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Wolfgang-Döring-Stiftung

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Wolfgang-Döring-Stiftung
(WDS)
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Rechtsform rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Gründung 1967<ref name="Schiller-224">Theo Schiller: Zwischen Existenzbedrohung und Wirtschaftsabhängigkeit – Die Finanzierungsklemme der FDP. In: Göttrik Wewer (Hrsg.): Parteienfinanzierung und politischer Wettbewerb. Rechtsnormen, Realanalysen, Reformvorschläge. Westdeutscher Verlag, Opladen 1990, ISBN 3-531-11878-1, S. 195–234, hier S. 224.</ref>
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Gründer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Sitz Bonn (Koordinaten: 50° 41′ 56,6″ N, 7° 8′ 33,7″ O
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Vorläufer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Politische Bildung
Vorsitz Axel Hoffmann (Vorstand)
Thomas Seidenberg (Kuratorium)
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Stiftungskapital Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Beschäftigte Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Website www.wolfgang-doering-stiftung.de

Die Wolfgang-Döring-Stiftung ist eine der Freien Demokratischen Partei (FDP) nahestehende Stiftung in Nordrhein-Westfalen.

Datei:Wolfgang Döring - F1 0233.jpg
Wolfgang Döring

Gründung

Die Wolfgang-Döring-Stiftung wurde 1967 gegründet.<ref name="Schiller-224" /> Zu den Gründern zählten unter anderem Walter Scheel und Wolfgang Rubin.<ref>Monika Faßbender: Die Friedrich-Naumann-Stiftung als Vermächtnis von Theodor Heuss? In: Jahrbuch zur Liberalismus-Forschung, Jahrgang 20 (2008), S. 113–128, hier S. 125.</ref> Namensgeber ist der FDP-Politiker Wolfgang Döring. Zu den Gründungsmitgliedern zählten Gerhard Kienbaum, Hans Wolfgang Rubin und Hildegard Hamm-Brücher.<ref>Monika Faßbender: „… auf der Grundlage des Liberalismus tätig“. Die Geschichte der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4893-1, S. 59.</ref>

Zweck und Zusammenarbeit

Die Stiftung ist eine Bildungseinrichtung, deren Zweck die Förderung demokratischer Gesinnung und liberaler Tugenden ist. Zu diesem Zweck führt sie u. a. Seminar- und Vortragsveranstaltungen durch. Sie arbeitet eng mit dem Landesbüro Nordrhein-Westfalen der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in Gummersbach zusammen.

Zur Geschichte der Stiftung

Anfängliche Konflikte

Mit der Gründung 1967 zeigte sich die führende Rolle des FDP-Landesverbands in Nordrhein-Westfalen bei der Finanzierung von Parteien aus öffentlichen Mitteln.<ref name="Schiller-224" /> Zugleich ermöglichte diese neue Stiftung der FDP-Spitze Druck, auf die Friedrich-Naumann-Stiftung auszuüben, die damals wiederholt ihre Unabhängigkeit von der FDP betonte und in Eigenregie über ihre Gelder bestimmen wollte. Bereits 1966 war mit der Gründung der Wolfgang-Döring-Gesellschaft eine solche Stroßrichtung erkennbar.<ref>Henning von Vieregge: Parteistiftungen. Zur Rolle der Konrad-Adenauer-, Friedrich-Ebert-, Friedrich-Naumann- und Hanns-Seidel-Stiftung im politischen System der Bundesrepublik Deutschland. Nomos Verlag, Baden-Baden 1977, ISBN 3-7890-0280-1, S. 168.</ref> Im Herbst 1967 zeigte sich der Konflikt, als der WDR ankündigte, er werde die in früheren Jahren für die Naumann-Stiftung vorgesehenen Mittel nun an die Wolfgang-Döring-Stiftung geben. Willi Weyer, damals Innenminister in Nordrhein-Westfalen und Landesvorsitzende der FDP in diesem Bundesland, hatte „coupartig“<ref name="Vieregge-169">Henning von Vieregge: Parteistiftungen. Zur Rolle der Konrad-Adenauer-, Friedrich-Ebert-, Friedrich-Naumann- und Hanns-Seidel-Stiftung im politischen System der Bundesrepublik Deutschland. Nomos Verlag, Baden-Baden 1977, ISBN 3-7890-0280-1, S. 169.</ref> für diese Umorientierung gesorgt – eine Art „Misstrauensantrag“ gegen die Naumann-Stiftung. Ziel sei gewesen, diese durch eine veränderte Zuweisung von Mitteln der Rundfunkanstalten oder aus dem Bundeshaushalt zu disziplinieren und zugleich das Gewicht der nordrhein-westfälischen Liberalen in der FDP auf Bundesebene zu stärken. Ein Papier der Jungdemokraten verdeutlichte eine weitere Stoßrichtung: Die neue Stiftung solle „kein intellektueller Debattierclub“ – eine Spitze gegen die Naumann-Stiftung – sein, sondern in der Breite wirken und helfen, gute Wahlergebnisse zu erzielen.<ref>Siehe Monika Faßbender: „… auf der Grundlage des Liberalismus tätig“. Die Geschichte der Friedrich-Naumann-Stiftung. Nomos, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-4893-1, S. 58–61. Begriff „Misstrauensantrag“ sowie „intellektueller Debattierclub“ dort S. 59.</ref>

Die Mittel aus Überschüssen des WDR blieben der Wolfgang-Döring-Stiftung bis 1975 erhalten. Anschließend wurden sie aus Landesmitteln ersetzt, die nach Maßgabe des Weiterbildungsgesetzes von Nordrhein-Westfalen vergeben wurden.<ref name="Vieregge-169" /> Die Stiftung arbeitete anfangs nah an den Interessen der FDP-Führung des Landes. Die Existenz von zwei liberalen Stiftungen in einem Bundesland wurde kritisiert, beispielsweise von Paul Luchtenberg. Der damalige Vorsitzende der Naumann-Stiftung warnte 1968 vor konkurrierender Zersplitterung.<ref>Henning von Vieregge: Parteistiftungen. Zur Rolle der Konrad-Adenauer-, Friedrich-Ebert-, Friedrich-Naumann- und Hanns-Seidel-Stiftung im politischen System der Bundesrepublik Deutschland. Nomos Verlag, Baden-Baden 1977, ISBN 3-7890-0280-1, S. 169–172, Zitat Luchtenbberg dort auf S. 172.</ref>

Parteispendenskandale

Wiederholt tauchte die Stiftung im Umfeld von Medienberichten zu illegalen Parteispenden auf. Der Spiegel berichtete im August 1984 über Kontakte von Jürgen Möllemann zu Rolf Wegener, einem Händler von Immobilien und Waffen. Seit 1981 habe dieser monatlich 3.000 DM an die Wolfgang-Döring-Stiftung gespendet.<ref>„Manchmal rief Möllemann täglich an“. In: Der Spiegel. 5. August 1984, abgerufen am 22. Januar 2022.</ref> Möllemann wies den Bericht umgehend als „substanzlos“ zurück.<ref>Neue Vorwürfe gegen Möllemann (dpa-Meldung). In: Nordwest-Zeitung. 7. August 1984.</ref> Die Frankfurter Rundschau griff den Fall 1997 erneut auf: „Angeblich soll Wegener früher Geldbeträge an die liberale Walter-Döring-Stiftung überwiesen haben, die Erwachsenenbildung und Reisen für FDP-Mitglieder organisierte“.<ref>Ein bekannter Waffenhändler aus Monte Carlo sponsert die FDP. Über den Spender Wegener und seine Verbindungen zu Jürgen Möllemann kommen alte Fakten ans Licht. In: Frankfurter Rundschau. 10. Dezember 1997.</ref> Während Möllemann damals eine Prüfung der Vorwürfe zusagte, betonte Gerhard Söltenfuß, Geschäftsführer der Stiftung, man kenne Wegener nicht, habe keine Spenden an die FDP weitergeleitet und sei keine „Spendenwaschanlage“.<ref>FDP will sich gegen Rückzahlungsforderung zur Wehr setzen." Gericht: Partei muß dem Bundestag 10,5 Millionen Mark wiedergeben. "Begünstigung" im Vergleich zu anderen. In: Frankfurter Rundschau. 11. Dezember 1997.</ref>

Ende Januar 1985 berichtete Der Spiegel über illegale Spendenpraktiken großer deutscher Handelskonzerne.<ref>Gravierende Nachlässigkeit. In: Der Spiegel. 27. Januar 1985, abgerufen am 25. Januar 2022.</ref> Ein Sprecher von Karstadt betonte daraufhin, man habe nie in unzulässiger Weise gespendet. Jahrelang namhafte Beträge gingen stets nur an Parteistiftungen, nicht an Einzelpolitiker oder Einzelparteien. Er nannte in diesem Zusammenhang unter anderem die Friedrich-Naumann-Stiftung und die Wolfgang-Döring-Stiftung, ferner die Staatsbürgerliche Vereinigung.<ref>Kaufhauskonzerne bestreiten oder schweigen. „Keine unzulässigen Spenden“ (dpa-Meldung): . In: Nordwest-Zeitung. 29. Januar 1985.</ref>

Wolfgang-Döring-Medaille

Zwischen 1963 und 1990 vergab die Stiftung die Wolfgang-Döring-Medaille.

Leitungspersonal

Frühere Vorsitzende

Vorsitzende

Vorstand

Kuratorium

Weblinks

Einzelnachweise

<references />