vorsitzende des Kuratoriums seit 2026 Florian Rentsch (2018)

Das Kuratorium der Stiftung hat die Aufgabe, die Arbeit des Vorstandes zu überwachen und ihn zu beraten. Die Mitglieder des Kuratoriums werden von diesem für eine Amtszeit von sechs Jahren berufen.

Vorsitzender des Kuratoriums ist seit 2026 Florian Rentsch.<ref>Ludwig Theodor Heuss neuer Vorsitzender des Kuratoriums der Naumann-Stiftung. In: freiheit.org. Abgerufen am 25. September 2020.</ref>

Walter Scheel war bis zu seinem Tod 2016 Ehrenvorsitzender des Kuratoriums. Seit 2020 ist Jürgen Morlok Ehrenvorsitzender.

Geschäftsführung

Seit 2026 ist Mario Burow Hauptgeschäftsführer der Stiftung. Seine Vorgängerin war Annett Witte, die das Amt 2021 von Steffen Saebisch übernommen hatte, der ab 2014 im Amt war.

Inlandsarbeit

In Deutschland fördert die Friedrich-Naumann-Stiftung mit ihrem Bundes- und Länderprogramm politische Beteiligung und informiert über politische Prozesse und die ideengeschichtliche Entwicklung des Liberalismus.<ref name="Aufgaben" />

Der Fachbereich Politische Bildung organisiert durch die Landes- und Länderbüros sowie in der zentralen Bildungsstätte, der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach, Bildungsveranstaltungen. Zum Bereich Politische Bildung gehört auch die Begabtenförderung.

Landesstiftungen

Seit Mitte der 1960er Jahre erfolgte die Gründung von Landesstiftungen, die in den Bundesländern mit den Landes- und Länderbüros kooperieren. Nach 1990 wurde die Bildungsarbeit auf die ostdeutschen Bundesländer ausgedehnt.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit kooperiert mit folgenden liberalen Landesstiftungen:

Einrichtungen und Standorte in Deutschland

Gummersbach

Theodor-Heuss-Akademie

Die Theodor-Heuss-Akademie (THA) in Gummersbach-Niederseßmar ist die zentrale Bildungsstätte der Stiftung, die jährlich weit über 100 interne und externe, meist mehrtägige Seminare anbietet.<ref>Theodor-Heuss-Akademie. Die Bildungsstätte der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, abgerufen am 19. Juli 2017.</ref> Namensgeber der Einrichtung ist Theodor Heuss, erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Gründungsdirektor der Bildungsstätte war Horst Dahlhaus. Von 1968 bis 1980 führte der Schriftsteller Rolf Schroers die Akademie, seit Anfang 2013 ist Klaus Füßmann deren Leiter.<ref>Reiner Thiess: „Held der Demokratie“. Klaus Füßmann leitet Akademie. In: Kölnische Rundschau. 28. Januar 2013 (rundschau-online.de [abgerufen am 19. Juli 2017]).</ref>

Archiv des Liberalismus

Datei:Archiv des Liberalismus Gummersbach.jpg
Archiv des Liberalismus in Gummersbach
Datei:FNF Archiv des Liberalismus Logo.jpg
Logo des Archivs

Das Archiv des Liberalismus (ADL) besteht seit 1968 (als Archiv der FDP seit 1948) und ist damit das älteste der sechs Archive der Politischen Stiftungen in Deutschland. Zunächst in Bonn angesiedelt, befindet es sich seit 1984 als Anbau an die Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach.<ref>Monika Faßbender: Das Archiv des Liberalismus. In: Anja Kruke, Harry Scholz (Hrsg.): Die Archive der Politischen Stiftungen in der Bundesrepublik Deutschland – Ein Archivführer. Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2010, S. 95–111.</ref> Es sammelt Unterlagen zur Geschichte des organisierten Liberalismus.<ref>Archiv des Liberalismus – Stiftungsarchive in Deutschland. Bundesverband Deutscher Stiftungen e. V., abgerufen am 23. November 2017.</ref> Es erschließt neben Aktenmaterial auch Druckschriften, Flugblätter, Plakate und andere Werbemittel, dazu Fotos, Filme, Videos, Tonbänder sowie digitale Medien (u. a. Internetseiten). Das Archiv umfasst auch eine Bibliothek zu Geschichte und Gegenwart des Liberalismus. Der Schwerpunkt der Sammlungen liegt auf Deutschland und der Zeit nach 1945.

Neben den „klassischen“ Aufgaben beteiligt sich das Archiv durch Kooperationen mit Schulen und durch öffentliche Vorträge an der politischen Bildungsarbeit. Es kooperiert auch mit einigen Universitäten. Darüber hinaus erforscht es durch wissenschaftliche Tagungen, Vorträge und Publikationen die Geschichte des Liberalismus.<ref>Archiv des Liberalismus (Hrsg.): 50 Jahre Archiv des Liberalismus. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Gummersbach 2018, ISBN 978-3-00-061056-1 (PDF; 8,8 MB); Ewald Grothe: Die Archive der Politischen Stiftungen als Teil der rheinischen Archivlandschaft. In: Archiv-Landschaft Rheinland. 49. Rheinischer Archivtag, 18.–19. Juni 2015 in Pulheim-Brauweiler. Beiträge. Rudolf Habelt Verlag, Bonn 2016 (= Landschaftsverband Rheinland, LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum. Archivhefte, 46), S. 105–117.</ref> Leiter des Archivs ist seit 2011 der Wuppertaler Historiker Ewald Grothe.<ref>Willkommen beim Portal der Archive in NRW. In: Archive in Nordrhein-Westfalen. Der Präsident des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2017; abgerufen am 23. November 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.archive.nrw.de</ref>

Ewald Grothe ist einer der sechs Herausgeber des Jahrbuchs zur Liberalismus-Forschung, der zusammen mit Wolther von Kieseritzky in Potsdam die Redaktion leitet.

Internationaler Austausch und Fortbildung

Einen Bereich der Auslandsarbeit in Deutschland bildet das Referat Internationaler Austausch und Fortbildung (IAF), das seine Arbeit im Jahr 1988 als Internationale Akademie für Entwicklung und Freiheit in Sintra, Portugal, aufnahm und seit 1995 als Internationale Akademie für Führungskräfte ihren Sitz auf dem Gelände der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach hat.<ref>Wandel verstehen. Rechte schützen. Zukunft gestalten. 50 Jahre Internationale Politik, S. 87 ff. (PDF) Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, abgerufen am 19. Juli 2017.</ref> Das Referat IAF organisiert ein- und zweiwöchige Seminare und Workshops sowie „incoming“-Programme in Deutschland für Führungs- und Nachwuchsführungskräfte aus dem weltweiten Partnerspektrum der Stiftung. Sie bietet eine Plattform für interkulturelle Begegnung, internationalen Dialog und weltweiten Wissenstransfer. Während der Programme werden insbesondere liberale Lösungsansätze zu aktuellen Problemen und weltweiten Fragestellungen erarbeitet und diskutiert.<ref name="leadership academy">International Academy for Leadership. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, abgerufen am 24. Oktober 2020.</ref> Das Referat IAF wird von Bettina Solinger geleitet.

Seit 2005 werden einige der Seminare als Integriertes Lernen zusätzlich mit Online-Seminaren der International e-Academy unterstützt, die sowohl vorbereitend als auch qualifizierend angeboten werden.<ref name="leadership academy" /> Im Jahr 2008 gewann sie dafür den European eLearning Award (eureleA).<ref>Preisträger eureleA 2008. Europäischer E-Learning Award eureleA 2008 vergeben. The European Award for Technology Supported Learning, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. August 2017; abgerufen am 19. Juli 2017.</ref>

Berlin

Hauptstadtbüro

Datei:Berlin, Mitte, Reinhardtstraße, Thomas-Dehler-Haus (cropped).jpg
Berlin, Reinhardtstraße

Seit dem Jahr 2000 betreibt die Stiftung ein Hauptstadtbüro im Hans-Dietrich-Genscher-Haus in Berlin. Ansässig ist hier der Fachbereich Kommunikation, das Liberale Institut sowie das Länderbüro Berlin-Brandenburg.<ref>Hauptstadtbüro. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, abgerufen am 19. Juli 2017.</ref> Geleitet wird das Hauptstadtbüro seit dem 1. Januar 2019 von Hilmar Sattler.<ref>Sattler leitet Hauptstadtbüro der Friedrich-Naumann-Stiftung. In: politik-kommunikation.de. Politik und Kommunikation, 25. Februar 2019, abgerufen am 28. Februar 2019.</ref>

Liberales Institut

Das 1995 gegründete Liberale Institut widmet sich als Denkfabrik der Stiftung der Frage, welchen Beitrag liberale Ideen und Prinzipien zur Gestaltung der Zukunft leisten können. Zur Umsetzung des Bildungsauftrags der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit entwickelt das Liberale Institut gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft, Forschung und Zivilgesellschaft Ideen für liberale Politik.<ref>Das Liberale Institut. Hier entstehen liberale Ideen. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, abgerufen am 19. Juli 2017.</ref> Das Liberale Institut wird seit 2021 von Justus Lenz geleitet.

Potsdam

Begabtenförderung

Die Begabtenförderung der Stiftung vergibt Stipendien an Studenten und Doktoranden. Zur Begabtenförderung wurde im November 1973 das erste Programm mit 17 Teilnehmern aufgelegt. Die Stipendiatenschaft der Stiftung hat 1987 zusätzlich ein Alumni-Netzwerk gegründet.<ref>Monika Faßbender: „… auf der Grundlage des Liberalismus tätig“. Die Geschichte der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nomos, Baden-Baden 2009, S. 175 ff.</ref> Vorstandssprecher ist seit 2018 Johannes Berger.<ref>Vorstand & Geschäftsführung. VSA e. V., abgerufen am 14. August 2020.</ref> Ziel der Begabtenförderung ist, Studierende und Nachwuchswissenschaftler mit liberalem Hintergrund zu unterstützen. Im Jahr 2020 förderte die Stiftung 1.214 Stipendiaten. Seit 1973 wurden insgesamt mehr als 7.000 Stipendien vergeben.<ref>Umfrage: Netzwerk für Altstipendiaten. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. August 2017; abgerufen am 19. Juli 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freiheit.org</ref>

Siehe auch: Liste bekannter ehemaliger Stipendiaten der Friedrich-Naumann-Stiftung

Mediendialogprogramm

2016 rief die Stiftung das Internationale Journalisten- und Mediendialogprogramm ins Leben, um die Presse- und Medienfreiheit weltweit zu fördern. Damit soll unabhängiger Journalismus in den Projektländern der Stiftung gestärkt werden. Besuchsprogramme und Fortbildungen mit dem Schwerpunkt Selbstorganisation von Journalisten, Ethik und alternative Finanzierungsmodelle werden organisiert. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit mit Exiljournalisten in Deutschland. In Kooperation mit der Berliner Tageszeitung Der Tagesspiegel entstehen in Workshops Sonderausgaben und Beilagen der Zeitung mit Texten geflüchteter Journalisten.

Landes- bzw. Länderbüros

Die Friedrich-Naumann Stiftung für die Freiheit unterhält acht Länder- bzw. Landesbüros und weitere fünf lokale Büros in Deutschland.

  • Länderbüro Norddeutschland in Lübeck, Hamburg und Schwerin: seit 2001, für Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern
  • Länderbüro Berlin-Brandenburg in Berlin und Potsdam: seit 2007, für Berlin und Brandenburg
  • Länderbüro Niedersachsen/Bremen in Hannover: seit 2001, für Niedersachsen und Bremen
  • Länderbüro Mitteldeutschland in Halle (Saale), Erfurt und Leipzig: seit 2001, für Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen
  • Landesbüro Nordrhein-Westfalen in Gummersbach: seit 2009, für Nordrhein-Westfalen
  • Länderbüro Hessen/Rheinland-Pfalz in Wiesbaden: seit 2001, für Hessen und Rheinland-Pfalz
  • Landesbüro Baden-Württemberg in Stuttgart: seit 2001, für Baden-Württemberg
  • Landesbüro Bayern in München: seit 2001, für Bayern

Auslandsarbeit

Datei:Stiftung Tunis Ali Bach-Hamba.jpg
Das erste Auslandsbüro in Tunis

Am 1. Juli 1963 wurde die Auslandsabteilung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit gegründet, Anfang 1964 startete das erste Auslandsprojekt mit einem Zentrum für Erwachsenenbildung in Tunesien. Bis Ende der 1960er Jahre hatte die Stiftung ihre Präsenz auch auf Lateinamerika, das südliche Afrika und Asien ausgeweitet.

Heute ist die Stiftung weltweit in rund sechzig Ländern aktiv und ist in über vierzig Ländern mit Ortskräften vertreten.<ref name="Auslandsbüros">Die Stiftung im In- und Ausland, abgerufen am 28. Dezember 2021.</ref> Das Spektrum ihrer Tätigkeit umfasst neben der klassischen Zusammenarbeit mit liberalen Parteien und Netzwerken auch die Unterstützung von Menschenrechtsgruppen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die Ausbildung von Journalisten oder die Durchführung von Klimaschutzprojekten.

Die Projektsteuerung erfolgt dezentral. Dafür unterhält die Stiftung im Jahr 2019 sieben Regionalbüros in Brüssel (Europäischer und Transatlantischer Dialog), Sofia (Südost- und Osteuropa), Amman (Naher Osten und Nordafrika), Bangkok (Südost- und Ostasien), Neu-Delhi (Südasien), Johannesburg (Subsahara-Afrika) und Mexiko-Stadt (Lateinamerika). Diese koordinieren die Arbeit von mehr als vierzig Projektbüros mit insgesamt fast 300 lokalen Mitarbeitern.

In Deutschland vermittelt der Fachbereich Internationales internationale politische Themen einer breiten Öffentlichkeit und bietet Fachforen zu außen- und entwicklungspolitischen Fragestellungen für Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien.

Im April 2008 machte China im Vorfeld der Olympischen Spiele, wegen der chinakritischen Resolutionen des US-Kongresses und des EU-Parlamentes, die FNF für die weltweiten „Anti-China-Proteste“ und die „Störversuche des Fackellaufs“ mitverantwortlich.<ref>Johnny Erling: Peking wirft FDP-Stiftung Anti-China-Proteste vor Welt Online 14. April 2008.</ref> Die FNF bekräftigte darauf ihr Tibet-Engagement.<ref>14.05.2007: Stiftung für die Freiheit bekräftigt ihr Tibet-Engagement. In: freiheit.org. 20. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. April 2019; abgerufen am 14. August 2020.</ref>

Die Haltung der Stiftung zum Militärputsch gegen den honduranischen Präsidenten Zelaya war 2009 Gegenstand einer öffentlichen Kontroverse sowie einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke im Bundestag, welche der Stiftung vorwarf, in Honduras einen Militärputsch zu unterstützen. Dabei wurde auf Berichte Bezug genommen,<ref>Christian Lüth: Warum Europa und UN bei Honduras falsch liegen. Welt Online, 4. Juli 2009.</ref> die der Regionalbüroleiter der FNF in Honduras verfasst hatte.<ref>Christian Lüth: Staatsstreich zur Wahrung der Verfassung? In: Welt am Sonntag. 5. Juli 2009.</ref> Die Stiftung vertrat die Sichtweise, dass der gewählte Präsident Zelaya verfassungswidrig versucht habe, sich eine zweite Amtszeit zu sichern. Dieses von den Stiftungsverantwortlichen aufgegriffene Hauptargument der Putschisten war mutmaßlich sachlich falsch. Im Übrigen gab die Dominanz linksgerichteter Regierungen in Lateinamerika der Stiftung Grund zur Sorge.<ref>Hildegard Stausberg: Debatte über die Vorgänge in Honduras erreicht Deutschland. In: Die Welt. 7. August 2009.</ref><ref>Philipp Lichterbeck: Friedrich-Naumann-Stiftung rechtfertigt Putsch in Honduras In: Der Tagesspiegel. 14. August 2009.</ref> Die Sichtweise der Stiftung wurde von der damaligen Bundesregierung, an der die FDP beteiligt war, weitgehend geteilt. Die Aktivitäten der Stiftung wurden hier als „Beitrag zu Demokratisierung und Entwicklung eines Partnerlandes“ eingeschätzt.<ref>Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Heike Hänsel, Monika Knoche, Hüseyin-Kenan Aydin, Sevim Dag˘delen, Wolfgang Gehrcke, Michael Leutert, Dr. Norman Paech, Alexander Ulrich und der Fraktion DIE LINKE. – Drucksache 16/13903 (PDF; 138 kB), 2. September 2009.</ref>

Im Jahr 2009 veranstaltete die FNF gemeinsam mit drei klimawandelleugnerischen Organisationen, dem Europäischen Institut für Klima und Energie (EIKE), dem Nongovernmental International Panel on Climate Change (NIPCC) und dem Committee for a Constructive Tomorrow (CFACT) eine Veranstaltung im Vorfeld der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009, bei der als Hauptredner Fred Singer geladen war.<ref>T. Staud, N. Reimer: Konferenz der Friedrich-Naumann-Stiftung: FDP macht’s sich einfach. In: Die Tageszeitung. 3. Dezember 2009. Abgerufen am 30. Juni 2014.</ref>

2016 schloss die Stiftung nach vierzig Jahren ihre Repräsentanz in Kairo, weil eine unabhängige, selbstbestimmte Arbeit angesichts der zunehmend autoritären Rahmenbedingungen nicht mehr möglich war.<ref>Naumann-Stiftung muss Kairoer Büro räumen. Ägypten macht politischen Stiftungen aus Deutschland das Leben schwer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 13. Mai 2016 (faz.net [abgerufen am 19. Juli 2017]).</ref> Die Stiftung verlegte daraufhin ihr Regionalbüro, das die Aktivitäten der Stiftung im Mittleren Osten und Nordafrika steuert, nach Amman.<ref>Naher Osten und Nordafrika. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, abgerufen am 14. August 2020.</ref>

2018 unterstützte die Stiftung den Partido Social Liberal, die Partei von Jair Bolsonaro, was zunächst abgestritten wurde.<ref>Timo Dorsch: Liberale Hilfe für Bolsonaro. Frankfurter Rundschau, 11. Oktober 2018, abgerufen am 29. Dezember 2021.</ref>

Nach dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes zur Staatssicherheit Ende Juni 2020 in Hongkong schloss die Stiftung ihr dortiges Büro, weil die Sicherheit der Mitarbeiter nicht mehr garantiert werden könne.<ref>Hongkong: Naumann-Stiftung schließt Büro. In: freiheit.org. Abgerufen am 21. September 2020.</ref>

In Peru unterstützt die Stiftung Berichten von La República zufolge rechte politische Gruppierungen.<ref name=":0">Redacción LR: Fujimoristas detrás de encuentro sobre la vacancia. 14. Februar 2022, abgerufen am 17. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Rahmen der Wahlen in Peru 2021 unterstützte sie Keiko Fujimori, die Tochter des früheren diktatorischen Präsidenten Alberto Fujimori, und deren Partei Fuerza Popular.<ref name=":0" /> Zu Fujimoris Unterstützung, finanzierte die Friedrich-Naumann-Stiftung die Reise des venezolanischen Oppositionspolitikers Leopoldo López nach Peru.<ref name=":0" /> Nachdem Fujimori die Wahlen verlor, sponserte die Stiftung rechte Gruppen, welche planten den gewählten Presidenten Pedro Castillo aus dem Amt zu entfernen.<ref name=":0" /> Der Verein Informationsstelle Peru e. V. kritisierte dies in einem offenen Brief als eine direkte Einmischung und bezeichnet Fujimori als „eine ausgewiesene Gegnerin demokratischer Praktiken“.<ref>Infostelle Peru: Offener Brief an die Friedrich-Naumann-Stiftung. 1. Juni 2021, abgerufen am 17. Dezember 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im April 2024 wurde die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Russland zur unerwünschten Organisation erklärt. Bereits kurz nach dem Überfall auf die Ukraine 2022 wurde die Arbeit der Stiftung in Moskau unterbunden und dem Büro in Moskau die Registrierung entzogen.<ref>Russland erklärt liberale Naumann-Stiftung für unerwünscht. In: faz.net. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. April 2024; abgerufen am 20. April 2024.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.faz.net</ref>

Berliner Rede zur Freiheit

Seit 2007 veranstaltet die Friedrich-Naumann-Stiftung jährlich die Berliner Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor. In diesem Veranstaltungsformat, nicht zu verwechseln mit der Berliner Rede, setzen sich ausgewählte Redner mit unterschiedlichen Konzepten der Freiheit als Grundwert der Gesellschaft auseinander.<ref>Rede zur Freiheit. Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juli 2017; abgerufen am 19. Juli 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freiheit.org</ref> Im April 2011 hielt der Philosoph Peter Sloterdijk auf Einladung der Stiftung eine vielbeachtete Rede, die unter dem Titel „Stress und Freiheit“ erschienen ist.<ref>Peter Sloterdijk: Streß und Freiheit. 1. Auflage. Suhrkamp Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-518-06207-4 (68 S.).</ref>

Preise der Stiftung

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit verleiht verschiedene Preise.

Freiheitspreis

Der Freiheitspreis ist eine seit 2006 zweijährlich in der Paulskirche zu Frankfurt am Main verliehene Auszeichnung. Mit dem Preis sollen Persönlichkeiten gewürdigt werden, die Impulse für die Entwicklung einer liberalen Bürgergesellschaft gegeben haben und so zur Fortentwicklung freiheitlicher Ziele und Werte in Deutschland und in Europa beitragen.<ref>Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung. In: Kulturpreise.de. Abgerufen am 7. Dezember 2017.</ref>

Raif Badawi Award

Der Raif Badawi Award for courageous journalists wurde 2015 ins Leben gerufen, um an den liberalen saudischen Blogger Raif Badawi zu erinnern, der aufgrund seiner islamkritischen Texte zu 1000 Peitschenhieben und zehn Jahren Haft verurteilt wurde.<ref>Call for nominations – Raif Badawi Award 2020. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. August 2020; abgerufen am 18. Mai 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.freiheit.org</ref> Mit dem Preis werden Journalisten oder Organisationen in der islamischen Welt gewürdigt. Des Weiteren soll auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht werden.

Boris Nemzow Preis

Mit Unterstützung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit verleiht die Boris Nemzow Stiftung für die Freiheit seit 2016 den Boris Nemzow Preis.<ref>Russische Aktivistin Anastasia Shevchenko erhält Boris-Nemtsov-Preis 2019. In: portal liberal. FDP-Bundespartei, 14. Juni 2019, abgerufen am 18. Mai 2020.</ref> Er wird an Personen verliehen, die sich im Kampf für die Meinungsfreiheit und bei der Hilfe für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte besonders engagiert haben.

Walter-Scheel-Preis

Der Walter-Scheel-Preis wird seit 2011 verliehen. Er wird an Personen verliehen, die sich um die gesellschaftliche Verankerung der Entwicklungszusammenarbeit besonders verdient gemacht haben. Seit 2015 ist die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit gemeinsam mit der Walter-Scheel-Stiftung und dem Freundeskreis Walter Scheel e. V. der offizielle Verleiher.<ref>Entwicklungszusammenarbeit. Preis für vorbildliches Engagement. 7. Juni 2013, abgerufen am 2. Februar 2018.</ref><ref>Walter Scheel Preis. Freundeskreis Walter-Scheel e. V., archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. August 2017; abgerufen am 2. Februar 2018.</ref>

Wolf-Erich-Kellner-Preis

Treuhänderisch werden von der Naumann-Stiftung (Archiv des Liberalismus) die Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung und der Wolf-Erich-Kellner-Preis verwaltet. Seit 1966 werden mit diesem Wissenschaftspreis jährlich Arbeiten ausgezeichnet, „die in wissenschaftlich wertvoller Weise Grundlagen, Geschichte und Politik des Liberalismus im deutschen, europäischen und außereuropäischen Raum behandeln“.<ref>Ausschreibung 2022. (PDF) Abgerufen am 10. Januar 2022.</ref>

Karl-Hermann-Flach-Preis

Der Karl-Hermann-Flach-Preis für ein „besonderes Engagement für die Fortentwicklung des politischen Liberalismus“ wurde zwischen 1976 und 2000 von der Friedrich-Naumann-Stiftung vergeben, seit 2010 von der liberalen Karl-Hermann-Flach-Stiftung.

Publikationen

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit veröffentlicht regelmäßig Gutachten, Studien und Analysen zu ihren Schwerpunktthemen.

Seit 1982 wird von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit die Zeitschrift Liberal – Das Magazin für die Freiheit herausgegeben. Sie erscheint sechs Mal im Jahr. Seit 1989 erscheint das Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung als wissenschaftliche Zeitschrift mit den Beiträgen des jährlichen Liberalismus-Kolloquiums des Archivs des Liberalismus.

Literatur

  • Monika Faßbender: »... auf der Grundlage des Liberalismus tätig«. Die Geschichte der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4893-1.
  • Ulrich Heisterkamp: Think Tanks der Parteien? Eine vergleichende Analyse der deutschen politischen Stiftungen. 2., aktualisierte Auflage. Springer VS, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-658-18521-3.
  • Heike Merten: Parteinahe Stiftungen im Parteienrecht. Nomos, Baden-Baden 1999, ISBN 3-7890-6436-X.
  • Siegfried Pabst: Friedrich-Naumann-Stiftung (Ämter und Organisationen der Bundesrepublik Deutschland). Droste, Düsseldorf 1983, ISBN 3-7700-7064-X.
  • Henning von Vieregge: Parteistiftungen. Zur Rolle der Konrad-Adenauer-, Friedrich-Ebert-, Friedrich-Naumann- und Hanns-Seidel-Stiftung im politischen System der Bundesrepublik Deutschland (= Schriftenreihe zum Stiftungswesen). Nomos, Baden-Baden 1977, ISBN 3-7890-0280-1.

Weblinks

Einzelnachweise

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