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Faserung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Begriff der Faserung verallgemeinert den Begriff eines Faserbündels und spielt in der algebraischen Topologie, einem Teilgebiet der Mathematik eine wichtige Rolle. Anwendung finden Faserungen zum Beispiel in Postnikow-Systemen oder der Obstruktionstheorie.

In diesem Artikel sind alle Abbildungen stetige Abbildungen zwischen topologischen Räumen.

Definitionen

Homotopie-Hochhebungseigenschaft

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Eine Abbildung <math>p \colon E \to B</math> erfüllt die Homotopie-Hochhebungseigenschaft für einen Raum <math>X</math>, falls:

  • für jede Homotopie <math>h \colon X \times [0, 1] \to B</math> und
  • für jede Abbildung (auch Lift genannt) <math>\tilde h_0 \colon X \to E ,</math> die <math>h_0 = h|_{X \times {0}}</math> hochhebt (bzw. liftet) (d. h. <math>h_0 = p \circ \tilde h_0</math>),

existiert eine Homotopie <math>\tilde h \colon X \times [0, 1] \to E,</math> die <math>h</math> hochhebt (d. h. <math>h = p \circ \tilde h</math>) mit <math>\tilde h_0 = \tilde h|_{X \times {0}}.</math>

Das folgende kommutative Diagramm zeigt die Situation:<ref name=":1">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Datei:Homotopie-Hochhebungseigenschaft.svg

{{#invoke:Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}} Faserung

Eine Faserung (oder auch Hurewicz-Faserung) ist eine Abbildung <math>p \colon E \to B ,</math> welche die Homotopie-Hochhebungseigenschaft für alle Räume <math>X</math> erfüllt. Der Raum <math>B</math> wird Basisraum und der Raum <math>E</math> wird Totalraum genannt. Als Faser über <math>b \in B</math> bezeichnet man den Unterraum <math>p^{-1}(b) = F_b \subseteq E .</math><ref name=":1" />

{{#invoke:Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}} Serre-Faserung

Eine Serre-Faserung (auch schwache Faserung genannt) ist eine Abbildung <math>p \colon E \to B ,</math> welche die Homotopie-Hochhebungseigenschaft für alle CW-Komplexe erfüllt.<math>^{[1]S.375-376}</math>

Jede Hurewicz-Faserung ist eine Serre-Faserung.

Quasifaserung

Eine Abbildung <math>p \colon E \to B</math> wird Quasifaserung genannt, falls für jedes <math>b \in B,</math> <math>e \in p^{-1}(b)</math> and <math>i \geq 0</math> gilt, dass die induzierte Abbildung <math>p_* \colon \pi_i (E, p^{-1}(b), e) \to \pi_i(B, b)</math> ein Isomorphismus ist.

Jede Serre-Faserung ist eine Quasifaserung.<math>^{[5] S. 241-242}</math>

Beispiele

  • Die Projektion auf den ersten Faktor <math>p \colon B \times F \to B</math> ist eine Faserung.
  • Jede Überlagerung <math>p \colon E \to B</math> erfüllt die Homotopie-Hochhebungseigenschaft für jeden Raum <math>X.</math> Speziell gibt es für jede Homotopie <math>h \colon X \times [0, 1] \to B</math> und jeden Lift <math>\tilde h_0 \colon X \to E</math> einen eindeutig definierten Lift <math>\tilde h \colon X \to B</math> mit <math>p \circ \tilde h = h .</math><math>^{[2]S.159}</math><math>^{[3]S.50}</math>
  • Faserbündel <math>p \colon E \to B</math> erfüllen die Homotopie-Hochhebungseigenschaft für alle CW-Komplexe.<math>^{[1]S.379}</math>
  • Ein Faserbündel mit parakompaktem Hausdorff Basisraum erfüllt die Homotopie-Hochhebungseigenschaft für alle Räume.<math>^{[1]S.379}</math>
  • Eine Faserung, welche kein Faserbündel ist, ist die von der Inklusion <math>i \colon \partial I^k \to I^k</math> induzierte Abbildung <math>i^* \colon X^{I^k} \to X^{\partial I^k},</math> wobei <math>k \in \N ,</math> <math>X</math> ein topologischer Raum und <math>X^{A} = \{f \colon A \to X\}</math> der Raum aller stetigen Abbildungen mit der Kompakt-Offen-Topologie ist.<math>^{[2]S.198}</math>
  • Die Hopf-Faserung <math>S^1 \to S^3 \to S^2</math> ist ein nicht triviales Faserbündel und speziell eine Serre-Faserung.

Grundlegende Konzepte

Faser-Homotopieäquivalenz

Eine Abbildung <math>f \colon E_1 \to E_2</math> zwischen Totalräumen von zwei Faserungen <math>p_1 \colon E_1 \to B</math> und <math>p_2 \colon E_2 \to B</math> mit gleichem Basisraum ist ein Faserungs-Homomorphismus, falls das Diagramm

200
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kommutiert. Die Abbildung <math>f</math> ist eine Faser-Homotopieäquivalenz, falls zusätzlich ein Faserungs-Homomorphismus <math>g \colon E_2 \to E_1</math> existiert, sodass die Verknüpfungen <math>f \circ g</math> bzw. <math>g \circ f</math> homotop, durch Faserungs-Homomorphismen, zu den Identitäten <math>Id_{E_2}</math> bzw. <math>Id_{E_1}</math>sind.<ref name=":0">{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}</ref>

Pullback-Faserung

Gegeben seien eine Faserung <math>p \colon E \to B</math> und eine Abbildung <math>f \colon A \to B</math>. Die Abbildung <math>p_f \colon f^*(E) \to A</math> ist eine Faserung, wobei <math>f^*(E) = \{(a, e) \in A \times E | f(a) = p(e)\}</math> der Pullback ist und die Projektionen von <math>f^*(E)</math> auf <math>A</math> und <math>E</math> das kommutative Diagramm liefern:

Datei:Pullback fibration.svg

Die Faserung <math>p_f</math> wird Pullback-Faserung oder auch induzierte Faserung genannt.<ref name=":0" />

Wegeraum-Faserung

Mit der Wegeraumkonstruktion kann jede stetige Abbildung zu einer Faserung erweitert werden, indem man den Definitionsbereich der Abbildung zu einem homotopieäquivalenten Raum vergrößert. Diese Faserung wird dann Wegeraum-Faserung genannt.

Der Totalraum <math>E_f</math> der Wegeraum-Faserung für eine stetige Abbildung <math>f \colon A \to B</math> zwischen topologischen Räumen besteht aus Paaren <math>(a, \gamma)</math> mit <math>a \in A</math> und Wegen <math>\gamma \colon I \to B</math> mit Startpunkt <math>\gamma (0) = f(a)~</math>, wobei <math>I = [0, 1]</math> das Einheitsintervall ist. Der Raum <math>E_f = \{ (a, \gamma) \in A \times B^I | \gamma (0) = f(a) \}</math> trägt die Teilraumtopologie von <math>A \times B^I ,</math> wobei <math>B^I</math> den Raum aller Abbildungen <math>I \to B</math> beschreibt und die Kompakt-Offen-Topologie trägt.

Die Wegeraum-Faserung ist durch die Abbildung <math>p \colon E_f \to B</math> mit der Abbildungsvorschrift <math>p(a, \gamma) = \gamma (1)</math> gegeben. Die Faser <math>F_f</math> wird auch Homotopie-Faser von <math>f</math> genannt und besteht aus den Paaren <math>(a, \gamma)</math> mit <math>a \in A</math> und Wegen <math>\gamma \colon [0, 1] \to B ,</math> wobei <math>\gamma(0) = f(a)</math> und <math>\gamma(1) = b_0 \in B</math> gilt.

Für den Spezialfall der Inklusion des Basispunktes <math>i \colon b_0 \to B ,</math> ergibt sich ein wichtiges Beispiel der Wegeraum-Faserung. Der Totalraum <math>E_i</math> besteht aus allen Wegen in <math>B,</math> die am Punkt <math>b_0</math> starten. Dieser Raum wird mit <math>PB</math> gekennzeichnet und Wegeraum genannt. Die Wege-Faserung <math>p \colon PB \to B</math> ordnet jedem Weg seinen Endpunkt zu, weshalb die Faser <math>p^{-1}(b_0)</math> aus allen geschlossenen Wegen besteht. Die Faser wird mit <math>\Omega B</math> gekennzeichnet und Schleifenraum genannt.<math>^{[1]S.407-408}</math>

Eigenschaften

  • Die Fasern <math>p^{-1}(b)</math> über <math>b \in B</math> sind für die einzelnen Wegzusammenhangskomponenten von <math>B</math> homotopieäquivalent.<math>^{[1] S. 405}</math>
  • Für eine Homotopie <math>f \colon [0, 1] \times A \to B</math> sind die Pullback Faserungen <math>f^*_0(E) \to A</math> und <math>f^*_1(E) \to A</math> Faser homotopieäquivalent.<math>^{[1] S. 406}</math>
  • Ist der Basisraum <math>B</math> zusammenziehbar, dann ist <math>p \colon E \to B</math> Faser homotopieäquivalent zu einer Produkt Faserung <math>B \times F \to B.</math><math>^{[1] S. 406}</math>
  • Die Wegeraum-Faserung von <math>p</math> ist sich selbst sehr ähnlich. Genauer gilt: Die Inklusion <math>E \hookrightarrow E_p</math> ist eine Faser-Homotopieäquivalenz.<math>^{[1] S. 408}</math>
  • Ist der Totalraum <math>E</math> zusammenziehbar, dann gibt es eine schwache Homotopieäquivalenz <math>F \to \Omega B.</math><math>^{[1] S. 408}</math>

Puppe-Sequenz

Für eine Faserung <math>p \colon E \to B</math> mit Faser <math>F</math> und Basispunkt <math>b_0 \in B</math> ist die Inklusion <math>F \hookrightarrow F_p</math> der Faser in die Homotopie-Faser eine Homotopieäquivalenz. Die Abbildung <math>i \colon F_p \to E</math> mit <math>i (e, \gamma) = e,</math> wobei <math>e \in E</math> und <math>\gamma \colon I \to B</math> ein Weg von <math>p(e)</math> nach <math>b_0</math> im Basisraum sind, ist eine Faserung. Sie ist die Pullback-Faserung der Wege-Faserung <math>PB \to B.</math> Dieses Vorgehen kann nun wieder auf die Faserung <math>i</math> angewandt und iteriert werden. Dies führt zu einer langen Sequenz:

<math> \cdots \to F_j \to F_i \xrightarrow j F_p \xrightarrow i E \xrightarrow p B.</math>

Die Faser von <math>i</math> über einem Punkt <math>e_0 \in p^{-1}(b_0)</math> besteht aus genau den Paaren <math>(e_0, \gamma)</math> mit geschlossenen Wegen <math>\gamma</math> und Startpunkt <math>b_0</math>, also dem Schleifenraum <math>\Omega B .</math> Die Inklusion <math>\Omega B \to F</math> ist eine Homotopieäquivalenz und durch Iteration ergibt sich die Sequenz:

<math>\cdots \Omega^2B \to \Omega F \to \Omega E \to \Omega B \to F \to E \to B.</math>

Durch die Dualität von Faserung und Kofaserung existiert auch eine Sequenz von Kofaserungen. Diese beiden Sequenzen sind unter dem Namen Puppe-Sequenzen oder auch Sequenz von Faserungen bzw. Kofaserungen bekannt.<math>^{[1] S. 407-409}</math>

Hauptfaserung

Eine Faserung <math>p \colon E \to B</math> mit Faser <math>F</math> wird Hauptfaserung genannt, falls ein kommutatives Diagramm existiert:

Datei:Principal fibration.svg

Die untere Zeile ist eine Sequenz von Faserungen und die vertikalen Abbildungen sind schwache Homotopieäquivalenzen. Hauptfaserungen spielen eine wichtige Rolle bei Postnikow-Türmen.<math>^{[1] p. 412}</math>

Lange exakte Homotopiesequenz

Für eine Serre-Faserung <math>p \colon E \to B</math> existiert eine lange exakte Sequenz von Homotopiegruppen. Für Basispunkte <math>b_0 \in B</math> und <math>x_0 \in F = p^{-1}(b_0)</math> ist diese gegeben durch:

<math>\cdots \rightarrow \pi_n(F,x_0) \rightarrow \pi_n(E, x_0) \rightarrow \pi_n(B, b_0) \rightarrow \pi_{n - 1}(F, x_0) \rightarrow \cdots \rightarrow \pi_0(F, x_0) \rightarrow \pi_0(E, x_0).</math>

Die Homomorphismen <math>\pi_n(F, x_0) \rightarrow \pi_n(E, x_0)</math> und <math>\pi_n(E, x_0) \rightarrow \pi_n(B, b_0)</math> sind die induzierten Homomorphismen der Inklusion <math>i \colon F \hookrightarrow E</math> und der Projektion <math>p \colon E \rightarrow B .</math><math>^{[1] S. 376}</math>

Hopf-Faserungen

Unter den Hopf-Faserungen versteht man eine Familie von Faserbündeln, deren Faser, Totalraum und Basisraum Sphären sind:

<math>S^0 \hookrightarrow S^1 \rightarrow S^1,</math>
<math>S^1 \hookrightarrow S^3 \rightarrow S^2 ,</math>
<math>S^3 \hookrightarrow S^7 \rightarrow S^4 ,</math>
<math>S^7 \hookrightarrow S^{15} \rightarrow S^8 .</math>

Die lange exakte Homotopiesequenz der Hopf-Faserung <math>S^1 \hookrightarrow S^3 \rightarrow S^2</math> liefert:

<math>\cdots \rightarrow \pi_n(S^1,x_0) \rightarrow \pi_n(S^3, x_0) \rightarrow \pi_n(S^2, b_0) \rightarrow \pi_{n - 1}(S^1, x_0) \rightarrow \cdots \rightarrow \pi_1(S^1, x_0) \rightarrow \pi_1(S^3, x_0) \rightarrow \pi_1(S^2, b_0).</math>

Die Sequenz zerfällt in kurze exakte Sequenzen, da die Faser <math>S^1</math> in <math>S^3</math> zu einem Punkt zusammengezogen werden kann:

<math>0 \rightarrow \pi_i(S^3) \rightarrow \pi_i(S^2) \rightarrow \pi_{i-1}(S^1) \rightarrow 0 .</math>

Diese kurze exakte Sequenz zerfällt wegen des Einhängungshomomorphismus <math> \phi \colon \pi_{i - 1}(S^1) \to \pi_i(S^2)~</math>und es gibt Isomorphismen:

<math>\pi_i(S^2) \cong \pi_i(S^3) \oplus \pi_{i - 1}(S^1) .</math>

Die Homotopiegruppen <math>\pi_{i - 1}(S^1)</math> sind für <math>i \geq 3</math> trivial, weshalb es Isomorphismen zwischen <math>\pi_i(S^2)</math> und <math>\pi_i(S^3)</math> ab <math>i = 3</math> gibt. Analog kann die Faser <math>S^3</math> in <math>S^7</math> und die Faser <math>S^7</math> in <math>S^{15}</math> zu einem Punkt zusammengezogen werden. Die kurzen exakten Sequenzen zerfallen weiter, wodurch es Familien von Isomorphismen gibt:

<math>\pi_i(S^4) \cong \pi_i(S^7) \oplus \pi_{i - 1}(S^3)</math> und <math>\pi_i(S^8) \cong \pi_i(S^{15}) \oplus \pi_{i - 1}(S^7) .</math><math>^{[6] S. 111}</math>

Spektralsequenz

Spektralsequenzen sind wichtige Hilfsmittel in der algebraischen Topologie zur Berechnung von (Ko-)Homologiegruppen.

Die Leray-Serre-Spektralsequenz stellt einen Zusammenhang zwischen der (Ko-)Homologie von Totalraum und Faser mit der (Ko-)Homologie des Basisraums einer Faserung her. Für eine Faserung <math>p \colon E \to B</math> mit Faser <math>F</math>, wobei der Basisraum ein wegzusammenhängender CW-Komplex ist, und einer additiven Homologietheorie <math>G_*</math> existiert eine Spektralsequenz:

<math>H_k (B; G_q(F)) \cong E^2_{k, q} \implies G_{k + q}(E).</math><math>^{[7] S. 242}</math>

Faserungen liefern in der Homologie keine langen exakten Sequenzen, wie in der Homotopie. Aber unter bestimmten Bedingungen, liefern Faserungen exakte Sequenzen in der Homologie. Für eine Faserung <math>p \colon E \to B</math> mit Faser <math>F</math>, wobei Basisraum und Faser wegzusammenhängend sind, die Fundamentalgruppe <math>\pi_1(B)</math> auf <math>H_*(F)</math> trivial operiert und zusätzlich die Bedingungen <math>H_p(B) = 0</math> für <math>0<p<m</math> und <math>H_q(F) = 0</math> für <math>0<q<n</math> gelten, existiert eine exakte Sequenz:

<math>H_{m+n-1}(F) \xrightarrow {i_*} H_{m+n-1}(E) \xrightarrow {f_*} H_{m+n-1} (B) \xrightarrow \tau H_{m+n-2} (F) \xrightarrow {i^*} \cdots \xrightarrow {f_*} H_1 (B) \to 0.</math><math>^{[7] S. 250}</math>

Diese Sequenz kann z. B. benutzt werden, um den Satz von Hurewicz zu beweisen oder um die Homologiegruppen von Schleifenräumen der Form <math>\Omega S^n</math> zu berechnen:

<math>H_k (\Omega S^n) = \begin{cases} \Z & \exist q \in \Z \colon k = q (n-1)\\

0 & sonst\end{cases}.</math><math>^{[8] S. 162}</math> Für den Spezialfall einer Faserung <math>p \colon E \to S^n,</math> bei welcher der Basisraum eine <math>n</math>-Sphäre mit Faser <math>F</math> ist, existieren exakte Sequenzen (auch Wang Sequenzen genannt) für Homologie und Kohomologie:

<math>\cdots \to H_q(F) \xrightarrow{i_*} H_q(E) \to H_{q-n}(F) \to H_{q-1}(F) \to \cdots</math>
<math>\cdots \to H^q(E) \xrightarrow{i^*} H^q(F) \to H^{q-n+1}(F) \to H^{q+1}(E) \to \cdots</math><math>^{[4] S.456}</math>

Orientierbarkeit

Für eine Faserung <math>p \colon E \to B</math> mit Faser <math>F</math> und einem festen kommutativen Ring <math>R</math> mit Eins existiert ein kontravarianter Funktor von dem Fundamentalgruppoid von <math>B</math> zur Kategorie von graduierten <math>R</math>-Moduln, welcher jedem <math>b \in B</math> den Modul <math>H_*(F_b, R)</math> und der Wegeklasse <math>[\omega]</math> den Homomorphismus <math>h [\omega]_* \colon H_*(F_{\omega (0)}, R) \to H_*(F_{\omega(1)}, R)</math> zuordnet, wobei <math>h[\omega]</math> eine Homotopieklasse in <math>[F_{\omega(0)}, F_{\omega(1)}]</math> ist.

Eine Faserung wird orientierbar über <math>R</math> genannt, falls für jeden geschlossenen Weg <math>\omega</math> in <math>B</math> gilt: <math>h[\omega]_* = 1.</math><math>^{[4] S. 476}</math>

Euler-Charakteristik

Für eine über einem Körper <math>\mathbb{K}</math> orientierbare Faserung <math>p \colon E \to B</math> mit Faser <math>F</math> und wegzusammenhängendem Basisraum ist die Euler-Charakteristik des Totalraums definiert durch:

<math>\chi(E) = \chi(B)\chi(F).</math>

Die Euler-Charakteristiken des Basisraums und der Faser sind dabei über dem Körper <math>\mathbb{K}</math> definiert.<math>^{[4] S. 481}</math>

Literatur

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Einzelnachweise

<references />