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Flughafen Jersey

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Vorlage:Infobox Flughafen

Datei:Terminal Jersey Airport Abfertigungsgebäude Flughafen Jersey Channel Islands Great Britain Großbritannien Foto Wolfgang Pehlemann DSC04977.jpg
Das Terminal Jersey Airport (2017)
Datei:Tower vom Jersey Airport IATA JER - ICAO EGJJ Flughafen Jersey Channel Islands Great Britain Großbritannien Foto Wolfgang Pehlemann DSC04980.jpg
Tower vom Jersey Airport (IATA: JER - ICAO: EGJJ)

Der Flughafen Jersey Vorlage:Flughafen-Codes liegt in der Gemeinde Saint Peter auf der Kanalinsel Jersey.

Geschichte

Vor 1937 gab es Flugverbindungen nach Jersey nur mit Doppeldeckern und einigen Wasserflugzeugen, die den Strand der St. Aubin’s Bay nutzten. Unter den Fluggesellschaften, die diese Verbindungen anboten, waren die Jersey Airways und die Imperial Airways. Aber die Bedingungen für Landungen und Starts waren schwierig und der Zeitplan wurde durch die Gezeiten bestimmt. Es musste darauf geachtet werden, dass sich während des Betriebs keine Passanten im Landegebiet aufhielten. Trat an einem Flugzeug ein Defekt auf, so musste es mühsam vom Strand weggezogen werden, bevor die Flut einsetzte.

Das Parlament von Jersey entschied deshalb, einen separaten Flughafen zu errichten. Dieser nahm 1937 seinen Dienst auf. Genutzt wurden vier Graslandebahnen, von denen die längste 896 Meter (2940 Fuß) maß und eine Mittellinie aus Beton besaß. Während der Besetzung im Zweiten Weltkrieg baute die deutsche Luftwaffe Rollwege aus Beton sowie einige Hangars. Einer von ihnen existiert heute noch. Im Jahre 1952 wurde eine 1280 Meter lange Landebahn aus Asphalt eingeweiht und die Graslandebahnen geschlossen. In den folgenden Jahren wurde die Landebahn noch mehrmals verlängert, das letzte Mal 1976, als sie ihre heutige Länge von 1706 Metern erhielt.

Neben der Erneuerung der Start- und Landebahn in den Jahren 2008/2009 wurde der Bau eines neuen Kontrollturms im November 2010 fertiggestellt.

Abfertigungsgebäude

Das Terminal von 1937 wurde so entworfen, dass der Tower zwischen den An- und Abflugbereichen steht. Es wurde 1976 und 1997 erweitert.

Zwischenfälle

  • Am 4. November 1938 stürzte eine De Havilland DH.86 Express der Jersey Airways (Luftfahrzeugkennzeichen G-ACZN) mit Flugziel Southampton kurz nach dem Start auf ein Feld östlich des Flughafens, wobei alle 13 Flugzeuginsassen sowie ein weiterer Mann, der auf dem Feld arbeitete, getötet wurden.<ref>Unfallbericht im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 13. April 2016</ref>
  • Am 14. April 1965 wurde eine aus Paris-Orly kommende Douglas DC-3/C-47B-20-DK der British United (Channel Islands) Airways (G-ANTB) kurz vor dem Flughafen Jersey ins Gelände geflogen. Obwohl bei aufliegenden Wolken und einer Sicht von nur 60 Metern nach den vorgeschriebenen Wettermindestbedingungen keinerlei Anflug zulässig war, entschied der Flugkapitän auch nach einem Durchstarten, einen erneuten Anflug durchzuführen. Dabei kollidierte die rechte Tragfläche des Flugzeugs mit dem nur 18 m hohen äußersten Mast der Anflugbefeuerung, knapp 1 km vor der Landebahn, stieg wieder hoch und drehte sich in die Rückenlage. Dabei brach die rechte Tragfläche ab, die Maschine stürzte senkrecht auf ein Feld und ging in Flammen auf. Der Aufschlagpunkt lag an der Straße Oak Walk in Saint Peter (Jersey).<ref>Jennifer M. Gradidge: The Douglas DC-1/DC-2/DC-3: The First Seventy Years, Volumes One and Two. Tonbridge, Kent, UK: Air-Britain (Historians), 2006, ISBN 0-85130-332-3, S. 586.</ref> Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden 26 der 27 Insassen getötet, es überlebte lediglich die Stewardess.<ref>Air-Britain Archive: Casualty compendium part 96 (englisch), März 2005, S. 2005/045.</ref> Zum Zeitpunkt des Unfalls lagen die Sichtverhältnisse weit unter den für eine Landung zulässigen Minima.<ref>ICAO Aircraft Accident Digest No. 17 Volume I, Circular 88-AN/74, Montreal 1968 (englisch), S. 77–86.</ref><ref>Unfallbericht DC-3 G-ANTB, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 14. September 2021.</ref>
  • Am 6. August 1970 stürzte eine private Beagle B.206 (G-AVAM) kurz nach dem Start infolge von Triebwerksproblemen ab und brannte aus. Der Pilot, der sich auf einem Alleinflug befand, kam dabei ums Leben.<ref>Accident report: 11/1972 G-AVAM, 6 August 1970 Unfallbericht der AAIB, PDF (englisch), abgerufen am 13. April 2016</ref>
  • Am 1. Oktober 1980 stürzte eine von Cardiff kommende private Cessna Citation 500 (Luftfahrzeugkennzeichen G-BPCP) beim witterungsbedingten Abbruch des Landeversuchs auf ein Haus und ging in Flammen auf. Der Pilot, der allein im Flugzeug war, kam dabei ums Leben; die vier zum Zeitpunkt des Absturzes im Haus befindlichen Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.<ref>Accident report: 4/1982 Cessna Citation 500, G-BPCP, 1 October 1980 Unfallbericht der AAIB, PDF (englisch), abgerufen am 13. April 2016</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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