Erweiterungsflächen Vogelmoor
Erweiterungsfläche Vogelmoor
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| Lage | Nördlich von Wolfsburg, Landkreis Gifhorn, Niedersachsen | |||||
| Fläche | 156 ha | |||||
| Kennung | NSG BR 133 | |||||
| WDPA-ID | {{#property:p809}} | |||||
| Natura-2000-ID | {{#property:p3425}} | |||||
| FFH-Gebiet | 141 ha | |||||
| Geographische Lage | 52° 33′ N, 10° 46′ O
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| Meereshöhe | von 64 m bis 70 m | |||||
| Einrichtungsdatum | 23. August 2007 | |||||
Die Erweiterungsflächen Vogelmoor sind ein Naturschutzgebiet in der niedersächsischen Gemeinden Ehra-Lessien in der Samtgemeinde Brome und Barwedel in der Samtgemeinde Boldecker Land im Landkreis Gifhorn.
Allgemeines
Das Naturschutzgebiet mit dem Kennzeichen NSG BR 133 ist etwa 156 Hektar groß. 141 Hektar des Naturschutzgebietes sind Bestandteil des FFH-Gebietes „Vogelmoor“.<ref name="BfN">Vogelmoor, Natura-2000-Gebiete, Bundesamt für Naturschutz. Abgerufen am 7. Dezember 2023.</ref> Im Süden grenzt es an das Naturschutzgebiet „Vogelmoor“. Das Gebiet steht seit dem 23. August 2007 unter Schutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Gifhorn.
Beschreibung
Das Naturschutzgebiet liegt südwestlich von Ehra und nordwestlich von Barwedel. Es stellt ein in einer Talniederung einer Grundmoräne liegendes, degeneriertes Moorgebiet unter Schutz. Das Moorgebiet wird überwiegend von Grünland geprägt, in das Moorwald und Feuchtgebüsche eingestreut sind. Die Grünländereien auf feuchten bis nassen Standorten werden teilweise extensiv genutzt, teilweise liegen sie brach. Daneben sind Sümpfe und ein Übergangsmoor mit Wollgrasvorkommen sowie kleinflächig Borstgrasrasen zu finden. Auf letzteren siedeln Blutwurz, Sparrige Binse, Blaues Pfeifengras sowie Besen- und Glockenheide. Auch Englischer Ginster, Waldläusekraut und Lungenenzian sind hier noch zu finden. Der Lungenenzian dient den Raupen des Kleinen Moorbläuling als Nahrung. Die Feuchtwiesen im Naturschutzgebiet sind Lebensraum u. a. von Kiebitz, Bekassine und Braunkehlchen.<ref>Jan-Hinnerk Schwarz: Das Vogelmoor, ein Naturschutzgebiet mit europäischem Schutzstatus, trocknet trotz Schutzgebietserweiterung aus! In: Naturschutz im Landkreis Gifhorn, Mitgliedszeitschrift des NABU-Kreisverbandes Gifhorn, 2008, S. 34–40 (PDF, 5,8 MB). Abgerufen am 8. Juli 2025.</ref> Gräben beherbergen das Froschkraut.<ref name="BfN" />
In den Randbereichen des Schutzgebietes sind Birken-Kiefernwälder und Erlenwälder zu finden. Bruchwaldartige Ausprägungen der Moorwälder und wachsende Moorstadien sind nur vereinzelt zu finden. Durch das Naturschutzgebiet verläuft der Bullergraben, der das Gebiet zur Kleinen Aller entwässert.
Das Naturschutzgebiet wird überwiegend von weiteren Grünländern und Wäldern umgeben. Teilweise grenzen auch Ackerflächen an das Naturschutzgebiet. Im Südosten grenzt das Naturschutzgebiet an die Bundesstraße 248.
Planung der Autobahn 39
Das Land Niedersachsen plant den Weiterbau der Bundesautobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg. Im Planungsabschnitt 7 zwischen Ehra und Wolfsburg verläuft die geplante Trasse der Autobahn westlich des Naturschutzgebietes und im Nordwesten des Naturschutzgebietes nur wenige hundert Meter von diesem entfernt.<ref>Abschnitt 7: von Ehra (L 289) bis Wolfsburg (B 188), Neubau der Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg, Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Abgerufen am 15. März 2018.</ref>
Weblinks
- Naturschutzgebiet „Erweiterungsflächen Vogelmoor“ in der Datenbank des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN)
Einzelnachweise
<references />
Allertal im städtischen Bereich von Gifhorn | Allertal zwischen Gifhorn (B 4) und Flettmar (Kreisgrenze) | Allertal zwischen Gifhorn und Wolfsburg | Barnbruch | Barnbruchswiesen und Ilkerbruch | Bokeler Heide | Bornbruchsmoor | Bösebruch | Bullenkuhle | Derenmoor | Erweiterungsflächen Vogelmoor | Fahle Heide, Gifhorner Heide | Gagelstrauchbestand bei Vorhop | Giebelmoor | Gilder Meerbergsmoor | Großes Moor bei Gifhorn | Ise mit Nebenbächen | Heiliger Hain | Kaiserwinkel | Kranichsmoorsee | Laubwälder zwischen Braunschweig und Wolfsburg | Lutter | Maaßel | Mittlere Ohreaue | Niederungsbereich Oerrelbach | Nördliche Okeraue zwischen Hülperode und Neubrück | Nördlicher Drömling | Obere Lachte, Kainbach, Jafelbach | Oberer Gosebach | Ohreaue bei Altendorf und Brome | Okeraue bei Didderse | Okeraue bei Volkse | Okeraue zwischen Meinersen und Müden (Aller) | Politz und Hegholz | Rössenbergheide – Külsenmoor | Schnuckenheide | Schulenburgscher Drömling | Schweimker Moor und Lüderbruch | Viehmoor | Vogelmoor Vorlage:Klappleiste/Ende
- Wikipedia:Defekter Dateilink
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- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Schutzgebiet/Bild fehlt
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Schutzgebiet/IUCN-Kategorie fehlt
- Naturschutzgebiet im Landkreis Gifhorn
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- Flusssystem Aller
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- Schutzgebietsgründung 2007